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Adventskalender

Na, das freut mich aber, herzlich Willkommen nun auch hier im Netz!

Wunderbar, dass Sie meinem Hinweis vom Beiblatt des Adventskalenders gefolgt sind. Mir ist natürlich klar, dass Sie von mir, der ältesten erhaltenen Feuerwache Nürnbergs, einfach nicht genug bekommen können.
Wie versprochen dürfen Sie im Folgenden auch noch weitere Ansichten von mir und meinem vielfältigen Innenleben bewundern, ergänzend zu den Motiven im Adventskalender.
Schließlich ist es schon eine tolle Sache: 1902 konnte man den ersten Adventskalender in einem Buchladen kaufen. Merken Sie was?
Klar, Sie haben ja aufmerksam das Beiblatt gelesen: Auch ich präsentierte mich 1902 erstmals der staunenden Öffentlichkeit! War ich doch, nebenbei bemerkt, der modernste Bau meiner Zunft im ganzen Kaiserreich. Als „Feuerwache West“ trat ich damals meinen Dienst an. Und 120 Jahre nach dem ersten Adventskalender-Verkauf geht nun mein Adventskalender an den Start! Das haben die Leute, die mir vorgeschlagen haben für das Projekt Modell zu stehen, schlau überlegt. Beachtlich, muss ich schon sagen!
Und warum mein Adventskalender 26 und nicht nur 24 Türchen hat, das lesen Sie am besten mal unten in der kleinen Entstehungsgeschichte nach. Ja, damals lief eben doch noch so einiges anders als heute...

Außerdem sollten Sie sich unbedingt die Brandschutztipps zu Gemüte führen, kann sich die so stimmungsvolle Advents- und Weihnachtszeit doch furchtbar schnell in eine gefährlich-hitzige, lodernde Hölle verwandeln. Was habe ich da in meinen 119 Dienstjahren durch die zahllosen Einsätze meiner Mannen Grauenvolles miterleben müssen! Tun Sie mir und sich selbst also bitte den Gefallen, und beachten Sie ein paar einfache Tricks und Kniffe, die meine Feuerwehrleute für Sie zusammengestellt haben. Dann sollte alles gut gehen.

Und nun? Wünsche ich Ihnen und Ihren Lieben die nötige Besinnlichkeit im hektischen Adventstrubel, glückliche Weihnachtstage und eine gesegnete Zeit.

Ihre Historische Feuerwache 1 in Nürnberg


Wie sind Adventskalender eigentlich entstanden?

Die glamouröse Karriere der Kreidestriche

Irgendwann war sie wohl mal „still“, die Adventszeit. Es war eine Zeit der Ruhe, des Erwartens und der inneren Einkehr in Vorbereitung auf den Heiligen Abend und die damit beginnende Weihnachtszeit. Heute ist's selten mehr still in den vier Wochen vor dem Fest der Liebe. Stattdessen haben uns lärmiger Vorweihnachtstrubel und Stress im Griff.
Lange vor dem Fest laden Firmen zu Weihnachtsfeiern, im Fernsehen flimmert ab dem ersten Advent alles, was Hollywood an Christmas-Zauber zu bieten hat, und selbst die Christbäume zieren als Dekoration bereits Wochen vor dem 24. Dezember viele Wohnzimmer, so dass am Heiligen Abend die Nadeln rieseln. Am Zweiten Weihnachtsfeiertag, spätestens an Neujahr, landen die Bäume vor der Tür – fertig.

Unsere althergebrachten Bräuche und Jahreseinteilungen, die sich zumeist an den christlichen Festtagen orientieren, verlieren zunehmend an Bedeutung. Schade eigentlich. Berauben wir uns gerade im Advent nicht nur der schönsten aller Freuden, der Vorfreude, sondern auch jener vor allem für Kinder geheimnisvollen Spannung, die nur entstehen kann, wenn nicht schon im Advent Weihnachten vorweggenommen wird. Jeden Tag ein kleines Geschenk im Adventskalender – viele Kinder sind das heute gewohnt. Doch wie soll man das am Weihnachtsabend noch toppen?

