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Bekanntmachungen des Umweltamtes

Erörterungstermin im Planfeststellungsverfahren Hochwasserschutzmaßnahmen Altenfurt

Die Stadt Nürnberg, Umweltamt, führt zum Antrag des Servicebetrieb Öffentlicher Raum auf Planfeststellung für Hochwasserschutzmaßnahmen für den Ortsteil Altenfurt mit Errichtung zweier Hochwasserrückhaltebecken am Langwassergraben und am Katzengraben östlich des Ortsteils Altenfurt sowie Einzelmaßnahmen im Ortsteil Altenfurt

am Dienstag, den 16. Oktober 2018, um 9 Uhr
im Umweltamt der Stadt Nürnberg,
Lina-Ammon-Str. 28, 90471 Nürnberg,
2. Stock, Zimmer 210

den Erörterungstermin gemäß Art. 73 Abs. 6 Bayerisches Verwaltungsverfahrensgesetz (BayVwVfG) durch. Hierbei werden die Stellungnahmen der Behörden bzw. Gutachter zu dem Vorhaben und die Einwendungen mit dem Antragsteller und den Betroffenen erörtert.

Die Genehmigungsbehörde, das Umweltamt der Stadt Nürnberg/Abt. Technischer Umweltschutz, entscheidet über die Fortsetzung des Erörterungstermines über den 16. Oktober 2018 hinaus, falls sie dies für erforderlich hält. Einzelheiten dazu werden im Laufe des Erörterungstermines mitgeteilt.

Vorgeschlagene Tagesordnung:

1. Begrüßung
2. Erörterung der Einwendungen
2a. Allgemeine Vorstellung der Maßnahme durch den Antragsteller
2b. Mögliche Auswirkungen der Maßnahme
2c. Sonstiges

Der Erörterungstermin dient dazu, die rechtzeitig erhobenen Einwendungen und die Stellungnahmen der Behörden bzw. Gutachter zu dem Vorhaben mit dem Antragsteller, den Betroffenen sowie den Personen, die Einwendungen erhoben haben, zu erörtern. Der Erörterungstermin ist öffentlich.

Form- und fristgerecht erhobene Einwendungen werden auch bei Ausbleiben des Antragstellers oder von Personen, die Einwendungen erhoben haben, erörtert. Es wird darauf hingewiesen, dass verspätete Einwendungen bei der Erörterung und Entscheidung unberücksichtigt bleiben und dass das Anhörungsverfahren mit Schluss der Verhandlung beendet ist.

Die Vertretung durch eine/einen Bevollmächtigte/n ist möglich. Diese/r hat ihre/seine Bevollmächtigung durch eine schriftliche Vollmacht nachzuweisen. Kosten, die durch die Einsichtnahme in die Antragsunterlagen und durch die Teilnahme am Erörterungstermin entstehen, können nicht ersetzt werden.

Die Zustellung des Erlaubnisbescheides an die Personen, die Einwendungen erhoben haben, kann durch öffentliche Bekanntmachung ersetzt werden.

Diese Bekanntmachung erfolgt gleichzeitig im Internet unter www.nuernberg.de/internet/umweltamt/bekanntmachung.html.

Stadt Nürnberg/Umweltamt


Bewilligung und Plangenehmigungsverfahren Wasserkraftanlage Nägeleinswehr

Der Stadt Nürnberg/Umweltamt liegt ein Antrag der Firma Stiegler GmbH & Co. KG auf Erteilung einer wasserrechtlichen Bewilligung nach §§ 8, 14 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) sowie auf Durchführung eines Plangenehmigungsverfahrens nach § 68 Abs. 2 WHG für den Neubau und Betrieb einer Wasserkraftanlage sowie einer Fischaufstiegsanlage an der bestehenden Wehranlage Nägeleinswehr an der Pegnitz vor.

