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Corona: Schule und Kita



Infos zum neuen Schuljahr


Am 8. September kamen in Nürnberg 4.346 Schulanfänger neu in die Grundschulen. Insgesamt werden dort nun 17.108 Kinder unterrichtet. Aus den Grundschulen wechselten 704 Kinder in die 5. Klassen der Realschulen, 1.412 in die 5. Klassen der Gymnasien.

Zum neuen Schuljahr kehrten die Nürnberger Schulen wieder zum Regelbetrieb zurück. Auch die schulischen Ganztagesangebote und die Mittagsbetreuung finden wieder regulär statt. Der Start in das Schuljahr 2020/21 stand allerdings unter den Vorzeichen der Corona-Hygieneschutzmaßnahmen. Darüber hinaus wurden die vergangenen Monate auch dazu genutzt, in die Digitalisierung der Schulen zu investieren.


Infektionsschutz an Schulen

In den Schulen wird ein umfassender Hygieneplan umgesetzt. Das Wichtigste sind folgende Maßnahmen:

  • Konzept zur Lüftung der Unterrichtsräume
  • Maskenpflicht für alle Personen auf dem Schulgelände. Während des Unterrichts ist eine Maske nur notwendig, wenn eine Maskenpflicht aufgrund erhöhter Infektionszahlen angeordnet wird (siehe Drei-Stufen-Plan).

Maskenpflicht im Unterricht an der Bertolt-Brecht-Schule und am JohannesScharrer-Gymnasiums

An der Bertolt-Brecht-Schule sowie am JohannesScharrer-Gymnasiums gilt ab sofort temporär wieder die Maskenpflicht auch während des Unterrichts. Damit möchten die Schulleitungen nach positiven Testergebnissen einer Ausweitung entgegenwirken.

Seit Schuljahresbeginn hat es an Nürnberger Schulen mehrfach Fälle mit positiver Covid-19-Testung gegeben, die zu zahlreichen Quarantänemaßnahmen innerhalb der Schülerschaft, Lehrerschaft und Verwaltung geführt haben. Hier wurde stets schnell und umsichtig reagiert, sodass der allgemeine Präsenzunterricht nicht gefährdet wurde. Durch das besondere schulische Profil oder die Größe der Schule kann das Risiko und die Tragweite einer Ansteckung jedoch besonders hoch sein.


Drei-Stufen-Plan für Schulen

Um auf Änderungen des Infektionsgeschehens angemessen reagieren zu können, wurde ein Drei-Stufen-Plan entwickelt. Dieser Stufenplan orientiert sich am Infektionsgeschehen vor Ort, genauer am Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner.

Stufe 1: Sieben-Tage-Inzidenz unter 35

Regelbetrieb unter Hygieneauflagen.

Stufe 2: Sieben-Tage-Inzidenz 35 bis unter 50

Schüler ab der 5. Jahrgangstufe müssen auch am Sitzplatz im Klassenzimmer einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Alternative: Der Mindestabstand von 1.5 Metern kann im Klassenzimmer eingehalten werden.

Stufe 3: Sieben-Tage-Inzidenz ab 50

Schüler aller Jahrgangsstufen müssen einen Mund-Nasen-Schutz auch am Sitzplatz im Klassenzimmer tragen. In den Klassenzimmern gilt wieder der Mindestabstand von 1,5 Metern. Falls dieser wegen baulichen Gegebenheiten nicht eingehalten werden kann, werden die Klassen wieder geteilt und die Schüler im Wechsel in der Schule und zu Hause unterrichtet.

Detaillierte Hinweise sowie den jeweils aktuellen Stand des bayerischen Hygieneplans für Schulen finden Sie auf der Website des bayerischen Kultusministeriums.


Schule: Häufig gestellte Fragen

Wird in den Schulen besonders gereinigt?

Vor Unterrichtsbeginn werden neben der allgemeinen Reinigung sämtliche Handkontaktflächen wie zum Beispiel Handläufe, Tür- und Fenstergriffe, Lichtschalter, Oberflächen der Tische und Stühle, Toiletten und Waschbecken gereinigt. Klassensätze von Büchern oder Tablets, insbesondere Tastaturen und Maus, sollen grundsätzlich nach jeder Nutzung gereinigt werden. Das gilt auch für andere Arbeits-, Betriebs-, Lehr- und Unterrichtsmittel sowie Sportgeräte.

Findet wieder ein Sportunterricht statt?

