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Neuer Platz für Beethoven

Beethovendenkmal an der Hallerwiese

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Grüner Hügel mit Beethoven: Von ihrem neuen Standort im Zentrum der Grünanlage am Hallertor geht der Blick der Beethoven-Skulptur in Richtung Altstadt.

Die Sanierung der Grünanlage an der Hallertorbrücke ist nach einer halbjährigen Bauzeit abgeschlossen.

Pünktlich zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven hat das Denkmal von Deutschlands berühmtestem Komponisten einen neuen Standort bekommen. Zur Abdichtung des darunterliegenden Cafés Schnepperschütz war die auf dem Brückenkopf liegende Grünfläche fast vollständig abgeräumt worden. So bot sich die Gelegenheit, diesem Vorplatz der Hallerwiese ein neues Gesicht zu geben. Das Beethoven-Denkmal stand in der alten Anlage wenig beachtet am Rand, nun ist es ins Zentrum gerückt. An ihrem neuen Standort wurde die Beethoven-Skulptur um 90 Grad gedreht, sodass sie nun in Richtung Altstadt blickt. Die große stadtbildprägende Roteiche wurde als Landmarke erhalten und spendet den Besucherinnen und Besuchern weiterhin Schatten.

Bürgermeister Christian Vogel und Publikum

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Bürgermeister Christian Vogel eröffnete am 21. Juli 2020 die Grünanlage am Hallertor mit dem neuen Standort der Beethoven-Skulptur und erläuterte ihre Neugestaltung.

Eine Anlage ganz im Geiste Beethovens

Bürgermeister und erster SÖR Werkleiter Christian Vogel zur Eröffnung:
„Ganz besonders freue ich mich, dass wir diese Anlage im Beethoven-Jahr anlässlich seines 250. Geburtstages eröffnen können. Das Denkmal rückt mit seinem neuen Standort ins Zentrum der Wahrnehmung. Hier ist ein Ort mit Aufenthaltsqualität entstanden, der das Alte bewahrt und das Neue wagt. Also eine Anlage ganz im Geiste Beethovens. Darüber hinaus können sich die Nürnbergerinnen und Nürnberger schon jetzt auf das nächste Frühjahr freuen. Im Herbst werden in die Rasenfläche noch Blumenzwiebeln gepflanzt, die dann nach dem Winter für einen ersten farblichen Akzent sorgen.“

Gruppenbild mit Ludwig van Beethoven

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v. l. n. r.: Christoph Miller (Sör), Bürgermeister Christian Vogel, Dr. Dorle Messerer-Schmid (Geschäftsführerin von Bridging Arts Nürnberg, Kammer Musik Theater Int. Nürnberg e.V.), Andrea Bielmeier (Stadträtin Bündnis 90/Die Grünen), Andreas Krieglstein (CSU-Stadtrat und Fraktionsvorsitzender), Marc Schüller (Stadtrat Bündnis 90/Die Grünen), Thorsten Brehm (SPD-Stadtrat und Fraktionsvorsitzender) und Brigitte Jenkner (Sör) bei der Vorstellung des neuen Standorts des Beethoven-Denkmals am Hallertor.

Die Weihe des Gartens

Eine Grünanlage mit einem Beethovendenkmal als Zentrum. Da liegt es nahe, dass es zur Einweihung Musik mit Werken des Bonner Klassikers gibt. Beim Eröffnungstermin am 21. Juli 2020 gab es jedoch keine Musik. Stattdessen unterstütz SÖR das Bridging Arts Kammermusikfestival: Am Donnerstag, den 10. September 2020, um 18.30 Uhr gibt es vor Ort eine Performance mit der Tänzerin und Choreographin Riikka Läser. A bow to B ist eine bewegt-verschmitzter Verneigungsreigen rund ums Nürnberger Beethovendenkmal.

Planungsidee

Die Kosten für die Umgestaltung belaufen sich auf rund 530 000 Euro. Für die Planung der Anlage war das Bamberger Büro Joma Landschaftsarchitektur zuständig, das seinen Entwurf wie folgt erklärt:

„Bedingt durch die Lage an der stark frequentierten Ringstraße entlang der Stadtmauer, kommen hier täglich viele Bewohner und Gäste Nürnbergs mit Straßenbahn, Bus, PKW, Fahrrad und zu Fuß vorbei. Der neue Platz gestaltet den Übergang zwischen Innenstadt und dem Grünzug an der Pegnitz. Die Neigung der Rasenflächen sorgt dafür, dass diese Grünfläche auch von Passanten stärker wahrgenommen wird. Am Höhenabsatz zur Hallerwiese werden Aufenthalts- und Sitzbereiche für alle Altersgruppen angeboten.

Grünanlage am Hallertor

Der neue Platz gestaltet den Übergang zwischen der Innenstadt und der Hallerwiese an der Pegnitz.

Leitidee für den Entwurf ist eine von der Straße aus leicht ansteigende Rasenfläche. Es entstehen „schiefe“ Ebenen, die als Rasenschollen aus dem Platz herausragen. Eine Sitzstufenanlage bietet über die bestehende Brüstung hinweg eine gute Sicht auf die Grünanlagen entlang der Pegnitz. Ein umlaufender Weg mit zwei platzartigen Aufweitungen ermöglicht den barrierefreien Zugang zur Brüstung. Das Denkmal wird um 90 Grad gedreht, so dass der Blick der Beethoven-Skulptur nun in Richtung Altstadt geht.

Die stadtbildprägende Roteiche (Quercus rubra) bleibt als Landmarke erhalten und spendet den Besuchern der Grünanlage auch weiterhin Schatten. Drei Zieräpfel bilden auf der nördlichen Rasenscholle ein Gegengewicht zur Roteiche. Blüte, Laubfärbung im Herbst und Zieräpfel in unterschiedlicher Farbe bieten über das ganze Jahr hinweg interessante Aspekte in der Grünanlage. Bunte Blumenzwiebeln schmücken im Frühjahr und im Herbst die Rasenflächen.“

Geschichte des Denkmals

In der Vergangenheit diente dieser Ort, in Verbindung mit der Hallerwiese, als Übungsgelände der Armbrustschützen, auch Schnepperschützen genannt. An der Schnittstelle zwischen Hallerwiese, historischer Wehranlage und Hallertorbrücke gelegen, bildet die Anlage einen Brückenkopf von der Innenstadt zu den Grünflächen entlang der Pegnitz.
Das Beethovendenkmal stand ursprünglich vor dem Opernhaus. Es wurde von dem Bildhauer Konrad Roth im Jahre 1927 erschaffen und gestiftet von Ottilie Schäfer, einer Klavierlehrerin, die das Denkmal ihrem Lieblingskomponisten widmete. Mit der Umgestaltung des Richard-Wagner-Platzes 1937 wurde es an den heutigen Standort versetzt.

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