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Literaturempfehlungen

Sie empfehlen, wir empfehlen...

Sie haben ein begeisterndes Buch gelesen? Sie durften einer gelungenen Hörspielproduktion lauschen? Sie möchten Andere an Ihrer Begeisterung teilhaben lassen? An dieser Stelle verleihen Sie und wir gemeinsam unserer Begeisterung für Literatur Ausdruck! In unregelmäßigen Abständen finden Sie hier wechselnde Empfehlungen ausgewählter Medien aus unserem Bestand. Begeistern Sie sich mit uns!


Zaza Burchuladse - Der aufblasbare Engel

Zaza Burchuladze: Der aufblasbare Engel / SL Bur, Ebene L1

Aus dem Georgischen von Maja Tabukashvili.
Berlin: Blumenbar-Verl., 2018 / 181 Seiten
Ein spannender Roman über Erfolg und Verbrechen im Georgien der Nullerjahre - Nino und Niko Gorosia, ein junges Ehepaar, das sich mit knappem Geld durchs Leben schlägt, sind die Hauptpersonen des „Aufblasbaren Engels“. Aus reiner Langeweile versuchen die beiden, bei einer Séance Kontakt zu einem Toten aufzunehmen. Und das gelingt. Von nun an verändert Gurdjieff, Guru, Esoteriker und Scharlatan, ihr Leben.

Autor

Der georgische Künstler und Schriftsteller Zaza Burchuladze lebt nachdem er in seiner Heimat von religiösen Extremisten öffentlich bedroht worden war seit 2014 in Berlin. Man dürfe die Hauptpersonen eines Romans nicht mit dem Autor gleichsetzen, nahm der georgische PEN sein Mitglied gegen diese Angriffe in Schutz.
Georgien war Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2018. Aus diesem Anlass wurde viel georgische Literatur übersetzt (und für die Stadtbibliothek gekauft). Eine wahre Fundgrube für alle, die sich für das Land im Kaukasus interessieren!

Tipp: Susanne Schneehorst, Bibliothekarin Stadtbibliothek Zentrum, Fachteam Literatur und Sprache


„Bühlerhöhe“ - ein Kriminalroman von Brigitte Glaser

„Bühlerhöhe“ - ein Kriminalroman von Brigitte Glaser/ L1, SL Gla

Die Handlung ist sorgfältig recherchiert, einfühlsam und spannend dargestellt.
Hauptfiguren sind zwei völlig verschiedene Frauen, die in der Nachkriegszeit ihre Ziele und Aufgaben vor politisch brisantem, aber auch sehr persönlichem Hintergrund verfolgen.

Der israelische Geheimdienst weiß von einem geplanten Attentat auf Konrad Adenauer, das während Adenauers Urlaub im titelgebenden Hotel „Bühlerhöhe“ (das es heute noch gibt) erfolgen soll. Die Agentin Rosa Silbermann, die als Kind im Schwarzwald aufwuchs und die Bühlerhöhe kennt, soll zusammen mit einem weiteren Agenten inkognito das Attentat verhindern. Dabei wird sie misstrauisch von Sophie Reisacher beobachtet. Die Hausdame des Hotels kämpft erbittert gegen ihren gesellschaftlichen Abstieg.

Zwei Frauen in einer Männerwelt, in der es um Macht, Geschäfte und alte Seilschaften geht und irgendwann um Leben und Tod. Neben Rosa und Sophie spielen noch das Zimmermädchen Agnes und ihre seltsame Schwester Walburg interessante Nebenrollen.

Verlag: Ullstein Taschenbuch Bd.28982
Seitenzahl: 444
Erscheinungstermin: 17. November 2017
Deutsch
ISBN-13: 9783548289823

Tipp: Renate Reichmacher, Mitarbeiterin Stadtbibliothek Zentrum


Echte Engländer - Tessa Szyszkowitz

Echte Engländer - Tessa Szyszkowitz / 940.3 Szy, Ebene K3

„Die spinnen, die Briten“ – diesem Seufzer von Obelix möchte in Zeiten des Brexit-Chaos mancher Kontinentaleuropäer zustimmen. Die Journalistin und Wahl-Londonerin Tessa Szyszkowitz beschreibt auf unterhaltsame Art die Gründe für die Austrittsentscheidung, die sie in vielen (falschen) Versprechungen, einer Abneigung der Briten gegenüber von außen auferlegten Regeln und einer geschichtlich und geographisch begründeten anderen Sichtweise auf Europa und die Welt verortet.