Die gemeinsame Empfehlung von Stadt und Staatlichem Schulamt lautet: kein Sportunterricht in den ersten neun Tagen. Weitere Entscheidungen folgen abhängig von der Lage. Die letzte Entscheidung liegt aber bei der Schulleitung.

Stellt die Stadt neues Lehrpersonal ein?

Für die allgemeinbildenden Schulen und für die beruflichen Schulen wurden insgesamt rund 100 neue Lehrkräfte eingestellt.

Bekommen die Schulen zusätzliche Computer, Monitore und Kameras?

In den ersten beiden Schulwochen wurden rund 1.400 Dokumentenkameras an die Schulen ausgegeben. Diese können auch als Webcam mit Mikrofon genutzt werden. In Verbindung mit den neuen interaktiven Tafeln können die Kameras als Konferenzsystem genutzt werden. Seit Juni werden nach und nach 1.280 neue PCs mit entsprechenden Monitoren an die Schulen gebracht.

Sind die Schulen mit der nötigen Software ausgestattet?

In allen Schulen im Sachaufwand der Stadt sind die Voraussetzungen für die Arbeit mit „Microsoft 365“ (M365) für Lehrer und Schüler geschaffen worden. Über 5.200 Lizenzen sind bereits an Lehrkräfte und Verwaltungspersonal vergeben worden. Das Schulreferat geht derzeit von rund 25.000 M365-lizensierten Schülern aus.

Wie steht es um die Vernetzung der Schulen?

Die Stadt hat zuletzt rund 4,5 Millionen Euro in die IT-Vernetzung von zwölf Schulen investiert. Das sind acht Grundschulen, eine Mittelschule, ein Gymnasium und zwei Berufsschulen, die entweder schon angeschlossen sind oder noch angeschlossen werden.


Regelbetrieb in den Kitas


Rund 480 Kitas mit etwa 29.000 Plätzen gibt es in Nürnberg. In den kommenden Wochen werden rund 6.600 Kinder in den Kitas neu aufgenommen, davon etwa 1.400 in Kinderkrippen, 3.200 in Kindergärten und 2.000 in Kinderhorten.

Die Kitas sind im September zum Regelbetrieb zurückgekehrt. Alle unter Vertrag stehenden Kinder haben wieder Zugang zu ihrer Kita. Nach vielen Wochen findet die Kinderbetreuung nun wieder regelmäßig statt.


Infektionsschutz in Kitas

Alle Kinder dürfen ihre Kita wieder regulär besuchen, sofern sie

  • keine Symptome einer akuten, übertragbaren Krankheit aufweisen. Davon ausgenommen sind milde Krankheitssymptome, wie zum Beispiel ein leichter Schnupfen ohne Fieber.
  • nicht in Kontakt zu einer infizierten Person stehen beziehungsweise seit dem Kontakt mindestens 14 Tage vergangen sind.
  • keiner sonstigen Quarantänemaßnahme unterliegen.

Drei-Stufen-Plan für Kitas

Um auf Änderungen des Infektionsgeschehens angemessen reagieren zu können, wurde ein Drei-Stufen-Plan entwickelt. Dieser Stufenplan orientiert sich am Infektionsgeschehen vor Ort, genauer am Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner.

Stufe 1: Sieben-Tage-Inzidenz unter 35

Regelbetrieb unter Hygieneauflagen: Die Organisation in festen Gruppen ist nicht notwendig. Eltern, Besucher und Lieferanten müssen beim Betreten der Kita einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Stufe 2: Sieben-Tage-Inzidenz 35 bis unter 50

Eingeschränkter Regelbetrieb: Alle Kinder müssen wieder in festen Gruppen betreut werden. Für alle Erwachsenen gilt eine grundsätzliche Maskenpflicht.

Stufe 3: Sieben-Tage-Inzidenz ab 50

Notbetreuung: Alle Kinder müssen wieder in festen Gruppen betreut werden. Nur Kinder, deren Eltern eine Notbetreuung in Anspruch nehmen können, dürfen eine Kita besuchen. Für alle Erwachsenen gilt eine grundsätzliche Maskenpflicht.

Detaillierte Hinweise sowie den jeweils aktuellen Stand des bayerischen Hygieneplans für Kitas finden Sie auf der Website des bayerischen Familienministeriums.


Kitas: Häufig gestellte Fragen

Wurden die Eltern vorab informiert?

Ja, die Eltern wurden über das mögliche Herunterfahren der Kinderbetreuung schriftlich informiert. Die Elternvertretungen der Kitas wurden zudem eingeladen, gemeinsam mit den Einrichtungsleitungen ein etwaiges Herunterfahren der Kinderbetreuung vorab zu beraten.

