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Vollzeitpflege für Kinder und Jugendliche in Nürnberg

Hilfe zur Erziehung in Form von Vollzeitpflege


Hilfe zur Erziehung in Form von Vollzeitpflege

Pflegefamilien zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen gesucht!

Vollzeitpflege ist eine Form der Hilfe zur Erziehung (HzE) nach Paragraph 33 Sozialgesetzbuch VIII für Eltern, die ihr Kind nicht selbst erziehen können. Für diese anspruchsvolle Aufgabe suchen wir laufend Pflegefamilien. Interessiert? Dann freuen wir uns auf Sie!

§ 33 SGB VIII

„Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege soll entsprechend dem Alter und Entwicklungsstand des Kindes oder des Jugendlichen und seinen persönlichen Bindungen sowie den Möglichkeiten der Verbesserung der Erziehungsbedingungen in der Herkunftsfamilie Kindern und Jugendlichen in einer anderen Familie eine zeitlich befristete Erziehungshilfe oder eine auf Dauer angelegte Lebensform bieten. Für besonders entwicklungsbeeinträchtigte Kinder und Jugendliche sind geeignete Formen der Familienpflege zu schaffen und auszubauen.“


Kinder suchen liebevolle Pflegefamilien

Kinder, die nicht bei ihren Eltern leben können, suchen vorübergehend oder auf Dauer ein neues Zuhause.

Pflegekinder

  • können Babys, Klein-, Schulkinder oder Jugendliche sein.
  • sind Kinder, die für eine bestimmte oder unbestimmte Zeit oder auf Dauer nicht bei ihren Eltern leben können.
  • sind Mädchen oder Jungen, die manchmal Geschwister haben, mit denen sie gerne zusammenbleiben möchten.
  • kommen aus Familien, die häufig durch Krisen oder Probleme belastet sind.
  • sind junge Flüchtlinge, die ohne ihre Eltern aus armen, meist von Bürgerkrieg und Gewalt gezeichneten Ländern geflohen sind und hier auf eine bessere Zukunft hoffen.
  • bringen ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Erfahrungen mit.
  • haben besondere, auch manchmal schwierige Verhaltensweisen, aber ebenso ihre eigenen, besonderen Stärken.
  • haben nicht selten unsicheres Bindungsverhalten, da sie in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht haben, dass man sich auf die Beziehungen zu anderen Menschen nicht verlassen kann.
  • brauchen Menschen, die sich zuverlässig und liebevoll um sie kümmern und sie in ihrer Entwicklung unterstützen.
  • suchen ein Zuhause, in dem sie und ihre Herkunft angenommen werden.
  • benötigen (Pflege-)Eltern, die mit beiden Beinen auf dem Boden stehen.
  • bringen mehr Farbe in Ihre Familie!

Was sollen unsere Pflegefamilien mitbringen?

Wenn Sie Freude am Zusammenleben mit Kindern und Jugendlichen haben, geschickt im Umgang mit anderen Menschen und positiv eingestellt sind, dann sind bereits wichtige Grundvoraussetzungen erfüllt. Sie sollten außerdem:

  • sich vorstellen können, Kinder für eine bestimmte Zeit oder auf Dauer bei sich aufzunehmen
  • genügend Zeit, Geduld und Einfühlungsvermögen in die Bedürfnisse von Kindern haben
  • Verständnis für andere Lebensumstände aufbringen
  • bereit sein zur Zusammenarbeit mit den Eltern des Kindes und mit dem Jugendamt sowie anderen sozialen Diensten
  • sich nicht leicht aus der Ruhe bringen lassen
  • in stabilen und gesicherten familiären und finanziellen Verhältnissen leben
  • über ausreichend Wohnraum verfügen

Wir bereiten Sie auf diese Aufgabe vor und benötigen dann von Ihnen zur sogenannten formalen Eignungsfeststellung durch das Jugendamt:

  • einen Lebensbericht
  • den ausgefüllten Bewerberbogen (den Sie von uns erhalten)
  • ein aktuelles, erweitertes polizeiliches Führungszeugnis
  • ein ärztliches Attest
  • eine Verdienstbescheinigung

Formen der Familienpflege

Über die verschiedenen Formen von Vollzeitpflege, deren Anforderungen und über die Leistungen wie Beratung und Vergütung informieren wir Sie gerne auch persönlich.

Vollzeitpflege befristet

Kinder, deren Eltern aufgrund einer schwierigen persönlichen Situation vorübergehend nicht in der Lage sind für sie zu sorgen, werden für einen bestimmten Zeitraum in eine Pflegefamilie aufgenommen. Die Rückkehr des Kindes zu seinen Eltern ist in diesen Fällen geplant. Voraussetzung ist, dass die Eltern es schaffen, in einem für das Kind vertretbaren Zeitrahmen die Erziehungsverantwortung wieder selbst zu übernehmen.

