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Projekte 2011

Projektbroschüre

Von Juni bis Dezember wurden über das Bundesprogramm für den Lokalen Aktionsplan Nürnberg 60.000 Euro an 11 große wie kleine Demokratie stärkende und Toleranz fördernde Projekte weitergegeben. Über die Vergabe an die Projekte hat das Steuerungsgremium aus den eingereichten Anträgen im September 2011 entschieden.

Die Projekte der ersten Förderrunde haben dabei eine große Bandbreite sowohl an Inhalten wie Zielgruppen abgedeckt. Immer im Blick waren dabei die drei Nürnberger Entwicklungsziele: Menschenrechtsbildung, diskriminierungsfreie Stadt und die Arbeit gegen Rechtsextremismus. Einen umfassenden Einblick über das erste halbe Jahr finden Sie in der begleitenden Projektbroschüre.

Situations- und Ressourcenanalyse

Einen weiteren wichtigen Baustein für die kommende Arbeit bildet die Situations- und Ressourcenanalyse. Sie wurde von Juni bis Dezember 2011 in zwei Nürnberger Stadtteilen – Galgenhof/Steinbühl und Leonhard/Schweinau – durchgeführt. Die Ergebnisse sollen einen Eindruck über Bedarfe ebenso wie Ressourcen geben aber auch konkrete Handlungsempfehlungen ableiten. Die Förderung der Projektanträge für 2012 wird sich zu großen Teilen an den Empfehlungen aus der Analyse orientieren. Die Ergebnisse finden Sie ebenfalls zusammengefasst in einer Dokumentation die zum Download bereit steht.


Entwicklungsziel Antidiskriminierungsarbeit

Ausbau und Qualifizierung des Netzwerkes interkulturelle Mediation

Die Arbeiterwohlfahrt - Kreisverband Nürnberg e.V. hat dieses Projekt durchgeführt. Das Nürnberger „Netzwerk interkulturelle Mediation“ bietet eine Konfliktvermittlung an. Mediation ist das Gegenteil einer Gerichtsentscheidung oder einer Streitschlichtung, da die Mediatorinnen und Mediatoren weder ein Urteil noch einen Schiedsspruch fällen. In einer Mediation lösen die Konfliktparteien selbst den Streit.

Und was trägst du?

Träger des Projektes war DAS EI - Theaterpädagogisches Institut Bayern e.V.
Der bildungspolitische Theaterworkshop "Und was trägst du?" richtete sich an Jugendliche, die hinterfragen wollten, was durch Kleidung ausgesagt werden kann - sei es ein persönliches Statement, die Zugehörigkeit zu einer Subkultur oder das Einhalten/ Brechen mit einem gesellschaftlichen Kleidercode. Um die Toleranz gegenüber anderen Kleidungsstilen zu fördern, schlüpften die Jugendlichen in einen zunächst gegensätzlichen Charakter und stellten sich dessen Lebenswirklichkeit vor. Am Ende brachten die Jugendlichen ihre Meinung auf den Punkt und drucken sich ihre eigenen Slogan-Shirts.

Vereinsnetzwerk Inklusion

Die Akademie Caritas-Pirckheimer-Haus möchte mit dem Pilotprojekt "Vereinsnetzwerk Inklusion" Handlungskompetenzen und Diskriminierungsschutz für Vereine in Nürnberg stärken und eine menschenrechtliche Kultur der Chancengleichheit und Inklusion fördern. Ziel ist es, Sportvereine für den Diskriminierungsschutz zu sensibilisieren, ihr Selbstverständnis in diesem Bereich zu fördern und zur Entwicklung entsprechender vereinsinterner Maßnahmen beizutragen. Insbesondere sollen Handlungskompetenzen und das Selbstverständnis von Vereinen gestärkt werden, sich aktiv für Diskriminierungsschutz einzusetzen und ihre Angebote im Sinne einer gelebten Inklusion auszubauen.


Entwicklungsziel Menschenrechtsbildung

Menschenrechtsbildung - starke Ideen, starke Orte, starke Lebenswelten

Welche Erwartungen gibt es an der Menschenrechtsbildung in Nürnberg? Wo soll sie ansetzen und welche Inhalte soll sie vermitteln?

Das Nürnberger Menschenrechtszentrum e.V. hatte zu drei Workshops eingeladen, um gemeinsam die Menschenrechtsbildung in Nürnberg voranzubringen. Jeder Workshop fing mit einem inhaltlichen Beitrag an. Danach fand ein Austausch zu den angesprochenen Themen statt.

Menschenrechte in der Pflege

In diesem Projekt des Instituts für Gerontologie und Pflege e.V. ging es um die Sensibilisierung für die Wahrung der Menschenrechte von professionell Pflegenden und den Leitungspersonen in Altenpflegeeinrichtungen. Dies beinhaltet das Erfordernis kultursensibler Pflege, ebenso wie interkulturelle Aspekte bei der Rekrutierung und Aus- und Weiterbildung von Pflegepersonal. In vier Pflegeeinrichtungen der Stadt Nürnberg wurden Interviews mit Pflegenden und Bewohnerinnen und Bewohnern durchgeführt, die die aktuelle Situation beschreiben und eventuelle Problemanzeigen benennen. Auf diesen Daten aufbauend wurde eine Schulung mit entsprechenden Arbeitsmaterialien zur Bedeutung der Menschenrechte in der Pflege und deren Umsetzung entwickelt.


Entwicklungsziel Arbeit gegen Rechtsextremismus

Konzeption Internetpräsenz für die Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg

Die Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg besteht aus über 230 unterschiedlichen Mitgliedern. Ziel ist es, die Zusammenarbeit einzelner Organisationen und Kommunen zu intensivieren. Um eine bessere Vernetzung zu ermöglichen, wird mittels einer durchdachten Vorgehensweise und Struktur eine Plattform geschaffen, welche ortsübergreifend erreichbar und nutzbar ist. Diese dient zudem einem schnellen und unkomplizierten Informationsaustausch, bspw. über gelungene Konzepte und aktuelle Veranstaltungen. Kommunen und Organisationen erhalten die Möglichkeit, sich über die Arbeit der Allianz zu informieren.
Das Institut für Praxisforschung und Evaluation der Evangelischen Hochschule Nürnberg erstellte diese Konzeption.


Querschnittsprojekte

Lern- und Bildungsnetzwerk Nürnberg

Der Kreisjugendring Nürnberg-Stadt ist eine Arbeitsgemeinschaft von ca. 60 Jugendorganisationen in Nürnberg. Außerdem ist er Träger von Angeboten der Jugendarbeit und der Jugendbildung. Eine dieser Einrichtungen ist DoKuPäd - Pädagogik rund um das Dokumentationszentrum. Der Kreisjugendrings Nürnberg-Stadt hat mit DoKuPäd einen Aktionsfond „Lern- und Bildungsnetzwerk Nürnberg“ im Rahmen des Lokalen Aktionsplans beantragt, in dem verschiedene kleinere Projekte ihren Platz gefunden haben.

Medienbegleitung von "Toleranz fördern - Kompetenz stärken" Nürnberg

Radio Z e.V. stellte in Audio- und Printbeiträgen die Einzelprojekte des lokalen Aktionsplans "Toleranz fördern - Kompetenz stärken" aus Nürnberg vor. Darüber hinaus wurde regelmäßig über die Inhalte, den Verlauf und die Wirksamkeit der Projekte und des Programms reflektiert berichtet.

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