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Corona: Schule und Kita


Nach nur einem Tag Wechselunterricht und eingeschränkten Regelbetrieb mussten Schulen und Kitas am 23. Februar für die restliche Woche wieder schließen. Grund ist die Inzidenz in Nürnberg, die am 22. Februar über 100 lag.

Ab 1. März kehren die Schüler an Grundschulen und Förderschulen sowie die Abschlussklassen der weiterführenden und beruflichen Schulen wieder in den Präsenz- beziehungsweise Wechselunterricht zurück. Auch die Kitas öffnen wieder für den eingschränkten Regelbetrieb. Gegen Ende der nächsten Woche wird dann entschieden, wie es in der darauffolgenden Woche weitergeht.


Informationen zum Schulbetrieb

Für Abiturienten, die 2021 Abschlussprüfungen ablegen, sowie für Schüler beruflicher Schulen, bei denen vor Ostern Abschlussprüfungen beziehungsweise Kammerprüfungen stattfinden, wird seit 1. Februar Wechselunterricht angeboten.

Ab 1. März kehren die Schüler an Grundschulen und Förderschulen sowie die Abschlussklassen der weiterführenden und beruflichen Schulen wieder in den Präsenz- beziehungsweise Wechselunterricht zurück. Gegen Ende der nächsten Woche wird dann entschieden, wie es in der darauffolgenden Woche weitergeht.

Für die übrigen Jahrgangsstufen und Schularten bleibt es weiterhin bei Distanzunterricht. Eine Notbetreuung wird weiterhin angeboten, solange dies personell und räumlich umsetzbar ist. Weitere Informationen hält die jeweilige Schule bereit.

Die Stadt Nürnberg hat über 4 000 CO²-Ampeln für die Unterrichtsräume, etwa 500 Desinfektions-Säulen sowie 280 Raumluftreinigungsgeräte angeschafft. Neben der Regelreinigung werden zusätzlich täglich die Handkontaktflächen gereinigt.


Testkonzept für Schulen und Kitas

Lehrkräfte, Erzieher und Schüler können sich seit 22. Februar freiwillig und kostenlos im städtischen Schnelltestzentrum testen lassen. Daneben gibt es dezentrale Testangebote an den Schulen, vor allem für jüngere Schüler. Details finden Sie auf unserer Seite „Informationen zu Tests“ .


Notbetreuung an den Schulen

Für Eltern, die ihre Kinder auf keinen Fall selbst betreuen können, bieten die Schulen eine Notbetreuung für folgende Schüler an:

  • Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6
  • Schüler mit Behinderung oder Beeinträchtigung
  • Schüler von Förderschulen einschließlich der schulvorbereitenden Einrichtungen

Ihr Kind kann an der Notbetreuung teilnehmen, wenn

  • Sie keinen Urlaub nehmen können beziehungsweise Ihr Arbeitgeber Sie nicht freistellt und Sie daher dringenden Betreuungsbedarf haben
  • Sie alleinerziehend, selbstständig beziehungsweise freiberuflich tätig sind und daher dringenden Betreuungsbedarf haben
  • Sie Anspruch auf Hilfen zur Erziehung nach den §§ 27 ff. des Achten Sozialgesetzbuches haben oder das Jugendamt die Teilnahme an der Betreuung angeordnet hat

Merkblatt zur Notbetreuung

Eine Zusammenfassung hat das bayerische Kultusministerium in einem Merkblatt veröffentlicht. Weitere Informationen erhalten Sie direkt von Ihrer Schule.


Mittagsbetreuung und Ganztagsangebote

Im Rahmen der Mittagsbetreuung wird den Schülern eine Notbetreuung angeboten. Hier ist – ebenso wie beim Hortbesuch – eine Anmeldung im Vorfeld erforderlich.


