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Grillsaison 2022 - was ist erlaubt, was nicht?

Fisch mit Gewürz auf einem Grillrost

Verstimmungen entgegenwirken durch Rücksichtnahme und Toleranz

Grillen ist ein beliebtes Freizeitvergnügen. Bei den Nachbarn kann es deswegen aber zu Verstimmungen kommen. Diese fühlen sich oft durch Qualm, lästige Gerüche und Partystimmung bis in die Nacht hinein gestört. Meist lässt sich dies mit etwas Rücksichtnahme und Toleranz im Sinne des nachbarschaftlichen Miteinanders vermeiden.
Wenn man das Grillen vorab beim Nachbarn ankündigt und diesen vielleicht sogar zum Grillabend oder der Party einlädt, kann das Verstimmungen bereits von Beginn an aus der Welt schaffen.

Aber wann, wo und wie oft ist Grillen eigentlich erlaubt?

Auf diese Frage gibt es beim Grillen keine klare Antwort. Da es im öffentlichen Recht kein generelles Grillverbot gibt, benötigt man generell auch keine Grillerlaubnis.
Das Umweltamt Nürnberg merkt deshalb an, dass die Verwendung eines Grillgerätes, eines Feuerkorbs oder einer Feuerschale ebenso wie das Entzünden eines Lagerfeuers auf dem eigenen Grundstück unter Beachtung brandschutzrechtlicher Bestimmungen immissionsschutzrechtlich genehmigungsfrei möglich ist. Eine gesonderte Genehmigung des Umweltamtes für das Benutzen eines Holzkohlegrills, eines offenen Feuers im Garten oder im Hof ist also nicht erforderlich.
Aus öffentlich-rechtlicher Sicht ist bei der Verwendung von Feuerkörben oder anderen Feuerstellen mit offenem Feuer aber die Verordnung über die Verhütung von Bränden (VVB), zu beachten. Diese enthält Vorgaben zum Brandschutz und zur Verhütung von Bränden. Weitere Informationen hierzu gibt es unter folgenden Link:

Was ist zur Befeuerung an Materialien zugelassen?

Benutzt man zum Befeuern von Grillgeräten, Feuerkörben oder Lagerfeuern nur zugelassene Brennstoffe wie (Holz)kohle oder stückiges, trockenes und unbehandeltes Holz, muss man sich keine Sorgen bezüglich einer schädlichen Luftverunreinigung und der Gesundheit machen.
Keinesfalls dürfen jedoch behandelte oder lackierte Hölzer bzw. Holzwerkstoffe oder andere Abfälle zur Befeuerung genutzt werden. Auch die Verbrennung von Garten- und Pflanzenabfällen ist nicht zulässig.

Was ist sonst noch zu beachten?

Ganz generell sollte man sowohl Rücksicht auf seine Mitmenschen nehmen als auch Anderen die Freude am Grillen gönnen. Der Grill sollte immer so aufgestellt werden, dass nur wenig Rauch auf die Nachbargrundstücke zieht. Das heißt, man sollte den Grill zum Beispiel nicht direkt unterhalb des Wohn- oder Schlafzimmerfensters des Nachbarn platzieren. Weitere Informationen zu dem Thema Gerüche/Grillen und Lagerfeuer kann man auch unter folgenden Links nachlesen:

In Mehrfamilienhäusern wird meistens auch das Thema Grillen in der Hausordnung aufgegriffen. Ein Blick in die Hausordnung kann daher Aufschluss geben, was erlaubt ist und was nicht. In extremen Fällen können auf dem Zivilrechtsweg Unterlassungsansprüche geltend gemacht werden. Es sei allerdings erwähnt, dass die Rechtsprechung in den letzten Jahren dahin geht, dass Grillen eine übliche Freizeitbeschäftigung ist, die nicht komplett verboten, sondern wenn überhaupt, dann nur auf einen üblichen Rahmen eingeschränkt werden kann.

Geht die Grillparty bis deutlich nach 22 Uhr, muss auf jeden Fall die Nachtruhe eingehalten werden. Die Nachtruhe beginnt offiziell um 22 Uhr und endet um 6 Uhr morgens. Wer in dieser Zeit durch Lärm stört, kann bei Anzeige zunächst von der Polizei verwarnt und bei wiederholtem Handeln auch mit einer Geldbuße bestraft werden. Wer trotzdem weiter feiern möchte, sollte die Party im Haus fortsetzen oder die Musik draußen leise stellen und sich in Zimmerlautstärke unterhalten.

Öffentliche Grillflächen in der Stadt Nürnberg und die zulässigen Zeiten kann man unter folgendem Link nachlesen:

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