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Stadtteilname gesucht – und viele Vorschläge bekommen

Modellbild des neuen Stadtquartiers an der Brunecker Straße.

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Modellbild des neuen Stadtquartiers an der Brunecker Straße.

Der neu entstehende Stadtteil im Süden Nürnbergs wird einmal Heimat für rund 5.000 Menschen sein. Bis zu 6.000 Studierende werden dort zudem an der Technischen Universität Nürnberg (TUN) forschen und lernen. Doch wie soll dieser Stadtteil heißen? Ihre Ideen waren gefragt.

Das wird den neuen Stadtteil ausmachen

Auf 90 Hektar werden in naturnahem Grün neben den Gebäuden der TUN auch an die 1.600 Wohnungen entstehen. Dazu kommen eine Schule, Kindertagesstätten sowie weitere Einrichtungen für den täglichen Bedarf und die Nahversorgung.


Von Adlerhof bis Schlauersbrunn – das waren Ihre Ideen

Ob „Ur-Nürnberger“ oder frisch zugezogen – Sie konnten dem entstehenden Stadtteil eine Bezeichnung geben, die ihm gerecht wird. Namensvorschläge mit einem Bezug zur neuen Universität waren dabei ausdrücklich erwünscht.

Drei Wochen lang konnten Sie sich online oder per Post mit Ihren Ideen an der Namensfindung beteiligen. Bis 18. April lief die Teilnahmefrist und über 1.000 Vorschläge gingen ein. Alle werden nun von einer Jury begutachtet, die dem Stadtrat ihre Favoriten empfehlen wird. Die Bürgervertretung wird noch vor den Sommerferien über den endgültigen Namen des neuen Stadtquartiers entscheiden.

Und welche Ideen hatten Sie? Neben etlichen Clustern mit Mehrfachnennungen gab es pfiffige Meldungen mit originellen Begründungen, wie „Kurzwasser“ – weil der Nachbar Langwasser heißt, „Schlauersbrunn“ – weil dort Wissen sprudeln wird, oder, wie gleich von mehreren vorgeschlagen wurde, „Fürth-Süd“ – als „Zeichen der Versöhnung“ oder gar „Zuspruch an den Erbfeind“.

Viel Kreativität floss in Wortschöpfungen, die sich auf die entstehende Technische Universität beziehen, deren Kurzform TUN teils in Versalien einbezogen wurde. Die Nennungen reichten von Tunis über Tun(i)park und Tunreuth zu Tunneck und von Technikcampus über Techpark zu Technoris. Auch der Name Campus, mit Variationen wie Campusbrunn, Campusgärten, Campusquartier oder Campuscity, fand etliche Fürsprecher.

An Nürnbergs Tradition als Eisenbahnstandort lehnen sich Adler-Park, Adlerbuck und Adlerhof an – erinnernd an den „Adler“, die Lokomotive der ersten deutschen Bahnlinie von Nürnberg nach Fürth, und Am Südbahnhof bezieht sich auf die ehemalige Nutzung des Areals. Den neuen Stadtteil rücken Neustadt und Neudorf in den Vordergrund, die südliche Lage im Stadtgebiet drückt sich aus in Süd(stadt)-Campus, Südend und Südquartier. Geographische Nachbarschaften oder geologische Merkmale greifen auf Hasenheide und Hasenbrunn (wegen des nahen Hasenbucks), Silberbuck (bezogen auf den Silbersee) und Sandbuck (wegen der Bodenbeschaffenheit).

Mehrere Stimmen sprachen sich für „Bruneck“ aus, auch in Verbindung mit den Annexen -campus oder -viertel, weil diese Bezeichnung schon bekannt sei, und auch das bisher geläufige Lichtenreuth fand Fürsprecher, da es „freundlich, offen und hell“ klinge. Diese Assoziation regte auch zu Vorschlägen wie Lichtenau, Lichtenfeld, Lichtenhain oder Lichtenhof an. Und wenn Frauen schon bei den Straßennamen (noch) unterrepräsentiert sind, warum nicht einen ganzen Stadtteil nach einer Frau benennen? So nannten viele Sigena, die wie keine andere für das junge Nürnberg steht, das mit ihrer Freisprechung 1050 das historische Licht der Welt erblickte.


Aktualisiert am 22.04.2021, 13:10 Uhr

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