Selbstschutz und Vorsorge

Schutz der Bevölkerung in Nürnberg

Abteilung Bevölkerungsschutz der Berufsfeuerwehr Nürnberg., Bild © Feuerwehr Nürnberg

Unter dem Begriff „Bevölkerungsschutz“ werden alle nicht-polizeilichen und nicht-militärischen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und ihrer Lebensgrundlagen zusammengefasst. Der Bevölkerungsschutz umfasst dabei die zwei Bereiche Zivil- und Katastrophenschutz.

Zivilschutz

Der Zivilschutz greift im Verteidigungs- oder Spannungsfall, zum Beispiel bei Krieg oder militärischen Bedrohungen. Er dient dem Schutz der Zivilbevölkerung, von Betrieben und wichtigen Einrichtungen.

Katastrophenschutz

Der Katastrophenschutz greift bei Gefahren wie Naturkatastrophen, großen Unglücken sowie schnellen Gefahrensituationen, zum Beispiel:

  • extreme Wetterlagen wie Sturm oder Hitze
  • Hochwasser oder Überschwemmungen
  • Ausfall der Infrastruktur wie Wasser, Strom oder Gas
  • kriminelle oder terroristische Anschläge
  • Großschadensereignisse wie Flugzeugabsturz oder Explosion
  • Freisetzung chemischer, biologischer oder radioaktiver Gefahrstoffe
  • Störfälle in Industriebetrieben
  • Pandemie- oder Epidemie-Situationen
  • Bombenfunde aus dem Zweiten Weltkrieg

Was tut der Bevölkerungsschutz?

Vorbereitung auf mögliche Gefahren, zum Beispiel durch Warnsysteme und Notfallpläne.

Frühzeitige Information der Bevölkerung bei Gefahrenlagen mit Sirenen, Warn-Apps und Cell Broadcast.

Einsatzkräfte, Feuerwehren, Rettungsdienste, Technisches Hilfswerk und Hilfsorganisationen helfen vor Ort.

Behörden auf verschiedenen Ebenen arbeiten zusammen – Bund, Länder, Kommunen.

Wer ist beteiligt?

Kommunen und Länder tragen vor allem die Verantwortung bei Katastrophen und Notfällen.

Der Bund ist verantwortlich für den Zivilschutz und unterstützt Länder und Kommunen, zum Beispiel mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und dem Technischen Hilfswerk (THW).

Hilfsorganisationen wie Feuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz oder Johanniter sind wichtige Partner in der Hilfeleistung.

Bevölkerungsschutz in Nürnberg

In Nürnberg stehen für den Bevölkerungsschutz Helfer, Fahrzeuge und Gerätschaften von Rettungsdiensten, der Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk bereit. In einer Krisensituation entscheidet die Katastropheneinsatzleitung der Stadt unter der Leitung des Oberbürgermeisters oder seiner Stellvertreter über die zu treffenden Maßnahmen. Die Katastropheneinsatzleitung ist unterteilt in die Bereiche:

Die Koordinierungsgruppe der Stadt Nürnberg ist im Katastrophenfall die sogenannte „Führungsgruppe Katastrophenschutz“ (FügK). Diese trifft alle politisch-administrativen Entscheidungen.

Der „Einsatzstab Örtliche Einsatzleitung“ steht unter der Leitung des Örtlichen Einsatzleiters. Dieser entscheidet über alle operativ-taktischen Maßnahmen.

Beteiligte Behörden und Organisationen

Diese nicht-polizeilichen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) beteiligen sich ebenfalls am Bevölkerungsschutz. Die alphabetische Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird gegebenenfalls ergänzt.

In Kürze: Das Wichtigste zusammengefasst

Bevölkerungsschutz ist ein Oberbegriff für alle Maßnahmen, die Menschen, ihre Lebensgrundlagen und Versorgung im Krisen- oder Katastrophenfall schützen.

Der Katastrophenschutz schützt in Friedenszeiten vor den Folgen von Naturereignissen und Unglücken. Der Zivilschutz hingegen schützt im Verteidigungs- und Spannungsfall, beispielsweise bei einem Krieg, vor Gefahren.

Der Katastrophenschutz wird vor allem von Kommunen und Ländern geleitet, während der Bund für den Zivilschutz zuständig ist und Unterstützung leistet.

Feuerwehren, Rettungsdienste, Hilfsorganisationen, Technisches Hilfswerk und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).

Gute Vorbereitung im Alltag (Notfallvorsorge, Warn-Apps, Wissen über Verhalten bei Gefahren) macht Sie resilienter und wirkt im Ernstfall unterstützend.

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Aktualisiert am 15.01.2026, 12:19 Uhr