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Corona: Schule und Kita


Schule: Für wen und ab wann?

Ziel der bayerischen Staatsregierung ist es, dass ab 15. Juni alle Jahrgangsstufen im wöchentlichen Wechsel wieder einen Präsenzunterricht an der Schule besuchen. Der Wechsel zwischen Präsenzunterricht und Lernen zuhause wird bis Schuljahesende fortgeführt.


Am 18. Mai hat der Präsenzunterricht begonnen für:

  • Grundschule: 1. Klasse
  • Grundschule: 2. und 3. Klasse eventuell mit schmalem Angebot
  • Mittelschule: 5. Klasse
  • Realschule: 5. und 6. Klasse
  • Wirtschaftsschule: 5. bzw. niedrigste Eingangsklasse
  • Gymnasium: 5. und 6. Klasse

Am 11. Mai hat der Präsenzunterricht begonnen für:

  • Grundschule: 4. Klasse
  • Förderschule: 4. Klasse
  • Schule für Kranke: 4. Klasse
  • Mittelschule: 8. Klasse
  • Realschule: 9. Klasse
  • Gymnasium: 11. Klasse

Am 27. April hat der Präsenzunterricht begonnen für:

  • Mittelschule: 9. bzw. 10. Klasse
  • Realschule: 10. Klasse
  • zweistufige Wirtschaftsschule: 11. Klasse
  • drei- und vierstufige Wirtschaftsschule: 10. Klasse
  • Gymnasium: 12. Klasse
  • Förderzentren: 9. und 10. Klasse
  • Sonderpädagogisches Förderzentrum, Förderzentrum Lernen: 9. Klasse
  • FOS/BOS: 12. Klasse (Fachabitur), 13. Klasse (Abitur)
  • Realschulen und berufliche Schulen zur sonderpädagogischen Förderung: Abschlussklassen
  • Berufsschulen: Fachklassen vor Kammerprüfung, Klassen des vollzeitschulischen Berufsgrundschuljahres (BGJ)
  • Berufsfachschulen: Abschlussklassen
  • Berufsfachschulen des Gesundheitswesens, Fachakademien: Abschlussklassen
  • Fachschulen: Abschlussklassen

Infektionsschutz an Schulen

Um Infektionen zu verhindern, werden in den Schulen verschiedene pädagogische und organisatorische Maßnahmen getroffen:

  • möglichst zeitlich versetzter Unterrichtsbeginn
  • reduzierte Klassenstärke, maximal 15 Schüler
  • möglichst kein Klassenzimmerwechsel
  • Einzeltische, vier Quadratmeter pro Schüler
  • mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen
  • keine Partner- und Gruppenarbeiten
  • kein Sportunterricht
  • Pause im Klassenzimmer oder zeitversetzt
  • Pausenverkauf und Mensabetrieb: Abgabe von Speisen zum Mitnehmen
  • Toilettengang nur einzeln
  • keine über den Unterricht hinausgehenden Aktivitäten

Mundschutzpflicht in der Schule?

Nach wie vor gilt im Unterricht keine Mundschutzpflicht. Lehrer und Schüler müssen allerdings einen Mund-Nasen-Schutz tragen, sobald sie sich außerhalb des Klassenzimmers in der Schule bewegen, zum Beispiel bei der Ankunft im Schulhaus oder beim Toilettengang.


Weitere Änderungen im Schulbetrieb

Die Präsenzpflicht ist bis Pfingsten gelockert. Lehrer, die einer Risikogruppe angehören, müssen daher bis Pfingsten nicht in der Schule unterrichten. Auch Eltern, die einer Risikogruppe angehören und sehr besorgt sind, können ihre Kinder bis Pfingsten weiter zu Hause lernen lassen.

Der Schulstoff soll nach Angaben des bayerischen Kultusministeriums angesichts der aktuellen Lage reduziert werden. Auch der Notenschluss wurde für dieses Jahr nach hinten verschoben.

Die Ferientermine für die bayerischen Pfingst- und Sommerferien bleiben. Für Eltern, die ihren Jahresurlaub wegen der Corona-Krise aufgebraucht haben, soll in den Pfingst- und Sommerferien eine Notbetreuung sichergestellt werden.


Notbetreuung in Nürnberger Kitas

Die Kitas sind nach wie vor nicht regulär geöffnet. Bei der Notbetreuung handelt es sich um ein Angebot für Eltern, die keine Alternative dazu haben. Daher gelten auch die vertraglich vereinbarten Buchungszeiten nicht. Bitte nehmen Sie nur die unbedingt erforderliche Betreuungszeit in Anspruch. Oberstes Gebot zur Corona-Eindämmung ist immer noch, Kontakte so weit wie möglich zu vermeiden, um keine neuen Ansteckungsketten entstehen zu lassen.


Welche Kinder dürfen in die Notbetreuung?

