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Der schnellste Racketsport der Welt: Crossminton

Pfeifende Bälle zischen durch die Luft, begleitet von schnellen Aufschlägen – das ist Crossminton. Die Mischung aus Tennis, Badminton und Squash ist der vielleicht schnellste Racketsport weltweit. Wer den kleinen gelben Ball, „Speeder“ genannt, im Auge behalten möchte, muss sich ganz schön anstrengen. Die Spieler selbst kommen natürlich auch ins Schwitzen: Damit der Speeder seinen charakteristischen Pfeifton von sich gibt, müssen sie ihn kraftvoll in Richtung Gegner schlagen.

Wie funktioniert Crossminton?

Das Feld steht schnell: 12,8 Meter voneinander entfernt, markieren knallgelbe Gummibänder zwei 5,50 mal 5,50 Meter große Bereiche. Los geht’s – aber erst nach dem Aufwärmen! Denn Übungen zum Warmmachen sind natürlich auch bei diesem Sport wichtig, vor allem für die abrupten Bremsbewegungen und schnellen Armbewegungen später im Spiel. Bei Einzelspielen treten zwei Spieler gegeneinander an, jeder in einem der Felder. Auch im Doppel wird Crossminton gespielt.

Und plötzlich pfeifen die Bälle durch die Luft. Mit speziellen Crossminton-Rackets, lassen die Spieler die kleinen Speeder fliegen – mal hoch, mal nur ein Stück über den Boden. „Die Spielweise kann durchaus variabel sein“, erklärt Oliver Weiß, Spieler bei den KnightSpeeders, Nürnbergs ersten Crossminton Team „von sehr weit unten, schnell und hart bis hin zu hohen, passiven Bällen, mit denen man versucht hinter den gegnerischen Spieler zu kommen."

Denn der muss sein ganzes Feld schützen: Beim Annehmen steht er deswegen weit vorne in seinem Feld, um an die schnellen tiefen Bälle zu kommen. Bei der Angabe von unten muss er aus der hinteren Hälfte aufschlagen. Dreimal hintereinander gibt ein Spieler die Angabe – Punkte für den Gegner gibt es, wenn der Ball ins Aus oder an die Decke geht. Erzielen kann man Punkte durch einen Schlag ins gegnerische Feld.

Worin besteht der Trainingseffekt?

Ballgefühl, Kraft und Ausdauer – all das trainieren die Sportler. „Crossminton ist die wahrscheinlich schnellste Schlagsportart der Welt“, erzählt Weiß. Nicht nur auf den Beinen sollte man daher schnell unterwegs sein, auch die Reaktionsgeschwindigkeit wird geschult. Crossminton ist auch für Spieler ohne Erfahrung mit Badminton und Co. geeignet.

Was ist das Besondere an der Sportart?

Weiß ist begeisterter Crossminton-Spieler: „Das Tolle ist, dass man den Sport überall spielen kann, nicht nur in der Halle. Im Winter wurde auch schon im Schnee gespielt.“ Bei warmem Wetter trainieren die KnightSpeeders am liebsten auf der Wöhrder-Wiese – sogar im Sand kann der Sport betrieben werden. Weiß ist sich sicher, dass in Crossminton viel Potenzial steckt: „Es ist ein Allroundsport und für jeden Spielertyp geeignet, ob alt oder jung.“

Wo kann man in Nürnberg Crossminton spielen?

Lust auf den schnellen Sport bekommen? Die KnightSpeeders laden alle Neugierigen zum Ausprobieren ein. Die Mannschaft des TSV Buch trainiert zurzeit jeden Mittwoch Abend ab 19.30 Uhr in der Turnhalle der Grundschule Thoner Espan. Für Ausrüstung ist gesorgt: Schläger und Speeder werden für Neueinsteiger gestellt. Zeit die Bälle pfeifen zu lassen!

Text und Bilder: Leonie Purrucker


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