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Mehr Grün für ein lebenswertes Nürnberg

Nürnberg boomt. Der Bedarf an Wohnungen und Arbeitsplätzen steigt stetig. Die Flächen dafür werden in der bereits sehr dicht besiedelten Stadt zunehmend knapp. Das Stadtgrün als wichtiger Faktor für Lebensqualität und die Anpassung an klimatische Veränderungen soll dabei nicht unter die Räder kommen. Deshalb hat die Stadtverwaltung den Masterplan Freiraum entwickelt. Dieser Plan schreibt die Entwicklung von Freiräumen als zentrales Element der Stadtentwicklung fest, um trotz des Wachstums die Lebensqualität langfristig zu sichern.

Mehr als die Parks im Blick

Gerade in den dicht besiedelten Gebieten der Innenstadt spielen Parks eine wichtige Rolle: Die bereits bestehenden sollen attraktiver werden, neue Parks und Grünanlagen sollen entstehen. Mehr Grün auf den Plätzen sowie mehr Straßenbäume, Blumenzwiebeln und Stauden ergänzen die Grünoffensive im Stadtbild. Die Begrünung von Hinterhöfen, Fassaden und Dachflächen soll das Klima besonders in dicht bebauten Stadtgebieten mit wenig Freiflächen verbessern.

Auch die Gewässer sowie die natürlichen und landwirtschaftlich genutzten Flächen spielen im „Masterplan Freiraum“ eine wichtige Rolle. Der Zugang zu Pegnitz, Rednitz, den Kanälen und weiteren Wasserflächen soll verbessert werden, damit die Nürnberger das Wasser direkter erleben können. Die Natur- und Kulturflächen rund um die Stadt sind sowohl für die Naherholung als auch für das Klima von großer Bedeutung und sollen in ihrem Bestand geschützt werden. Zwischen den bestehenden grünen Freiräumen strebt die Stadt Nürnberg eine bessere Vernetzung an.


Beispiele für Nürnberger Freiräume

Pegnitz-Terrassen an der Insel Schütt

Pegnitztal Ost

Stadtgarten Erntefest


Häufige Fragen zum „Masterplan Freiraum“

Was bedeutet der Begriff „Freiraum“?

Freiraum bezieht sich hier auf öffentliche Grünanlagen und Parks. Aber auch Kleingartenanlagen, Sportplätze oder Friedhöfe zählen dazu, ebenso landwirtschaftlich genutzte Flächen. Wälder, Gewässer, Naturräume und Schutzgebiete sind Teil des Freiraums. Zusammen ergibt das 47 Prozent der Stadtfläche, die noch von privaten Gärten, grünen Hinterhöfen oder begrünten Freiflächen entlang der Straßen und Bahnlinien ergänzt werden.

Was haben Parks mit dem Klimawandel zu tun?

Grünanlagen bieten nicht nur Raum für Erholung und Naturerlebnis, sondern sind auch aus klimatischer Sicht wertvoll. Im Nürnberger Stadtklimagutachten von 2014 untersuchte ein Gutachterbüro die jetzige klimatische Situation und erstellte auch eine Klimaprognose bis zum Jahr 2100. Schon heute ist in vielen der dicht bebauten Stadtteile die nächtliche Temperatur in den Sommermonaten deutlich höher als in den weniger dicht besiedelten Stadtteilen. Die Zahl der Hitzetage (Temperaturen über 30 Grad Celsius) soll laut Gutachten von heute rund 12 Tagen im Jahr auf bis zu 45 Tage im Jahr 2100 steigen. Die Zahl der Tropennächte (Temperaturen über 20 Grad Celsius) soll ebenfalls stark zunehmen. Hohe Temperaturen über einen längeren Zeitraum haben eine ungünstige Auswirkung auf Wohlbefinden und Gesundheit des Menschen. Daher ist es wichtig, gerade in den dicht besiedelten Bereichen der Stadt dem Klimawandel entgegen zu wirken.

Dürfen die Nürnberger mitreden?

Bürgerbeteiligung ist ein zentraler Bestandteil im „Masterplan Freiraum“. Die dabei eingesetzten Verfahren werden sich von Fall zu Fall unterscheiden. Bei einer Präsentation vor Medienvertretern betonte Bürgermeister Christian Vogel: „Bürgerbeteiligung sorgt für Akzeptanz und auch für eine gesteigerte Qualität des Planungsprozesses“.

Wieviel Geld ist für die Umsetzung vorgesehen?

Bis zum Jahr 2020 sind 6,5 Millionen Euro im Mittelfristigen Investitionsplan der Stadt Nürnberg eingestellt. Insgesamt sind für den „Masterplan Freiraum“ 25 Millionen Euro vorgesehen.

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