Kinder dürfen in eine Notbetreuung, wenn

1) die Eltern alleinerziehend und erwerbstätig sind. Auf eine Tätigkeit in einem Bereich der kritischen Infrastruktur kommt es dabei nicht mehr an. Auch studierende oder sich in Ausbildung befindliche Alleinerziehende gehören zur berechtigten Gruppe.

2) das Kind im Haushalt mit beiden Elternteilen lebt und ein Elternteil in einem Bereich der kritischen Infrastruktur arbeitet oder aus beruflichen Gründen den überwiegenden Teil der Woche nicht zu Hause übernachtet.

3) die Betreuung eines Kindes zur Sicherstellung des Kindeswohls vom Jugendamt angeordnet wurde.

4) sie eine Behinderung haben oder von wesentlicher Behinderung bedroht sind.

5) sie als Schulkinder den Unterricht vor Ort in der Schule besuchen.


Was gehört zur kritischen Infrastruktur?

  • Gesundheitsversorgung und Pflege
  • Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz
  • Telekommunikationsdienste, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung
  • Lebensmittelversorgung
  • Personen- und Güterverkehr
  • Medien
  • Banken und Sparkassen
  • bestimmte Tätigkeiten bei Staat, Justiz und Verwaltung
  • Notbetreuung in Kitas und Schulen

Anmeldung zur Notbetreuung

Voraussetzungen für eine Notbetreuung ist außerdem, dass das Kind keine Krankheitssymptome aufweist, nicht in Kontakt zu infizierten Personen steht beziehungsweise seit dem Kontakt mit infizierten Personen 14 Tage vergangen sind und das Kind keine Krankheitssymptome aufweist.

Wenn Sie die Notbetreuung nutzen möchten, setzen Sie sich bitte vorab mit Ihrer Schule oder Kita in Verbindung, damit die Einrichtungen besser planen können.

Bitte bringen Sie die für Sie gültige „Erklärung zur Berechtigung zu einer Kinderbetreuung im Ausnahmefall (Notbetreuung)“ ausgefüllt und unterschrieben mit.

Falls Sie eine Bestätigung des Arbeitgebers vorlegen müssen, aus der hervorgeht, dass Sie für eine Notbetreuung berechtigt sind, nutzen Sie bitte dazu das Formular „Bestätigung des Arbeitgebers für Notbetreuung“.


Schrittweise Öffnung der Kitas

Die Kinderbetreuung wird schrittweise in Zwei-Wochen-Schritten wieder hochgefahren. Dabei werden feste, kleine Gruppen gebildet und der Kreis der betreuten Kinder behutsam erweitert.

Seit 11. Mai:

  • Betreuung von Kindern in der Tagespflege (bis zu fünf Kinder)
  • Betreuung von Kindern mit besonderem erzieherischen Bedarf
  • Betreuung von Kindern mit Förderbedarf
  • Betreuung von Kindern mit (drohender) Behinderung
  • Betreuung von Kindern studierender Alleinerziehender
  • Betreuung von Hortkindern an den Schultagen parallel zum Schulbetrieb
  • privat organisierte Kinderbetreuung in festen Kleingruppen

Seit 25. Mai:

  • Betreuung von Vorschulkindern und ihren Geschwisterkindern
  • Betreuung von Kindern in der Großtagespflege (bis zu zehn Kinder)
  • Betreuung von Kindern in Waldkindergärten und anderen nicht gebäudegebundenen Kitas
  • Betreuung von Hortkindern an den Schultagen parallel zum Schulbetrieb

Ab 15. Juni:

  • Betreuung von Kindern, die im Schuljahr 2021/22 schulpflichtig werden
  • Betreuung von Krippenkindern, die in den Kindergarten wechseln
  • Betreuung von Hortkindern an den Schultagen parallel zum Schulbetrieb

Weitere Infos: Betreuung

Betretungsverbot in Kindertagesstätten

Grundsätzlich gilt bis 24. Mai ein Betretungsverbot für Kinder in Kindertageseinrichtungen, Großtagespflegestellen oder Heilpädagogischen Tagesstätten, die Leistungen der Eingliederungshilfe nach dem SGB IX erbringen. Ein Betretungsverbot für Beschäftigte gibt es nicht.

Privat organisierte Kinderbetreuung

Privat organisierte, nachbarschaftliche oder familiäre, wechselseitige Kinderbetreuung in festen Kleingruppen von maximal drei Familien ist möglich.

Notfallmamas: Online-Betreuung

Manchmal hilft schon eine kurze Betreuung über das Gröbste hinweg. Die „Notfallmamas“ bieten eine Online-Betreuung für Kinder ab vier Jahren. Die gemeinsamen Online-Aktivitäten, zum Beispiel Backen, Basteln, Singen oder Tanzen dauern jeweils 40 Minuten. Das Angebot ist kostenpflichtig.