Wo heute überfrachet wird, herrschte einst Ebbe. Da war nichts. Ablenkungen? Fehlanzeige. Für die Kinder wuchs sich der Advent in vergangenen Zeiten vom geheimnisvollen Erwarten zum angestrengten Warten aus. Was also tun? Die Idee, Kindern die wetterdüsteren, schier unendlichen Wochen bis zum Fest zu verkürzen, geht vor allem auf erfindungsreiche Eltern aus evangelisch-pietistischen Kreisen zurück.

Die Ursprünge der Adventskalender liegen wohl in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die ersten „Stillen Begleiter“ entstanden – Urahnen unserer Adventskalender. Wie sie aussahen? Da gab es etwa 24 Kreidestriche am Türrahmen; oder Strohhalme, die – wenn man brav war – Tag für Tag in die Krippe gelegt werden durften, damit das Jesuskind weicher liegen würde; es gab Weihnachtsuhren oder extra markierte Adventskerzen, die Tag für Tag ein gewisses Stück abbrennen durften und die verbleibende Zeit bis Weihnachten sichtbar machten. Auch Bildchen, die man aufhängte, waren bald fester Bestandteil des Zeitmesser-Angebots für Kinder.

Erstmals kaufen konnte man einen Adventskalender offenbar 1902: Die Evangelische Buchhandlung in Hamburg brachte den ersten gedruckten Adventskalender heraus. Manche Exemplare der damaligen Zeit umfassten sogar 26 Türchen, zählten also über den Heiligen Abend bis zum zweiten Weihnachtstag hinaus.
Nach dem Krieg war es wohl der Richard-Sellmer-Verlag in Stuttgart, der 1946 wieder einen Adventskalender auflegte.

Welche Methoden sich quengel-genervte Erzeuger in früheren Zeiten als „Stille Begleiter“ auch ausdachten – Zählhilfen waren es allesamt. Und das sind Adventskalender bis heute geblieben. Irgendwann aber füllte sich der traditionsreiche Bildchen-Kalender mit Schokolade, mit kleinen Büchern, sogar mit Spielzeug. Immer neue Varianten in allen Größen kamen hinzu, und die meisten Motive haben heute nur noch bedingt christlichen Bezug.

Kinderzimmergrenzen hat die Adventskalender-Faszination natürlich längst überwunden. Ob für das Kleinkind oder für Oma und Opa – es gibt unendlich vielfältige, oft bizarre und verwunderliche Variationen und Angebote für nahezu jeden Geschmack. Sollen es Gedichte, meditative Anregungen, 24-teilige Weihnachtskrimis, Rezeptbriefchen in nostalgischem Küchenambiente oder eher sportliche Inhalte sein? Oder lieber ein mit Parfüm, Schmuck, Nagellack, Teebeuteln oder Hochprozentigem gefüllter Adventsbegleiter?

Ob wir die Zeit bis zum Heiligen Abend nun besinnlich begehen oder dieses von Erwartungen, Hoffnungen und Sehnsüchten häufig so sehr beschwerte Fest der Liebe einfach kaum mehr erwarten können: Menschen jeden Alters und in weiten Teilen der Welt sind bis heute fasziniert von den „stillen Begleitern“, die stets auch Kindheitserinnerungen wach rufen.
Was haben die Kreidestriche unserer Urahnen für eine Karriere hingelegt!


Text: Anabel Schaffer


Brandschutztipps für Weihnachtsfans

Weihnachtsidyll statt Brandkatastrophe – so funktioniert's:

Tückische Teelichter

- Brennende Teelichter niemals mit Wasser löschen; der Brand würde so nur noch angefacht werden und könnte sich unkontrolliert ausbreiten.
Immer eine Löschdecke oder einen für Flüssigkeitsbrände zugelassenen Feuerlöscher verwenden.
Warum?
Paraffin, aus dem Teelichter meist hergestellt werden, ist ein Erdölprodukt. Es kann (ähnlich wie Öl oder Benzin) nicht mit Wasser gelöscht werden. Man muss es z.B. durch Auspusten oder Abdecken ersticken.

