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Stipendiatinnen und Stipendiaten

Stipendiatinnen und Stipendiaten des Autorenstipendium Drehbuch 2019/2020

Portrait von Sinja Dieks

Sinja Dieks

Sinja Dieks kam von der Artistik über den Tanz zur Schauspielerei. 2012 beendete Sie ihr Schauspiel-Studium an der HFF Konrad Wolf in Babelsberg und ist seitdem regelmäßig in Film, Fernsehen und Theater zu sehen. 2014 wurde Sie als beste Nachwuchsschauspielerin für den Deutschen Schauspielerpreis nominiert und war 2018/19 Stipendiatin der Drehbuchwerkstatt München.

Drehbuch: Familienroman

„Familienroman“ erzählt die Geschichte einer Gesellschaft in der nahen Zukunft, die beginnt sich emotionale Beziehungen zu kaufen und zeigt im familiären Rahmen, die Komplexität und Unkontrollierbarkeit von menschlichem Sein und Fühlen.

Drehbuchpitch

FAMILIENROMAN
Kann man Freundschaften, Familienleben, Kinderziehung betreiben, als wäre man ein Manager, der Quartalsziele verfolgt? Kann man zwischenmenschliche Beziehungen käuflich machen und wenn ja, können sie echte Bindungen ersetzen?
Das, was sich in Japan und den USA bereits durchgesetzt hat, ist in Europa völlig neu: Eine Agentur, die Fake-Emotionen und Beziehungen auf Stundenbasis anbietet, Quality Time im 1:1 Format.

„Geld ist vielleicht nicht in der Lage, Liebe zu kaufen, aber es ist in der Lage die Erscheinung von Liebe zu kaufen – und bewirkt es am Ende nicht das Gleiche?“

Der charmante und selbstbewusste Unternehmer KORBINIAN (42) ist überzeugt von dieser These. Oder zumindest war er es zu dem Zeitpunkt, als er gemeinsam mit seiner Geschäftspartnerin Eva die Agentur „Familienroman“ 2029 ins Leben gerufen hat. Seitdem ist er jederzeit bereit, seinen Klient*innen einen Best-Buddy, eine Schwester, einen liebenden Ehemann oder Vater zu providen.
„Welche Emotionen und Charaktere sie sich auch wünschen - Wir kümmern uns darum!“

Schon sehr bald nach Gründung, wendet sich die junge Mutter JASNA (35) an die Agentur. Sie hat ein starkes Auftreten, ist schlagfertig, auf der anderen Seite aber fragil und undurchsichtig. Nach einem Erstgespräch wird klar – Jasna sucht etwas Längerfristiges, man könnte sagen Unbefristetes: einen Vater für ihren Sohn MAX (7), der seinen tatsächlichen Vater nicht kennt und sich die Schuld für dessen Abwesenheit gibt.

Die bisherige Erfahrung zeigt: die Substitution einer abwesenden,
oft schmerzlich vermissten Person, die Reenactment Methode, führt nicht selten zu einer Art Katharsis, kann Heilung oder mindestens Erleichterung verschaffen. Auch die bloße Erscheinung von Liebe oder Anerkennung hinterlässt seine positiven Spuren.

Eine künstlich installierte, vertraglich abgesteckte Vater-Sohn-Beziehung beginnt – aber lässt sich ein solch komplexes, emotionales Konstrukt wirklich kontrollieren? Korbinians Vertrauen in die Agentur bekommt einen Riss, als Max auf den Plan tritt. Während dieser mit seiner direkten, kindlichen Wucht die Künstlichkeit beiseite fegt, gelingt es Korbinian immer weniger, seine Emotionen zu professionalisieren. Und als auch Jasna und Korbinian Nähe aufbauen, droht alles in sich zusammenzubrechen.

„Familienroman“ erzählt die Geschichte einer Gesellschaft in der nahen Zukunft, die sogar Beziehungen und Emotionen zu Ware degradiert und zeigt im familiären Rahmen, die Komplexität und Unkontrollierbarkeit von menschlichem Sein und Fühlen.


Autorenstipendium Drehbuch_Portrait Sophia Fritz

Sophia Fritz

Sophia Fritz studiert Drehbuch in München und wurde mehrfach mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet. So gewann sie u.a. Schreibwettbewerbe der Stiftung Lesen, beim Münchner Kurzgeschichtenwettbewerb oder den "THEO-Berlin Bandenburgischer Preis für Junge Literatur". Sophia veröffentlichte Kurzgeschichten, ihren Roman "Im Endeffekt" im Unsichtbar Verlag 2017 und das Sachbuch "Gott hat mir nie das Du angeboten" im März 2019 im Herder Verlag.


Drehbuchidee: Delete all Content (AT)- Stoff nicht verfügbar

Es ist das Jahr 2020, eine rechte Regierung hat in Deutschland die Vorherrschaft
eingenommen. Hashtags und Memes rasen um die Welt, Nachrichten und Schlagzeilen verbreiten sich, schlagen Wellen und verschwinden wieder in den Weiten des Internets.
Lydia wird durch einen Zufall zu einer politischen Influencerin und geht mutig online
gegen die aktuelle Regierung vor, bis sie vor der Entscheidung steht: Bleibt sie als
offene Politikgegnerin für tausende Follower aktiv, oder muss sie ihr eigenes Leben
und ihre Privatsphäre in Sicherheit bringen?
Und ist sie online weniger angreifbar als im echten Leben?


Stipendiat Autorenstipendium Nürnberg

Michael Grießler

1990 in Melk geboren, wuchs Michael in einem kleinen Ort im niederösterreichischen Mostviertel auf. Er absolvierte ein BA-Studium in Medienmanagement und war als Content Manager, Copywriter und Editor für diverse Zeitungen und Agenturen tätig. 2019 schloss er seinen MA in Serial Storytelling an der ifs internationale filmschule köln ab. Aktuell ist er als freier Drehbuchautor in Köln und Österreich tätig und arbeitet an der Entwicklung diverser Serienprojekte.

Drehbuch: Of Love and Likes

Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt – und manchmal führt das eine zum anderen. Flirtcoach Alex und YouTuberin Vea liefern sich einen gnadenlosen Schlagabtausch zur Unterhaltung ihrer Follower. Sie wollen den anderen vor der ganzen Welt bloßstellen, doch am Ende sehen sie sich selbst zum ersten Mal ganz ohne Filter.

Drehbuchpitch

OF LOVE AND LIKES

Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt – und manchmal führt das eine zum anderen. Flirtcoach Alex und YouTuberin Vea liefern sich einen gnadenlosen Schlagabtausch zur Unterhaltung ihrer Follower. Sie wollen den anderen vor der ganzen Welt bloßstellen, doch am Ende sehen sie sich selbst zum ersten Mal ganz ohne Filter.

Als Pick-Up-Artist „Mr. Perfect“ glaubt Alex zu wissen, wie man Frauen verführt. Gutaussehend, charmant, hartnäckig - und immer seinem penibel konstruierten System folgend. Selbstvermarktung ist in Alex‘ Metier das A und O: Auch wenn seine Tipps nicht immer von Erfolg gekrönt sind, genießt er bei seinen Followern den Status eines Frauenverstehers. Durch die ständige Jagd nach körperlicher Nähe gelingt es ihm, emotionaler Nähe stets auszuweichen. Doch als er auf Vea trifft, beginnt es unter seiner Maske zu jucken…

Vea verarbeitet den Alltag einer Frau auf komödiantische Art und Weise auf ihrem YouTube-Channel. Kompromisslos, scharfsinnig, gerechtigkeitsliebend – als „Ironika“, ist sie ständig auf der Suche nach der besten Metapher, der cleversten Punchline, augenblicklicher Perfektion. Wenn Alex erklärt, wie man Frauen um den Finger wickelt, gibt Vea Tipps, um unerwünschte Anmachsprüche im Keim zu ersticken. Veas Angst vor Mittelmäßigkeit bringt sie dazu, immer mehr über sich selbst preiszugeben. Mehr als ihr lieb ist, wie Vea erkennen muss. Doch da hat sie längst die ganze Welt in ihr Wohnzimmer eingeladen…

Als Alex Vea bei einer Party anspricht, ahnt er nicht, dass er nur Veas neuestes – und bisher erfolgreichstes – Projekt ist. Sie persifliert seine penibel zurechtgelegten Taktiken, macht sich über seinen unreflektierten Chauvinismus lustig, zeigt seine Unsicherheiten auf. Nun hat Alex ein Problem: Denn wer will sich schon von einem Flirtcoach beraten lassen, der für tausende Frauen zur Online-Lachnummer verkommen ist?

