Nürnberg hat eine Vielzahl von wissenschaftlichen Einrichtungen zu bieten. Das Spektrum reicht von Bildender Kunst bis zu Künstlicher Intelligenz, von der Hochschule über Anwendungszentren bis hin zu altehrwürdigen Instituten. Alle zusammen bilden in Nürnberg ein agiles Innovationsnetzwerk, das die Wissenschaftsstadt Nürnberg auszeichnet. Ein ideales Umfeld für kreative Köpfe aus Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft.
Die Karte zeigt die Standorte der Nürnberger Universitäten und Hochschulen in blau (dunkelblau ist staatlich, hellblau ist privat) sowie die außeruniversitären Forschungsinstitutionen sowie Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen in grün.
Universitäten und Hochschulen
Studienvielfalt im urbanen Raum, das macht Nürnberg aus. Derzeit sind über 30.000 Studierende in der Halbmillionenstadt an staatlichen und privaten Hochschulen eingeschrieben.
Neben den Hochschulen ist die Vielzahl an außeruniversitären Forschungseinrichtungen, forschungsintensive Unternehmen und interdisziplinäre Kooperationen Aushängeschild für den Wissenschaftsstandort Nürnberg.
In den zahlreichen Gründer- und Innovationszentren werden frische Ideen lebendig. Die Startup-Szene ist bunt und lebendig und macht Nürnberg zu einem ausgewiesenen Hotspot für Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Innovation.
Staatliche Universitäten und Hochschulen
Die Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, 1662 von Jacob von Sandrart gegründet, ist die älteste Kunstschule im deutschsprachigen Raum. Zentrale Lehrbereiche sind die freien und angewandte Künste.
Die Akademie Galerie Nürnberg am Nürnberger Hauptmarkt, die Ausstellungshalle auf dem Campus sowie Die Vitrine an der Königstorpassage sind Präsentationsplattformen für die Realisierung studentischer Ausstellungskonzepte.
In Zukunft wird Nürnberg zu einem digitalen Zentrum für Kultur und Kreativität ausgebaut. Die Akademie der Bildenden Künste Nürnberg wird mit Mitteln des Freistaates Bayern zur Kunstschule der Digitalität „Bauhaus 4.0 Nürnberg“ weiterentwickelt. Mit dem Fokus auf die Nutzung digitaler Technologien im künstlerischen Prozess entstehen neue Forschungsschwerpunkte und Fachbereiche sowie Labors- und Werkstätten.
Die Evangelische Hochschule Nürnberg (EVHN) bietet Bachelor- und Masterstudiengänge in den Bereichen Soziale Arbeit, Gesundheit, Pflege, Erziehung, Bildung, Management sowie kirchlich-diakonische Studiengänge. Ein zentraler Fokus von Forschung an der EVHN ist die wissenschaftliche Reflexion gesellschaftlicher und sozialer Entwicklungen und deren Bedeutung für die Menschen sowie für Organisationen. Die EVHN ist eine staatlich anerkannte Hochschule der Ev.-Luth. Kirche in Bayern. Studierende aller Glaubensrichtungen und Weltanschauungen sind willkommen.
Mit einem Invest von 100 Millionen Euro entsteht eine lebendige Bildungsstätte für 2.000 Studierende und ein Zentrum kirchlichen Lebens am Rand der Nürnberger Altstadt. Die Evangelische Hochschule Nürnberg und die Rummelberger Diakonie bündeln ihre Kompetenzen in der Ausbildung für Sozial- und Gesundheitsberufe an einem Standort. Der neue Campus soll im Jahr 2026 an den Start gehen.
Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) ist eine der forschungsstärksten Universitäten in Deutschland und mit rund 40.000 Studierenden die größte in Nordbayern.
Die FAU ist am Standort Nürnberg an diversen Standorten vertreten.
- In der Innenstadt ist der Fachbereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften angesiedelt (FAU WiSo), eine der renommiertesten Einrichtungen seiner Art mit über 6.000 Studierenden, über 50 Lehrstühlen und Professuren, weltweiten Kontakten und einem der vielfältigsten Fächerangebote im deutschsprachigen Raum.
- Im Nürnberger Südosten, in der Nähe des Dutzendteichs liegt der Campus Regensburger Straße. Dieser ist ein Teil der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie. Am Campus Regensburger Straße befinden sich u.a. Teile des Departments Pädagogik, der überwiegende Teil der Fachdidaktiken, eine Geschäftsstelle des Zentrums für Lehrerinnen- und Lehrerbildung und Verwaltungseinrichtungen. Aufgrund der maroden baulichen Situation am Campus Regensburger Straße wird aktuell nach Standortalternativen gesucht.