Vor allem beschreibt die Autorin aber die Erwartungen und Hoffnungen an ein „unabhängiges“ Großbritannien und dessen Möglichkeiten. Dies erfordert allerdings einen realistischen Blick zurück in die Vergangenheit des Empires. Auch zwischen den vier Landesteilen wachsen Spannungen und Uneinigkeit durch den Brexit, besonders in Nordirland. Und die Bevölkerung selbst spaltet sich immer mehr in zwei Lager, deren Versöhnung lange dauern wird. So sind alle Optionen mit Chancen, aber vielleicht mit noch größeren Risiken verbunden und es bleibt – gerade nach der Lektüre dieses Buches - das Bedauern, dass sich unsere Nachbarn für diesen Weg entschieden haben.

Verlag: Picus-Verlag,Wien
Seitenzahl: 263

Tipp: Birgit Racky, Bibliothekarin Stadtbibliothek Zentrum, Fachteam Sachliteratur


Curtis Dawkins - Alle meine Freunde haben wen umgebracht

Curtis Dawkins - Alle meine Freunde haben wen umgebracht / L1, SL Cur

Curtis Dawkins ist ein Mann der Sprache und des Schreibens, ein zukünftiger Autor.
2004 tötet er unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen bei einem Überfall einen Menschen. Dawkins erhält eine lebenslange Freiheitsstrafe ohne Bewährung.
Draußen, in der Freiheit, hinterlässt er drei Kinder und seine Lebensgefährtin.

In Individualität und der persönlichen Entscheidungskraft weitestgehend eingeschränkt, gibt es nicht mehr viele Möglichkeiten für ihn.
Er kann resignieren, sich willenlos anpassen oder einfach das Beste aus der Situation machen.

Und das hat Curtis Dawkins gemacht, indem er Stories aus dem Gefängnisalltag zu Papier brachte. Kurze, grobgezeichnete Skizzen über seine Mitgefangenen, in ihren Gesprächen wird Wahrheit und Lüge, Phantasie und Realität mit dem Wunsch nach Akzeptanz verknüpft. Kein Gefängnistagebuch, sondern Schilderung einer völlig
anderen Art des Lebens, in einer meist isolierten und unzugänglichen Welt.

Telefonanrufe nach draußen offenbaren die Einsamkeit der Menschen hinter und vor den Gittern. Sehr lesenswert, weil außergewöhnlich und farbig geschrieben.

Verlag: Suhrkamp Verlag, Berlin 2018
Seiten: 212

Tipp: Christiane Rumpf, Bibliothekarin, Fachteam Literatur und Sprache


T. C. Boyle - Wassermusik

Curtis Dawkins - Alle meine Freunde haben wen umgebracht / L1, SL Cur

Curtis Dawkins ist ein Mann der Sprache und des Schreibens, ein zukünftiger Autor.
2004 tötet er unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen bei einem Überfall einen Menschen. Dawkins erhält eine lebenslange Freiheitsstrafe ohne Bewährung.
Draußen, in der Freiheit, hinterlässt er drei Kinder und seine Lebensgefährtin.

In Individualität und der persönlichen Entscheidungskraft weitestgehend eingeschränkt, gibt es nicht mehr viele Möglichkeiten für ihn.
Er kann resignieren, sich willenlos anpassen oder einfach das Beste aus der Situation machen.

Und das hat Curtis Dawkins gemacht, indem er Stories aus dem Gefängnisalltag zu Papier brachte. Kurze, grobgezeichnete Skizzen über seine Mitgefangenen, in ihren Gesprächen wird Wahrheit und Lüge, Phantasie und Realität mit dem Wunsch nach Akzeptanz verknüpft. Kein Gefängnistagebuch, sondern Schilderung einer völlig
anderen Art des Lebens, in einer meist isolierten und unzugänglichen Welt.

Telefonanrufe nach draußen offenbaren die Einsamkeit der Menschen hinter und vor den Gittern. Sehr lesenswert, weil außergewöhnlich und farbig geschrieben.

Verlag: Suhrkamp Verlag, Berlin 2018
Seiten: 212

Tipp: Christiane Rumpf, Bibliothekarin, Fachteam Literatur und Sprache


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