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Corona: Obdachlosenhilfe


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Nicht nur das coronabedingte Infektionsgeschehen, sondern auch kalte Nächte stellen obdachlose Menschen vor Herausforderungen. Die Stadt hat die bestehenden Notschlafstellen um eine weitere Anlaufstelle im Schleifweg aufgestockt und weist noch einmal auf die aktuellen Hilfsangebote hin, die es in Nürnberg für obdachlose Menschen gibt.

Aktuell werden an die 170 Plätze pro Nacht nachgefragt. Die vorhandenen Quartiere für Männer und Frauen bieten noch ausreichend Puffer, damit jeder, der in der Nacht kein Dach über dem Kopf hat, untergebracht werden kann. Um den coronabedingten Anforderungen zu entsprechen, werden die bestehenden Notschlafstellen aktuell mit geringerer Dichte belegt. Über die erfolgte temporäre Anmietung (Schleifweg) kann die Unterbringungskapazität auch kurzfristig bedarfsabhängig jederzeit erhöht werden.

Die Anlaufstellen sind in der Szene bekannt: Das Haus Großweidenmühlstraße des Sozialamts, die Notschlafstelle der Heilsarmee (G53), die Notschlafstelle des Vereins Hängematte und das Domus Misericordiae der Caritas (Domus) stehen für Bedürftige offen. Ergänzt wird dieses Angebot durch die neuen Einrichtungen Diana-Herberge (Männer), Hermann-Etage (Frauen) und Schleifweg (Männer).

Trotz dieses Angebots halten sich 15 bis 20 Personen weiterhin im Freien auf. Um auch diese Menschen im Auge zu behalten, die wenig oder kaum die Angebote nutzen, suchen die Streetwork-Teams von Wärmestube und Straßenambulanz obdachlose Menschen auch an deren jeweiligen Aufenthaltsorten auf – aktuell verstärkt.

Tagsüber versorgt die ökumenische Wärmestube im Rahmen ihres Notfallkonzepts Obdachlose mit warmen Mahlzeiten. Außerdem gibt es Informationen und Kriseninterventionsangebote sowie die Möglichkeit, zu duschen und Wäsche zu waschen. Des Weiteren gibt es nun auch eine Unterkunft für obdachlose Personen mit Hund. Die Unterkunft „QuarTier“ bietet 20 Plätze. Betreut und betrieben wird die Einrichtung durch die Johanniter Unfallhilfe e.V. in Kooperation mit dem Sozialamt.

Für medizinische Notfälle steht die Straßenambulanz „Franz von Assisi“ der Caritas bereit und bietet obdachlosen Menschen auch ohne Versicherungsschutz eine Versorgung an. Um auf Verdachtsfälle oder bestätigte Covid-19-Infektionen in den Unterkünften reagieren zu können, unterhält das Sozialamt darüber hinaus eine zusätzliche Quarantäneunterkunft mit 21 Einzelzimmern.


Notfall-Nummern

Wenn Ihnen hilfsbedürftige, obdachlose Personen auffallen, können Sie die Streetwork-Teams verständigen. Die beiden Telefonnummern lauten:

09 11 / 44 39 62
09 11 / 47 49 48 60

In Notfällen und außerhalb der Arbeitszeiten können Sie auch die Polizei rufen.


Hier können Sie helfen:

Die nachfolgenden Organisationen bieten Hilfe für Obdachlose an. Ob sie Geldspenden, Sachspenden oder ehrenamtliche Helfer benötigen, erfahren Sie, wenn Sie die jeweilige Einrichtung anklicken.


Straßenkreuzer – Virtuelle Stadtführung mit Klaus

Eine Tour quer durch die Stadt, an Orte der Armut und Hilfe: Das zeigt kurze Film über das Leben auf der Straße und die Stadtführungen des Straßenkreuzers.


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Aktualisiert am 09.04.2021, 09:59 Uhr

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