- Auf dem ehemaligen AEG-Gelände im Westen Nürnbergs sind unter anderem ein Helmholtz-Institut, der Energiecampus und das Wasserstoffzentrum für Bayern untergebracht. Daneben forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum Beispiel an Wirtschaftsinformatik, Konstruktionstechnik und Fertigungsautomatisierung.
Dort forscht auch der interdisziplinäre NCT Nuremberg Campus of Technology sozio-technologische Systeme für die nachhaltige Gestaltung urbaner Lebens- und Arbeitsräume.
Seit 1991 ist Nürnberg Standort der FernUniversität in Hagen und firmiert seit 2021 unter dem Namen Campus Nürnberg.
Hervorgegangen aus dem Meistersinger-Konservatorium und der kommunalen Doppelhochschule Nürnberg-Augsburg, wurde in Nürnberg 2008 die dritte staatliche Musikhochschule Bayerns errichtet. Im Herzen der Metropolregion Nürnberg werden rund 400 Studierende in den grundlegenden Studienbereichen der künstlerischen und künstlerisch-pädagogischen Ausbildung unterrichtet.
Die Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm (Ohm) ist eine Hochschule für angewandte Wissenschaften. Mit rund 13.000 Studierenden ist sie bundesweit eine der größten ihrer Art.
Die Ohm ist ein Ort der Möglichkeiten für Forschen, Lehren und lebenslanges Lernen: Sie erforscht die Schlüsselfragen unserer Gesellschaft, entwickelt und realisiert Ideen für die Welt von heute und morgen. Sie wirkt stark in der Metropolregion Nürnberg und darüber hinaus. Moderne Lehr- und Lernformate sowie das breite und praxisorientierte Studienangebot eröffnen den Studierenden hervorragende Berufsperspektiven.
International, interdisziplinär, digital und nachhaltig – so sieht das Leitbild der neuen Technischen Universität Nürnberg aus. Die Technische Universität Nürnberg, kurz UTN, wurde am 01.01.2021 durch den Freistaat Bayern gegründet und entsteht auf dem 37 ha großen Gelände des ehemaligen Südbahnhofs. Die Grundsteinlegung des ersten Gebäudes fand am 18.11.2022 statt, die Einweihungsfeier des ersten Gebäudes auf dem Campus – des Cube One – fand am 18.10.2024 statt.
Sowohl städtebaulich als auch konzeptionell soll die UTN neue Maßstäbe setzen. Der neue Campus soll sich mit modernsten Gebäuden, die sich durch qualitätsvolle Architektur, nachhaltige Materialien und höchste Energieeffizienz auszeichnen, und viel öffentliches Grün harmonisch in den urbanen Kontext im gerade entstehenden Stadtteil Lichtenreuth einfügen. Konzeptionell wird die UTN durch ein hohes Maß an fachlicher Interdisziplinarität, Digitalität und Internationalität ein Leuchtturm in der deutschen Universitätslandschaft werden.
Insbesondere die Verknüpfung verschiedener Disziplinen um gesellschaftlich relevanten Fragestellungen zu begegnen ist ein Charakteristikum der neuen Universität. Aktuell wird in zwei Departments gelehrt: dem Department Computer Science & Artificial Intelligence und dem Department Liberal Arts & Social Sciences. Bis 2030 erfolgt der nächste Entwicklungsschritt mit der Etablierung drei neuer Departments unterschiedlicher Disziplinen: Biological Engineering, Mechatronic Engineering und Natural Sciences. Unter Berücksichtigung neuster Forschungserkenntnisse entwickelt die UTN ein Lehr-Lern-Konzept, um zukunftsgerichtetes Lernen und Lehren voranzutreiben. Der erste Masterstudiengang „Robotics and AI“ startete im Wintersemester 2023/24. Ein zweiter Masterstudiengang folgt 2025.
In der Endausbaustufe soll die Universität Raum für 6.000 Studierende, 200 Professorinnen und Professoren sowie 2.000 Mitarbeitende bieten. Damit diese Menschen jeden Tag das Campusareal gut erreichen können, ist eine Verlängerung der Straßenbahntrasse geplant
Private Hochschulen und Studienzentren
Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen
Am Campus Future Driveline in Nürnberg wird an zukunftsfähigen Antriebskonzepten für die Schwerlastmobilität geforscht. Der Campus Future Driveline ist eine gemeinsame Initiative der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm (THN), der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und des Unternehmens MAN Truck & Bus (MAN).
Der Energie Campus Nürnberg ist ein Energieforschungszentrum, das am Standort aufAEG neue Technologien für ein ganzheitliches Energiesystem entwickelt.
Das Bundesamt hat die Aufgabe wissenschaftliche Forschung zu Migrations- und Integrationsthemen zu betreiben. In Anlehnung an die Kernaufgaben des Bundesamtes betrachtet das Forschungszentrum das Migrationsgeschehen nach und von Deutschland und analysiert die Auswirkungen von Migrationsprozessen.
