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Bücher mit Geschichte - Gesammelte Schätze aus 650 Jahren

In den 650 Jahren ihres Bestehens haben die historischen Bestände der Stadtbibliothek auch Katastrophen wie den Zweiten Weltkrieg ohne nennenswerte Verluste überstanden.
Unter den Handschriften und Drucken aus den Bibliotheken des Rats und der Klöster, von Gelehrten und bibliophilen Sammlern befinden sich neben kostbaren und einmaligen Originalen auch eher unscheinbare Bände, die dennoch eines eint: Die Bücher können Geschichten erzählen!

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Bei der Frage nach ihrer Entstehung und Herkunft trifft man auf fromme Prinzessinnen und fleißige Nonnen, bescheidene Autorinnen und berühmte Männer in magisch aufgeladenen Relikten, man stößt auf Berichte von Verlusten und vom Wiederfinden, von Leben und vom Tod.

Zu sehen ist die älteste Handschrift im Bestand, ein um 830 / 840 im Kloster Lorsch geschriebenes Evangeliar. Goldglänzende Initialen und Miniaturen im 1293 / 94 für eine französische Prinzessin angefertigten Solger-Stundenbuch stammen von Maître Honoré, demersten mit Biographie und in Werken fassbaren Pariser Buchmaler.

Gezeigt wird ferner das weltweit einzige mit vollständigem Bildzyklus versehene Exemplar des ersten in Italien entstandenen illustrierten Drucks aus dem Jahr 1467. Um ein weit gereistes Buch handelt es sich bei dem im frühen 17. Jahrhundert für St. Egidien angefertigten Graduale: Es wurde am Auslagerungsort 1945 entwendet, gelangte als Kriegssouvenir in die Vereinigten Staaten von Amerika, wurde dort 1997 von der renommierten The Morgan Library & Museum in New York ersteigert, 1998 von einem Gelehrten als Besitz der Stadtbibliothek erkannt und 2001 schließlich rückerstattet.

Von Kämpfen um Leben und Tod sind zwei Bände gezeichnet: Den Brand des Egidienklosters 1696 überstand eine Lutherbibel nahezu unbeschädigt, obwohl sie neben dem in seinem Bett verbrannten Besitzer stand; eine in den Türkenkriegen erbeutete Handschrift ist auf der letzten Seite mit Blutspritzern von den Kämpfen gezeichnet. Magisch aufgeladene Relikte berühmter Personen wie etwa eigenhändige Schriftstücke der Reformatoren Martin Luther und Philipp Melanchthon wurden seit den 1630er Jahren in der Bibliothek gesammelt und in einer Holzkiste aufbewahrt.

Die Korrespondenz des Humanisten Willibald Pirckheimer ist von seinen Erben in einem von Anton Koberger für private Studien eingerichteten Schrankstübchen im Wohnhaus am Egidienplatz vergessen und erst 1750 wiederentdeckt worden. In ihr befinden sich eigenhändige Briefe des Malers Albrecht Dürer sowie Schreiben von kunstaffinen Nonnen im Kloster Bergen, in denen der Künstler eine wichtige Rolle spielt.



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