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Finanzierung und Förderungen

Finanzierung

Die IT-Strategie sieht eine Gesamtinvestition in Höhe von 85 Millionen Euro für den Projektzeitraum von 2018 bis 2026 vor, also rund 9,5 Millionen Euro pro Jahr. Dieses Budget ist sowohl für den Ausbau von Netzwerktechnik und Infrastruktur als auch für die Beschaffung von Hard- und Software vorgesehen. Dabei sollen Fördergelder, soweit vorhanden, bestmöglich abgerufen werden, um den städtischen Eigenanteil letztlich möglichst zu reduzieren.

Förderungen

Folgende Förderprogramme sind bereits vorhanden oder wurden angekündigt:


Richtlinie zur Förderung von Glasfaseranschlüssen und WLAN für öffentliche Schulen und Plankrankenhäuser

Gefördert wird die erstmalige Anbindung von Schulen an das Internet über gigabitfähige und durchgängige Glasfaserleitungen bis zum Hausübergabepunkt (HÜP) am Gebäude. Die Förderung beträgt 80% der zuwendungsfähigen Kosten, maximal jedoch 50.000 Euro je Schule (bzw. 60.000 Euro je Schule, sollte eine Anbindung von mehr als 1.500 Metern Länge erforderlich sein). Das Förderprogramm gilt ab Inkrafttreten am 01.06.2018 bis zum 31.12.2021.

Die Stadt Nürnberg hat bereits fünf Förderanträge eingereicht; der bayernweit erste Förderbescheid wurde öffentlichkeitswirksam im Rahmen eines Pressetermins am 25.07.2018 vom Heimat- und Finanzminister Albert Füracker überreicht.

Von unseren 100 Schulstandorten sind nun bereits 80% angebunden. Bis Ende 2021 sollen alle Schulen im Sachaufwand der Stadt Nürnberg über eine Anbindung verfügen.

Aufgrund der hohen Kosten für die Anbindung von Schulen in den äußeren Stadtgebieten wird davon ausgegangen, dass voraussichtlich etwa 50% der Ausgaben durch Zuwendungen refinanziert werden können.


Richtlinien für die Gewährung von Zuwendungen aus dem Förderprogramm des Bay. StMUK – Digitalbudget für das digitale Klassenzimmer

Gefördert wird die digitale Ausstattung der Klassenzimmer; Voraussetzung ist, dass die Geräte den Mindestanforderungen des sogenannten Votums des Beraterkreises zur IT-Ausstattung von Schulen entsprechen, die Schulen den Ist-Stand ihrer Ausstattung an die ALP Dillingen gemeldet und sie ein eigenes Medienkonzept erarbeitet haben. Die Förderung beträgt 90% der förderfähigen Ausgaben innerhalb des zugeteilten Budgets. Das Förderprogramm sollte rückwirkend ab 01.03.2018 für drei Jahre gelten, ist nun aber vorzeitig beendet worden.

Die Stadt Nürnberg hat 2018 den entsprechenden Antrag gestellt und daraufhin ein Digitalbudget in Höhe von rund 4,7 Millionen Euro bewilligt bekommen. Dieses Budget kann in die drei folgenden Jahre übertragen werden. Mit insgesamt drei Verwendungsbestätigungen wurde bereits die vollständige Auszahlung beantragt.


Richtlinien für die Gewährung von Zuwendungen aus dem Förderprogramm des Bay. StMUK – Budget für integr. Fachunterrichtsräume an berufsqual. Schulen

Während das Digitalbudget für alle Schulen im Sachaufwand der Stadt Nürnberg genutzt werden kann, ist das iFU-Budget eine spezifische Ergänzung ausschließlich für die berufsbildenden Schulen. Gefördert wird die digitale Ausstattung von integrierten Fachunterrichtsräumen, um Theorie und Praxis effektiv miteinander zu verknüpfen; Voraussetzung ist, dass jedes Projekt von einem sogenannten Berater digitale Bildung (BdB) bei der zuständigen Regierung geprüft und als förderfähig bestätigt werden muss. Die Förderung beträgt 90% der förderfähigen Ausgaben innerhalb eines zugeteilten Budgets, wobei erforderliche bauliche Maßnahmen nur in geringem Umfang gefördert werden können. Wie auch das Digitalbudget wurde das iFU-Budget vorzeitig beendet.

Die Stadt Nürnberg hat 2018 den entsprechenden Antrag gestellt und daraufhin ein iFU-Budget in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro bewilligt bekommen. Dieses Budget kann in die drei folgenden Jahre übertragen werden. Eine erste Verwendungsbestätigung ist abgeschlossen, rund 200.000 Euro wurden bereits ausgezahlt; eine weitere wird aktuell geprüft. Es wird damit gerechnet, dass der Förderhöchstbetrag vollständig abgerufen werden kann.


Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen aus dem Förderprogramm des Bay. StMUK – digitale Bildungsinfrastruktur an bayerischen Schulen (dBIR)

Im sogenannten "DigitalPakt Schule" werden (u.a.) der Aufbau oder die Verbesserung der digitalen Vernetzung in Schulgebäuden, der Aufbau oder die Verbesserung der schulischen WLAN-Infrastruktur, der Aufbau und die Weiterentwicklung digitaler Lehr-Lern-Infrastrukturen sowohl die digitale Ausstattung von Klassenzimmern und integrierten Fachunterrichtsräumen gefördert. Voraussetzung für eine Förderung von digitaler Ausstattung ist, dass die Geräte den Mindestanforderungen der Anlage (basierend auf dem sogenannten Votum des Beraterkreises zur IT-Ausstattung von Schulen) entsprechen, die Schulen den Ist-Stand ihrer Ausstattung an die ALP Dillingen gemeldet und sie ein eigenes Medienkonzept eingereicht haben.

Die Förderung beträgt bis zu 90% der förderfähigen Ausgaben innerhalb des zugeteilten Budgets. Das Förderprogramm gilt rückwirkend ab 17.05.2019 (Unterzeichnung der Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern), der Bewilligungszeitraum endet am 30.06.2023. Das Programm endet mit dem Ende des Abrechnungszeitraums Mitte 2024.

In Aussicht gestellt wurde ein Höchstbudget von rund 24 Millionen Euro, davon sollen etwa 3 Millionen auf iFUs entfallen. Die Fördergelder sollen vollständig beantragt und auch abgerufen werden. Eine Antragstellung steht aktuell noch aus - die späte Veröffentlichung der Vollzugshinweise sowie der Antragsformulare Ende 2019 und die Klärung zentraler (insbesondere vergaberechtlicher) Fragen haben für Verzögerungen gesorgt. Zudem müssen Anträge bis spätestens 31.12.2021 für alle bis 2024 geplanten Maßnahmen gestellt werden - gerade die Beschaffungen hängen jedoch stets von den Bedarfsmeldungen der Schulen ab. Aktuell wird ein erster Antrag für die Maßnahmen in 2020 vorbereitet.


Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen aus dem Förderprogramm des Bay. StMUK – Sonderbudget Leihgeräte (SoLe)

Aufgrund der Coronavirus-bedingten Schulschließungen Anfang 2020 und den zu erwartenden weiteren Einschränkungen in den kommenden Monaten richtet sich der Fokus verstärkt auf Formen des digitalen Lehrens und Lernens. Dies hat jedoch zur Folge, das Schülerinnen und Schüler ohne eigenes geeignetes (1) Endgerät möglicherweise "abgehängt" werden könnten.

Der Bund stellt daher zusätzliche Fördergelder i.H.v. rund 500 Millionen Euro zur Verfügung. Diese waren zunächst als direkter Zuschuss angedacht - Bund und Länder haben sich zwischenzeitlich jedoch darauf geeinigt, die Gelder auf den bereits bestehenden DigitalPakt Schule "aufzusatteln", sodass nun die Sachaufwandsträger zentral mobile Endgeräte primär für den Verleih. Sobald sich der Unterrichtsbetrieb normalisiert, stehen diese Geräte weiter an den Schulen für die unterrichtliche Nutzung zur Verfügung.

Der in Aussicht gestellte Förderhöchstbetrag von rund 3,8 Millionen wurde beantragt und vorab bereits ausgezahlt. Direkt nach Ankündigung der Fördergelder hat die Stadt Nürnberg die Beschaffung von rund 6.200 Tablets inkl. Zubehör und Tabletkoffer (für die spätere Nutzung an den Schulen) angestoßen. Seit September werden die Geräte an die Schulen ausgeliefert, wo der Verleih organisiert wird.

Der Freistaat hat die Richtlinie zwischenzeitlich um weitere bayerische Gelder erweitert: Von den zusätzlichen rund 30 Millionen Euro Fördergelder entfallen rund 1,66 Millionen Euro auf die Stadt Nürnberg; diese wurden bereits beantragt, weitere dringend benötigte Geräte können beschafft werden, sobald der erforderliche Rahmenvertrag genehmigt wurde.

Da eine erste Abfrage bei den Eltern bzw. Schülerinnen und Schülern zum Ende des letzten Schuljahres mögliche Bedarfe von ca. 8.000 Geräten plus ergeben hat (1), werden derzeit Vorkehrungen getroffen, um diese zusätzlichen Gelder möglichst zu nutzen und weitere Geräte zur Verfügung zu stellen.

(1) Zur Abfrage bzw. zum "geeigneten" Endgerät: Grundsätzlich nicht geeignet für digitales Lernen sind Smartphones; grundsätzlich geeignet sind PCs, Notebooks oder Tablets. Zu konkreten technischen Spezifikationen sind keine Aussagen möglich, da dies stets individuell beurteilt werden muss (besuchte Schulart, Klasse, wie "digital" wird der Unterricht gestaltet etc.).


Richtlinie des des Bay. StMUK zur Corona-bedingten Beschaffung von Lehrerdienstgeräten – Sonderbudget Lehrerdienstgeräte (SoLD)

Zusätzlich zum Sonderbudget Leihgeräte hat der Bund weitere 500 Millionen Euro zur Ausstattung der rund 820.000 Lehrkräfte in Deutschland angekündigt, welche wiederum durch bayerische Mittel ergänzt werden.

Auch hier sollen die Geräte durch die Sachaufwandsträger zur Ausstattung der Lehrkräfte beschafft werden. Ziel sind mobile Endgeräte, welche in der Schule und auch zuhause genutzt werden können, für rund 2/3 der Lehrkräfte. Es handelt sich hierbei zunächst um eine "Testphase" ohne Rechtsansprüche. Jüngst wurde der erforderliche Zusatz zur Verwaltungsvereinbarung unterzeichnet, sodass nun Gelder beantragt werden können.

Aktuell erarbeitet das Team Digitale Schule ein Konzept, um eine sinnvolle Nutzung für möglichst viele Lehrkräfte zu ermöglichen. Sobald dieses steht, wird dann die Ausschreibung eines Rahmenvertrags angestoßen, sodass hoffentlich noch in 2021 Geräte zur Verfügung gestellt werden können.


Zuwendungen IT-Administration

Mit der rasant zunehmenden Zahl an Endgeräten und Netzwerken in den Schulen (allein durch das Sonderbudget Leihgeräte werden in kurzer Zeit knapp 8.000 zusätzliche Geräte beschafft!) steigen auch die Anforderungen an Wartung und Support. Eine sinnvolle Nutzung der Geräte ist nur gegeben, wenn diese auch funktionieren! Entsprechend planen Bund und Freistaat zusätzliche Mittel für die IT-Administration über eine weitere Ergänzung des DigitalPakts Schule.

Konkretere Informationen stehen derzeit noch aus.

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