- Niemals mehrere Teelichter gruppieren, sondern immer den vom Hersteller auf der Packung angegebenen Mindestabstand (z.B. 10 cm) einhalten! Teelichter niemals auf leicht entflammbare Unterlagen wie z.B. Servietten oder Tannenzweige stellen.
Warum?
Die Hitzeentwicklung, die Teelichter beim Abbrennen erreichen, ist erheblich! Damit die einzelnen Teelichter ohne gegenseitige Beeinflussung abbrennen können, müssen sie mit einem ausreichenden Sicherheitsabstand aufgestellt werden. Sonst besteht die Gefahr der schlagartigen Zündung brennbarer Gase oberhalb ihrer Gesamtfläche.

Weitere hilfreiche Infos und Tipps gibt es hier

Der Christbaum Aufstellen, Kerzenschmuck, Vorsichtsmaßnahmen

- Bis zum Schmücken den Baum in kühlen Räumen oder im Freien belassen und in einen mit Wasser gefüllten Topf oder Kübel stellen, damit er nicht so stark austrocknet. Dafür die Rinde (über sie nimmt der Baum das Wasser auf) unbedingt am Stamm lassen.
- Nur kipp- und standsichere Vorrichtungen zum Aufstellen des Baums verwenden. Bewährt haben sich Christbaumständer mit wasserbefüllbaren Behältnissen, die eine möglichst große Standfläche haben.
- Christbäume immer so aufstellen, dass man im Falle eines Brands den Raum noch ungehindert verlassen kann. Den Baum also niemals unmittelbar neben der Ausgangstür platzieren.
- Der aufgestellte Baum sollte einen Schutzabstand von mindestens 50 cm zu brennbaren Vorhängen, Decken und Möbeln haben.
- Falls Sie mit Wachskerzen schmücken, verwenden Sie nur nicht-tropfende Kerzen auf Kerzenhaltern aus Metall mit Kugelgelenk. Die Kerzen müssen stets senkrecht und nicht zu nahe unter einem Zweig stabil in den Haltern stecken.
- Die Kerzen am Baum stets von oben nach unten anzünden - und in umgekehrter Reihenfolge löschen, also von unten nach oben. Unbedingt im Zimmer bleiben, solange die Kerzen am Weihnachtsbaum brennen.
- Kerzen nur anzünden, so lange der Baum noch nicht ausgetrocknet ist.
Auf Wunderkerzen, schon allein der Umwelt zuliebe, verzichten.
- Ratsam ist, bei der Weihnachtsbeleuchtung geprüften (Prüfzeichen VDE, GS) und gekennzeichneten elektrischen Baumschmuck zu verwenden, das ist die sicherste Option.
- Ausgetrocknete Zweige und Bäume rechtzeitig entfernen.
- Stets einen mit Wasser gefüllten Eimer bereit halten: Ein Funke reicht aus, damit ein ausgetrockneter Christbaum fast explosionsartig abbrennt.

Weihnachtskerzen

Weitere hilfreiche Infos und Tipps gibt es hier


Weitere Motive zur "Historischen Wache 1"

Fahrzeughalle 03

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Fahrzeughalle: Links die Spinde und geradeaus der Zugang zu den Mannschaftsräumen und der Wachzentrale.

Fahrzeughalle 05

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Jeder Feuerwehrmann hat einen eigenen Spind – und alles in Sekundenschnelle im Zugriff.

Fahrzeughalle 04

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Fahrzeughalle: Links die Spinde und geradeaus der Zugang zu den Mannschaftsräumen und der Wachzentrale.

Sanarena 03

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Im Keller der „Remisen“ ist die „San-Arena“, ein Übungsbereich der San-Abteilung, untergebracht. Wie rettet man Menschen aus beengten Wohnverhältnissen? Verzwickte Situationen werden hier nachgestellt und trainiert.

Sanarena 04

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Auch die medizinische Versorgung will geübt sein: Die Handgriffe beim Anlegen von Geräten müssen sitzen.

Bekleidungskammer 01

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Bekleidungskammer – Stiefel in allen Größen...

Bekleidungskammer 06

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…und natürlich auch Westen, Jacken, Handschuhe, T-Shirts...

Dachboden 01

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Der Dachboden: Hier weht der Geist der vergangenen 120 Jahre.