Rahmen-Hygieneplan

In den Schulen gilt ein Rahmen-Hygieneplan. Das Wichtigste sind folgende Maßnahmen:

  • Es besteht für alle Personen auf allen Begegnungsflächen auf dem Schulgelände Maskenpflicht.
  • In allen Jahrgangsstufen und allen Schularten besteht für Schüler und Lehrkräfte auch im Unterricht (auch am Platz) Maskenpflicht. Tragepausen sind erlaubt, wenn auf den Pausenflächen ein ausreichender Mindestabstand eingehalten werden kann. Außerdem während der Stoßlüftung im Klassenzimmer und während Schulpausen am Sitzplatz im Klassenzimmer, wenn gelüftet wird, sowie bei der Teilnahme an Leistungsnachweisen, die sich über mehr als eine Unterrichtsstunde erstrecken (mit Mindestabstand).
  • Es besteht eine Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken (OP-Masken) für Lehrkräfte, sonstiges pädagogisches und nicht-unterrichtendes Personal in den Unterrichtsräumen sowie auf allen Begegnungsflächen einschließlich Lehrerzimmer. Nur Personen, die sich alleine in einem Büro oder Unterrichtsraum befinden, können die Maske abnehmen. Der Freistaat stellt medizinische Masken kostenlos zur Verfügung. Schülern wird das Tragen von medizinischen Masken empfohlen.
  • Mindestens alle 45 Minuten muss für mindestens fünf Minuten gelüftet werden. Im Anschluss an den Unterricht muss mindestens 15 Minuten lang gelüftet werden. Bei Gesangsunterricht muss nach jeweils 20 Minuten Unterricht für zehn Minuten gelüftet werden.
  • Eine Partnerarbeit mit dem unmittelbaren Sitznachbarn ist möglich, ansonsten nur mit Mindestabstand. Gruppenarbeiten sind mit Mindestabstand möglich.
  • Sportunterricht ist möglich. Bei Sport im Innenbereich ist eine Maske zu tragen, soweit nicht das Gesundheitsamt befreit hat und der Mindestabstand eingehalten werden kann.
  • Musikunterricht mit Blasinstrument oder Gesang ist im Einzelunterricht mit 2,5 Metern Abstand möglich. Singen sowie Spielen auf Blasinstrumenten in Gruppen ist bis auf Weiteres nicht erlaubt.
  • Der Pausenverkauf und Mensabetrieb ist unter besonderen Auflagen möglich, wenn der Mindestabstand eingehalten werden kann.
  • Bei den schulischen Ganztagesangeboten und der Mittagsbetreuung gelten die Regelungen des Rahmenhygieneplans. Dabei müssen möglichst feste Gruppen mit zugeordnetem Personal gebildet werden.
  • Mehrtägige Schülerfahrten sind vorerst nicht erlaubt.
  • Je nach Infektionsgeschehen an den Schulen können die zuständigen Gesundheitsämter für einzelne Klassen, Kurse, Jahrgangsstufen, Schulen nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit folgende Einzelmaßnahmen anordnen: Einführung eines Mindestabstands von 1,5 Metern auch in den Klassenräumen, das heißt in der Regel ein Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht, oder vorübergehende Einstellung des Präsenzunterrichts.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Kultusministeriums:


Schule: Erkältet oder krank? Und jetzt?

Bei leichten Erkältungssymptomen:

Grundschulkinder mit leichten, neu aufgetretenen und nicht fortschreitenden Erkältungssymptomen wie Schnupfen ohne Fieber und gelegentlichem Husten ohne Fieber können die Schule weiter besuchen. Schüler ab Jahrgangsstufe 5 bleiben zunächst zuhause. Sie können die Schule erst wieder besuchen, wenn mindestens 48 Stunden nach Auftreten der Symptome kein Fieber auftritt und im häuslichen Umfeld keine Erwachsenen an Erkältungssymptomen leiden beziehungsweise bei diesen eine Corona-Infektion ausgeschlossen wurde.


Bei Krankheitssymptomen:

Schüler aller Jahrgangsstufen mit Krankheitssymptomen wie Fieber, starkem Husten, Kurzatmigkeit, Luftnot, Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns, Hals- und Ohrenschmerzen, starken Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall dürfen die Schule nicht besuchen. Ein Schulbesuch ist erst wieder möglich, wenn mindestens 24 Stunden keine Krankheitssymptome (bis auf leichten Schnupfen und gelegentlichen Husten) und kein Fieber mehr auftreten und zusätzlich ein ärztliches Attest beziehungsweise ein negativer Corona-Test vorliegt. Die Entscheidung darüber trifft der Arzt.