Alex fordert Vea zu einem Wettkampf der anderen Art heraus. Er will ihr beweisen, dass sie sich in ihm täuscht. Und mit ihr – tausenden Zusehern. Vea, die in der Aktion ihren Durchbruch wittert, willigt ein und bringt Alex in brenzlige Situationen, aus denen er sich immer wieder heraus zu manövrieren weiß. Sie lernen langsam hinter die Fassade des anderen zu blicken, kommen sich näher. Aber wie lassen sich echte Gefühle in der Welt der Online-Selbstdarstellung, wo Authentizität längst zu einer Währung verkommen ist, herausfiltern? Und wer sagt, dass es nicht von Beginn an Alex‘ Plan war, Vea zu verführen?

OF LOVE AND LIKES handelt von einer als Social-Media-Krieg getarnten Liebesgeschichte, einer als Screwball-Comedy verpackten Reise zur Selbstakzeptanz. Altes und neues Frauenbild treffen auf altes und neues Männerbild, der trügerische Glanz der Online-Welt auf die hart zu erarbeitende Schönheit der Offline-Welt. Am Ende wissen Alex und Vea, dass sie ihre Masken nur ablegen können, wenn sie erkennen, weshalb sie sie so lange getragen haben. Doch um das zu erkennen, benötigen sie die Hilfe des anderen.


Stipendiatin Nürnberger Autorenstipendium 19/20

Anja Lupfer

Anja Lupfer arbeitet als freie Filmemacherin und Dozentin. Geboren und aufgewachsenen in einem kleinen Allgäuer Dorf, hat sie mehrere Jahre in den USA, Italien und der Schweiz gelebt. Sie studierte Dokumentarfilm an der HFF Mün-chen und schloss mit der BR-Koproduktion „Die häusliche Seite des Krieges“ ab. Von 2014-20 war sie Künstlerische Mitarbeiterin an der HFF. Sie ist in Programmauswahl und Leitung des Kinderprogramms der Nonfiktionale tätig. Daneben Regietätigkeit im Bereich Dokumentation und Bildungsfilm.

Drehbuch: Die falsche Allgäuerin

Es ist die Zeit in der die Deutschen das glücklichste Volk der Welt sind. Die Mauer ist gefallen, die Herzen vereint. Neue Wege werden gegangen, neue Dialekte entdeckt. Unzählige Märkte öffnen sich: Finanzmärkte, Rohstoffmärkte und Heiratsmärkte.

Drehbuchpitch

Die falsche Allgäuerin
Es ist die Zeit, in der die Deutschen das glücklichste Volk der Welt sind. Die Mauer ist gefallen, die Herzen sind vereint.

Peggy Kretschmar ist Heldin der Arbeit in ihrem volkseigenen Betrieb. Als plötzlich die Grenze offen steht, hält sie nichts mehr in Dresden. Auf in den Westen und zwar sofort! Doch wohin? Ihr Großvater hat einen Tipp: das schöne Allgäu. Hier strandet Peggy und schon ist sie mitten drin in den Fallstricken und Windungen der Dorfgemeinschaft, die neugierig, belustigt, aber auch feindselig auf sie reagiert. Peggy lässt sich aber nicht unterkriegen. Sie versteht zwar erst einmal kein Wort Allgäuerisch, aber auf den Mund gefallen ist sie auch nicht.

Unterstützung findet Peggy bei Oma Anna, der kauzigen Altbäuerin. Mit Zigarre im Mundwinkel und Graugans Anastasia an ihrer Seite regiert sie heimlich den Hof, sehr zum Missfallen ihrer Tochter Vroni. Die vogelwilde Oma hilft Peggy und aus irgendeinem geheimnisvollen Grund versteht sie sogar Peggys Sächsisch. Und sie fördert die aufkeimenden Liebe zwischen Peggy und Johann.

