Im Gedenken an die Rolle, die Nürnberg während der Nazi-Zeit spielte, versucht die Stadt heute ihrer Selbstverpflichtung als "Stadt des Friedens und der Menschenrechte" gerecht zu werden. Die Stadt Nürnberg richtete das erste kommunale Menschenrechtsbüro Deutschlands ein und verleiht seit 1995 im Turnus von zwei Jahren den Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis. Der renommierte Preis ist eine Auszeichnung für das vorbildliche Engagement für die Menschenrechte auf der ganzen Welt. Die Entscheidung über die Preisvergabe trifft eine internationale Jury. Die feierliche Preisübergabe durch Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly findet traditionell in der Nürnberger Oper statt. Die Preisträger und ihre Projekte werden von der Stadt Nürnberg langfristig begleitet und unterstützt. Das geschieht durch die Stiftung "Nürnberg – Stadt des Friedens und der Menschenrechte" und durch das "Friedensmahl". Diese Benefizgala geht auf das Jahr 1649 zurück, als sich Delegierte zu Absprachen über den Westfälischen Frieden in Nürnberg trafen.
Die bisherigen Preisträger sind 1995 Sergej Kowaljow (Russland), 1997 Khémaïs Chammari (Tunesien) und Abe J. Nathan (Israel), 1999 Fatimata M’Baye (Mauretanien), 2001 Bischof Samuel Ruíz García (Mexiko), 2003 Teesta Setalvad (Indien) und Ibn Abdur Rehman (Pakistan) sowie 2005 Tamara Chikunova (Usbekistan). Im Jahr 2007 geht die Auszeichnung an Eugénie Musayidire (Ruanda), Gründerin des Vereins „Hoffnung in Ruanda“ und des ruandischen Jugendbegegnungs- und Therapiezentrums „IZERE“.
Einmal im Jahr ist Nürnberg seit 1995 zudem Schauplatz der Internationalen Menschenrechtskonferenz, die verschiedenste Aspekte der Menschenrechte als Themenschwerpunkte in den Mittelpunkt einer international besetzten Expertentagung rückt.
nächster Termin noch nicht bekannt
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