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Biofach 2022 - Besuch von Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir

Biofach 2022 - ein Einblick von Britta Walthelm

Biofach 2022 und - weil coronabedingt im Sommer - nur zwei Tage nach „Bio erleben“ auf dem Hauptmarkt. Was können wir mit so viel geballter Aufmerksamkeit bewirken? Es geht schon längst nicht mehr darum, biologische Lebensmittel vom Vorurteil des „gesund, aber ungenießbar“ zu befreien. Biologisches Essen ist heute mitten in der Gesellschaft angekommen. Biolebensmittel sind ja auch in jedem Supermarkt eine feste Größe. Auch der Graben zwischen biologischer und konventioneller Landwirtschaft ist längst einer Annäherung gewichen. Diese Einschätzung bestätigte sich für mich, als ich gestern mit Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir im Vorfeld meiner ersten (oder zweiten?) Biofach als Umweltreferentin das Knoblauchsland und die dortigen Landwirte besucht habe.
Was fehlt? Bioessen muss selbstverständlich werden. Wir brauchen einen Push für biologische Ernährung in allen unseren Kantinen und Mensen. Dort wo die öffentliche Hand Verköstigung bereitstellt und Anbieter beauftragt, muss Bioessen und damit gesundes, regionales Essen der Standard werden. Diese neue Schwerpunktsetzung diskutierte ich gestern kurz mit Cem Özdemir, den ich auch an unserem Stand der Biometropole Nürnberg begrüßen durfte, genauso wie mit Janusz Wojciechowski, dem EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung. Bislang war das Hauptargument gegen Bioverköstigung in Kantinen der höhere Preis für Biolebensmittel. Aktuell spielen uns die durch die Energieknappheit extrem gestiegenen Preise für Düngemittel in die Hände. Die Gestehungskosten zwischen konventioneller und biologischer Landwirtschaft nähern sich zusehends an.

Ein echtes Highlight bei der Eröffnung der Biofach am 26. Juli 2022 waren für mich die beiden Vertreterinnen des internationalen und des deutschen Bio-Dachverbands – Karen Mapusua, Präsidentin von IFOAM, und Tina Andres, Vorstandsvorsitzende von BÖLW. Wie auch Özdemir in seiner politisch angelegten Eröffnungsrede ließen diese beiden Spitzenfrauen keinen Zweifel an der Notwendigkeit von ökologischer Landwirtschaft weltweit.

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