Johann Krautwaschel ist der Jungbauer auf dem Ostler Hof. Ein stolzer, schweigsamer Allgäuer. Johann ist von Anfang an von Peggys offener, frecher Art in den Bann gezogen. So eine Frau ist ihm noch nie begegnet. Doch Monika, Johanns traditionsbewusste Dauerfreundin, wittert Gefahr. Wie in jedem guten Märchen finden Johann und Peggy zueinander. Worauf sich der Ton im Dorf verschärft. Eine Fremde, ein Flüchtling als Bäuerin auf dem Ostler Hof? Das muss verhindert werden.

“Die falsche Allgäuerin“ ist eine Integrationsgeschichte. Eine Geschichte vom fremd sein und von Heimatliebe. Als Autorin fühle ich mit diesem Stoff sehr nahe. Zwar bin ich im Allgäu geboren und aufgewachsen, doch ich bin keine Dialektsprecherin. In der Grundschule wurde mir beigebracht, dass ich nicht dazu gehöre: die Lehrerin erklärte mir, ich sei eine „Preißin“ und beim Schnuppertag im Trachtenverein blieb ich auf der Bank, während die Bauernmädchen probetanzten. Schlimm war es nicht, eher kurios, und natürlich genoss ich auch meinen Außenseiterstatus, den ich mit einigen anderen teilte.

Als 2015 so manche die Unmöglichkeit der Integration der Geflüchteten mit der anderen Religion, Kultur und Sprache begründeten, konnte ich nur müde lachen. Mir war es ja nicht mal als deutsche Katholikin mit lokalem Geburtsort gelungen, mich in meinem Heimatdorf zu integrieren.

Um diese Problematik zu erzählen, wähle ich als Setting die deutsch-deutsche Flüchtlingswelle der Wendezeit. Geben wir Peggy und Johann eine Chance! Es ist ohnehin schwer genug.


Stipendiat des Nürnberger Autorenstipendiums 19/20

Nicolas Stille

Nicolas Stille wurde 1987 in Hamburg geboren. Er beschäftigte sich zunächst wissenschaftlich mit der Film- und Literaturbranche, bevor er sich für die Praxis entschied. 2018 /19 wurde er Stipendiat der Münchener Drehbuchwerkstatt. 2019/20 hat er das Nürnberger Autorenstipendium erhalten. Seine Kurzgeschichten wurden in verschiedenen Anthologien (u.a. dem Hamburger ZIEGEL) veröffentlicht. Nicolas Stille lebt und arbeitet als Autor, Drehbuchautor und Filmagent in Hamburg.

Drehbuch: Out of the Woods

Im Rahmen einer TV-Show sollen sechs unterschiedliche Leute aus einem Wald herausfinden. Doch der Wald birgt keinen Ausweg. Die Gruppe ahnt nicht, dass sie Teil eines perfiden Experiments ist.

Drehbuchpitch

Out of the Woods

Im Rahmen einer TV-Show sollen sechs unterschiedliche Leute aus einem Wald herausfinden. Doch der Wald birgt keinen Ausweg. Die Gruppe ahnt nicht, dass sie Teil eines perfiden Experiments ist.

Du machst die Augen auf.
Bäume, nichts als Bäume. Du bist in einem Wald. Es ist dunkel. Du fürchtest dich. Du hast bei dieser verdammten TV-Show teilgenommen. OUT OF THE WOODS. Wer schafft es, innerhalb von einer Stunde aus dem Wald herauszufinden? Du schaffst das, hast du gedacht. Du schaffst alles. Du bist ein Selbstoptimierer. Aber das mit der TV-Show war eine dreiste Lüge. Man hat auf euch geschossen. Man hat versucht, euch zu vergiften. Man hat euch gezwungen, schreckliche Dinge zu tun. Die fünf anderen Kandidaten: verschwunden.
Jetzt bist du auf dich allein gestellt.
Aber wer bist du wirklich? Vor wem fliehst du?
Und wie sollst du jemals aus diesem Wald entkommen?


