Die integrierte Sportentwicklungsplanung, die in den Jahren 2008 und 2009 in Nürnberg durchgeführt wurde, ist mit Abschluss der Kooperativen Planung beendet. Der daraus resultierende Maßnahmenkatalog bildet nun die Grundlage für konkrete Handlungsleitlinien bei künftigen Planungen in der Sportstätten-, Sportangebots- und Organisationsstruktur. Das Institut für Sport- und Sportwissenschaft der Universität Erlangen-Nürnberg hat den Prozess begleitet und sämtliche Ergebnisse in einem Sportentwicklungsplan zusammengefasst und mit Handlungsempfehlungen ergänzt.
Im Nürnberger Sportentwicklungsplan wurden sowohl kommunale Strukturdaten (z.B. zur Bevölkerungsstruktur und –entwicklung) als auch spezielle Bestandsdaten im Sport, z.B. Anzahl und Größe der Sportstätten, Anzahl der Sportvereine und ihrer Mitglieder, berücksichtigt. Da im großstädtischen Raum auch der Sport bei kommerziellen Sportanbietern eine Rolle spielt, wurde auch eine Erhebung der kommerziellen Sportanbieter im Rahmen der Bestandaufnahme realisiert.
Darüber hinaus sind noch weitere Bestandsaufnahmen durchgeführt worden. Hierzu zählen insbesondere eine repräsentative Bevölkerungsbefragung zum Sportverhalten und zur Ermittlung der aktuellen Sportsituation in Nürnberg sowie eine Befragung der Nürnberger Sportvereine.
Der Sportentwicklungsplan der Stadt Nürnberg berücksichtigt sowohl den Ansatz der verhaltensorientierten als auch der Kooperativen Planung und verbindet beide in einem ganzheitlichen Verfahren der Integrierten Sportentwicklungsplanung (ISEP). Damit konnten die spezifischen Vorteile der jeweiligen Ansätze genutzt, aber deren Nachteile und Einseitigkeiten vermieden werden.