Bei dem Vorhaben handelt es sich um eine erlaubnispflichtige Benutzung von Gewässern im Sinne des § 9 Abs. 1 Nr. 4 WHG sowie um einen Gewässerausbau nach § 67 WHG.
Der Antrag und die Unterlagen, aus denen sich Art und Umfang des Vorhabens ergeben, liegen in der Zeit von 28.06.2018 bis einschließlich 27.07.2018 beim Umweltamt der Stadt Nürnberg / Abt. Technischer Umweltschutz, Lina-Ammon-Straße 28, Nürnberg, 2. Stock, Zimmer 201 (Ansprechpartnerin: Frau Lang, Tel. 231-5852) während der Dienststunden zur Einsichtnahme aus.

Weiter sind die Unterlagen im Internet der Stadt Nürnberg unter www.nuernberg.de/internet/umweltamt/bekanntmachung.html einsehbar.

Einwendungen gegen das Vorhaben können bis einschließlich 10.08.2018 schriftlich oder zur Niederschrift im Zimmer 201 der oben genannten Dienststelle erhoben werden. Mit Ablauf dieser Frist werden alle Einwendungen ausgeschlossen, die nicht auf besonderen privatrechtlichen Titeln beruhen (Präklusion). Sammeleinsprüche mit unleserlichen Unterschriften oder unvollständigen Adressenangaben können nicht berücksichtigt werden. Es entfällt auch das Recht auf Teilnahme an der nicht-öffentlichen Erörterung.

Es wird darauf hingewiesen, dass die von dem Vorhaben Betroffenen nach Fristablauf nur noch solche Einwendungen wegen nachteiliger Wirkungen der Benutzung geltend machen können, die sie nicht voraussehen konnten (§ 14 Abs. 6 WHG).
Mit Ablauf der Einwendungsfrist sind alle Einwendungen ausgeschlossen, die nicht auf besonderen privatrechtlichen Titeln beruhen. Vertragliche Ansprüche werden durch die Erlaubnis nicht ausgeschlossen (§ 16 WHG).
Das Vorhaben wird hiermit öffentlich bekanntgemacht.
Nach Ablauf der Einwendungsfrist hat das Umweltamt die rechtzeitig erhobenen Einwendungen gegen den Plan und die Stellungnahmen zu dem Plan mit dem Träger des Vorhabens, den Behörden, den Betroffenen, sowie den Personen, die Einwendungen erhoben haben, zu erörtern.
Bei Ausbleiben eines Beteiligten in dem Erörterungstermin kann auch ohne ihn verhandelt werden.
Sind mehr als 50 Benachrichtigungen oder Zustellungen vorzunehmen, können die Personen, die Einwendungen erhoben haben, vom Erörterungstermin durch öffentliche Bekanntmachung benachrichtigt werden.

Die Zustellung der Entscheidung über die Einwendungen kann durch eine öffentliche Bekanntgabe ersetzt werden, wenn mehr als 50 Benachrichtigungen oder Zustellungen vorzunehmen sind.
Für das Vorhaben besteht keine Verpflichtung zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung gemäß § 5 Abs. 1 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG). Die allgemeine Vorprüfung auf der Grundlage der §§ 5 und 7 Abs. 1 UVPG in Verbindung mit Anlage 1 Nrn. 13.14 und 13.18.2 jeweils Spalte 2 hat ergeben, dass das Vorhaben keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen haben kann. Die zuständige Genehmigungsbehörde hat nach Überprüfung festgestellt, dass eventuelle nachteilige Umweltauswirkungen vermieden bzw. ausgeglichen werden können. Insbesondere durch Errichtung der Fischaufstiegsanlage wird die Durchgängigkeit des Gewässers wieder hergestellt, was zu einer ökologische Verbesserung führt. Zum Einsatz kommt eine langsam drehende VLH-Turbine, die als fischfreundlich gilt. Für das Vorhaben wurde ein landschaftspflegerischer Begleitplan erarbeitet, in dem Kompensations- und Minimierungsmaßnahmen dargestellt sind. Das Ergebnis der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung ist ebenfalls den Antragsunterlagen beigefügt. Das amtliche Überschwemmungsgebiet der Pegnitz sowie die denkmalschutzrechtlichen Bestimmungen innerhalb der Altstadt wurden bei den Planungen einbezogen. Erheblich negative Auswirkungen, insbesondere auf die im Umkreis lebenden Menschen, sind daher nicht zu erwarten, obwohl sich die Maßnahme in einem Gebiet mit hoher Bevölkerungsdichte befindet. Unter Berücksichtigung dieser Aspekte kommt das Umweltamt zu dem Ergebnis, dass keine UVP-Pflicht besteht.
Die Feststellung ist nicht selbständig anfechtbar.
Das Protokoll sowie die zugrundeliegenden Unterlagen können beim Umweltamt der Stadt Nürnberg / Abt. 2, Technischer Umweltschutz, Lina-Ammon-Straße 28, 90471 Nürnberg, 2. Stock, Zimmer 201, Telefon 231-5852 während der üblichen Dienststunden ein-gesehen werden.
Diese Bekanntmachung erfolgt gleichzeitig im Internet der Stadt Nürnberg unter www.nuernberg.de/internet/umweltamt/bekanntmachung.html.

