Nicht immer ist ein Notfall als solcher sofort erkenntlich.
Deswegen gilt immer der Grundsatz: Im Zweifel lieber einmal zu viel als einmal zu wenig nach Hilfe rufen.
Und ganz wichtig: Dranbleiben, bis die Notrufzentrale selbst auflegt! Nur so kann sichergestellt werden, dass die Einsatzkräfte gut vorbereitet sind und alle wichtigen W-Fragen (Wo ist es passiert? Was ist passiert? Wer ist/Wie viele Menschen sind betroffen? Welche Verletzungen/Schäden gibt es?) sowie mögliche Rückfragen beantwortet sind
SOFORT
Bei Notfällen den Rettungsdienst 112 oder die Polizei 110 rufen!
Bei medizinischen Notfällen, Bränden, Unfällen und lebensbedrohlichen Notlagen kontaktieren Sie den Rettungsdienst. Auch wenn die Situation unklar ist, verständigen sie die 112. Wichtig: Die Fahrt mit dem Rettungswagen führt zu keiner schnelleren Behandlung im Klinikum. In Notaufnahmen erfolgt die Behandlung nach Schwere des Notfalls, nicht danach, wie man in diese eingeliefert wurde. In nicht-medizinischen Notsituationen, bei Straftaten und Unfällen ist die 110 die richtige Telefonnummer. Wenn kein akuter Notfall vorliegt, dann verständigen Sie am besten die örtlich zuständige Polizeiinspektion.
HEUTE
Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117 oder Krisendienst 0800 655 3000
Der ärztliche Bereitschaftsdienst hilft in nicht-lebensbedrohlichen Situationen, in denen umgehend Hilfe benötigt wird und die hausärztliche Praxis geschlossen hat. In besonderen Fällen kann der Bereitschaftsarzt auch kommen, wenn jemand zu krank ist, um selbstständig Hilfe aufzusuchen. Bei psychischen und sozialen Notlagen kann der Krisendienst informieren, entlasten, unterstützen und weitervermitteln. Es können sich sowohl Betroffene als auch Angehörige oder Bekannte von Menschen in Krisen melden.
DEMNÄCHST
Der Terminservice der 116 117 vermittelt Ärzt*innen/Therapeuten*innen
Telefonisch oder online können gesetzlich Versicherte Termine für eine psychotherapeutische Sprechstunde oder für ärztliche Praxen vereinbaren. Hinweis: Versuchen Sie zunächst immer Ihre hausärztliche Praxis zu erreichen. Sollten Sie diese zu den Sprechzeiten nicht direkt erreichen, versuchen sie es bitte erneut und hören Sie sich den Anrufbeantworter bis zum Ende an. Die Bandansage informiert Sie konkret über Erreichbarkeit und Vertretung. Sollten Sie darüber hinaus eine Unterstützung benötigen, rufen Sie die 116117 an.
GIFTNOTRUF
Der Giftnotruf ist unter 089 19240 für Notfallberatungen erreichbar
Bei einer Vergiftung oder dem Verdacht auf eine Vergiftung (durch z.B. Arzneimittel, Pflanzen, Drogen, Putzmittel, etc.) kann der Giftnotruf mit Informationen weiterhelfen. Wichtig: Treten bereits akute Symptome (z.B. Erbrechen) auf, dann sollte sofort die 112 verständigt werden. Der Rettungsdienst kontaktiert dann selbst den Giftnotruf.