Das Fraunhofer IIS gehört als größtes Fraunhofer-Institut zur Weltspitze der Anwendungsforschung und ermöglicht bahnbrechende Produkte und Services für die digitale Welt von morgen. Die große Leistungsfähigkeit des Instituts fußt dabei auf vier Kernkompetenzfeldern: Künstliche Intelligenz, Mikroelektronik, Datenerfassung und -analyse sowie Signalverarbeitung und Datenübertragung.
Das Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien (HI ERN) erforscht und entwickelt material- und prozessbasierte Lösungen für eine klimaneutrale, nachhaltige und kostengünstige Nutzbarmachung erneuerbarer Energien. Das HI ERN ist Teil des Forschungszentrums Jülich und arbeitet eng mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und dem Helmholtz-Zentrum Berlin zusammen."
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) erforscht den Arbeitsmarkt, um politische Akteure auf allen Ebenen kompetent zu beraten. In der Reihe „Nürnberger Gespräche“ diskutieren Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis aktuelle und drängende Probleme des Arbeitsmarktes.
Das 1852 gegründete Germanische Nationalmuseum (GNM) ist mit über 1,3 Millionen Objekten und 25.000 m² Ausstellungsfläche das größte kulturhistorische Museum des deutschen Sprachraums. Es ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und das einzige kulturhistorische Museum unter den acht Forschungsmuseen dieser Wissenschaftsgemeinschaft.
Das technisch-wissenschaftliche Forschungszentrum „Nuremberg Campus of Technology“ (NCT) der beiden Kooperationspartner Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm (THN) ist ausgerichtet auf die technologischen Herausforderungen und Chancen, die sich für Städte der Zukunft ergeben. Mit dem Konzept „Engineering for Smart Cities“ nimmt der NCT aktuelle Entwicklung des Industriestandortes Nürnberg und der Region auf und knüpft an die von der Metropolregion Nürnberg identifizierten relevanten Kompetenzfeldern sowie an Forschungsschwerpunkte von Unternehmen in der Region an.
Das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) ist ein Non-Profit-Institut zur Erforschung von Konsum- und Marktentscheidungen. Gleichzeitig ist es Gründer der GfK SE. Seine Gründung im Jahr 1934 markiert den Beginn der Marktforschung in Deutschland.
Die neue Hochschul-Einrichtung ist ein Kooperationsprojekt der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm und des Klinikums Nürnberg.
Das Ohm Innovation Center (OIC) der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm ist das bundesweit größte landesfinanzierte Forschungsgebäude einer Hochschule für angewandte Wissenschaften. Auf über 8.000 m² vereinen modernste Labore, flexible Projektflächen, ein Maker Space und eine dreistöckige Drohnenflughalle die zentralen Bausteine für Spitzenforschung.
Im Pflegepraxiszentrum Nürnberg werden neue Pflegetechnologien in unterschiedlichen Pflegesettings im Echtbetrieb erprobt und wissenschaftlich ausgewertet.

Neu in Nürnberg
Die Halbmillionenstadt Nürnberg ist High-Tech-, Industrie und innovativer Dienstleistungsstandort und das urbane Zentrum der Metropolregion Nürnberg. Wer kreative Gesellschaft, ein agiles Innovationsökosystem und belebte Quartiere schätzt, ist in Nürnberg genau richtig.
Für Studierende und Wissenschaftler gibt es besondere Möglichkeiten hinsichtlich der Erlangung von Aufenthaltstitel.
Bei der Gewinnung und Bindung von Spitzenkräften wie exzellenten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern spielen Doppelkarrieren eine große Rolle. Das Dual Career Netzwerk Nordbayern ist ein Zusammenschluss von 17 Wissenschaftseinrichtungen, das Partnerinnen und Partner von neu Berufenen bei ihrer beruflichen Neuorientierung unterstützt.
Herzlich Willkommen in Nürnberg! Die Stadt Nürnberg bietet ein großes Portfolio an digitalen Bürgerservices, die das Ankommen hier leichter machen.
Attraktives und bezahlbares Wohnen ist für Studierende nicht immer einfach zu finden. Unterstützung rund um das Thema studentisches Wohnen bietet das Studentenwerk Erlangen-Nürnberg.
Studieren heißt in Bewegung sein. Um sicher und komfortabel von A nach B zu kommen, bieten die Verkehrsbetriebe Studierenden so Einiges.
Ob nun um sich das eine oder andere Extra leisten zu können, erste Erfahrungen im eigenen Fachbereich zu sammeln oder einen substanziellen Beitrag zur Studienfinanzierung zu leisten, Jobs sind bei Studierenden immer ein Thema. Gut, wenn man bei der Suche nach der richtigen Tätigkeit Unterstützung bekommt.
