Mit der Vergabe der Vorplanung im Dezember 2025 hat der Stadtrat den Startschuss für die konkrete Planung des neuen Max-Morlock-Stadions gegeben. In den vergangenen Monaten haben das Planungsbüro asp aus Stuttgart, die Stadt Nürnberg, der 1. FC Nürnberg und zahlreiche Fachplaner verschiedene Varianten entwickelt, geprüft und bewertet. Nun liegt erstmals eine Vorzugsvariante vor, die dem Stadtrat als Grundlage für die weiteren Beratungen vorgeschlagen wird.
Die vorgestellte Planung zeigt: Innerhalb des vorgesehenen Kostenrahmens kann ein Stadion entstehen, das in allen Bereichen moderner und leistungsfähiger ist als das heutige. Die Vorzugsvariante sieht ein Stadion mit rund 50.000 Zuschauerplätzen vor, bei internationalen Spielen mehr als 40.000 Sitzplätze. Die Laufbahn entfällt, die Tribünen rücken näher an das Spielfeld und schaffen eine deutlich intensivere Fußballatmosphäre. Gleichzeitig werden die Barrierefreiheit, die Aufenthaltsqualität sowie die Möglichkeiten für Veranstaltungen und wirtschaftliche Nutzungen von Tagungen bis zu Großkonzerten deutlich verbessert.
Sportbürgermeister Andreas Krieglstein:
„Mit der Vorplanung haben wir aus vielen Ideen und Zielsetzungen ein konkretes Zukunftsbild entwickelt. Die Empfehlung der Planer zeigt, dass wir innerhalb des vorgesehenen Kostenrahmens ein Stadion bauen können, das den Fans ein besseres Erlebnis bietet, wirtschaftlich leistungsfähiger ist und gleichzeitig seine Identität bewahrt. Das ist ein ganz wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu unserem neuen Achteck“
Die Vorzugsvariante konzentriert die Investitionen bewusst auf die Funktionen, die für den künftigen Stadionbetrieb den größten Mehrwert schaffen. Gleichzeitig werden prägende Elemente des heutigen Stadions aufgegriffen. So ist der Erhalt der denkmalgeschützten Stadionwand Bestandteil der Planung. Darüber hinaus soll das Stadion künftig noch stärker zur Heimat des 1. FC Nürnberg werden. Fanräume, ein Vereinsmuseum sowie Flächen für die Geschäftsstelle des Clubs schaffen eine enge Verbindung zwischen Verein und Stadion und machen den Club auch außerhalb der Spieltage erlebbar.
Stefan Heim, Finanzvorstand beim 1. FC Nürnberg:
„Wir sind der Stadt sehr dankbar, dass unsere Fans aktiv in die Gestaltung ihrer neuen Heimat eingebunden wurden. Gleichzeitig eröffnet die Vorzugsvariante Möglichkeiten für Nutzungen, die weit über den Fußball hinaus einen gesellschaftlichen Mehrwert schaffen. Deshalb sind wir überzeugt, dass dieses Projekt ein großer Gewinn für Nürnberg, die Region und den 1. FC Nürnberg sein wird.“
Auch bei der Nachhaltigkeit setzt die Vorzugsvariante wichtige Schwerpunkte. Der Erhalt bestehender Bausubstanz, ressourcenschonende Baustoffe, Fernwärme, Regenwassernutzung und moderne Gebäudetechnik sind ebenso Bestandteil der Planung wie eine verbesserte Barrierefreiheit und eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und den Radverkehr.
„Ein Stadion dieser Größenordnung muss heute mehr leisten als alle zwei Wochen Fußball zu ermöglichen. Es muss wirtschaftlich funktionieren, ganzjährig genutzt werden können und den Menschen in Nürnberg dauerhaft einen Mehrwert bieten. Genau auf diese Ziele haben wir die Planung konsequent ausgerichtet“, so Krieglstein weiter.
Mit der Vorstellung der Vorzugsvariante ist die Vorplanung noch nicht abgeschlossen. am 22. Juli wird der Stadtrat über das vorgeschlagene Bauprogramm beraten. Auf Grundlage dieses Beschlusses wird das Planungsbüro die ausgewählte Variante weiter vertiefen und die Kosten detailliert ermitteln. Parallel dazu erstellt die Stadt einen Businessplan, der die wirtschaftlichen Perspektiven des neuen Stadions aufzeigt und eine wesentliche Grundlage für die weiteren Finanzierungsentscheidungen bildet.