Stadt Nürnberg
Umweltamt


Planfeststellungsverfahren Hochwasserschutzmaßnahmen Altenfurt

Der Stadt Nürnberg/Umweltamt liegt ein Antrag
des Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg (SÖR/1), Sulzbacher Str. 2-6, 90489 Nürnberg
auf Durchführung des Planfeststellungsverfahrens nach § 68 Abs. 1 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) für die Hochwasserschutzmaßnahmen Altenfurt vor.

Das Vorhaben beinhaltet die Errichtung zweier Hochwasserrückhaltebecken (HRB) vor dem Ortsteil Altenfurt. Zu diesem Zweck sollen je ein Erddamm am Katzengraben und ein Erddamm am Langwassergraben errichtet werden. Die Staubereiche (HRB am Katzengraben mit einem Volumen von 6.000 m³ und HRB am Langwassergraben mit einem Volumen von 14.000 m³) bleiben überwiegend forstlich genutzt. Mit Einstauungsereignissen wird ca. 1 bis 2-mal jährlich gerechnet. Zusätzlich werden im bebauten Bereich Altenfurts am Langwassergraben, am Katzengraben und am Oberen Brandgraben verschiedene Einzelmaßnahmen durchgeführt, um hydraulische Engpässe zu beseitigen.

Der Antrag und die Unterlagen, aus denen sich Art und Umfang des Unternehmens ergeben, liegen in der Zeit von 31.05.2018 bis einschließlich 02.07.2018 beim Umweltamt der Stadt Nürnberg/Abteilung Technischer Umweltschutz, Lina-Ammon-Straße 28, Nürnberg, 2. Stock, Zimmer 201 (Ansprechpartnerin: Frau John, Tel. 0911 231-2109) während der Dienststunden zur Einsichtnahme aus.

Weiter sind die Unterlagen im Internet der Stadt Nürnberg unter www.nuernberg.de/internet/umweltamt/bekanntmachung.html einsehbar.

Einwendungen gegen das Vorhaben können bis einschließlich 16.07.2018 schriftlich oder zur Niederschrift im Zimmer 201 der oben genannten Dienststelle erhoben werden. Mit Ablauf dieser Frist werden alle Einwendungen ausgeschlossen, die nicht auf besonderen privatrechtlichen Titeln beruhen (Präklusion). Sammeleinsprüche mit unleserlichen Unterschriften oder unvollständigen Adressenangaben können nicht berücksichtigt werden. Es entfällt auch das Recht auf Teilnahme an der nicht-öffentlichen Erörterung.

Es wird darauf hingewiesen, dass die von dem Vorhaben Betroffenen nach Fristablauf nur noch solche Einwendungen wegen nachteiliger Wirkungen der Benutzung geltend machen können, die sie nicht voraussehen konnten (§ 14 Abs. 6 WHG). Mit Ablauf der Einwendungsfrist sind alle Einwendungen abgeschlossen, die nicht auf besonderen privatrechtlichen Titeln beruhen. Vertragliche Ansprüche werden durch die Erlaubnis nicht ausgeschlossen (§ 16 WHG).

