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Erneuerung der Grünanlage am Ferdinand-Drexler-Weg

Im Jahr 1954 beschloss der Nürnberger Stadtrat einen städtebaulichen Ideenwettbewerb für den neuen Stadtteil Langwasser auszuschreiben. Als Wettbewerbssieger ging der Nürnberger Architekt Franz Reichel gemeinsam mit dem Landschaftsplaner Hermann Thiele hervor, deren Entwurf von einem gegliederten und aufgelockerten Quartier auch heute noch erkennbar ist.

Auf Grundlage des Wettbewerbsergebnisses wurde Langwasser Südost als erster Teil bis 1969 fertig gestellt. Das Quartier wird wesentlich durch die gliedernden Grünzüge mit älterem Baumbestand geprägt und stellt aus freiraumplanerischer Sicht ein bedeutendes Potential dar, dass den Wohnwert maßgeblich mitbestimmt. Nach über 40 Jahren ohne Sanierung sind die öffentlichen Grünflächen nun jedoch in die Jahre gekommen und müssen dringend saniert werden. Die Überplanung soll sowohl ökologische und klimatische Aspekte, aber auch gestalterische und funktionale Planungsprämissen einbeziehen.

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Sie sind gefragt!

In einem ersten Schritt soll gemeinsam mit den Nutzerinnen und Nutzern sowie Fachstellen ein Masterplan für die Sanierung der Grünanlage ausgearbeitet werden. Das Feedback der Bürgerinnen und Bürger in Langwasser ist dabei besonders wichtig. Alle Interessentinnen und Interessenten sind daher aufgerufen sich aktiv an der Planung zu beteiligen und online ihre Wünsche und Ideen einzubringen.


Konzepte - Ziele - Maßnahmen

Icon Personen

Nutzung - Räume - Orte im Park

Die Möglichkeiten zur Nutzung im Park soll auf allen Ebenen verbessert werden. Ziel ist es, attraktive Räume für die Menschen der umliegenden Wohnbebauung zu schaffen aber auch ökologisch wertvolle Lebensräume in der Anlage zu integrieren. Als verbindendes Element zwischen diesen beiden Zielen ist geplant, Informationen und Bildungsangebote zu ökologischen Schwerpunkten anzubieten und dadurch Interesse und Verständnis zu wecken. Die Maßnahmen sollen dabei gleichmäßig über die gesamte Anlage verteilt werden und sowohl barrierefrei geplant als auch errichtet werden.

Kinder

Das Angebot an Spielflächen für Kinder und Kleinkinder soll deutlich erhöht werden. Neben der Erweiterung der zentralen Spielfläche beim Rodelhügel, sollen an verschiedenen Orten im Park Anlagen mit attraktiven Spielgeräten und Angeboten für Kinder verschiedener Altersgruppen entstehen.

Unter Federführung des Jugendamtes der Stadt Nürnberg werden Bedarfe eruiert und Lösungsansätze gemeinsam mit den Kindern erarbeitet. Wie genau diese Angebote aussehen wird im Rahmen der Umsetzung für jeden einzelnen Spielplatz im Rahmen einer Nutzerbeteiligung gemeinsam erarbeitet.

Jugend

Die Angebote der Jugendlichen waren bis jetzt auf einen kleinen abgelegenen Ort am Rande der Anlage fokussiert. Deshalb ist es von besonderer Bedeutung, die Gruppe der Jugendlichen in das Parknutzungskonzept zu integrieren und ihnen attraktive Aufenthalts- und Nutzungsräume im Park zur Verfügung zu stellen, welche die angrenzenden Wohnbebauungen nicht negativ beeinträchtigen.

Im Zusammenhang mit der Nutzerbeteiligung und des Jugendamts, werden Möglichkeiten und Varianten erarbeitet, um diese Ziele umzusetzen. So wurde bereits der Bedarf von Basketballkörben bzw. ein Street-Ball-Platz festgestellt.

Erwachsene - gemischte Arbeitsgruppen

Schon in den neunziger Jahren wurde vom Sportservice der Stadt Nürnberg eine Laufstrecke in der Grünanlage angelegt und beschildert. Die ca. 4 km lange Strecke soll im Rahmen des Konzeptes erhalten und neu ausgeschildert werden.
Darüber hinaus sind unterschiedliche sportliche Attraktionen und Trendsportarten möglich, deren Etablierung im Zusammenarbeit mit dem Sportservice der Stadt Nürnberg entwickelt werden können.

Senioren

Die Nutzung der Grünanlage durch die ältere Bevölkerung ist bereits im aktuellen Zustand überdurchschnittlich hoch. Die geplanten Maßnahmen sollen die Attraktivität für diese Zielgruppe noch deutlich verbessern und in zahlreichen Bereichen im Park Möglichkeiten zur Erholung, zum Spazieren und zur Begegnung bieten.

Ziel dabei ist es, eine Reihe von Räumen zu schaffen und durch barrierefreie Infrastruktur miteinander zu verbinden und somit ein Nebeneinander verschiedener Nutzergruppen zu erreichen.


