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Bis 8. März 2019: Ausstellung "Hingeht die Zeit, herkommt der Todt - 500 Jahre Johannis- und Rochusfriedhof"

Stadtarchiv Nürnberg A 4/I Nr. 39

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Kolorierter Plan des Johannisfriedhofes, 1730 (Stadtarchiv Nürnberg A 4/I Nr. 39)

Seit 1518 erlaubte der Rat der Reichsstadt nur noch in Ausnahmefällen eine Bestattung innerhalb der Nürnberger Stadtmauer. Der Anlass war eine akute Pest-Epidemie, doch schon bald griff diese Maßnahme auf alle Begräbnisse der Stadt über. Für Verstorbene der Sebalder Stadtseite wurde der bereits bestehende Friedhof beim Siechkobel St. Johannis als Bestattungsort bestimmt und hierfür sukzessive erweitert. Die Toten der Lorenzer Seite sollten fortan auf dem neu angelegten Rochusfriedhof ihre letzte Ruhe finden. Beide Friedhöfe stellen bis heute einmalige kulturgeschichtliche Denkmäler dar. Ausschlaggebend hierfür ist ihr ungewöhnliches Erscheinungsbild. Es wird bestimmt durch die liegenden Grabsteine mit ihren kultur- und kunsthistorisch einzigartigen Epitaphien. Die Epitaphienkunst Nürnbergs bildet eine unnachahmliche Tradition und wurde 2018 in das Bayerische Landesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Stadtarchiv Nürnberg B 11 Nr. 440

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Bestätigung der neuen Begräbnisordnung der Stadt Nürnberg durch Kaiser Maximilian am 31.10.1518. (Stadtarchiv Nürnberg B 11 Nr. 440)


Die Ausstellung wurde in Kooperation mit Frau Dr. Claudia Maué, Heimatpflegerin der Stadt Nürnberg und Vorsitzende des Vereins Nürnberger Epitaphienkunst und -kultur e.V., konzipiert und gibt zusammen mit dem begleitenden Katalog Einblicke in die Geschichte und die topographische Entwicklung der beiden Friedhöfe. Als thematische Schwerpunkte werden die ästhetische Gestaltung der Grabstätten durch die typischen Epitaphien sowie die Begräbniskultur Nürnbergs, die verschiedenen Begräbnisarten und die Friedhofsorganisation beleuchtet.

Neben dem ältesten überlieferten Grabbrief finden sich hier ausgewählte Beispiele der Epitaphienkunst. Zudem gewährt die Ausstellung Einblicke in die verschiedenen Begräbnisarten, Leichenordnungen und Trauerformen der Nürnberger Begräbniskultur. Ein Bereich mit Kuriosa zeigt den Friedhof als Ort der Sensation und des Schauderns. So finden sich hier beispielsweise Archivalien zu einem Mordfall mit den dazugehörigen Asservaten.

A 7/I Nr. 2893

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Kolorierte Radierung der beiden 1811 auf dem Johannisfriedhof aufgefundenen Mumien von Christoph Wilhelm Bock. (Stadtarchiv Nürnberg A 7/I Nr. 2893)

Hingeht die Zeit, herkommt der Todt – 500 Jahre Johannis- und Rochusfriedhof

Die Ausstellung wird Ihnen vom 25. Oktober 2018 bis zum 8. März 2019 im Kleinen Foyer des Stadtarchiv Nürnbergs präsentiert.

Zu der Ausstellung erscheint ein begleitender Katalog. Diesen können Sie im Stadtarchiv Nürnberg für 19,80 € erwerben.

Auch im Heft Norica 14 finden Sie weitere Informationen zur Begräbniskultur in Nürnberg. Diese können Sie für 4,50 € ebenfalls im Stadtarchiv erwerben.

Stadtarchiv Nürnberg

Marientorgraben 8

Kleines Foyer

90402 Nürnberg


Öffnungszeiten:

Mo, Mi, Do 08:30 - 15:30 Uhr
Di 08:30 - 18:00 Uhr
Fr 08:30 - 16:00 Uhr



Eintrittspreise:

Eintritt frei

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