Das Vorhaben wird hiermit öffentlich bekanntgemacht.

Nach Ablauf der Einwendungsfrist hat das Umweltamt die rechtzeitig erhobenen Einwendungen gegen den Plan und die Stellungnahmen zu dem Plan mit dem Träger des Vorhabens, den Behörden, den Betroffenen, sowie den Personen, die Einwendungen erhoben haben, zu erörtern. Bei Ausbleiben eines Beteiligten in dem Erörterungstermin kann auch ohne ihn verhandelt werden. Sind mehr als 50 Benachrichtigungen oder Zustellungen vorzunehmen, können die Personen, die Einwendungen erhoben haben, vom Erörterungstermin durch öffentliche Bekanntmachung benachrichtigt werden.

Die Zustellung der Entscheidung über die Einwendungen kann durch eine öffentliche Bekanntgabe ersetzt werden, wenn mehr als 50 Benachrichtigungen oder Zustellungen vorzunehmen sind.

Durch die Planfeststellung wird die Zulässigkeit des Vorhabens im Hinblick auf alle von ihm berührten öffentlichen Belange festgestellt. Ferner wird über die Einwendungen der von dem Vorhaben Betroffenen entschieden. Dabei werden alle öffentlich-rechtlichen Beziehungen zwischen dem Träger des Vorhabens und den durch den Plan Betroffenen rechtsgestaltend geregelt.

Diese Bekanntmachung erfolgt gleichzeitig im Internet der Stadt Nürnberg unter www.nuernberg.de/internet/umweltamt/bekanntmachung.html.

UVP-Vorprüfung
Im Rahmen der Umweltverträglichkeitsvorprüfung wurde am 02.06.2016 festgestellt, dass in Hinblick auf die einzelnen Schutzgüter keine erheblichen nachteiligen Auswirkungen zu erwarten sind. Für das Vorhaben besteht daher keine Verpflichtung zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung (§ 5 Abs. 1 Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG)).
Das Vorhaben betrifft die sensiblen Bereiche Vogelschutzgebiet Nürnberger Reichswald, Biotop Nr. N-1499-001/003, amtlich festgesetztes Überschwemmungsgebiet des Gewässersystems Langwassergraben und einen Bereich im Stadtgebiet Nürnberg mit hoher Siedlungsdichte. Die Auswirkungen werden jedoch nur geringfügig sein bzw. lassen sich durch entsprechende Vermeidungs- und Verminderungsmaßnahmen begrenzen. Fachliche Belange werden durch Auflagenstellung im wasserrechtlichen Genehmigungsverfahren berücksichtigt. Für die erforderlichen Rodungen ist bereits ein Ausgleich vorgesehen. Im Bereich des Vogelschutzgebietes sind innerhalb des Eingriffsbereichs keine Vorkommen geschützter Arten bekannt. Die Flächen liegen am Rand des Vogelschutzgebietes, welches an dieser Stelle durch die Bahnlinie begrenzt wird. Vorbelastungen der Flächen als Habitat der Vogelarten durch den Bahnbetrieb sind zu vermuten. Eine erhebliche Beeinträchtigung des Gebietes ist durch die Maßnahme daher nicht zu vermuten.
Für das Vorhaben wurde ein landschaftspflegerischer Begleitplan erarbeitet, in dem Kompensations- und Minimierungsmaßnahmen dargestellt sind. Das Ergebnis der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung ist ebenfalls den Antragsunterlagen beigefügt.

Gemäß § 5 Abs. 2 UVPG ist das Ergebnis der Umweltverträglichkeitsvorprüfung der Öffentlichkeit bekannt zu geben.

