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Häufige Fragen zum Thema Vogelgrippe in Nürnberg

Seit 21. November 2016 steht fest, dass die Geflügelpest, umgangssprachlich auch Vogelgrippe genannt, Nürnberg erreicht hat. Obwohl die Funde von toten Wasservögeln in der letzten Zeit zurückgegangen sind, kann noch keine Entwarnung gegeben werden. Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen (FAQ) zu diesem Thema.

Welche Gebiete sind betroffen?

In jedem Fall sind der Stadtpark und der Wöhrder See betroffen. Dort wurde bei toten Enten der hochpathogene Erreger H5N8 nachgewiesen. Als wahrscheinliches Infektionsgebiet ist noch ein Bereich am Tucherhof hinzugekommen: Dort wurde bei einem Blesshuhn der H5-Erreger festgestellt. Eine weitere Untersuchung auf den Subtyp N8 wurde aber wegen der Nähe zum Stadtpark und zum Wöhrder See nicht mehr durchgeführt. Der angrenzende Marienbergpark ist jedoch nicht von der Geflügelpest betroffen.

Was ist an den bisher betroffenen Orten zu beachten?

Bitte sehen Sie im Stadtpark und am Wöhrder See bis auf Weiteres davon ab, Enten und andere Vögel zu füttern. Ausgelegtes Futter lockt nämlich auch Wildvögel an, was die Verbreitung der Geflügelpest begünstigen könnte.

Hunde- und Katzenhalter sollten ferner beachten, dass ihre Tiere an den genannten Orten nicht frei herumlaufen sollten. Durch das Beschnuppern toter Vögel könnte es sonst möglicherweise zum Weitertragen des Erregers kommen.

Besteht für Menschen eine Gefahr?

Bei Menschen wurde bislang noch keine Infektion mit dem Erreger H5N8 festgestellt. Es bestehen deshalb nach derzeitigen Kenntnissen keine direkten Gefahren für Menschen. Tote Tiere sollten aber grundsätzlich nie mit bloßen Händen berührt werden.

Wem sollen tote Vögel gemeldet werden?

Wenn Sie tote Wasser- und Greifvögel finden, informieren Sie bitte umgehend die Polizei. Sie erreichen Sie unter der Nummer 110. Vogelarten wie Krähen und andere aasfressende Vögel melden Sie bitte, wenn es mehr als drei tote Tiere sind; Tauben, Singvögel und alle anderen Arten ab zehn toten Tieren: Erst dann besteht ein Verdacht auf Vogelgrippe und die Feuerwehr wird die Tiere einsammeln.

Finden Sie auf Ihrem Grundstück einzelne aasfressende Vögel, Tauben oder Singvögel, entsorgen Sie die Kadaver in einer fest zugeknoteten Plastiktüte im Hausmüll. Bitte denken Sie daran, die toten Tiere nicht mit bloßen Händen anzufassen, sondern Einmalhandschuhe oder eine weitere Plastiktüte zu verwenden. Anschließend sollten Sie sich die Hände gründlich mit warmen Wasser und Seife waschen.

Ist der Verzehr von Geflügelprodukten bedenklich?

Der Verzehr von Geflügelfleisch, Eiern und anderen Geflügelprodukten ist in Hinblick auf die Vogelgrippe unbedenklich.

Die normalen Hygieneregeln im Umgang mit diesen Produkten sollten Sie sowieso immer einhalten. Dazu gehören vor allem eine ausreichende Kühlung bei maximal 4 Grad Celsius, die Einhaltung des Verbrauchsdatums sowie langsames Auftauen von gefrorenem Geflügel im Kühlschrank.

Bei der Zubereitung sollten Sie auf ausreichende Garzeit achten: Für mindestens zwei Minuten sollte die Kerntemperatur des Geflügels 70 Grad Celsius oder mehr betragen. Die Verpackungsmaterialien sollten Sie sofort entsorgen und Küchenoberflächen, Geschirr sowie Besteck nach Zubereitung des Geflügels gründlich reinigen. Denken Sie bitte auch daran, sich gründlich die Hände mit warmem Wasser und Seife zu waschen.

Ist der Tiergarten von der Geflügelpest betroffen?

Der Tiergarten der Stadt Nürnberg hat wegen des Vogelgrippen-Ausbruchs vorsorglich vorübergehend seine Auffangstation für Wildvögel geschlossen. Seit 23. November 2016 ist bis auf Widerruf auch die Auffangstation des Tiergartens für Greifvögel, Eulen und Störche geschlossen. Der Tiergarten nimmt keine kranken, verletzten, verwaisten oder beschlagnahmten Wildtiere mehr auf.

Außerdem wurden die Pelikane vorzeitig ins Winterquartier verbracht, Flamingos und Streifen- und Kanadagänse leben nun im Stall und die Bartgeier-Voliere wurde für die Zoobesucher geschlossen.

Inwiefern sind Geflügelhalter betroffen?

Am 18. November 2016 hat das Ordnungsamt der Stadt Nürnberg eine Allgemeinverfügung erlassen, die eine Verordnung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft umsetzt. Außerdem ist damit die vom Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz für ganz Bayern erlassene Stallpflicht auch für Nürnberg umgesetzt.

Alle Geflügelhalter in Nürnberg müssen ihre Tiere in geschlossenen Ställen oder unter einer dichten Vorrichtung halten. Außerdem müssen nach jeder Ein- oder Ausstallung von Geflügel die dazu eingesetzten Gerätschaften gereinigt und desinfiziert werden, ebenso frei gewordene Ställe einschließlich der dort vorhandenen Einrichtungen und Gegenstände.

Auch Transportfahrzeuge und Behälter, mit denen gehaltene Vögel, frisches Geflügelfleisch, tierische Nebenprodukte von Geflügel, Futtermittel oder sonstige Materialien, die Träger des hochpathogenen aviären Influenzavirus sein können, befördert worden sind, sowie Fahrzeuge, mit denen ein Bestand mit gehaltenen Vögeln befahren worden ist, sind unverzüglich nach jeder Beförderung zu reinigen und zu desinfizieren.

Müssen Geflügelhalter sonst noch etwas beachten?

Alle Geflügelhalter in der Stadt Nürnberg, die ihrer Pflicht zur Meldung des gehaltenen Geflügels bisher noch nicht nachgekommen sind, haben dies unverzüglich beim Veterinäramt der Stadt Nürnberg nachzuholen.

Pressemitteilungen zum Thema

Aktualisiert am 30.12.2016, 10:16 Uhr

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