Lehrkräfte und sonstiges Personal:

Lehrkräfte sowie nicht-unterrichtendes Personal mit leichten, neu aufgetretenen und nicht fortschreitenden Symptomen wie Schnupfen ohne Fieber und gelegentlichem Husten können weiter unterrichten. Bei darüberhinausgehenden Symptomen gelten die Regeln wie für Schüler mit Krankheitssymptomen.


Informationen zum Kitabetrieb

Nach nur einem Tag im eingeschränkten Regelbetrieb mussten die Kitas am 23. Februar aufgrund der Überschreitung des Inzidenzwerts von 100 wieder schließen und zur Notbetreuung zurückkehren.

Ab 1. März öffnen die Kitas wieder für einen eingeschränkten Regelbetrieb. Gegen Ende der nächsten Woche wird dann entschieden, wie es in der darauffolgenden Woche weitergeht. Analog zu den Regelungen für Schulen und in Absprache mit den Aufsichtsbehörden kann bei Pendelbewegung um den Sieben-Tage-Inzidenzwert von 100 am eingeschränkten Regelbetrieb festgehalten werden.


Notbetreuung in den Kitas

Für die Berechtigung auf Notbetreuung in Kitas gibt es derzeit keine Festlegung auf bestimmte Berufsgruppen. Einrichtungen können aber um eine Bestätigung über die Notwendigkeit der Notbetreuung bitten. Bitte legen Sie Ihren Notbetreuungsbedarf vorab wochenweise verbindlich fest.

Eltern, die ihre Kinder weiterhin zuhause betreuen, erhalten im Januar, Februar und März einen pauschalen Beitragsersatz, wenn die Notbetreuung im jeweiligen Monat höchstens fünf Tage beansprucht wurde.

Folgende Kinder können die Notbetreuung der Tagespflege, in Krippen, Kindergärten und Horten sowie altersgemischten Einrichtungen nutzen:

  • Kinder, deren Eltern die Betreuung nicht auf andere Weise sicherstellen können, insbesondere, wenn sie ihrer Erwerbstätigkeit nachgehen müssen
  • Kinder, deren Betreuung zur Sicherstellung des Kindeswohls von den zuständigen Jugendämtern angeordnet worden ist
  • Kinder, deren Eltern Anspruch auf Hilfen zur Erziehung nach den §§ 27 ff. SGB VIII haben
  • Kinder mit Behinderung und Kinder, die von wesentlicher Behinderung bedroht sind

Ausnahmen bei der Notbetreuung

Vorsorglich weist das Jugendamt nochmals darauf hin, dass Kinder die Notbetreuung ferner nur dann in Anspruch genommen werden kann, wenn

  • das Kind keine Symptome einer akuten, übertragbaren Krankheit aufweist
  • das Kind nicht in Kontakt zu einer mit dem Corona-Virus infizierten Person steht beziehungsweise seit dem Kontakt 14 Tage vergangen sind
  • das Kind keiner sonstigen Quarantänemaßnahme unterliegt

Heilpädagogische Tagesstätten

Die Heilpädagogischen Tagesstätten können ihre Leistungen grundsätzlich unter Beachtung der Abstands- und Hygienevorschriften weiterhin erbringen.