Stadt Nürnberg/Umweltamt


Vollzug des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) und des Bayerischen Naturschutzgesetzes (BayNatSchG);

Geplantes Naturschutzgebiet „Pegnitztal Ost“, Stadt Nürnberg - Erneutes Auslegungsverfahren gem. Art. 52 Abs. 5 Satz 1 BayNatSchG

Die Regierung von Mittelfranken beabsichtigt das östliche Pegnitztal als Naturschutzgebiet „Pegnitztal Ost“ gemäß § 23 BNatSchG, Art. 51 Abs. 1 Nr. 2 und Art. 52 BayNatSchG auszuweisen. Auf Grund von Änderungen, insbesondere im Wegekonzept, den Kartengrundlagen und eingegangener Einwendungen, hat die Regierung von Mittelfranken entschieden, das Inschutznahmeverfahren gemäß Art. 52 Abs. 5 Satz 1 BayNatSchG zu wiederholen.

Das Schutzgebiet hat eine Größe von 221 Hektar.


Zweck der Festsetzung des Naturschutzgebietes ist es,

1. den naturnahen Abschnitt des Pegnitztales im Stadtgebiet Nürnberg mit seinen Sandmagerrasen, Extensivgrünland, Au- und sonstigen Wäldern zu sichern und die Vielfalt an Standorten und Lebensgemeinschaften zu bewahren und zu vermehren,

2. die durch extensive Nutzung geprägten Lebensräume für zahlreiche gefährdete Pflanzen- und Tierarten zu erhalten,

3. für die auf Biotopbäume und Totholz angewiesene hochspezialisierte Fauna die notwendigen Habitatrequisiten zu schützen, zu erhalten und zu entwickeln,

4. naturnahe Waldbestände zu erhalten und die an den Standortbedingungen orientierte Wiederherstellung naturnaher Waldbestände zu fördern,

5. die ökologische Funktion des Gebietes in einem urban geprägten Raum zu sichern; die landschaftliche Schönheit zu bewahren und der Bevölkerung im Rahmen des Umweltbildungsangebots der Stadt Nürnberg diese Belange nahezubringen,

6. die Brut- und Rastbiotope für zahlreiche seltene und zum Teil gefährdete Vogelarten zu sichern, zu verbessern und Störungen fernzuhalten.


(1) Schutzzweck für den im Naturschutzgebiet liegenden Teilbereich des Gebiets von gemeinschaftlicher Bedeutung (FFH-Gebiet) „Wasserwerk Erlenstegen“ ist die Erhaltung und Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustands der nachfolgend aufgeführten Lebensraumtypen und Arten:

Lebensraumtypen:

2310 Trockene Sandheiden mit Calluna und Genista

6430 Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe

6510 Magere Flachland-Mähwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis)

91E0* Auenwälder mit Alnus glutinonsa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae)

* = prioritär


Arten:

1323 Myotis bechsteinii Bechsteinfledermaus

1084 Osmoderma eremita Eremit

(2) Für den im Naturschutzgebiet liegenden Teilbereich des FFH-Gebiets werden folgende Erhaltungsziele festgesetzt:

Erhalt eines Komplexes aus offenen und bewaldeten Bereichen, geprägt durch jahrzehntelange extensive, düngungsfreie Nutzung der Wiesenbereiche und teilweise völligen Nutzungsverzicht in den Wäldern. Erhalt insbesondere der Alteichenbestände als Lebensraum des Eremiten.


1. Erhalt ggf. Wiederherstellung der Trockenen Sandheiden mit Calluna und Genista, insbesondere des Offenlandcharakters (weitgehend gehölzfreie Ausprägung) und der Nährstoffarmut der Standorte. Erhalt der Sandstandorte für die charakteristischen Tier- und Pflanzenarten. Erhalt der lebensraumtypischen Dynamik der Sandstandorte.

2. Erhalt ggf. Wiederherstellung der Feuchten Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe. Erhalt der primären oder nur gelegentlich gemähten (zwei- bis mehrjähriger Abstand) Bestände mit ihren charakteristischen Pflanzen- und Tierarten. Erhalt des Wasserhaushalts, der natürlichen Vegetationsstruktur und der weitgehend gehölzfreien Ausprägung des Lebensraumtyps.

