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Stadtbibliothek im Bildungscampus Nürnberg

Zwischen Tradition und Innovation

Die Stadtbibliothek Nürnberg übernimmt als großstädtisches Bibliothekssystem mit einer Zentralbibliothek, sechs Stadtteilbibliotheken und zwei Fahrbibliotheken die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit einem vielseitigen und aktuellen Angebot, bestehend aus mehr als 900.000 Medien.

Erstmals in der fast 650-jährigen Geschichte der Stadtbibliothek, deren Bestände bis ins Jahr 1370 zurückreichen und die damit zu den ältesten kommunalen Bibliotheken im deutschsprachigen Raum zählt, wurden mit Bezug des neuen Gebäudes in zentraler Innenstadtlage die drei ehemaligen zentralen Bibliotheken (frühere Zentralbibliothek, die Musikbibliothek als zweitgrößte in Bayern und die Historisch-Wissenschaftliche Stadtbibliothek mit orts- und landeskundlichen Sammlungen sowie umfangreichen Altbeständen) unter einem Dach vereint.

Leseförderung, die herausragende Zusammenarbeit mit den Nürnberger Schulen und Interkulturelle Bibliotheksarbeit zählen seit vielen Jahren zu den Aufgabenschwerpunkten. Zudem bewahrt sie gemeinsam mit den Archiven und Museen das kulturelle Erbe der Stadt Nürnberg.

Die Stadtbibliothek ist Treffpunkt, Lernort und Ort kreativer Freizeitgestaltung für alle Generationen und Bevölkerungsgruppen. Sie unterstützt bei der Alltagsbewältigung und schafft Zugänge zur „Erlebniswelt Literatur“.

Die am 24. Oktober 2012 eröffnete Stadtbibliothek Zentrum lädt durch zahlreiche Arbeitsplätze zum Lesen, wissenschaftlichen Arbeiten oder Lernen ein. Gemütliche Sitzecken, z. B. eine Lounge in der Musikbibliothek oder die „Junge Bibliothek“, die als reine Freizeitbibliothek konzipiert ist, tragen zu einer hohen Aufenthaltsqualität und Wohlfühlatmosphäre bei. Die dezentralen Einrichtungen richten ihr Angebot auf die Stadtteile aus und stiften somit Identität und Identifikation.

Knapp 1 Million Besucherinnen und Besucher werden jährlich gezählt.

Mit ihren digitalen Angeboten und dessen Vermittlung spielt sie eine gestaltende Rolle für den gesellschaftlichen Wandel. Die Stadtbibliothek verbindet analoge und digitale Medien bzw. reale und virtuelle Welten. Das innovative Lernzentrum der Nürnberger Zentralbibliothek fördert als Lernort nicht nur das lebenslange Lernen, sondern entwickelt sich mit seinen Angeboten zunehmend als Experimentierort.

Nach dem Motto „Prinzip des freien Zugangs zu Information und Bildung“ bietet sie mit ihrem innovativen Gebührenmodell als derzeit einzige Großstadtbibliothek in Deutschland eine kostenlose Medienerstentleihung an. Die Stadtbibliothek leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Integration. Dies ist gerade im Hinblick auf den hohen Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund von mehr als 40 Prozent in Nürnberg von großer Bedeutung; ebenso im Hinblick auf die Herausforderungen, vor die die Stadtbibliothek bezüglich der Angebote für Flüchtlinge gestellt wird.

Innovativ in Nürnberg ist auch der Bildungscampus. Mit der Gründung des Bildungscampus Nürnberg im Jahr 2011 hat die Stadt neue Wege beschritten, indem sie ihre Stadtbibliothek und das Bildungszentrum (Volkshochschule) organisatorisch zusammengeführt hat. Das Hauptziel des Zusammenschlusses ist die Schaffung eines Zentrums für Bildung, Medien, Information und Kultur. Durch inhaltliche Verzahnung und systematische Kooperation werden die Angebote und Dienstleistungen beider Einrichtungen sinnvoll aufeinander abgestimmt, sodass ein Mehrwert für die Kundinnen und Kunden entsteht. Mit Einführung der Bildungsgscampus-Card Anfang 2015 existiert ein gemeinsamer Ausweis für alle Einrichtungen des Bildungscampus. Dies ist bislang einmalig in Deutschland.

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