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NEIN zu Gewalt an Frauen - Internationaler Anti-Gewalt-Tag 25. November


Am 17. Dezember 1999 verabschiedet die UN-Generalversammlung ohne Abstimmung eine Resolution, nach der der 25. November zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen bestimmt wurde. Damals zeigte sich die Generalversammlung „beunruhigt darüber, dass Frauen nicht in den vollen Genuss ihrer Menschenrechte und Grundfreiheiten kommen, und besorgt darüber, dass es nach wie vor nicht gelungen ist, diese Rechte und Freiheiten im Falle von Gewalt gegen Frauen zu schützen und zu fördern“.

Was geschieht aktuell?

Im November 2021 hat das Bundesfamilienministerium aktuelle Zahlen zum Thema häusliche Gewalt vorgestellt. Erschütternde Zahlen. Alle zweieinhalb Tage wird in Deutschland eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Jede Stunde erfahren bundesweit durchschnittlich 13 Frauen Gewalt innerhalb der eigenen Beziehung. Mehr als 146.000 Fälle häuslicher Gewalt wurden 2020 gemeldet, 80.5 Prozent der Opfer/ Betroffenen waren Frauen, 19,5 Prozent Männer. Und dies sind nur die Zahlen, die bekannt sind. Expert*innen vermuten, dass etwa 80 Prozent der Fälle im Dunkelfeld stattfinden.

Was kann getan werden?
Es gibt seit mehr als 30 Jahren Beratungsstellen, Hilfsangebote und eine mittlerweile geänderte Rechtslage. Doch die Zahlen bleiben anhaltend hoch. Es werden jährlich Aktionen und Fachveranstaltungen durchgeführt, aber jeder Fall ist ein Fall zu viel.

2018 wurde der Runde Tisch „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ ins Leben gerufen, um die Hilfsangebote für Frauen, die von Gewalt betroffen sind, besser zu unterstützen. Ein Ergebnis nach drei Jahren: Der Bund investiert bis 2024 120 Millionen Euro in Frauenhäuser und fördert Investitionsprogramme zur Erprobung neuer Konzepte bei Schutz, Unterstützung und Prävention von Gewalt gegen Frauen. Auch die Bundesländer und Kommunen investieren in erheblichem Umfang.

Woher kommt der Tag?

Hintergrund für die offizielle Initiierung des Aktionstages 1999 durch die Vereinten Nationen war die Entführung, Vergewaltigung, Folterung und Ermordung der Schwestern Mirabal im Jahr 1960. Die drei Frauen wurden am 25. November 1960 vom militärischen Geheimdienst getötet, weil sie sich gegen den damaligen Diktator Rafael Trujillo zur Wehr gesetzt hatten.

Schon seit 1981 organisierten Menschenrechtsorganisationen alljährlich zum 25. November Veranstaltungen, bei denen die Einhaltung der Menschenrechte von Frauen und Mädchen auf die Agenda gesetzt werden. Ins Zentrum rücken dabei die Themen Zwangsprostitution, sexueller Missbrauch, Sextourismus, Vergewaltigung ebenso wie Genitalverstümmelung, Häusliche Gewalt und Zwangsheirat.

Gewalt kommt mir nicht in die Tüte!

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