3. Erhalt ggf. Wiederherstellung der Mageren Flachland-Mähwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis). Erhalt der bestandserhaltenden und biotopprägenden Bewirtschaftung. Erhalt der nährstoffarmen bis mäßig nährstoffreichen Standorte mit ihrer typischen Vegetation. Erhalt des Offenlandcharakters (gehölzfreie Ausprägung des Lebensraumtyps). Erhalt der spezifischen Habitatelemente für charakteristische Tier- und Pflanzenarten.

4. Erhalt ggf. Wiederherstellung der Auenwälder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) mit der natürlichen Wasserdynamik. Erhalt der standortheimischen Baumarten-Zusammensetzung sowie der naturnahen Bestands- und Altersstruktur. Erhalt eines ausreichenden Anteils an Alt- und Totholz sowie an Höhlenbäumen.

5. Erhalt der bestehenden Population der Bechsteinfledermaus, insbesondere durch Erhalt alt- und totholzreicher Laub- und Mischwälder mit einem ausreichend hohen Angebot an natürlichen Baumhöhlen als Sommerlebensraum und Jagdhabitat und Erhalt einer ausreichend hohen Anzahl von anbrüchigen Bäumen und Bäumen mit Specht- bzw. natürlichen Baumhöhlen.

6. Erhalt ggf. Wiederherstellung der Population des Eremiten. Erhalt lebender und abgestorbener, großer, sehr alter Bäume, vor allem über 300-jährige Eichen. Erhalt von aus der Nutzung genommenen Bäumen (z. B. Biotopbäume mit Mulm- und Spechthöhlen) mit einem ausreichenden Anteil zwecks dauerhafter Bereitstellung geeigneter Altbäume in den Lebensräumen des Eremiten und zum Erhalt der Faunentradition.


(3) Schutzzweck für den im Naturschutzgebiet liegenden Teilbereich des Vogelschutzgebietes (SPA) „Nürnberger Reichswald“ ist die Erhaltung und Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustands der nachfolgend aufgeführten Vogelarten:

Vogelarten des Anhangs I der Vogelschutzrichtlinie (lt. SDB):

A 229 Eisvogel
A 234 Grauspecht

Vogelarten nach Art. 4 (2) der Vogelschutzrichtlinie (lt. SDB):

A 233 Wendehals
A 337 Pirol


(4) Für den im Naturschutzgebiet liegenden Teilbereich des Vogelschutzgebietes werden folgende Erhaltungsziele festgesetzt:

Erhalt des Nürnberger Reichswalds als ausgedehnter, zusammenhängender Waldkomplex mit großer Vielfalt an Waldgesellschaften und Sonderbiotopen (Offenbereiche, Bachtäler, Teiche, Kleingewässer), insbesondere großflächigen, trockenen und v. a. lichten Kieferwäldern sowie eingestreuten Laubholzbereichen und Umwandlungsflächen zu strukturreichen Misch- und Laubwäldern und Bruchwäldern mit teilweise gut ausgeprägter Zwergstrauchvegetation als bedeutsamer Lebensraum für charakteristische, überwiegend seltene und gefährdete Vogelarten.


1. Erhalt ggf. Wiederherstellung der Populationen von Schwarzspecht, Mittelspecht, Grauspecht, Raufußkauz, Sperlingskauz und Hohltaube als Folgenutzer sowie ihrer Lebensräume, insbesondere ausgedehnter, ausreichend ungestörter und unzerschnittener Wälder mit ausreichenden Anteilen von Laubhölzern (u. a. alten Eichen in strukturreichen, gestuften Beständen für den Mittelspecht) und Alt- und Totholzanteilen sowie eines Netzes aus Biotopbäumen.