Rahmen-Hygieneplan

Das Wichtigste aus dem Rahmen-Hygieneplan für die Kitas sind folgende Maßnahmen:

  • Externe Personen (Eltern, Pädagogische Qualitätsbegleiter, Fachberater, Supervisoren, Lieferanten und sonstige Besucher) haben in der Einrichtung mindestens eine medizinische Gesichtsmaske zu tragen. Alltagsmasken sind nicht zulässig.
  • Das Personal und Trägervertreter müssen auf allen Begegnungsflächen eine Maske tragen. Auch am Arbeitsplatz ist eine Maske zu tragen, soweit der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht zuverlässig eingehalten werden kann. Empfohlen werden medizinische Masken (OP-Masken).
  • Kinder bis zum Schulalter, die eine Kinderkrippe, einen Kindergarten, eine Kindertagespflege oder eine HPT besuchen, müssen keine Maske tragen.
  • Für Schulkinder und Beschäftigte im Hort und in der HPT gilt analog zu den Regelungen in den Schulen auf dem Hort- und HPT-Gelände Maskenpflicht. Für Tragepausen und Erholungsphasen soll gesorgt werden: Schulkindern ist es erlaubt, die Maske in den Mehrzweck- und Therapieräumen sowie in den Außenbereichen abzunehmen, wenn für einen ausreichenden Mindestabstand zwischen den Schulkindern gesorgt ist. Ferner kann Schulkindern die Möglichkeit gewährt werden, während einer Stoßlüftung die Maske für die Dauer der Stoßlüftung und während der Pausenzeiten, wenn gelüftet wird, am Sitzplatz abzunehmen. Diese Regelungen gelten in Horten, Hortgruppen in altersgeöffneten Gruppen und Häusern für Kinder sowie in HPTs. Sie gelten nicht für Schulkinder in altersgeöffneten Kindertageseinrichtungen, in Häusern für Kinder und in den Kindertagespflegestellen, in denen Kinder gemeinsam mit Kindern anderer Altersgruppen betreut werden.
  • Die Räume sollen so häufig wie möglich, mindestens stündlich durch vollständig geöffnete Fenster für mindestens zehn Minuten gelüftet werden.
  • Die Bring- und Holsituation sollte so gestaltet werden, dass Kontakte möglichst reduziert werden. Hierbei könnten gestaffelte Zeiten oder auch eine Übergabe im Außenbereich helfen. So genannte Tür- und Angelgespräche sollten möglichst im Freien stattfinden.
  • Die Eingewöhnung neuer Kinder, die sich in der Regel über zwei bis drei Wochen erstreckt, kann und sollte auch in Zeiten von Corona unbedingt von Eltern und Beschäftigten gemeinsam durchgeführt werden. Nur so können Kinder den Übergang in die Kindertageseinrichtung erfolgreich bewältigen und eine sichere Bindung zu ihrer Fachkraft aufbauen.
  • Elterngespräche sollen auf das zwingend Notwendige reduziert und, wenn möglich, durch digitale Formate ersetzt werden.
  • Förderangebote können in Abstimmung aller Beteiligten und unter Wahrung des Infektionsschutzes und durch einen möglichst festen Personenstamm durchgeführt werden.
  • Die Kinder müssen in festen Gruppen betreut werden. Wechselseitiger Gebrauch von Alltagsmaterial zwischen den gebildeten Gruppen ist möglichst zu vermeiden.
  • Werden Räumlichkeiten von verschiedenen Gruppen zeitversetzt genutzt, sind diese vor dem Wechsel zu lüften und Möbel wie Materialien zu reinigen.
  • Singen und Bewegungsspiele sollten vorzugsweise im Freien stattfinden.
  • Ausflüge in der näheren Umgebung sind möglich.
  • Kinder müssen während der Essenseinnahme untereinander keinen Mindestabstand einhalten. Die Abgabe von Speisen erfolgt ausschließlich über das Personal, eine Abgabe unverpackter Speisen wird so durchgeführt, dass das Infektionsrisiko nicht erhöht wird. Bei Essenseinnahme in der Kita-Gruppe kann eine Selbstbedienung mit eigenständigem Einschenken oder Schöpfen erfolgen. Kinderdienste beim Eindecken und Abräumen sind innerhalb der Tischgemeinschaft ebenfalls möglich. Gemeinsames Kochen sollte nicht stattfinden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Familienministeriums:


Kita: Erkältet oder krank? Und Jetzt?