Befreiung von Kitagebühren

Eltern, die wegen der Corona-Krise keine Betreuung in Anspruch nehmen können, werden für die Monate April, Mai und Juni von den Kitagebühren befreit. Den Einrichtungsträgern werden die Elternbeiträge ersetzt, wenn sie für diese Zeit auf die Elternbeiträge verzichten. Viele Kitas haben die Beitrage bereits ab Mai ausgesetzt. Was die Erstattung für April betrifft, bittet die Stadt die Eltern, auch im Namen der freien und privaten Kita-Träger, noch um etwas Geduld (Stand: 22. Mai). Eltern von Kindern in der Notbetreuung müssen ihre Elternbeiträge grundsätzlich weiterhin leisten.

Entschädigung für Verdienstausfall

Erwerbstätige Eltern, die nicht arbeiten können, weil sie zuhause Kinder betreuen müssen, erhalten für den Verdienstausfall eine Entschädigung für die Dauer von längstens sechs Wochen in Höhe von 67 Prozent des Netto-Verdienstausfalls. Dies gilt für Eltern von Kindern bis elf Jahren. Bei Arbeitnehmern zahlt der Arbeitgeber die Entschädigung aus. Die zuständige Regierung erstattet die ausgezahlten Beträge auf Antrag dem Arbeitgeber.

Kitagebühren: Finanzielle Hilfen

Sollten Sie akute Liquiditätsprobleme haben, wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Träger. Besucht Ihr Kind eine städtische Einrichtung, so finden Sie weitere Informationen zu finanziellen Hilfen auf den Seiten des Jugendamts.

Kitagebühren: Notfall-Kinderzuschlag

Familien, deren Einkommen sich aufgrund der Corona-Krise rasant verschlechtert hat, können seit April einen Notfall-Kinderzuschlag erhalten, mit dem weitere Vergünstigungen verbunden sind. Der Notfall-Kinderzuschlag errechnet sich im Zeitraum 1. April bis 30. September aus dem Vormonats-Einkommen und nicht wie bis dahin aus dem durchschnittlichen Einkommen der letzten sechs Monate.

Sollten Sie neu SGB II-Leistungen, Kinderzuschlag beziehungsweise den Notfall-Kinderzuschlag oder Wohngeld beziehen oder aktuell über ein deutlich geringeres Einkommen als in der Vergangenheit verfügen, dann wird Ihnen nach Vorlage des Bescheids beim Jugendamt der Beitrag für Kita und Tagespflege erlassen.


Weitere Infos: Schule

Schulschließung als verlängerte Ferien

Ziel der Schulschließungen und Ausgangsbeschränkung ist die Eindämmung des Coronavirus. Bei der aktuellen Schulschließung handelt es sich um keine Verlängerung der Ferien. Die Lehrkräfte werden ein alternatives Unterrichtsangebot über digitale Medien aufrechterhalten. Schüler sollen diese Angebote nutzen.

Standards für das Lernen zuhause an der Grundschule

Nachdem die Grundschulen bis auf Weiteres geschlossen bleiben, hat das bayerische Kultusministerium seine Standards für das „Lernen zuhause“ präzisiert. Die Standards sind ein Leitfaden für Lehrkräfte, aber auch als Eltern ist es gut zu wissen, wie der Unterricht zuhause in den nächsten Wochen optimalerweise aussehen soll.

Digitale Angebote für das Lernen zuhause

Lernen zuhause bleibt für viele Kinder erst einmal Alltag. Mittlerweile gibt es eine gute Auswahl an verschiedensten Angeboten für jedes Alter, jedes Fach und jede Schulart.

Corona School: Studierende helfen Schülern

Wenn es Probleme mit dem Schulstoff gibt, fehlt oft ein Ansprechpartner. Abhilfe schaffen engagierte Studierende, die Schülern per Video-Chat bei den Aufgaben helfen. Das Angebot ist kostenlos.

Verschiebung der Abiturprüfungen

Das bayerische Kultusministerium hat entschieden, den Beginn der Abiturprüfungen vom 30. April auf den 20. Mai zu verlegen. So werden faire Bedingungen für Abiturienten sichergestellt. Aufgrund der dynamischen Entwicklungen können allerdings weitere Veränderungen im Ablauf der Abiturprüfung 2020 nicht ausgeschlossen werden.

Frankenkids: Tipps für Eltern und Schüler

Normalerweise ist das Heft „Frankenkids“ prallvoll mit Tipps für die Freizeitgestaltung – ob Theater, Konzerte, Sport oder Ausflüge. In Zeiten von Corona gibt es stattdessen ein „Corona Spezial für Familien“ mit Tipps für Home Office geplagte Eltern und Schüler, die zuhause lernen müssen.


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Aktualisiert am 25.05.2020, 15:01 Uhr

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