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Corona: Mundschutz


Mundschutzpflicht in Bayern

In vielen Bereichen des täglichen Lebens sind Sie mittlerweile verpflichtet, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Die Mundschutzpflicht gilt jeweils auch für Kinder ab sechs Jahren. So genannte „community masks“, also Behelfs- oder Alltagsmasken aus Stoff oder Papier oder ein Schal, der Mund und Nase abdeckt, sind hierfür ausreichend.

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung hat gute Gründe: Beim Sprechen, Niesen oder Husten entstehen feine Atemwolken oder Tröpfchen, die Viren transportieren können. Schutzmasken vor Mund und Nase verhindern, dass Viren mit den Tröpfchen in die Luft gelangen und Menschen sich infizieren, wenn diese Tröpfchen auf ihre Schleimhäute gelangen.


Hier müssen Sie einen Mund-Nasen-Schutz tragen:


Mundschutz beim Einkaufen

In allen Läden und Geschäften müssen Sie einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Dies gilt gleichermaßen für Kunden als auch Mitarbeiter. Auch beim Einkaufen auf den Wochenmärkten müssen Sie einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Für die Mitarbeiter wurde die Mundschutzpflicht gelockert: Sofern die Mitarbeiter in Kassen- und Thekenbereichen durch transparente Schutzwände aus Acrylglas oder Vergleichbares zuverlässig geschützt werden, müssen sie keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen.


Mundschutz in öffentlichen Verkehrsmitteln

Im öffentlichen Nah- und Fernverkehr sowie im Flugverkehr müssen Sie einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Mundschutzpflicht gilt auch in den dazu gehörenden Einrichtungen, zum Beispiel in Bahnhöfen und Flughäfen. Sie gilt sowohl für Fahr- und Fluggäste als auch für das Kontroll- und Servicepersonal, soweit Kontakt mit Fahr- und Fluggästen besteht.


Mundschutz bei Behördengängen

In Nürnberg müssen Sie auch bei Behördengängen in den Dienststellen der Stadtverwaltung einen Mund-Nasen-Schutz tragen. So genannte „community masks“ sind hierfür ausreichend, daher stellt die Stadt in ihren Ämtern auch keine Mund-Nasen-Schutzmasken kostenfrei zur Verfügung.


Mundschutz auf Wertstoffhöfen

Bei der Anlieferung auf den Nürnberger Wertstoffhöfen und Gartenabfallsammelstellen sowie beim Schadstoffmobil müssen Sie einen Mund-Nasen-Schutz tragen.


Mundschutz bei Friseur und Co.

Ob beim Friseur, bei der Fußpflege, bei der Kosmetikerin oder in der Physiotherapie – Voraussetzung ist immer, dass sowohl Personal als auch Kunden einen Mund-Nasen-Schutz tragen.


Mundschutz in Gastästten

Wenn Sie eine Gaststätte – auch Außenbereiche wie Biergärten – betreten, müssen Sie einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Mundschutzpflicht gilt darüber hinaus, sobald Sie Ihren Tisch verlassen und sich im Lokal bewegen. Am Tisch selbst müssen Sie keinen Mundschutz tragen. Für das Servicepersonal ist generell ein Mund-Nasen-Schutz vorgeschrieben, ebenso für Personal in Bereichen wie zum Beispiel der Küche, wo aus betrieblichen Gründen der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.


Mundschutz in Kultureinrichtungen

Bei Kulturveranstaltungen, zum Beispiel im Kino oder im Theater, dürfen Sie künftig Ihren Mund-Nasen-Schutz ablegen, sobald Sie Ihren festgelegten Sitzplatz eingenommen haben. Die Maskenpflicht gilt allerdings, sobald Sie sich in der Kultureinrichtung bewegen, zum Beispiel im Eingangsbereich oder an der Garderobe. Auch für Mitwirkende gilt eine Maskenpflicht, soweit dies nicht zu einer Beeinträchtigung der künstlerischen Darbietung führt oder solange der Mitwirkende noch keinen festen Platz eingenommen hat.

Mitarbeiter in Kassen- und Thekenbereichen, die durch transparente Schutzwände aus Acrylglas oder Vergleichbares zuverlässig geschützt werden, müssen keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen.