Stipendiatinnen und Stipendiaten des Autorenstipendium Drehbuch 2017/2018

Anne Daschkey Stipendiatin 2017/2018

Anne Judith Daschkey

aufgewachsen in Bottrop. Studium der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften in Amsterdam. Danach tätig als freie Drehbuchlektorin und Übersetzerin. Lektorat u.a. für ARD Degeto und die Bavaria Fernsehproduktion. Storydepartement Volontariat und erster Dialogbuchauftrag bei UFA Serial.

Drehbuchidee: TRIXI (AT)

München Slacker Comedy
Telekolleg oder Katzenvideos? Funktionsweste oder Bomberjacke? Für Trixi (27) sind die Prioritäten klar. Für ihre Freundin Anna (29) Grund genug, sie aus Beziehung und Wohnung zu werfen. Heimatlos zieht Trixi von Wohnung zu Wohnung und trifft auf Zoe (26), ein Mädchen mit Perlenohringen und Designer Wohnung und eine alte Dame. Angesteckt von Trixis Freigeist beginnt Zoe ihre Vorzeige-Existenz in Frage zu stellen, während Trixi die Frage beschäftigt, ob Hamster die besseren Katzen sind.


Fentje Hanke Stipendiatin 2017

Fentje Hanke

geboren Ostwestfalen. Bachelor-Studium der Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Englische Philologie an der LMU München und FU Berlin. Master Studium an der Hamburg Media School, Fachbereich Drehbuch.

Drehbuchidee: Die feine Linie (AT)

Eine Geschichte über zwei Menschen, die ein Unglücksfall für immer aneinander kettet. Es geht um Vorurteile und Schuld, Verantwortung, Macht und Geld und am Ende des Tages darum, ob man das alles für einen anderen Menschen hinter sich lassen kann.


Fabian Oswald Stipendiat 2017

Fabian Oswald

geboren in Gießen und aufgewachsen in Kenia, der Elfenbeinküste, Peru und Deutschland. Nach seinem Bachelorabschluss in Audiovisuellen Medien, einem abgebrochenem Drehbuchstudium und einem halben Jahr als Kommunikationspraktikant in Mexiko, studiert er Wissenschaftskommunikation in Karlsruhe.

Für seinen ersten Zeichentrickfilm "Frau Heumann - ein nicht ganz normaler Hund" gewann er mehrere Preise, unter andem den Deutschen Nachwuchsfilmpreis.

Drehbuchidee: Biosphäre IV (AT)

Als die Erde vom Atomkrieg zerstört wird, muss die Marsstation "Biosphäre IV" sich darauf vorbereiten, zum letzten Zufluchtsort der Menschheit zu werden.
Doch unter der vierköpfigen Crew kommt es schnell zu Konflikten.
Die Biologin Cera züchtet eigentlich Marsgemüse und Petrischalensteaks, aber muss bald einsehen, dass sie als einzige Vernünftige an Bord die Kontrolle übernehmen muss.
Der Geologe Roland wäre gerne das Alphatier und Natalia, die Stationsärztin, misstraut sowieso allem und jedem.
Marcos, der PR-Beauftragte, stürzt in eine Sinnkrise, denn wofür wird er denn noch gebraucht?
Und auch der Stationscomputer Abundance scheint ganz eigene Pläne zu haben...


Jasper Diedrichsen Stipendiat 2017

Jasper Diedrichsen

ist Ensemblemitglied am Schauspiel Kiel.

Drehbuchidee: Matjestage in Tünnstedt oder die unsichtbare Linie (AT)
Eine Idee nach einer wahren Begebenheit.


Tabea Zeltner Stipendiatin 2017

Tabea Zeltner

lebt und arbeitet derzeit in Lüneburg.

Drehbuchidee: Feindliche Flaggen
Feministische Bemühungen als temporäre Phase.


