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Corona: Reisende und Pendler



Das müssen Sie bei einer Reise oder bei einem Ausflug beachten

Auf nicht notwendige private Reisen sowie auf Besuche – auch von Verwandten – sollten Sie bis 14. Februar verzichten. Das bezieht sich auch auf Reisen im Inland und auf überregionale tagestouristische Ausflüge. Beherbergungsbetriebe dürfen nur noch Geschäftsreisende aufnehmen, keine Touristen. Eintägige Auslandsaufenthalte für sportliche oder touristische Zwecke in ausländische Risikogebiete sind untersagt.

Weltweit gelten differenzierte Reise- und Sicherheitshinweise. Diese richten sich nach dem Infektionsgeschehen vor Ort und der Einstufung des Robert Koch-Instituts als Corona-Risikogebiet. Reisewarnungen finden Sie auf den Seiten des Auswärtigen Amts. Eine Liste der aktuellen Corona-Risikogebiete können Sie auf den Seiten des Robert Koch-Instituts einsehen.


15-Kilometer-Regel gilt für Nürnberg

Nürnberg hat den Inzidenzwert von 200 überschritten. Für die Stadt gilt seit 14. Januar daher die 15-Kilometer-Regel. Touristische Ausflüge über einen Umkreis von 15 Kilometern hinaus sind demnach untersagt.


Regeln für Reiserückkehrer aus Risikogebieten

Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen sich in Quarantäne begeben und darüber hinaus einen PCR-Test und eine digitale Einreiseanmeldung voweisen.

1. Häusliche Quarantäne

Wenn Sie sich innerhalb der letzten zehn Tage länger als 24 Stunden in einem Land oder in einer Region aufgehalten haben, das vom Robert Koch-Institut aktuell als Risikogebiet eingestuft wurde, müssen Sie sich bei der Einreise nach Bayern auf direktem Weg in häusliche Quarantäne begeben. Für einen Zeitraum von zehn Tagen müssen Sie in häuslicher Quarantäne verbleiben. Sie dürfen die Quarantäne nicht verlassen und keinen Besuch von Personen empfangen, die nicht Ihrem Hausstand angehören. Von dieser Verordnung ausgenommen sind Durchreisende oder Personen mit einem sonstigen triftigen Reisegrund.

Die Quarantäne kann frühestens ab dem fünften Tag nach der Einreise beendet werden, wenn Sie über ein negatives Testergebnis verfügen, symptomfrei sind und nicht innerhalb der letzten zehn Tage positiv getestet wurden.

2. Digitale Einreiseanmeldung

Damit das Gesundheitsamt die Einhaltung der Quarantäne kontrollieren kann, müssen Sie nach Ihrer Einreise eine digitale Einreiseanmeldung ausfüllen. Ihre Reise- und Kontaktdaten werden an das Gesundheitsamt weitergeleitet, das sich dann mit Ihnen in Verbindung setzt.

3. Testnachweis

Bei Einreisen aus Risikogebieten gilt die Zwei-Test-Strategie. Reiserückkehrer aus Risikogebieten sind verpflichtet, bei der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde einen Test vorzulegen, der maximal 48 Stunden alt sein darf. Liegt bei Einreise kein Test vor, so ist ein PCR-Test innerhalb von 48 Stunden nach Einreise vorzunehmen und das Ergebnis der Kreisverwaltungsbehörde spätestens nach 48 Stunden vorzulegen.

Die zehntägige Quarantäne in der eigenen Wohnung oder in einer anderen geeigneten Unterkunft kann durch einen zweiten negativen PCR-Test, der frühestens am fünften Tag der Quarantäne durchgeführt wird, beendet werden, wenn Sie über ein negatives Testergebnis verfügen, symptomfrei sind und nicht innerhalb der letzten zehn Tage positiv getestet wurden.