2. Erhalt ggf. Wiederherstellung der Populationen von Wespenbussard und Habicht sowie ihrer Lebensräume, insbesondere großflächiger, störungsarmer, ausreichend unzerschnittener Waldgebiete mit Alt- und Starkholzbeständen als Bruthabitate sowie extensiv genutzter Offenlandbereiche mit Säumen, Magerwiesen, (Feucht-)Grünland und Gewässern als Nahrungshabitate, auch als Lebensräume des Pirols. Erhalt ggf. Wiederherstellung störungsarmer Räume um die Brutplätze, insbesondere zur Brut- und Aufzuchtzeit (Radius i.d.R. 200 m beim Wespenbussard) und Erhalt der Horstbäume.

3. Erhalt ggf. Wiederherstellung der Population des Eisvogels und seiner Lebensräume, insbesondere ungestörter, unbegradigter, mäandrierender Fließgewässer mit naturbelassenen Uferbereichen (ohne Ausräumen und Mähen), natürlichen Abbruchkanten und Steilufern als Brutlebensraum sowie umgestürzter Bäume und anderer Sitzwarten im Uferbereich der Gewässer. Erhalt ggf. Wiederherstellung eines ausreichenden Angebots an Jung- und Kleinfischen in den Gewässern als Nahrungsgrundlage.

4. Erhalt ggf. Wiederherstellung der Populationen von Neuntöter, Baumpieper und Wendehals sowie ihrer Lebensräume, insbesondere naturnaher Waldränder und Offenland-Gehölz-Komplexe mit ausreichend großen Flächenanteilen von insektenreichen Magerrasen und -wiesen und Heiden ohne Düngung und Biozideinsatz. Erhalt einer ausreichenden Anzahl von Höhlenbäumen für den Wendehals.


Der Entwurf der Rechtsverordnung über das Naturschutzgebiet „Pegnitztal Ost“ und die dazugehörigen Schutzgebietskarten im Maßstab M 1 : 25.000 und M 1 : 5.000, aus denen sich die Grenzen des Naturschutzgebietes ergeben, liegen bei der Stadt Nürnberg in der Zeit vom Montag den 05.02.2018 bis einschließlich Dienstag den 06.03.2018 während der üblichen Dienststunden zur allgemeinen Einsicht aus.

Während der Auslegungsfrist, d.h. vom 05.02.2018 bis einschließlich 06.03.2018 können
bei der Stadt Nürnberg, Rathaus Nürnberg, Referat für Umwelt und Gesundheit, Hauptmarkt 18, 90403 Nürnberg, Zimmer Nr. 120, Tel. 0911 231-4977 zu den üblichen Geschäftszeiten oder nach telefonischer Vereinbarung

oder

bei der Stadt Nürnberg, Umweltamt, Lina-Ammon-Straße 28, 90471 Nürnberg, Zimmer Nr. 219, 2. Stock, Tel. 0911 231-3647 jeweils Montag, Dienstag, Donnerstag zwischen 8:30 Uhr und 15:30 Uhr bzw. Mittwoch und Freitag zwischen 8:30 und 12:30 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung

oder

bei der Regierung von Mittelfranken, Bischof-Meiser-Str. 2/4, Zimmer 1.16 in 91522 Ansbach

Bedenken und Anregungen vorgebracht werden.

Zudem werden die Bekanntmachung sowie die Schutzgebietsunterlagen im Internetauftritt der Regierung von Mittelfranken unter dem Link

http://www.regierung.mittelfranken.bayern.de/aufg_abt/abt8/abt82011_Naturschutzgebiete.htm

und

im Internetauftritt der Stadt Nürnberg, Umweltamt unter der Rubrik Bekanntmachungen unter
http://www.nuernberg.de/internet/umweltamt/bekanntmachung.html

veröffentlicht.

In dem geplanten Naturschutzgebiet "Pegnitztal Ost" sind ab dem Zeitpunkt dieser Bekanntmachung bis zum Inkrafttreten der Schutzverordnung, längstens ein Jahr lang, alle Veränderungen verboten, soweit nicht in Rechtsverordnungen oder Einzelanordnungen abweichende Regelungen getroffen werden. Die im Zeitpunkt der Bekanntmachung ausgeübte rechtmäßige Bodennutzung bleibt unberührt (Art. 54 Abs. 3 BayNatSchG).

Stadt Nürnberg


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