Bei leichten Erkältungssymptomen:

Kinder bis zum Schulalter, die eine Kinderkrippe, einen Kindergarten, eine Kindertagespflege oder eine HPT besuchen, können bei leichten, neu aufgetretenen, nicht fortschreitenden Symptomen wie Schnupfen ohne Fieber und gelegentlichem Husten ohne Fieber die Kindertagesbetreuung ohne ärztliches Attest beziehungsweise negativen Corona-Test besuchen.

In Übereinstimmung mit den Schulen können Grundschulkinder bei leichten, neu aufgetretenen, nicht fortschreitenden Symptomen wie Schnupfen ohne Fieber und gelegentlichem Husten ohne Fieber den Hort und die HPT weiterhin besuchen.

Für ältere Kinder ab Jahrgangsstufe 5 ist der Besuch von Hort beziehungsweise HPT bei leichten, neu aufgetretenen Symptomen wie Schnupfen ohne Fieber und gelegentlichem Husten ohne Fieber erst möglich, wenn mindestens 48 Stunden nach Auftreten der Symptome kein Fieber auftritt und im häuslichen Umfeld keine Erwachsenen an Erkältungssymptomen leiden beziehungsweise bei diesen eine Corona-Infektion ausgeschlossen wurde.


Bei Krankheitssymptomen:

Kranke Kinder aller Altersstufen in reduziertem Allgemeinzustand wie Fieber, starkem Husten, Kurzatmigkeit, Luftnot, Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns, Hals- und Ohrenschmerzen, starken Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall dürfen die Kindertagesbetreuung oder HPT nicht besuchen. Die Einrichtungen beziehungsweise Tagesmütter und Tagesväter sind berechtigt, in diesem Sinne erkrankte Kinder von ihren Sorgeberechtigten abholen zu lassen und einen Arztbesuch anzuregen.

Ein Besuch der Kindertagesbetreuung oder HPT ist erst wieder möglich, sofern das Kind bei gutem Allgemeinzustand mindestens 48 Stunden keine Krankheitssymptome (bis auf leichten Schnupfen und gelegentlichen Husten) und kein Fieber mehr aufweist. Bitte bestätigen Sie die Symptomfreiheit Ihres Kindes schriftlich anhand des Formulars (siehe unten). Die Vorlage eines negativen Testergebnis auf SARS-CoV-2 (PCR- oder AG_Test) oder eines ärztlichen Attests ist nicht erforderlich.


Personal in Kitas und HPTs:

Mitarbeiter dürfen bei leichten, neu aufgetretenen, nicht fortschreitenden Symptomen wie Schnupfen ohne Fieber und gelegentlichem Husten ohne Fieber ihre Tätigkeit in der Kindertagesbetreuung erst wiederaufnehmen, wenn mindestens 48 Stunden ab Auftreten der Symptome kein Fieber entwickelt wurde. Bei Vorliegen eines negativen Testergebnisses (PCR oder AG-Test) oder einer ärztlichen Bescheinigung ist auch eine vorzeitige Tätigkeit möglich.

Kranke Mitarbeiter in reduziertem Allgemeinzustand mit Fieber, Husten, Kurzatmigkeit, Luftnot, Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns, Halsschmerzen, Schnupfen, Gliederschmerzen, starken Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall müssen zu Hause bleiben und dürfen nicht eingesetzt werden. Sie dürfen Ihre Tätigkeit in der Einrichtung erst wieder aufnehmen, wenn mindestens 24 Stunden keine Krankheitssymptome (bis auf leichten Schnupfen und gelegentlichen Husten) und kein Fieber mehr auftreten und zusätzlich ein ärztliches Attest beziehungsweise ein negativer Corona-Test vorliegt. Die Entscheidung darüber trifft der Arzt.

Sollte ihre Kindertageseinrichtung aufgrund eins konkreten Verdachtsfalls oder einer bestätigten Erkrankung von einer Quarantänemaßnahme und damit einer Teil- oder Vollschließung betroffen sein, werden Sie von Ihrer Einrichtung und dem Gesundheitsamt über die Dauer der Quarantäne und die notwendigen Maßnahmen informiert.


