Luftaufnahme des Max-Morlock-Stadions mit Schriftzug der Kampagne "Zukunft Stadionareal"

Zukunft Stadionareal

Stadionvollumbau: Stadtrat fasst Entscheidung zur Vorplanung

Die Stadt Nürnberg und der 1. FC Nürnberg treiben den Vollumbau des Max-Morlock-Stadions weiter voran. Der Stadtrat der Stadt Nürnberg hat am Mittwoch, 10. Dezember 2025, einstimmig beschlossen, das Stuttgarter Planungsbüro asp Architekten GmbH mit der Erstellung der Vorplanung für den Vollumbau des Max-Morlock-Stadions zu beauftragen. Mit diesem Beschluss startet die nächste zentrale Phase auf dem Weg zu einem modernen, zukunftsfähigen Stadion.

Einordnung des Gesamtprojekts

Das Max-Morlock-Stadion ist seit Jahrzehnten ein prägender Ort für Sport, Kultur und Großveranstaltungen in Nürnberg, entspricht in vielen Bereichen jedoch nicht mehr den heutigen Anforderungen. In den vergangenen Jahren hat die Stadt Nürnberg gemeinsam mit dem 1. FC Nürnberg durch eine Machbarkeitsstudie, eine Funktionalplanung und weitere Gutachten die wesentlichen Rahmenbedingungen für den Stadionvollumbau festgelegt.

Der Umbau soll am bestehenden Standort erfolgen, das Stadion soll in etwa die heutige Größe behalten, ohne Laufbahn auskommen und künftig stärker auf Barrierefreiheit, Nachhaltigkeit und eine zeitgemäße Nutzung ausgerichtet sein. Geplant sind unter anderem mehr Stehplätze, zusätzliche barrierefreie Plätze sowie mehr Logen- und Hospitality-Bereiche

Was umfasst die Vorplanung?

Mit dem einstimmigen Stadtratsbeschluss vom 10. Dezember ist festgelegt worden, was in den kommenden Monaten in der Vorplanung untersucht und erarbeitet werden soll. Die Vorplanung ist noch keine Bauvergabe. Sie dient vielmehr dazu, offene Fragen systematisch zu klären und belastbare Entscheidungsgrundlagen zu schaffen. In dieser Phase werden gemeinsam mit Stadt, Verein und Betriebsgesellschaft unter anderem die Anordnung der Funktionsbereiche, das künftige Raumprogramm, mögliche Einsparpotenziale, der Umgang mit der denkmalgeschützten Bausubstanz, Vermarktungs- und Hospitality-Konzepte sowie die Frage eines möglichen Ausweichstadions während der Bauzeit fachlich geprüft. Auf dieser Grundlage sollen verschiedene umsetzbare Varianten entwickelt und bewertet werden.

Im Sommer 2026 ist ein Zwischenschritt vorgesehen, bei dem diese Varianten dem Stadtrat vorgelegt werden. Der Stadtrat entscheidet dann, welche Variante im Anschluss vertieft geplant wird und mit welchen Vorgaben in einem nächsten Schritt ein Totalübernehmer gesucht werden soll.

Das beauftragte Büro asp

Mit der Vorplanung wurde das Büro asp Architekten GmbH aus Stuttgart beauftragt. Es handelt sich dabei nicht um das Büro as+p aus Frankfurt, das frühere Untersuchungen begleitet hat, sondern um ein eigenständiges Büro ohne organisatorische oder personelle Verknüpfung. asp verfügt über umfangreiche Erfahrung bei großen Stadionprojekten. Das Büro war maßgeblich an den Umbau- und Weiterentwicklungsphasen des Stuttgarter Stadions beteiligt und hat dort Stadt und Verein nicht nur in der Planung, sondern auch in späteren Umsetzungsphasen begleitet. Weitere Referenzen sind unter anderem der Neubau des Stadions von Galatasaray Istanbul und weitere Sport- und Infrastrukturprojekte, darunter eine Athletikhalle und ein Nachwuchsleistungszentrum in Stuttgart. Die Projektleitung übernehmen mit Eberhard Becker und Angelika Babucke zwei ausgewiesene und erfahrene Fachleute.

Bürgermeister Christian Vogel und Eberhard Becker, Geschäftsführender Gesellschafter der asp Architekten GmbH

Stimmen zum Beschluss

Stadionbürgermeister Christian Vogel erklärt: „Mit der Vergabe der Vorplanung haben wir einen ganz entscheidenden Schritt in Richtung Stadionvollumbau gemacht – und mit asp auch den richtigen Partner dafür ausgewählt. Das Büro hat uns mit seiner Herangehensweise, seinen Referenzen und seiner Erfahrung überzeugt. Gemeinsam werden wir nun die offenen Fragen beantworten: Wie bekommen wir das Stadion, das wir wollen, für das Geld, das wir haben? Dazu gehören auch anspruchsvolle Themen wie der Umgang mit der denkmalgeschützten Bausubstanz oder die Prüfung eines möglichen Ausweichstadions.“

Eberhard Becker und Angelika Babucke von asp Architekten: „Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit der Stadt Nürnberg und dem Club die Planungen für das Max-Morlock-Stadion vorantreiben dürfen. Der 1. FC Nürnberg ist einer der großen Traditionsvereine mit guten Werten und Visionen. Dass wir am Umbau eines der letzten großen Bundesligastadien mit Laufbahn in ein reines Fußballstadion mitwirken können, macht uns stolz – wir glauben, dass wir hier unsere Erfahrungen aus den verschiedenen Bauabschnitten in Stuttgart perfekt einbringen können und gemeinsam mit Stadt und Club das Stadion wieder fit für die Zukunft machen werden."

Stadtratsbeschlüsse im Überblick

Im öffentlichen Teil der Sitzung wurden die Grundlagen für den weiteren Planungsprozess verabschiedet. Im nichtöffentlichen Teil erfolgte die Entscheidung zur Vergabe der Vorplanung.

Alle Beschlusstexte können hier eingesehen werden: