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Beratung bei Bodendenkmälern

Was ist ein Bodendenkmal?

Bodendenkmäler sind Geschichtszeugnisse aus der menschlichen Vergangenheit, von der Steinzeit bis zum späten Mittelalter. Hierzu zählen z. B. Gräber, Siedlungsreste, Befestigungsgräben und Turmhügel. Auch wenn sie oft nicht mehr sichtbar sind, unter der Oberfläche sind sie als wichtige Geschichtszeugnisse noch erhalten.

In Nürnberg enthalten mehr als 6000 Grundstücke solche Bodendenkmäler. Diese liegen nicht nur in der mittelalterlichen Altstadt, sondern auch in den historischen Ortskernen der alten Dörfer oder auch mitten auf der Ackerflur.

Wie erfahre ich, ob ich ein Bodendenkmal auf meinem Grundstück habe?

Anders als bei den Baudenkmälern gibt es für die Bodendenkmäler noch keine verbindliche Denkmalliste. Eine vollständige Liste der Bodendenkmäler wird derzeit erst vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege erstellt. Die bisherigen Eintragungen können sie im Internet über den BayernViewer-denkmal einsehen. Allerdings ist die Liste noch nicht vollständig. Sichergehen können Sie durch eine formlose Anfrage an untenstehende Adresse.

Die Eigenschaft als Bodendenkmal hängt nicht von der Eintragung in die Denkmalliste ab. Auch Objekte, die nicht in der Denkmalliste verzeichnet sind, können Denkmäler sein. Neben den Bodendenkmälern gibt es auch sog. Verdachtsflächen. Diese sind in der rechtlichen Behandlung den Bodendenkmälern gleichgestellt.

Welche Folgen ergeben sich, wenn ich ein Bodendenkmal auf meinem Grundstück habe?

Zunächst, solange sich am Grundstück nichts verändert, keine. Soll das Grundstück allerdings bebaut werden, oder sollen Leitungen verlegt werden oder aus anderen Gründen ein Bodenaushub durchgeführt werden, dann wird hierfür eine denkmalschutzrechtliche Erlaubnis nach Art. 7 DSchG benötigt.

Gesetzeslage

Art. 1 Denkmalschutzgesetz

Das Bayerische Denkmalschutzgesetz definiert in seinem ersten Artikel, was ein Denkmal ausmacht: Es muss eine vom Menschen geschaffene Sache aus vergangener Zeit sein, deren Erhaltung im Interesse der Allgemeinheit liegt.

Art. 7 Denkmalschutzgesetz

Der siebte Artikel des Denkmalschutzgesetzes beinhaltet ein „Erlaubnisgebot“: Jede Aufgrabung an einem Bodendenkmal oder einer Fläche, auf der ein solches vermutet wird, bedarf einer Erlaubnis. Diese kann verweigert werden, wenn dies zum Schutz eines Bodendenkmals notwendig ist.

Bauordnungsbehörde Nürnberg
Denkmalschutz - Archäologie

Bauhof 5

Zi. 109 / I. OG

90402 Nürnberg

Telefon: 09 11 / 2 31-42 25

Telefax: 09 11 / 2 31-43 35

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