Stipendiatinnen und Stipendiaten des Autorenstipendium Drehbuch 2015/2016

Autor Nürnberger Autorenstipendium Drehbuch 2015_16

Konrad Bach

Konrad Bogusław Bach, geboren in Nakło nad Notecią (Polen), wuchs in Hannover auf und studierte Theaterwissenschaft, katholische Theologie, klassische Philologie und Drehbuch in Berlin, Krakau und Rom. Seine Inszenierung von Beaumarchais Figaros Hochzeit gewann bei "Versionale - Internationales Festival für Theaterregie" 2012 den Jurypreis des Deutschlandfinales und 2013 den Publikumspreis beim internationalen Finale in Italien. Unter seinen Kurzfilmen ist besonders die Trilogie "Ja, Nein, Vielleicht" hervorzuheben.

Drehbuchidee: Hot Seat Game

Ein verrückt-genialer Game-Designer, der mit seinen eigenen Computerspielcharakteren zusammenlebt, und die Frau seines besten Freundes und Geschäftspartners verlieben sich ineinander. Doch wie können sie zusammenkommen, ohne dem ahnungslosen Dritten wehzutun? Ein wirklich guter Plan muss her.


Jane-Bieler_Autorin_Nürnberger Autorenstipendium 2015_16

Jane Bieler

Als echter Selfmade-Workaholic war Jane Bieler schon lange vor ihrem Studium zum Producer an der Bayerischen Akademie für Fernsehen für mehrere renommierte Filmproduktionsfirmen tätig. Parallel zu ihrem Studium begann Jane Bieler für den größten deutschen Filmproduzenten Bernd Eichinger zu arbeiten. Später übernahm sie die Produktionsleitung der Animationsserie "Ritter Rost" für die Caligari Film GmbH. Aktuell arbeitet Jane Bieler in der Dramaturgie und Stoffentwicklung bei der vielfach ausgezeichneten Produzentin Ariane Krampe.

Drehbuchidee: Liebe zum Dessert (AT) - Romantische Komödie

Die unscheinbare Bürokauffrau Vanessa (33) hat einen großen Traum: Sie möchte ihrem Vater nacheifern und Köchin werden. Doch sie tritt auf der Stelle, denn scheinbar hat sich alles gegen sie verschworen. Sie steckt in einem Job fest, den sie hasst, und Ihre Mutter, die seit kurzem im Pflegeheim ist, nörgelt nur an ihr herum. Kein Wunder, dass sie der Realität nur zu gerne den Rücken kehrt und sich im Internet eine Scheinwelt zurechtbastelt, in der sie als Spitzenköchin „Camille“ über die Kunst des Kochens fachsimpelt.
Doch immer stärker prasseln die Probleme der realen Welt auf sie ein, denn Vanessa ist pleite. Die talentierte Hobbyköchin schrubbt fortan als Küchenhilfe Töpfe und Böden und muss feststellen, dass in der heruntergekommenen Wirtschaft „Zum Grünen Klee“ statt ehrlicher Handarbeit nur noch Tiefkühlessen serviert wird. Und plötzlich steht ihre Mutter vor der Tür und zieht gegen Vanessas Willen bei ihr ein. Als auch noch der rechthaberische Pfleger ihrer Mutter die Geschäftsführung der Wirtschaft übernimmt, geraten Vanessas Welt und ihre Gefühle restlos durcheinander.


Marion Mayer (2015/2016)

Geboren in Berlin und aufgewachsen bei Hannover; Design-Studium in Italien, danach Fortsetzung des Studiums in England. Mitte 2000 Rückkehr nach Berlin und verschiedene Jobs - als Nachtwache in der Seniorenbetreuung, als Assistentin im Immobilienbüro, als Angestellte im Vertrieb und als Referentin im Theater. Ab 2005 bis 2007, Ausbildung im Drehbuchschreiben an der Freien Drehbuchakademie sowie der Masterschool Drehbuch. Erste Jobs als Redaktionsassistentin bei verschiedenen Fernseh-Produktionsfirmen. Ausbildung zur Creative Producerin und Regieassistentin an der ISFF. Bis heute Tätigkeit als Journalistin für verschiedene Fernsehproduktionsfirmen sowie kontinuierliche Entwicklung eigener Drehbuchideen, Komödie und Krimi.

Drehbuchidee: Männer im Krankenhaus

Ein gestresster Beziehungs-Mittvierziger, ein sexuell unterversorgter Student und ein Ladykiller im besten Alter landen auf demselben Zimmer der urologischen Station eines Krankenhauses. Null Toleranz füreinander, gepaart mit männlichen Wehleidigkeit und Stress mit den Frauen - alles reine Nervensache, könnte man meinen. Das ändert sich, als Sterbepatient Otto aufs Zimmer kommt. Um glücklich sterben zu können muss Otto seinen Scheidungstermin erleben, und dafür wollen sie sorgen!
Dabei bewegt Otto sie zum Umdenken und lenkt ihre Leben in völlig neue Richtungen. Eine schräge Komödie über Männer und Frauen, das Leben, Freundschaft und, ok, auch über die Liebe.


Autorin_Nürnberger Autorenstipendium 2015_16

Franziska Müller

Franziska Müller studierte „Médiation Culturelle et Communication“ in Metz und „Szenische Künste“ in Hildesheim. Praktika und Hospitanzen bei Script House, der nordmedia, Sat1 und dem WDR gingen fließend in ihre selbständige Tätigkeit als Lektorin und Dramaturgin für Film/TV über. Sie arbeitet regelmäßig für Produktionsfirmen und Förderer wie Constantin Film Produktion und Verleih, Hamster Film, Eurimages und andere. Ihr erstes Drehbuch als Autorin, „Schwimmen“, entwickelt sie zusammen mit der Münchener Südart Filmproduktion.

Drehbuchidee: Solo (AT)

BEA
(32) ist Saxophonistinund verlässt ihre anderthalbjährige Tochter für den Jazz. Fünfzehn Jahre später steht JULIA (16) vor ihrer Tür. Zwei fremde Menschen – zwei Musikerinnen. Julia will nicht zurück zu ihrem Vater. Bea will die Mutterrolle auch jetzt nicht übernehmen. Solo (AT) ist ein Film über Lebensentwürfe und den Preis, den wir dafür zahlen.


Lotte Zell Autorin Nürnberger Autorenstipendium Drehbuch 2015_16

Lotte Zell

Nach dem Abitur in Unterfranken und einer Amerikarundreise absolvierte sie ein Praktikum bei einer kleinen Filmfirma in Wuppertal. 1998/1999 Werkbund Werkstatt Nürnberg. Anschließend Studium Contemporary Media Practice in London und Toronto, dann Germanistik, Anglistik und Theaterwissenschaften in Köln (Magistra Artium). Promotionsstudium Germanistik. Hatte einige lehrreiche Jobs (Grabpflege, Filmvorführer, Schlaflabor, Volkszählung) und ein paar Jahre eine eigene Videoproduktionsfirma.

Drehbuchidee: Überleben mit Kai

In einem Großstadtmietshaus freunden sich zwei Menschen an, die sich selbst effektiv ins Abseits der Gesellschaft manövriert haben: Eine durch Ihre Querschnittslähmung verbitterte ehemalige Square-Dancerin und ein verwahrloster, nicht mehr ganz junger NEET*, dessen zwischenmenschliche Interaktionen hauptsächlich in virtuellen Welten stattfinden.
Während einer gemeinsamen Abenteuerreise durch eine Naturlandschaft erkennen die beiden Sozialphobiker am eigenen und gegenseitigen Beispiel die Absurdität Ihres Verhaltens und beginnen sich zu amüsieren – aber auch die Gründe für Ihre persönlichen Probleme zu erahnen und zu bearbeiten, was nicht immer ganz schmerzfrei von statten geht.
In den Nebenrollen ein ausbaufähiger Rollstuhl und diverse nutzlose Erfindungen, allen voran ein GPS-fähiger Teddybär mit fehlerhafter Telefonfunktion.

*Wikipedia: NEET
Akronym des Begriffs Not in Education, Employment or Training, nicht in Ausbildung, Arbeit oder Schulung, (…) bezeichnet die Gruppe Jugendlicher und junger Erwachsener die keine Schule besuchen, keiner Arbeit nachgehen und sich nicht in beruflicher Ausbildung befinden und dies auch nicht unmittelbar anstreben.

Drehbuchpräsentation

Titelblatt der Online-Broschüre
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