Personen, die seit 22. Dezember in die Bundesrepublik Deutschland eingereist sind, und die sich in den letzten zehn Tagen vor Einreise im Vereinigten Königreich von Großbritannien, Irland, Brasilien oder in der Republik Südafrika aufgehalten haben, unterliegen zusätzlich den Bestimmungen der Verordnung zum Schutz vor einreisebedingten Infektionsgefahren. Diese Reisenden sind verpflichtet, der zuständigen Behörde bei Einreise ein negatives Corona-Testergebnis vorzulegen. Die Testung darf höchstens 48 Stunden vor der Einreise vorgenommen worden sein oder muss bei der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland erfolgen. Einreisende aus diesen Hochrisiko-Ländern müssen das Testergebnis und die Einreiseanmeldung innerhalb von 24 Stunden an das Gesundheitsamt melden.

Sie können sich bei Ihrem Hausarzt oder in einem Testzentrum testen lassen. Besuchen Sie die Praxis oder das Testzentrum nicht ohne zuvor einen Termin zu vereinbaren und Ihre Rückreise aus einem Risikogebiet zu nennen. Die Quarantäne darf für die Dauer der Durchführung eines Tests unterbrochen werden. Dabei dürfen Sie sich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto (gegebenenfalls gefahren von einer Person aus dem eigenen Hausstand) fortbewegen. Auch ein Hausbesuch Ihres Hausarztes ist möglich.

Das Bürgertelefon zu Corona-Tests für Reiserückkehrer ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 15 Uhr unter der Rufnummer 0 91 31 / 68 08 51 01 erreichbar.

Symptome während der Quarantäne

Wenn Sie während der Quarantäne Krankheitssymptome wie zum Beispiel Husten, Fieber, Schnupfen oder Geruchs- und Geschmacksverlust entwickeln oder bereits jetzt haben, nehmen Sie bitte Kontakt mit Ihrem Hausarzt auf. Besuchen Sie dessen Praxis auf keinen Fall ohne ihn zuvor auf Ihre Rückkehr aus einem Risikogebiet hinzuweisen und einen Besuchstermin zu vereinbaren. Außerhalb der Praxiszeiten können Sie in dringenden Fällen bei der Nummer 116 117 anrufen. Bei lebensbedrohlichen Problemen, zum Beispiel Atemnot, rufen Sie bitte unter der Nummer 112 einen Notarzt.

Positives Testergebnis im Ausland

Sollte vor Ihrer Rückkehr aus dem Ausland ein Abstrich mit einem positiven Ergebnis durchgeführt worden sein, so notieren Sie auf dem Befund Ihre Kontaktdaten sowie Ihre Telefonnummer, unter der Sie während der Quarantäne erreichbar sind. Anschließend scannen oder fotografieren Sie den Befund. Die JPG-Datei mit dem Befund können Sie mit dem Kontaktformular des Gesundheitsamts hochladen.

Das Gesundheitsamt wird Sie bei seinem Anruf um eine Liste Ihrer engen Kontakte bitten. Enger Kontakt bedeutet, mehr als 15 Minuten weniger als 1,5 Meter Distanz ohne Maske rückwirkend bis 48 Stunden vor dem Test. Sie können die Liste auch zusammen mit dem Befund in das Kontaktformular für das Gesundheitsamt hochladen.


Ausnahmen

Ausgenommen von der häuslichen Quarantäne sind Personen

  • auf der Durchreise
  • die sich weniger als 24 stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder bis zu 24 Stunden in das Bundesgebiet einreisen
  • die aufgrund des Besuchs von Verwandten ersten Grades, Lebensgefährten oder aufgrund eines Sorge- oder Umgangsrechts weniger als 72 Stunden einreisen
  • die im Gesundheitswesen tätig sind
  • die beruflich grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter transportieren
  • die in Bayern ihren Wohnsitz haben und zum Zweck ihrer Berufsausübung, ihres Studiums oder ihrer Ausbildung an ihren Arbeits- oder Ausbildungsort begeben und einmal wöchentlich zurückkehren
  • die in einem Risikogebiet ihren Wohnsitz haben und zum Zweck ihrer Berufsausübung, ihres Studiums oder ihrer Ausbildung an ihren Arbeits- oder Ausbildungsort begeben und einmal wöchentlich zurückkehren
  • sowie weitere Personen- und Berufsgruppen gemäß Einreise-Quarantäneverordnung.

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