Fahrzeughalle 02neu

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Blick in die Fahrzeughalle der Historischen Wache 1 mit modernen Löschfahrzeugen. Aus diesem Winkel haben einst die Pferde aus ihren Boxen auf die Lösch-Wagen in Richtung der Ausfahrttore geblickt.

Fahrzeughalle 01

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Ohne sie läuft kein Wasser: Gereinigte Feuerwehr-Schläuche lagern in der Fahrzeughalle.

Fahrzeughalle 08

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Ohne sie läuft kein Wasser: Gereinigte Feuerwehr-Schläuche lagern in der Fahrzeughalle.

Tueren Details 11

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Überall am und im Gebäude ist Nostalgisches zu entdecken. Ob faszinierend gefertigte Türen, uralte Klinken oder Garderoben-Haken (Fahrzeughalle).

Fahrzeughalle 06

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Überall am und im Gebäude ist Nostalgisches zu entdecken. Ob faszinierend gefertigte Türen, uralte Klinken oder Garderoben-Haken (Fahrzeughalle).

Tueren Details 09

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Überall am und im Gebäude ist Nostalgisches zu entdecken. Ob faszinierend gefertigte Türen, uralte Klinken oder Garderoben-Haken (Fahrzeughalle).

Tueren Details 07

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Überall am und im Gebäude ist Nostalgisches zu entdecken. Ob faszinierend gefertigte Türen, uralte Klinken oder Garderoben-Haken (Fahrzeughalle).

Garten 01

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Was für ein Idyll: Wiesenstück und alter Baumbestand auf der Ost-Seite der Feuerwache.

Kopfbau 01

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Das Innere des hinteren Kopfbaus (Abschluss der „Remisen“), der von außen einem Freilichtmuseum zu entstammen scheint. Hier war einst auch die Lackiererei untergebracht.

Kueche 02

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Die Küche der Feuerwache. Täglich wurden beeindruckende Portionen zubereitet.

Nachrichtentechnik 01

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Riesige Technikschränke, im Aussehen von hochmodern bis geradezu antik, stehen im Souterrain der Feuerwache. Hier laufen die Daten der Feuermelder aus dem Stadtgebiet ein.

Remisenblick 01

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Blick von oben auf das Wachgelände: links das rund 80 Meter lange „Remisen“-Gebäude, gegenüber das Werkstättengebäude mit Schmiede, Schreinerei und Schlosserei und rechts im
Vordergrund der Turm und das westliche Eck der Historischen Feuerwache 1.

Ruhebereich 01

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Feuerwehrleute schlafen nachts nicht, sie ruhen. In der Historischen Wache waren bis zu sechs Leute in einem Ruheraum untergebracht.

Schneiderei 01

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Verschiedene Facetten der Schneiderei unter dem Dach des „Remisen-Trakts“: Maßnehmen und Anpassen...

Schneiderei 03

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...Knöpfe, Knöpfe, Knöpfe...

Schneiderei 04

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...und der Zuschneidetisch...

Sportkeller 01

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Trainiert wurde im Keller des Wachgebäudes.

Sportkeller 02

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Klimmzüge inmitten von Heizungsrohren und Haustechnik.

Brandschutzerziehung 01

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Was kann ich als Kind tun, wenn es brennt? Volle Aufmerksamkeit bei der Brandschutzerziehung im Wachgebäude.

Brandschutzerziehung 05

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Schon mal eine Atemschutzgerät aus der Nähe gesehen?

Brandschutzerziehung 07

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Wow, ganz schön schwer, so ein Helm mit Schutzbrille!

Brandschutzerziehung 10

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Die Kinder staunen, was in so einem Löschfahrzeug alles Platz hat: lauter Utensilien, die Leben retten können.

Kueche 04

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In der Küche geht es stets um enorme Portionen – das gilt schon für die Beilagen.


Auszug aus der Dokumentation "Charme.Alarm"

Charme Alarm Ansicht

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Wo Brennt´s denn?... Verzwickte Fälle? Ab in die "SAN-Arena"!... Was tun, wenn Papa vor allem der Feuerwehr gehört?...

Tipp!

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Jahreskalender 2023 - Feuereifer

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