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Ausstellung: Beton. Raum. Kunst. Architektur und Skulptur in Nürnberg vom 25. Mai bis 9. Oktober 2022

Seit Anfang der 1980er Jahre werden Gebäude, die in der bedeutenden Zeit des Sichtbetons – des „béton brut“ – entstanden sind, sehr kritisch betrachtet und lösen bis heute heftige Debatten aus. Viele Bauten dieses als Brutalismus bezeichneten Baustils fielen deshalb bereits dem Abriss zum Opfer. der Blick auf den Baustoff Beton war nicht immer so skeptisch, und die Geschichte des Betonbaus reicht weit zurück.

Schon die Antike schätzte die Vorteile des Betons gegenüber konventionellen Baustoffen: seine Formbarkeit, Langlebigkeit, Wetter- und Hitzebeständigkeit, die Ersparnis an Gewicht, Bauzeit und Kosten. Doch erst Erfindungen wie der Portlandzement und die Bewehrung aus Stahl verhalfen dem Werkstoff zum Durchbruch. Um 1905 begann in der Noris der Erfolgszug des Eisen- beziehungsweise Stahlbetons, der spätestens seit den Wirtschaftswunderjahren im Nürnberger Baubetrieb nahezu allgegenwärtig ist.
Die technische Vielseitigkeit und das breite Anwendungsspektrum machten Beton zu einem beliebten Material, das sich auch in der Kunst etablierte. Die Ausstellung lädt zur Auseinandersetzung mit den präsentierten Werken der Bildhauer Tobias Rempp, Dominik Schoell und Robert Scholz, ihrem Werkstoff und dem Stellenwert des Betons für die Architektur ein.

Öffnungszeiten

Di 10.00 – 17.00 Uhr
Mi 10.00 – 17.00 Uhr
Do 10.00 – 17.00 Uhr
Fr 10.00 – 21.00 Uhr
Sa 13.00 – 17.00 Uhr
So 10.00 – 17.00 Uhr
Mo geschlossen

Der Eintritt ist frei.


Ausstellungskatalog

Zur Ausstellung ist folgender Begleitband erschienen:
Beton. Raum. Kunst. Architektur und Skulptur in Nürnberg
Ausstellungskatalog des Stadtarchivs Nürnberg Nr. 29
Herausgegeben von Arnold Otto und Ulrike Swoboda, Nürnberg 2022
96 Seiten, zahlreiche Abbildungen
ISBN 978-3-925002-59-5
Preis: 15,80 Euro

Begleitprogramm

Betonraumkunst Skulpturen

Blick in die Ausstellung, zu sehen sind hier Kunstwerke von Dominik Schoell (im Vordergrund) und Robert Scholz (Relief an der Wand).

Die Bedeutung des Baustoffs Beton für das Stadtbild Nürnbergs

Gesprächsabend mit Daniel F. Ulrich, Planungs- und Baureferent der Stadt Nürnberg, und Sebastian Gulden, selbständiger Denkmalpflegerischer Gutachter und Bau- und Kunsthistoriker

Moderation: Dr. Arnold Otto, Leiter des Stadtarchivs Nürnberg

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann auch in Nürnberg der Erfolgszug des Eisen- beziehungsweise Stahlbetons. Nun wurde nicht nur für Bauten der Industrie und des Verkehrs, sondern auch für Warenhäuser, Wohn- und Kirchengebäude dieser Baustoff für die Grundkonstruktion verwendet. Spätestens in der Zeit des Wiederaufbaus setzte sich der Beton im Nürnberger Baubetrieb immer mehr als Material der Wahl durch. Vor allem der Betonbrutalismus setzte ab Mitte der 1960er Jahre Akzente im Stadtbild. In der Gesprächsrunde soll eruiert werden, inwieweit Beton in Nürnbergs Stadtbild von Bedeutung ist – oder auch störend wirkt.

Dienstag, 21.6.2022, 18 Uhr
Norishalle, Marientorgraben 8, 90402 Nürnberg
Eintritt frei

Beton als Werkstoff in der Kunst

Künstlergespräch mit Tobias Rempp, Dominik Schoell und Robert Scholz

Moderation: Dr. Arnold Otto, Leiter des Stadtarchivs Nürnberg, und Markus Gramer, Werkstattgalerie Nürnberg

Die in der Norishalle ausstellenden Bildhauer Tobias Rempp, Dominik Schoell und Robert Scholz bearbeiten den Werkstoff Beton auf unterschiedlichste Art und Weise und loten sowohl experimentell als auch konservativ verschiedene Seiten des Mediums aus. In dem Gespräch kommen die unterschiedlichen Konzepte, die Arbeit und der Umgang mit dem Material Beton als auch die Herangehensweise beim Erstellen der Kunstobjekte zur Sprache.

Mittwoch, 27.7.2022, 18 Uhr
Norishalle, Marientorgraben 8, 90402 Nürnberg
Eintritt frei

Künstlerführungen

Führung mit Dominik Schoell
Freitag, 15.7.2022, 18 Uhr

Führung mit Robert Scholz
Freitag, 12.8.2022, 18 Uhr

Führung mit Robert Scholz
Freitag, 16.9.2022, 18 Uhr

Führung mit Dominik Schoell
Freitag, 30.9.2022, 18 Uhr

Eintritt frei

Der Fürther Architekt Heinrich Graber. Im Spannungsfeld der deutschen Nachkriegsarchitektur

Vortrag von Thomas Hinterholzinger

1964/65 überzeugte der Architekt Heinrich Graber (1926–2001) mit seinem Entwurf für den Neubau der Norishalle am Marientorgraben das renommierte Preisgericht. Seine profunde Materialkenntnis, sein Proportionsgefühl und seine Detailgenauigkeit wie auch das Bewusstsein für die geforderte Funktionalität der gestellten Bauaufgaben spiegeln sich in der Architektur des Gebäudes wider. Der „betón brut“ – unverkleideter Beton oder Sichtbeton – ist das dominierende Material des klar gegliederten Baukörpers mit seinen kreativen Gestaltungslösungen.
Der Architekt Thomas Hinterholzinger, einst Mitarbeiter und Freund Heinrich Grabers, stellt in seinem Vortrag die vielseitige Persönlichkeit dieses Nachkriegsarchitekten der „ersten Generation“ und seine Baukunst vor. Im vergangenen Jahr verfasste der Referent ein Buch über Heinrich Graber, um den Stellenwert dieses „Ausnahmearchitekten“ zu würdigen.

Mittwoch, 24.8.2022, 18 Uhr
Norishalle, Marientorgraben 8, 90402 Nürnberg
Seminarraum
Eintritt frei

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