Mundschutz beim Sport

In Freibädern und sonstigen Sportstätten müssen Sie außerhalb des Trainings in geschlossenen Räumen, zum Beispiel in den Eingangsbereichen oder in Geräteraumen sowie bei der Nutzung von Toiletten, einen Mund-Nasen-Schutz tragen.


Mundschutz am Steuer

Wenn Sie zusammen mit haushaltsfremden Personen im Auto unterwegs sind, sollten Sie auch als Fahrer einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Der Mundschutz darf aber die Sicht nicht beeinträchtigten, zum Beispiel dürfen bei Brillenträgern die Brillengläser nicht beschlagen.

Nach § 23 Absatz 4 Straßenverkehrsordnung gilt ein „Verhüllungsverbot“ für Autofahrer. In der aktuellen Krisensituation geht der Gesundheitsschutz jedoch vor. Ein Mund-Nasen-Schutz bedeckt zwar die Nasen- und Mundpartie, lässt aber die Augen noch erkennen. Dies ist in der Regel ausreichend, um die Fahrer-Identität feststellen zu können.


Mundschutz in der Schule

Im Unterricht gilt keine Mundschutzpflicht. Lehrer und Schüler müssen allerdings einen Mund-Nasen-Schutz tragen, sobald sie sich außerhalb des Klassenzimmers in der Schule bewegen, zum Beispiel bei der Ankunft im Schulhaus oder beim Toilettengang.


Mundschutz in Altenheimen und Krankenhäusern

Das Besuchsverbot in Krankenhäusern und Altenheimen sowie stationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen wurde gelockert. Voraussetzung ist die strikte Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen. Alle Personen müssen unter anderem einen Mund-Nasen-Schutz tragen.


Mundschutz im Gottesdienst

Sowohl in Gebäuden als auch im Freien müssen alle Teilnehmer eines Gottesdienstes einen Mund-Nasen-Schutz tragen, solange sie sich nicht an ihrem Platz befinden. Hiervon ausgenommen sind nur das liturgische Sprechen und Predigen.


Ausnahmen

Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen

Ausnahmen gelten für Personen, die an einer Behinderung, unter Asthma oder an einer Erkrankung leiden, die Ihnen das Tragen einer „Maske“ unzumutbar erschwert oder unmöglich macht. Falls dies auf Sie zutrifft, müssen Sie keinen Mund-Nasen-Schutz tragen, sollten aber möglichst eine (formlose) ärztliche Bestätigung mit sich führen, um die für Sie geltende Ausnahme glaubhaft machen zu können.

Mitarbeiter in Kassen- und Thekenbereichen

Eine weitere Ausnahme gilt ab 22. Juni für die Mitarbeiter in Kassen- und Thekenbereichen von Läden und Geschäften mit Kundenverkehr sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie zum Beispiel Museen oder Freizeitparks. Sofern die Mitarbeiter durch transparente Schutzwände aus Acrylglas oder Vergleichbares zuverlässig geschützt werden, müssen Sie keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen.


Geldbuße bei Verstößen

Die Einhaltung der Mundschutzpflicht wird kontrolliert, sei es durch die Polizei, kommunale Ordnungsdienste oder sonstige Verpflichtete. Wer gegen die Mundschutzpflicht verstößt, muss mit 150 Euro Geldbuße rechnen, die bei mehrmaligen Verstößen verdoppelt werden kann.


Diese Masken gibt es

Maske ist nicht gleich Maske. Das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte und das Robert Koch-Institut unterscheiden zwischen filtrierenden Halbmasken, OP-Masken und textilen Barrieren, den „community masks“. Alle genannten Masken werden zur Bedeckung von Mund und Nase genutzt. Allerdings unterscheiden sie sich in den Schutz- und Leistungsmerkmalen.

Filtrierende Halbmasken

Die filtrierenden Masken, die sogenannten FFP2- und FFP3-Masken, sind für den Einsatz im Medizinsektor gedacht, also in Kliniken, Senioren- und Pflegeheimen, Arztpraxen und Behinderteneinrichtungen sowie im Rettungsdienst.

FFP2- und FFP3-Masken gelten als nahezu virenundurchdringlich. Es gibt sie auch mit eingebautem Ventil, das die Atmung erleichtert. Allerdings können durch das Ventil auch Viren entweichen. Masken mit Ventil schützen demzufolge nur den Träger, aber keine anderen Menschen. FFP2- und FFP3-Masken sollten nach dem Gebrauch nicht wiederverwendet werden – außer, sie tragen die Kennzeichnung „R“. Diese können nach einer Reinigung und Desinfektion der Dichtlippe weiter eingesetzt werden.