Gibt es eine Maskenpflicht für die Kinder?

Nein, für die Kinder in Kitas gibt es keine Maskenpflicht. Eltern, Besucher und Lieferanten müssen beim Betreten der Kita einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Ab Stufe 2 besteht eine grundsätzliche Maskenpflicht für alle Erwachsenen.

Was ist mit den Kindern, die noch in der Eingewöhnungsphase sind?

Eltern dürfen die Eingewöhnung ihrer Kinder unter Einhaltung der Hygienevorgaben begleiten.

Was ist, wenn Kinder Erkältungssymptome haben?

Kinder mit milden Krankheitszeichen wie Schnupfen ohne Fieber oder gelegentlichem Husten dürfen bei Stufe 1 und 2 die Kitas ohne Corona-Test besuchen.

Was ist, wenn mehr und stärkere Symptome auftreten?

Kranke Kinder in „reduziertem Allgemeinzustand“ mit Fieber, starkem Husten, Hals- oder Ohrenschmerzen, Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall dürfen die Kitas nicht besuchen. Die Einrichtungen sind berechtigt, in diesem Sinne erkrankte Kinder von ihren Eltern abholen zu lassen und die Eltern an den Kinder- oder Hausarzt zu verweisen. Die Kita füllt ein Formular über das Betreuungsverbot in der Kita aus und händigt dies den Eltern aus.

Wann dürfen Kinder die Einrichtung wieder besuchen?

Nach Erkrankung werden Kinder bei gutem Allgemeinzustand und mindestens 48 Stunden nach Abklingen der Symptome und Fieberfreiheit – ohne ärztliches Attest – wieder zum Besuch der Kita zugelassen. Bei Stufe 3 kann, in Absprache mit dem Gesundheitsamt, zur Wiederzulassung ein ärztliches Attest erforderlich sein.

Wird täglich Fieber gemessen?

Fiebermessen im Sinne eines Screenings ist nicht vorgesehen, anlassbezogen darf aber Fieber gemessen werden. Die Kinder beziehungsweise deren Eltern sollen täglich bei Besuchsbeginn über den gesundheitlichen Allgemeinzustand befragt werden. Es wird den Kitas empfohlen, dies auch zu dokumentieren.

Was ist bei einem bestätigten Covid-19-Fall?

Bei bestätigten Verdachtsfällen oder einer nachgewiesenen Infektion mit COVID-19 informieren die Einrichtungen umgehend das Gesundheitsamt und stimmen die weiteren Maßnahmen ab.


Video-Statement

Die neue Schul- und Sportreferentin der Stadt Nürnberg, Cornelia Trinkl, in einem Video-Statement zum Start in das neue Schuljahr 2020/21.


Weitere Infos: Betreuung

Entschädigung für Verdienstausfall

Erwerbstätige Eltern, die nicht arbeiten können, weil sie zuhause Kinder betreuen müssen, erhalten für den Verdienstausfall eine Entschädigung.

Zusätzliche Tage Kinderkrankengeld

Gesetzlich Versicherte haben Anspruch auf Kinderkrankengeld. Angesichts der Corona-Krise kann der bestehende Anspruch in manchen Fällen nicht ausreichen. Deshalb soll das Kinderkrankengeld im Jahr 2020 für fünf weitere Tage pro Elternteil gewährt werden. Alleinerziehende erhalten zehn Tage zusätzlich.

Kitagebühren: Finanzielle Hilfen

Sollten Sie akute Liquiditätsprobleme haben, wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Träger. Besucht Ihr Kind eine städtische Einrichtung, so finden Sie weitere Informationen zu finanziellen Hilfen auf den Seiten des Jugendamts.

Kitagebühren: Notfall-Kinderzuschlag

Familien, deren Einkommen sich aufgrund der Corona-Krise rasant verschlechtert hat, können seit April einen Notfall-Kinderzuschlag erhalten, mit dem weitere Vergünstigungen verbunden sind.


Weitere Infos: Schule

Informationen zum Lernen zuhause

Eine Woche Schule, eine Woche Lernen zuhause: Wie das funktioniert und was Eltern beachten müssen, hat das bayerische Kultusministerium zusammengestellt.

Digitale Angebote für das Lernen zuhause

Lernen zuhause bleibt für viele Kinder erst einmal Alltag. Mittlerweile gibt es eine gute Auswahl an verschiedensten Angeboten für jedes Alter, jedes Fach und jede Schulart.


Mehr zum Thema

Aktualisiert am 25.09.2020, 12:50 Uhr

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