Alternative Betreuungsmöglichkeiten

Erweitertes Kinderkrankengeld

Zur Entlastung bei einer notwendigen Betreuung wurde der Anspruch auf Kinderkrankengeld für das Jahr 2021 ausgeweitet. Die neue Regelung sieht zehn zusätzliche Tage pro Elternteil und Kind beziehungsweise 20 Tage pro Elternteil und Kind bei Alleinerziehenden vor.

Rückwirkend ab 5. Januar erhalten Eltern, die wegen der behördlich angeordneten Schul- und Einrichtungsschließungen oder behördlich angeordneter Quarantäne (für ihre Kinder) ihre Kinder selbst zu Hause betreuen müssen, von den gesetzlichen Krankenkassen Entschädigungen für ihren Verdienstausfall.

Anspruchsberechtigt sind berufstätige Eltern von Kindern, die gesetzlich versichert sind, das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder die behindert und auf Hilfe angewiesen sind. Der Anspruch besteht, wenn Präsenzpflicht in der Schule aufgehoben, der Zugang zur Kita eingeschränkt wurde oder nur die Klasse oder Gruppe nicht in die Einrichtung gehen kann. Voraussetzung ist zudem, dass keine andere Person im Haushalt das Kind betreuen kann und dass keine anderweitige zumutbare Betreuungsmöglichkeit für ein Kind sichergestellt werden kann. Dazu zählt auch, wenn Eltern die angebotene Notbetreuung nicht in Anspruch nehmen möchten.

Pro Kind und Elternteil gibt es 20 Tage Anspruch auf Entschädigungszahlungen, bei Alleinerziehenden sind es 40 Tage pro Kind und Elternteil. Demnach haben Elternpaare oder Alleinerziehende mit zwei Kindern einen Anspruch auf bis zu 80 Kinderkrankentage. Bei zusätzlichen Kindern erhöht sich der Anspruch auf 90 Tage – egal, wie viele Kinder in der Familie leben.

Das Kinderkrankengeld beträgt bis zu 90 Prozent des ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts. Es ist nach oben gedeckelt und darf 70 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze nicht überschreiten – pro Tag sind es maximal 112,88 Euro. Der Anspruch auf das zusätzliche Kinderkrankengeld, das über die bisherigen Ansprüche für den Fall der Betreuung erkrankter Kinder hinausgeht, wird für den Fall der Pandemie auf das Jahr 2021 befristet.

Entschädigungsanspruch für Eltern

Für privat versicherte sowie generell für alle erwerbstätigen Personen, die wegen der Betreuung ihrer Kinder aufgrund einer behördlichen Schließung oder eines Betretungsverbots der Betreuungseinrichtungen vorübergehend nicht arbeiten können, gibt es einen Entschädigungsanspruch nach dem Infektionsschutzgesetz. Die Entschädigung beträgt 67 Prozent des entstandenen Verdienstausfalls für eine Laufzeit von zehn Wochen und ist gedeckelt.

Betreuungsgemeinschaften

Eltern steht neben den oben genannten Betreuungsmöglichkeiten noch eine alternative Option zur Verfügung: die wechselseitige, unentgeltliche, nicht geschäftsmäßige Beaufsichtigung für Kinder unter 14 Jahren in festen, familiär oder nachbarschaftlich organisierten Betreuungsgemeinschaften, wenn sie Kinder aus höchstens zwei Hausständen umfasst.

Notangebot der offenen Kinder- und Jugendarbeit

Präsenzangebote im Sinne eines Alltagstreffs oder Offene Tür in den Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit, zum Beispiel Jugendtreffs, Kinder- und Jugendhäuser, Aktivspielplätze, Streetwork und Mobile Angebote, sind im Moment untersagt. Junge Menschen benötigen aber trotzdem verlässliche Ansprechpartner in Notsituationen. Daher bietet die offene Kinder- und Jugendarbeit neben digitalen Angeboten auch einzelfallbezogene, konfliktpräventive und existenzsichernde Beratungs- und Unterstützungsangebote in ihren Einrichtungen nach vorheriger Terminabsprache an.


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Aktualisiert am 25.02.2021, 17:34 Uhr

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