Kontakt

Stiftung „Nürnberg - Stadt des Friedens und der Menschenrechte“

Die im Mai 2000 gegründete kommunale Stiftung kann nun bereits auf fünfzehn Jahre Förderaktivität zurückblicken. Ins Leben gerufen als weiterer sichtbarer Baustein zur Umsetzung des selbst gesetzten Auftrags, die Menschenrechte in allen Bereichen der Kommunalpolitik mit Leben zu erfüllen, hat sie zahlreiche Initiativen und Projekte auf lokaler Ebene unterstützt, aber auch die Arbeit der Preisträgerinnen und Preisträger in deren Heimatländern kontinuierlich begleitet.

Die Aufgaben der Stiftung

Die Stiftung fördert vor allem

  • Menschenrechtsprojekte der Trägerinnen und Träger des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises,
  • Aktivitäten zum Thema Menschenrechte in der Stadt Nürnberg, z.B. Projekte zu Menschenrechtsbildung, Veranstaltungen, wissenschaftliche Fachtagungen und Dokumentationen,
  • Maßnahmen, die sich aus der Rolle der Stadt während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ergeben, beispielsweise die Pflege von Kontakten und Begegnungen mit ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern, Veranstaltungen und Publikationen zu dieser Thematik.
  • Darüber hinaus gewährt die Stiftung in Einzelfällen humanitäre Hilfe.

Die Arbeit der Stiftung

Seit ihrem Bestehen hat die Stiftung mit den Zinserträgen ihres Grundstockvermögens bereits zahlreiche Projekte, Aktivitäten und Initiativen zum Thema Menschenrechte unterstützt und dazu beigetragen, dass vier Träger des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises ihre Menschenrechtsarbeit vorantreiben können. So fördert das Menschenrechtsbüro der Stadt mit Stiftungsmitteln und Spenden aus der Nürnberger Bevölkerung zwei Projekte von Fatimata M’Baye, der Preisträgerin 1999, in ihrem Heimatland Mauretanien und drei Projekte des inzwischen verstorbenen Preisträgers 2001, Bischof Samuel Ruíz García, im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas. Inzwischen hat die Stiftung auch Mittel für ein Projekt der Preisträger 2003, Teesta Setalvad aus Indien und Ibn Abdur Rehman aus Pakistan, bereit gestellt. Weitere Projekte wurden vom Mitglied der Jury Dr. Adolfo Perèz Esquivel für Straßenkinder in Buenos Aires initiiert.

Zuschussanträge für Aktivitäten in der Stadt Nürnberg richten Sie bitte an das Menschenrechtsbüro. Ihr Antrag sollte eine detaillierte Beschreibung des Projekts, Ort und Dauer des Vorhabens, die erwartete Wirkung und einen Finanzierungsplan, einschließlich einer angemessenen Eigenleistung enthalten. Eine Förderung wird nicht gewährt zur Finanzierung laufender Ausgaben, zum Beispiel Personalkosten, und bei parteipolitischen oder kommerziellen Interessen des Antragstellers. Eine Frist zur Antragstellung besteht nicht, jedoch sollte der Beginn des Projekts erst nach der Antragstellung sein.

Die nächste Sitzung des Stiftungsrats findet statt am:

Mittwoch, 18. Dezember 2019
Einreichungsfrist für Anträge: 30. November 2019

Unterstützung der Stiftung

Wenn Sie die Arbeit der Stiftung unterstützen wollen, können Sie dies durch finanzielle Zuwendungen zu den Stiftungsmitteln oder zur Erhöhung des Grundstockvermögens tun. Ihre Spende überweisen Sie bitte unter Angabe Ihrer Adresse und dem Verwendungszweck auf folgendes Konto:

Ihre Spende überweisen Sie bitte unter Angabe Ihrer Adresse und dem Verwendungszweck auf folgendes Konto:

Stadt Nürnberg
Sparkasse Nürnberg
IBAN: DE50 7605 0101 0001 0109 41
BIC: SSKNDE77XXX
Bitte geben Sie dabei den Verwendungszweck "Menschenrechtsbüro, Spende Stiftung" an.


Beispiele für geförderte Projekte

  • Radiospots für indigene Frauen: Seit 2010 unterstützt die Stadt Nürnberg aus Stiftungsmitteln und Spendengeldern ein Projekt, das der Schwierigkeit Rechnung trägt Frauen, die betroffen sind von häuslicher Gewalt trotz weitverbreitetem Analphabetismus zu erreichen, indem es sich des in Chiapas am weitesten verbreiteten Mediums, des Radios, bedient. Ziel ist es, mit Radiospots gesundheitliche Aufklärung – Schwangerschaftsprävention, Schutz vor HIV etc. zu betreiben, die Frauen über ihre Rechte zu informieren und auf die Angebote des Hogar Comunitario aufmerksam zu machen. Ein weiteres Ziel ist die Sensibilisierung der gesamten mexikanischen Gesellschaft in Fragen von Prävention und häuslicher Gewalt. Die Spots werden auch in den beiden wichtigsten indigenen Sprachen von Chiapas gesendet werden.
  • „Computerkurs“ des Global Elternvereins: Die Stiftung unterstützt das Antiradikalisierungsprojekt „Computerkurs“ des Global Elternvereins. Mit dem Kurs sollen über den PC und das Internet demokratische Werte vermittelt werden. Im interkulturellen Miteinander erlernen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen nicht nur das Programmieren, sondern auch Respekt vor anderen Glaubensrichtungen und Kulturen. Die Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien. Das Projekt umfasst Workshops, Themenwochen und Ausflüge und findet sechs Stunden in der Woche statt.
  • Kunstausstellung von Heidi Drahota in der Ehrenhalle des Rathauses: Anlässlich der Verleihung des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises an den bengalischen Gewerkschaftsführer Amirul Haque Amin entstand im September 2015 ein Wandteppich, der einerseits den Bezug zu den Menschenrechten herstellt und andererseits auf das Arbeitsfeld des Preisträgers hinweist. Für das Rahmenprogramm des Friedensmahls 2016 sind Textilkünstlerinnen aus der ganzen Welt aufgerufen worden, Werke zu konzipieren und damit das Anliegen von Amin aufzunehmen und zu fördern. Textile Kunst schlägt den Bogen zur Problematik der heutigen "Fast Fashion", der damit verbundenen Menschenrechtsverletzungen und unserer Verantwortung für faire Produktionsbedingungen in der Textilindustrie weltweit.
  • Projekt zur Todesstrafe am Sigmund-Schuckert-Gymnasium: Die Stiftung förderte zudem im Jahr 2015 das Sigmund-Schuckert-Gymnasium. Dieses hat eine dauerhafte Partnerschaft mit der Maynard H. Jackson High School in Nürnbergs Partnerstadt Atlanta. In diesem Jahr widmete man sich dem Menschenrechtsprojekt „Menschenrechte und Strafrecht“ und dem Thema Todesstrafe. Dabei untersuchten 16 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums gemeinsam mit ihren Projektpartnerinnen und Projektpartnern aus Atlanta politische Einstellungen zum Thema Todesstrafe. Ziel war es, die Schülerinnen und Schüler dafür zu sensibilisieren, dass die Todesstrafe nicht mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vereinbar ist und ein aktives Eintreten für den Frieden und die Menschenrechte zu fördern.

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