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Stadion: Wie geht es weiter?

Blick in das Max-Morlock-Stadion in Nürnberg

Die aktuelle Bausubstanz des Max-Morlock-Stadions ist 30 Jahre alt. Die Stadt investiert Jahr für Jahr viel Geld, um das Stadion zu ertüchtigen und zu erhalten. Trotzdem wird das Stadion von immer mehr anderen modernen Stadien abgehängt. Es ist deshalb notwendig, jetzt für die Zukunft zu planen.


Weiteres Vorgehen zur Stadionentwicklung in Nürnberg

Das Nürnberger Max-Morlock-Stadion ist ein ganz besonderer Ort unserer Sportlandschaft. Die aktuelle Bausubstanz des Stadions ist allerdings mittlerweile 30 Jahre alt. Das spüren Besucher, der 1. FCN und auch die Stadt. Ein Stadion in diesem Alter entspricht nicht mehr in allen Belangen den Wünschen und Erwartungen der Nutzer. Die Stadt als Eigentümerin des Sportgeländes investiert daher Jahr für Jahr viel Geld, um das Stadion gemäß sicherheitsrelevanter Notwendigkeiten zu ertüchtigen und zu erhalten. In den kommenden 10 bis 15 Jahren sind Investitionen von bis zu 30 Millionen Euro zu erwarten. Die erfolglose Bewerbung als EM-Austragungsort hat gezeigt, dass das Stadion trotz dieser Investitionen von immer mehr anderen Stadien als modernes und leistungsfähiges Stadion abgehängt wird. Es ist deshalb notwenig, die Zukunft des Stadions jetzt zu planen.

Oberbürgermeister Marcus König sagt hierzu: „Unser Stadion ist ein weit über die Grenzen der Stadt hinaus wichtiges Symbol der Sportstadt Nürnberg – sportlich und emotional. Wir müssen nun beraten, wie wir die Weichen für die Zukunft der Sportstätte und des Umfelds stellen wollen.“

Bürgermeister Christian Vogel, Erster Werkleiter des städtischen Eigenbetriebs Frankenstadion Nürnberg (FSN): „Es ist jetzt an der Zeit, zu überlegen, ob man immer weiter Millionen in den Erhalt des vorhandenen Stadions steckt, oder ob man die vielen Sanierungen zum Anlass nimmt, zu überlegen: Wo wollen wir zukünftig hin mit dem Stadion und dem Stadionumfeld? Wie kann das Stadion für den FCN und seine Fans aber auch für andere Veranstaltungen attraktiver werden? Wie können wir modernen Ansprüchen an Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit und Digitalisierung gerecht werden? Das will ich tun, in dem ich am 26. Januar dem Stadtrat einen umfangreichen Vorschlag für einen Analyse- und Entscheidungsprozess unterbreite.“


Erste Schritte: Bedarfsanalyse und Machbarkeitsstudie

Die ersten Schritte dieses Prozesses sind eine Bedarfsanalyse und die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie, ähnlich dem erfolgreichen Vorgehen beim Volksbad. Der FSN wird aus den Ergebnissen dieser Studie Handlungsoptionen ableiten, die dem Stadtrat und der Öffentlichkeit präsentiert werden, bevor weitere Entscheidungen gefällt werden.

Die Frage des künftigen Träger- und Finanzierungsmodells bleibt in den ersten Schritten des Prozesses offen. Aus diesem Grund werden der 1. FC Nürnberg als Hauptmieter und weitere potenzielle Projektpartner in den Prozess einbezogen. Der Standort des Stadions steht dabei weder für die Stadt noch für den 1. FC Nürnberg zur Debatte. Das Umfeld des Stadions soll deshalb in die Fragestellung der Machbarkeitsstudie einbezogen werden, um nicht nur die Option einer Stadion-Modernisierung, sondern auch die mögliche Entwicklung eines Sport-Quartiers zu betrachten.

Oberbürgermeister Marcus König: „Dieser Prozess ist bedeutsam für unsere Stadt und bietet riesige Chancen für das Stadion und das gesamte Quartier. Wenn der Stadtrat zustimmt, werden wir dieses Projekt mit dem vorgeschlagenen Prozess angehen. Wir werden Experten hinzuziehen, das Stadion im Stadtrat thematisieren und uns mit dem FCN, dem Stadionumfeld und anderen Beteiligten austauschen. Aber wir werden natürlich auch die Bürgerinnen und Bürger und die Fans befragen.“

Der nun angestoßene Prozess einer Machbarkeitsstudie ist Auftakt zu einem langfristigen Stadionprojekt, welches das Ziel hat, dort zum einen die fußballerische Heimat bei Heimspielen des 1. FC Nürnberg zu sichern. Der Prozess ist aber ebenso der Start einer Überprüfung, wie dieses historische Gelände mehr als nur alle 14 Tage für ein Heimspiel des Clubs genutzt werden kann.


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