OP-Masken (MNS)

Medizinischer Mund-Nasen-Schutz (MNS), auch OP-Maske genannt, bietet einen einfachen Schutz für die Träger. Er reduziert die Abgabe von Tröpfchen und fängt auch Tröpfchen ab, ist jedoch nicht virendicht. Es handelt sich um Einwegmasken, die maximal acht Stunden verwendet werden und danach im Müll entsorgt werden sollten. Beim Tragen ist darauf zu achten, dass der Mund-Nasen-Schutz richtig herum aufgesetzt wird, der Drahtbügel eng an der Nase anliegt und die Maske das Kinn bedeckt, sie also das Gesicht gut umschließt.

Textile Masken: Community Masks

Auf der Straße sieht man derzeit viele Träger von selbst genähten Stoffmasken. Diese Behelfsmasken schützen nicht so gut wie OP-Masken, aber auch sie fangen Tröpfchen ab und reduzieren so das Risiko, andere anzustecken. Einen hundertprozentigen Schutz vor einer Infektion bieten sie nicht, aber Behelfsmasken schärfen das Bewusstsein für einen achtsamen Umgang mit sich und anderen.

Behelfsmasken können zum Beispiel aus Baumwolltüchern, Shirts oder Kissenbezügen gefertigt werden. Im Prinzip ist jeder Stoff geeignet, der relativ dicht und atmungsaktiv ist, bei mindestens 60 Grad gewaschen werden kann und so formbar ist, dass er sich dem Gesicht anpasst.

Sind die Masken feucht, sollten sie ausgetauscht und ersetzt werden. Frisch und bei mindestens 60 Grad gewaschen können sie erneut verwendet werden. Es ist deshalb empfehlenswert, eine größere Menge solcher Behelfsmasken zur Verfügung zu haben.


Mundschutz selbst herstellen

Sie können textile Masken selbst herstellen. Im Internet gibt es zahlreiche Anleitungen. In unserer Auswahl finden Sie eine Nähanleitung des Staatstheaters, der Feuerwehr Essen und eine Bastelanleitung für einen Mundschutz, der auch für Kinder geeignet ist und für den Sie keine Nähmaschine benötigen.


Mundschutz kaufen

In Drogeriemärkten, Supermärkten oder Apotheken sind Masken nicht immer erhältlich. Viele Hobby- oder Berufsschneider stellen derzeit Community-Masken her. Diese können Sie online bestellen. Hier eine Auswahl aus der Region Nürnberg.

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So tragen Sie den Mundschutz richtig

  • Bitte halten Sie auch beim Tragen eines Mundschutzes den empfohlenen Mindestabstand von 1,5 Metern ein.
  • Bevor Sie einen Mundschutz aufsetzen oder abnehmen, sollten Sie Ihre Hände gründlich mit Seife reinigen.
  • Zum Auf- oder Absetzen ist es sinnvoll, den Mundschutz an den Schlaufen anzufassen und ihn ansonsten nicht zu berühren.
  • Wird der Mundschutz feucht, verringert sich die Schutzwirkung. Er sollte daher möglichst schnell ausgewechselt werden.

So reinigen Sie einen selbst hergestellten Mundschutz

Ein selbst hergestellter Mund-Nasen-Schutz sollte nach einmaliger Nutzung idealerweise bei 95 Grad, mindestens aber bei 60 Grad gewaschen und anschließend vollständig getrocknet werden.


Plakate zum Download

Mund-Nasen-Schutz tragen einzeln oder in Kombination mit Abstand halten – diese Regeln können Sie als Plakate (auf weißem Hintergrund) herunterladen und aufhängen, wo ein Hinweis notwendig ist.


Informationen in anderen Sprachen und in Gebärdensprache

Informationen zur Mund-Nasen-Bedeckung in englischer, fränzösischer, spanischer, türkischer, russischer, arabischer und persischer Sprache sowie in Gebärdensprache stellt das bayerische Innenministerium auf der Sonderseite „Informationen zum Coronavirus“ zur Verfügung.


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Aktualisiert am 30.06.2020, 13:41 Uhr

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