Kinder sollen sicher und selbstständig zur Schule kommen. Dafür braucht es sichere Wege, übersichtliche Querungsstellen und ein rücksichtsvolles Verhalten aller Verkehrsteilnehmenden. Die Stadt Nürnberg arbeitet gemeinsam mit der Polizei und weiteren Partnern daran, die Schulwege sicherer zu machen. Ein wichtiger Baustein sind die Schulwegkarten für die Nürnberger Grundschulen.
Schulwegkarten für Nürnbergs Grundschulen
Für die Nürnberger Grundschulen gibt es regelmäßig aktualisierte Schulwegkarten. Sie unterstützen Eltern und Kinder dabei, einen geeigneten und möglichst sicheren Schulweg auszuwählen. Die Karten werden von der Stadt Nürnberg in Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Mittelfranken erstellt. Sie enthalten unter anderem:
den Standort der Schule und den jeweiligen Schulsprengel
empfohlene Schulwege
sichere Querungsstellen
Ampeln, Zebrastreifen und Querungshilfen
Schulweghelferinnen und Schulweghelfer sowie Schülerlotsinnen und Schülerlotsen
bekannte Gefahrenstellen, an denen eine Querung möglichst vermieden werden sollte
Die Schulwegkarten werden im Zweijahresrhythmus aktualisiert. Für jede Nürnberger Grundschule steht eine eigene Karte zum Download bereit.
Ein sicherer Schulweg beginnt mit dem gemeinsamen Üben. Gehen Sie den Weg vor dem Schulstart mehrmals gemeinsam mit Ihrem Kind. Zeigen Sie ihm sichere Querungsstellen und besprechen Sie mögliche Gefahren. Lassen Sie Ihr Kind nach und nach selbstständig werden. Kinder sollten lernen, Verkehrssituationen einzuschätzen und sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen. Planen Sie ausreichend Zeit ein. Zeitdruck kann dazu führen, dass Kinder unaufmerksam werden oder Straßen an ungeeigneten Stellen überqueren.
Für viele Kinder ist der Schulweg zu Fuß gut möglich. Die Nürnberger Grundschulen sind so im Stadtgebiet verteilt, dass Kinder aus ihrem jeweiligen Schulsprengel die Schule häufig zu Fuß erreichen können. Für einen sicheren Fußweg gilt:
Nutzen Sie möglichst empfohlene Schulwege.
Überqueren Sie Straßen an Ampeln, Zebrastreifen oder anderen geeigneten Querungsstellen.
Beachten Sie die Hinweise auf der Schulwegkarte.
Vermeiden Sie bekannte Gefahrenstellen.
Achten Sie besonders beim Überqueren auf abbiegende Fahrzeuge.
Verzichten Sie auf Ablenkungen durch Smartphones oder Kopfhörer.
Auch an Haltestellen ist Aufmerksamkeit besonders wichtig. Nach dem Aussteigen sollte Ihr Kind warten, bis Bus oder Straßenbahn abgefahren sind. Erst dann ist die Verkehrssituation besser einsehbar. An Haltestellen gilt:
nicht rennen, schubsen oder drängeln
ausreichend Abstand zur Fahrbahn und zu den Gleisen halten
beim Überqueren eine Ampel oder einen Zebrastreifen nutzen, wenn vorhanden
auf herannahende Fahrzeuge und Straßenbahnen achten
Kinder müssen im Straßenverkehr gut gesehen werden – besonders morgens, bei Dunkelheit, schlechtem Wetter sowie im Herbst und Winter. Helle Kleidung und Warnwesten können dazu beitragen, dass Kinder von anderen Verkehrsteilnehmenden früher erkannt werden.
An besonders wichtigen Querungsstellen unterstützen Schulweghelferinnen und Schulweghelfer sowie Schülerlotsinnen und Schülerlotsen die Kinder. Sie helfen dabei, Straßen sicherer zu überqueren und geben Kindern zusätzliche Orientierung im Straßenverkehr. Auch die Polizei führt gemeinsam mit Schulen, der Stadt Nürnberg und weiteren Partnern regelmäßig Aktionen und Schulungen zur Verkehrssicherheit durch. Dazu gehören unter anderem Radfahrschulungen und weitere Angebote für Kinder und Jugendliche.
Zu Beginn des Schuljahres führt die Verkehrsüberwachung der Stadt Nürnberg gemeinsam mit der Polizei Schwerpunktkontrollen an Schulen und in deren Umfeld durch. Dabei geht es insbesondere darum, gefährliches Verhalten zu verhindern und auf die besondere Situation von Kindern im Straßenverkehr aufmerksam zu machen.
Nicht jede Gefahrenstelle lässt sich durch Hinweise oder Schulwegdienste lösen. Die Stadt Nürnberg prüft deshalb auch die Verkehrssituation vor Ort und entwickelt Maßnahmen zur Verbesserung der Schulwegsicherheit. Dazu gehören beispielsweise:
bessere und übersichtlichere Querungsstellen
Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr
bauliche Maßnahmen
Schulwegdienste
Verkehrsüberwachung
wenn erforderlich verkehrsrechtliche Maßnahmen
Geschwindigkeitsbeschränkungen können ein Baustein für sichere Schulwege sein. Seit dem Schuljahr 2011/2012 gibt es in Nürnberg auch an Hauptverkehrsstraßen mit Schulen Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 30 km/h. Die Stadt Nürnberg nutzt darüber hinaus seit 2025 die Möglichkeit, punktuell auch im Bereich hochfrequentierter Schulwege Geschwindigkeitsbeschränkungen anzuordnen. Eine solche Maßnahme kommt insbesondere dann in Betracht, wenn andere Möglichkeiten zur Verbesserung der Schulwegsicherheit – vor allem bauliche Maßnahmen – bereits ausgeschöpft sind und weiterhin ein Sicherheitsdefizit im Zusammenhang mit der Geschwindigkeit des Kraftfahrzeugverkehrs besteht. Ob eine Geschwindigkeitsbeschränkung angeordnet wird, wird immer für die konkrete Situation geprüft.
Mehr Infos zu Tempo 30<https://www.nuernberg.de/internet/verkehrsplanung/tempo30vorschulen.html>
Bei Fragen, Hinweisen oder Anregungen zur Verkehrssicherheit können Sie sich an den Verkehrssicherheitsbeauftragten der unteren Straßenverkehrsbehörde wenden (Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern vom 7. August 1989, Az. IC4-5164/7).
Diese Funktion ist beim Stab Verkehrsrecht des Verkehrsplanungsamtes der Stadt Nürnberg angesiedelt. Der Verkehrssicherheitsbeauftragte ist Ansprechstelle für Fragen und Probleme der Verkehrssicherheit – auch im Zusammenhang mit Schulwegen. Die Verkehrssicherheitsbeauftragten der Stadt und der Polizei arbeiten eng zusammen. Sie stimmen sich regelmäßig ab und koordinieren städtische und polizeiliche Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit.