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Nürnberg hält zusammen: Für Vielfalt und Toleranz

Die Veranstaltungsreihe "Nürnberg hält zusammen"

"Nürnberg hält zusammen": Unter diesem Motto setzt ein breites Bündnis vieler gesellschaftlicher Gruppen seit Jahresbeginn 2015 mit verschiedenen Aktionen deutliche Zeichen für ein buntes und tolerantes Nürnberg. Den Auftakt zur Veranstaltungsreihe markierte eine große Kundgebung für Vielfalt und Toleranz am 30. Januar 2015 um 16 Uhr am Kornmarkt. Am 17. Mai kamen rund 1000 Menschen zum "Fest der Vielfalt", einem Picknick auf der Wöhrder Wiese mit Kulturprogramm. Beim "Weg der Religionen", einem Fahrradkorso von der Eyüp-Sultan-Moschee in der Südstadt über Innenstadtkirchen bis zur Synagoge in der Nordstadt, beteiligten sich am 12. Juni 2015 rund 150 Menschen. Alle weiteren Termine der Veranstaltungsreihe erfahren Sie, sobald sie uns vorliegen, auf dieser Seite.

Die Veranstaltungen in der Reihe "Nürnberg hält zusammen" sollen eindeutige Signale aussenden, dass sich die Stadt nicht spalten lässt und niemand diskriminiert oder ausgegrenzt werden darf. Denn: Nürnberg ist eine bunte Stadt, die sich durch ein respektvolles Miteinander der Religionen und Kulturen auszeichnet und zu Toleranz, Weltoffenheit und Vielfalt bekennt. Dafür soll die Veranstaltungsreihe auch unabhängig von Demonstrationsterminen unter dem Deckmantel von "Pegida" oder anderen Namen ein deutliches Zeichen setzen.


Weg der Religionen

Mit dem "Weg der Religionen" setzten Christen, Muslime und Juden ein gemeinsames Zeichen dafür, dass die Nürnberger Stadtgesellschaft zusammen hält. Am 12. Juni 2015 machten sich rund 150 Teilnehmer mit dem Fahrrad auf, um von der Eyüp Sultan Moschee im Süden der Stadt über die Innenstadtkirchen St. Elisabeth und St. Jakob bis zur Synagoge in der Nordstadt zu fahren. Eindrücke davon finden Sie in unserer Bildergalerie.


Das Fest der Vielfalt: Picknick auf der Wöhrder Wiese

Nürnberg hält zusammen: Das hat auch das "Fest der Vielfalt" am 17. Mai 2015 wieder deutlich gemacht. Rund 1000 Nürnberger folgten der Einladung von Oberbürgermeister Ulrich Maly und feierten auf der Wöhrder Wiese mit Familie, Freunden, Bekannten und Kollegen bei einem farbenfrohen Picknick und einem bunten Kulturprogramm.

Zum Auftakt trat Mahmut Turan auf, der den traditionellen Dudelsack (tulumcu) vom Schwarzen Meer spielt. Nach einer kurzen Ansprache von Oberbürgermeister Ulrich Maly wechselten sich anschließend Bands auf fünf kleinen Bühnen mit jeweils halbstündigem Programm ab.

Zu den Musikern gehörten der aus dem Iran stammende Trommler Hadi Alizadeh, den die armenische Sopranistin und Cellistin Gayane Sureni begleitete. Die Nürnberger Band La Boum vermischte Einflüsse von Folk, Ska, Polka, Gypsy und Rockabilly mit süd- und osteuropäischen Akzenten. Ein Hauch von Karibik war beim Duoprogramm „Flute meets caisa“ von Dieter Weberpals und Rainer Rabus zu spüren. Das Ensemble Egschiglen aus der Mongolei nahm mit Tänzen und Instrumenten wie der Pferdekopfgeige und dem ungewöhnlichem Kehlkopfgesang mit auf eine Reise durch ein vielen unbekanntes Land. Die Gruppe Boxgalopp griff Melodien aus Franken und anderen Regionen der Welt auf und zauberte daraus Musikstücke zum Tanzen, Zuhören und Mitsingen. Das Ensemble Foyal, bestehend aus Fred Munker und Annika Schreiner, widmete sich dem Tango und Klezmer sowie Jazzstandards. Sängerin, Songwriterin und Rezitatorin Janet M. Christel kam mit ihrer Band und verzauberte das Publikum mit Songs aus eigener Feder und aus dem keltischen Liederschatz.


Die Kundgebung am 30. Januar am Kornmarkt

Nach den Terroranschlägen in Paris und den islamfeindlichen Demonstrationen in Dresden und anderen Städten setzten die Stadt Nürnberg und zahlreiche gesellschaftliche Gruppen mit der Kundgebung am Kornmarkt am 30. Januar 2015 ein klares Zeichen für Demokratie und Meinungsfreiheit, für Religionsfreiheit und Weltoffenheit. "Gemeinsam für eine solidarische Stadtgesellschaft einzutreten, für Meinungsfreiheit, Vielfalt, Respekt und Toleranz gemeinsam Gesicht zu zeigen, das ist heute unser Auftrag", so Oberbürgermeister Ulrich Maly in seiner Rede.

"Nürnberg ist ein Nürnberg für alle – für Evangelische, Katholiken, Juden, Muslime, Angehörige anderer Religionen und für Nicht-Gläubige", betonte Maly. Bezogen auf die Herausforderungen, denen sich die Stadtgesellschaft im Bereich der Integration gegenüber sieht, zeigte er sich zuversichtlich: "Die Stadt ist Heimat für Zehntausende von Heimatvertriebenen, Zehntausende von so genannten Gastarbeitern und Zehntausende von Spätaussiedlern geworden. Das heißt: Wir können Vielfalt, wir können Integration, wir können interreligiös." Nürnberg werde also auch den Asylbewerbern und Flüchtlingen eine gute neue Heimat sein: "Das ging früher, das geht heute, das wird morgen gehen", so der Oberbürgermeister.

Vertreter vieler gesellschaftlicher, politischer und kirchlicher Gruppen gaben anschließend Statements ab. Maly sprach 5000 Besuchern der Veranstaltung seinen Dank aus, die trotz des starken Schneefalls zu Beginn an den Kornmarkt gekommen waren. Viele der Anwesenden fassten sich gegenseitig an den Händen und setzten so das Motto der Kundgebung symbolträchtig um: Nürnberg hält zusammen. (job)

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Für Vielfalt und Toleranz

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