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Fußverkehrsstrategie für Nürnberg

Grüne Fußgängerampel in Nürnberg.

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Bis in die 1960er Jahre legten die Menschen regelmäßig lange Wege zu Fuß zurück. Diese Selbstverständlichkeit ist mit der „autogerechten Stadt“ der Moderne verloren gegangen. Bis heute wird der Großteil der öffentlichen Flächen für den Autoverkehr, ob fließend oder ruhend, vorgehalten. Der inzwischen sehr hohe Kfz-Bestand nimmt weiter zu. Die negativen Auswirkungen des motorisierten Individualverkehrs sind aber nicht mehr umwelt- und stadtverträglich zu bewältigen. Mobilität muss sich ändern.


Neue Fußverkehrsstrategie

In den vergangenen Jahren standen der Radverkehr und der öffentliche Nahverkehr im Fokus und wurden gefördert. Nun soll dem Fußverkehr mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Die Verwaltung hat deshalb eine Fußverkehrsstrategie erarbeitet, die analog zur Radverkehrsstrategie „Nürnberg steigt auf“ Ziele und Handlungsfelder definiert. Die Fußverkehrsstrategie wurde am 7. Juli im Verkehrsausschuss beschlossen.

Mehr Menschen sollen in Nürnberg gerne und häufiger ihre Wege zu Fuß zurücklegen und sich dabei sicher fühlen und auch sicher sein. Die neue Fußverkehrsstrategie soll dazu beitragen, Unfallzahlen zu senken, die Selbstverständlichkeit des Zufußgehens zu unterstreichen und die Lebensqualität in Nürnberg zu steigern.


Fußverkehrsstrategie für Nürnberg

Die Fußverkehrsstrategie liegt als PDF-Datei vor. Darin sind die Ausgangslage, Potentiale und Ziele sowie konkrete Maßnahmen ausführlich beschrieben.


Projekt „Fußgängerfreundliche Stadtteile“

Die Fußverkehrsstrategie resultiert aus dem Mobilitätsbeschluss für Nürnberg aus dem Jahr 2021, der unter anderem die Stärkung des Fußverkehrs vorsieht. Bei dem Projekt „Fußgängerfreundliche Stadtteile“ sollen alle Stadtteile hinsichtlich ihrer Fußgängerfreundlichkeit untersucht und nach und nach umgestaltet werden.

Bei den Planungen sollen unterschiedliche Partizipationsmöglichkeiten eingesetzt werden. So sind Stadtteilbegehungen mit interessierten Bürgern und Vertretern von relevanten Verbänden, insbesondere des Behindertenrates und der Bürgervereine, vorgesehen. Bei diesen Stadtteilbegehungen sollen konkrete Verbesserungsvorschläge und Maßnahmen zusammengestellt und priorisiert werden, um deren Umsetzung anschließend prüfen zu können.

Da viele Maßnahmen zugunsten der Fußgänger aufgrund des begrenzt vorhandenen öffentlichen Raums nur zu Lasten anderer Verkehrsarten realisiert werden können, ist eine gründliche Abwägung der konkurrierenden Belange entscheidend. Mit der Vorbereitung und Durchführung der Stadtteilbegehungen soll in einem Modell-Stadtteil noch dieses Jahr begonnen werden.


Nürnberg wird schrittweise inklusiver

Die neue Fußgängerstrategie leistet auch einen wichtigen Beitrag, Nürnberg schrittweise inklusiver zu gestalten. Sie ist Teil des Nürnberger Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Den ersten Aktionsplan hat der Stadtrat 2021 einstimmig beschlossen. Um die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung in Nürnberg zu verwirklichen, wurden und werden umfangreiche Maßnahmen entwickelt und umgesetzt.


Verkehrsausschuss am 7. Juli

Weitere Informationen zur Fußverkehrsstrategie finden Sie in den Unterlagen zum Verkehrsausschuss, die im Ratsinformationssystem veröffentlicht wurden.


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