Um die Beziehung des Kindes zu seinen Eltern zu erhalten, sind regelmäßige und häufige Besuchskontakte notwendig. Dafür ist eine enge Zusammenarbeit zwischen den Pflegeeltern, den leiblichen Eltern des Kindes und dem Allgemeinen Sozialdienst (ASD) sowie dem freien Träger der Jugendhilfe, der Sie im Auftrag des Jugendamts berät und Ihnen das Kind vermittelt hat, erforderlich.

Sozialpädagogische / Sonderpädagogische Vollzeitpflege

Kinder, die Entwicklungsbeeinträchtigungen, Behinderungen oder Einschränkungen haben, benötigen besondere Unterstützung und dafür geeignete Pflegepersonen. Gefragt sind Pflegeeltern, die sehr viel Erziehungserfahrung, ein besonderes Maß an Einfühlungsvermögen oder eine berufliche Qualifikation im pädagogischen oder medizinischen Bereich mitbringen. Über Anforderungen und Leistungen dieser Form von Vollzeitpflege informieren wir Sie gerne.

Vollzeitpflege

Die Pflegeeltern müssen sich zu Beginn eines Pflegeverhältnis auf in eine Phase der Ungewissheit über die Dauer des Pflegeverhältnisses einlassen. Können Eltern ihrer Erziehungsaufgabe auf Dauer nicht gerecht werden und besteht außerdem für das Kind keine Möglichkeit mehr, in der eigenen Familie aufzuwachsen oder in diese zurückzukehren, so verändert sich die Perspektive des Pflegeverhältnisses. Die Pflegekinder bleiben dann in der Regel bis zur selbständigen Lebensführung (zwischen 18 und 21 Jahren), also auf Dauer, in der Pflegefamilie.

Vollzeitpflege für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Derzeit finden wir dieses Thema häufig in den Schlagzeilen: Junge Menschen flüchten aus armen, meist von Bürgerkrieg und Gewalt gezeichneten Ländern. Sie haben gefahrvoll Tausende von Kilometern überwunden und hoffen auf eine bessere Zukunft.

Für einen Teil dieser Jugendlichen sucht das Jugendamt der Stadt Nürnberg in Kooperation mit zwei freien Trägern, den Rummelsberger Diensten für junge Menschen und dem Sozialdienst katholischer Frauen nach Pflegefamilien, die an dieser Aufgabe interessiert sind.


Verwandtenpflege - Vollzeitpflege bei Großeltern und Verwandten

Verwandte und Verschwägerte bis zum dritten Grad – also (Ur)Großeltern, Geschwister, Tanten, Onkel sowie Nichten und Neffen und ihre Ehepartner – benötigen keine behördliche Erlaubnis, um ein Kind von ihren Verwandten aufzunehmen. Sie müssen die Aufnahme auch nicht beim Jugendamt melden; so steht es im § 44 des Bundeskinderschutzgesetzes (Sozialgesetzbuch VIII – SGB VIII)1. Es ist ausreichend, wenn die Eltern, die in der Regel für das Kind die rechtliche Verantwortung haben, damit einverstanden sind, dass ihr Kind bei den Verwandten lebt.

Diese und eine Reihe weiterer Informationen enthält der Ratgeber des Jugendamts, der vom Bündnis für Familie herausgegeben wurde:


Kontakt mit der Fachstelle Vollzeitpflege des Jugendamts

Zuständig für die Eignungsfeststellung der Pflegebewerber und für allgemeine Fragen zur Vollzeitpflege

Jugendamt | Fachstelle Vollzeitpflege

Reutersbrunnenstraße 34

90429 Nürnberg

Telefon: 09 11 / 2 31-41 00

Telefon: 09 11 / 2 31-41 68

Telefon: 09 11 / 2 31-81 08

Zur verschlüsselten Übertragung Ihrer Nachricht:

Kontaktformular:
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<http://www.pflegekinder.nuernberg.de>

Werbung, Eignungsprüfung, Qualifizierung, Beratung und Begleitung

Die Werbung, Eignungsprüfung, Qualifizierung, Beratung und Begleitung von Pflegefamilien, die im Auftrag des Jugendamts der Stadt Nürnberg Kinder betreuen, nehmen freie Träger der Jugendhilfe wahr.

Rummelsberger Dienste für junge Menschen gGmbH

Pflegekinderwesen

Fenitzerstraße 48

90489 Nürnberg

Telefon: 09 11 / 5 80 79-8 10 und 5 80 79-8 07

<http://www.jugendhilfe-rummelsberg.de>

SOS Kinderdorf Nürnberg e.V.

Kinder-, Jugend- und Berufshilfe

Schweinauer Hauptstraße 29

90441 Nürnberg

Telefon: 09 11 / 9 29 83-0

<http://www.sos-jh-nuernberg.de >

Sozialdienst katholischer Frauen

Leyherstraße 31-33

90431 Nürnberg

Telefon: 09 11 / 3 10 78-0

<http://www.skf-nuernberg.de>

Weitere Informationen

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