Icon Baum

Vegetation - Natur

Die Grünanlage stellt nicht nur Erholungsraum für die umliegende Bevölkerung, sondern wertvolle Lebensräume für die Tier- und Pflanzenwelt dar. Darüber hinaus sind Grünflächen für das Klima in der Stadt sehr wichtig. Frischluftproduktion und das Funktionieren von Kaltluftströmen werden besonders mit fortschreitendem Klimawandel immer wichtiger. Deshalb ist vorgesehen, Maßnahmen zur Umweltbildung ebenso in das Konzept zu integrieren, wie die Nutzbarkeit der Vegetation zum Beispiel in Form von genießbaren Früchten.

Patenschaften

Um die Bindung der Bewohner aus den umliegenden Wohnquartieren zu erhöhen ist es sinnvoll, diesen die Nutzung der Anlage auf möglichst vielseitige Weise zu offerieren. Mit der Zunahme von solchen Bindungen wird die Neigung zum Vandalismus dauerhaft reduziert. Voraussetzung dafür ist jedoch die Übernahme von Patenschaften.

Im Rahmen des Beteiligungsverfahren wird es entscheidend sein, ob sich dauerhaft Paten für oben genannte Nutzungen gewinnen lassen. Dabei geht es nicht nur um die Suche nach Einzelpersonen, sondern auch um die Übernahme von Patenschaften durch Organisationen, wie zum Beispiel Vereine, die sich langfristig kümmern. Wenn Sie sich vorstellen können, eine Patenschaft zu übernehmen, oder Ihre Ideen einbringen wollen, melden Sie sich!


Icon Jahreszeiten

Konzept Vier Jahreszeiten

Als übergeordnetes Rahmenkonzept steht das Ziel der Nutzbarkeit der Grünanlage über die vier Jahreszeiten hinweg sozusagen als verbindende Einheit über den Zielen der ökologischen Aufwertung und der Verbesserung der Nutzungen.

Frühling

Das Frühlingserwachen im Norden der Anlage insbesondere in der Nähe des Langwasserbaches wird durch eine Vielzahl von Frühlingsblühern, Blumenzwiebeln und sonnig frischen Standorten in Szene gesetzt.

Sommer

Etwas weiter südlich zwischen Jauerstraße, Striegauer und Reinerzer Straße wird der Sommer im Park durch die Anlage von Blühwiesen im Wechsel mit Liegewiesen besonders erlebbar. Essbare Früchte an Pflanzen entfalten hier zu dieser Jahreszeit ihren ersten Höhepunkt. Denkbar wäre auch das Element Wasser in Spielflächen zu integrieren.

Herbst

Der Herbst sticht durch die Ernte an den Obststräuchern sowie die Farbenpracht besonders im südlichen Teil der Anlage heraus. Die extensiven Blühwiesen entwickeln einen zweiten Höhepunkt. Bäume und vor allem Sträucher mit besonderem Laub- und Fruchtschmuck prägen die Anlage in dieser Jahreszeit.

Winter

Im Winter liegt der Schwerpunkt auf besonderen Stimmungen insbesondere unter großen alten Bäumen. Bei Schneefall bieten die Rodelhügel nach wie vor Attraktionen für Groß und Klein. Die ökologischen Schwerpunkte liegen hier auf den überwinternden Tierarten, besonders im verbliebenen Totholz in den extensiven Gehölzbereichen und den Vögeln im Park.


Infrastrukturmaßnahmen

Icon Fuß-/Radweg

Fuß- und Radwege

Grundsätzlich sind alle Bereiche über ein gut vernetztes Fuß-/Radewegenetz im Gebiet angebunden. An den Übergängen zu Wohnbereichen ist jedoch die Barrierefreiheit durch den Abbau von Hindernissen zu verbessern. Für Menschen mit einer Sehbehinderung sind zum Beispiel taktile Oberflächen vorgesehen. Auch das Radwegenetz ist zu ertüchtigen und die Anbindung zu verbessern.
Die Beleuchtung entlang der Wege ist ebenfalls Bestandteil der Planung. Hier ist zu klären, ob und in welchen Zeiträumen eine Beleuchtung benötigt wird, oder ob man sie in Teilbereichen ggf. ganz ausschalten kann.


Icon Verbindungen

Anbindung

Von erheblicher Bedeutung für die Wertigkeit und Nutzbarkeit der Grünanlage ist auch deren Anbindung an die Umgebung. Im Zuge der Beteiligung ist zu klären in welchen Bereichen eine Verbesserung z.B. in Form von einer Ausweitung der Zugänge erfolgen sollte, bzw. welche Querungen verbessert werden können.
Verbesserungen des Radweges an der Salzbrunner Straße bzw. die Anbindung an den Reichswald im Bereich der Liegnitzer Straße sind bereits heute bekannt und sollen in die Planung mit aufgenommen werden.


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