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Technische Universität Nürnberg

Strukturplanung der Technischen Universität Nürnberg aus der Vogelperspektive.

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Im neuen Stadtquartier an der Brunecker Straße im Süden Nürnbergs entsteht die Technische Universität Nürnberg. Ab Herbst 2022 nimmt die Uni ihren vorläufigen Studienbetrieb auf. Träger der Universität ist der Freistaat Bayern.


Fakten zum Projekt

Lage

Der Campus der Universität entsteht auf einem 37 Hektar großen Areal im Nürnberger Süden im Stadtteil Lichtenreuth. Das Areal befindet sich südlich des Innenstadtgürtels zwischen dem Hasenbuck und dem Naherholungsgebiet Volkspark Dutzendteich. Es wird begrenzt durch die Ingolstädter Straße im Norden, den Rangierbahnhof samt zugehöriger Siedlung im Süden sowie die Münchener Straße im Osten.

Die neue Universität ist für das südliche Drittel des Geländes vorgesehen. Sie wird durch eine Verlängerung der Straßenbahnlinie 7 bis zur Bauernfeindstraße mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar sein. Kern sind dabei zwei Straßenbahnhaltestellen im Norden und Süden des Campus. Sie sind in einem Bewegungsradius von 300 Metern zu erreichen. Innerhalb des Campus sollen Zu-Fuß-Gehen, Fahrräder und Roller als Fortbewegungsmittel eine große Rolle spielen. Leitbild der TU ist, ein urbanes, weitgehend autofreies und lebendiges Areal zu schaffen.

Die Landschaftsplanung sieht klare Abgrenzungen zu den urbanen Bereichen im Norden und Westen, dem geplanten Stadtpark und den Wohngebieten, vor. Auf der Ostseite, im Übergang zur stark befahrenen Münchener Straße und dem nordöstlich angrenzenden Volkspark Dutzendteich, werden die naturnahen Strukturen erhalten und gestärkt. Sie bilden eine wichtige Biotop- und Freiraumverbindung, die eine räumliche Zäsur zwischen Straßenraum und Campus bilden. Das Hochschulgelände wird damit durch öffentliche Grünflächen, Plätze, Pocket-Parks und grüne Nischen geprägt werden.

Flächen

Der Freistaat Bayern hat 37 Hektar für den Bau der Universität erworben.

Künftige Nutzung

Ein Strukturkommission aus deutschen und internationalen Experten der Hochschul- und Forschungslandschaft erarbeitete ein Konzept für die Technischen Universität Nürnberg. Bis zu 6.000 Studierende können im Zukunftsfeld „Technikwissenschaften“ forschen und lernen. In der Universität sollen Technik-, Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften inter- und transdisziplinär zusammenwirken. Es entstehen sechs Departments: Mechatronic Engineering, Quantum Engineering, Biological Engineering, Computer Science and Engineering, Humanities and Social Sciences, Natural Sciences and Mathematics. Besonders wichtig ist die internationale Ausrichtung der Uni.

Träger

Das Grundstück, auf dem die Technische Universität Nürnberg gebaut wird, gehört dem Freistaat Bayern. Er gründet die neue Universität.

Kosten

Rund 1,2 Milliarden Euro will der Freistaat Bayern in die neue Technische Universität Nürnberg investieren.

Zeitplan

Am 9. Dezember 2020 hat die bayerische Staatsregierung den Gesetzentwurf zur Errichtung der Universität beschlossen. Somit konnte die Technische Universität Nürnberg zum 1. Januar 2021 gegründet werden. Dr. Markus Zanner hat das Amt des Kanzlers der neuen Universität angetreten. Das Gründungsteam – unter anderem mit dem Präsidenten, der Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Internationales, dem Kanzler sowie dem Leiter des Gründungs-Chairs des Departments für Engineering – wird zunächst vorübergehend in denkmalgeschützten Räumlichkeiten in der Ulmenstraße 52 mit seiner Arbeit beginnen. Mit der Berufung der ersten Professuren startet auch der Technologietransfer Wissenschaft-Wirtschaft in den nächsten Jahren. Nach dem kompletten Ausbau sollen an der Uni bis zu 6.000 Studierende lernen und über 2.000 Personen arbeiten.

Am 30. April 2021 traf die Entscheidungskommission über die Strukturplanung des Campus’ ihre Auswahl und entschied sich für den Entwurf des Teams Ferdinand Heide. Am 6. Mai 2021 erteilte die Stadt den Vorbescheid für das erste Gebäude, am 27. August 2021 folgte dann der Spatenstich für den Bau. Das sogenannte Verfügungsgebäude schafft erstmals Raum für den Start der neuen Universität. Das Gebäude hat sechs Geschosse und eine Fläche von 8.000 Quadratmetern. Dort werden mit dem Gründungspräsidium und der zugehörigen Verwaltung rund 120 Mitarbeiter einziehen. Es ist der erste Komplex auf dem 37 Hektar großen Gesamtareal am ehemaligen Südbahnhof.

Im April 2022 beschlossen der Stadtplanungs- und Umweltausschuss den Rahmenplan mit Freiraumplanung für den Neubau der Technischen Universität Nürnberg. Damit steht die Grundlage für weitere planerische und bauliche Entwicklungen auf dem Areal. Die bauliche Entwicklung beginnt mit einem ersten Bauabschnitt im Norden des Areals. Dort entstehen das Präsidiumsgebäude der künftigen Hochschulleitung sowie erste Departments einzelner Fachbereiche, ein Parkhaus und ein Studierendenwohnheim.

Ab Herbst 2022 nimmt die Universität ihren vorläufigen Studienbetrieb auf – zunächst mit einer ersten Lehrveranstaltung des Gründungs-Chairs des Departments Engineering und zum Wintersemester 2023/2024 mit einem interdisziplinären Master-Studiengang. Der Ministerrat der Bayerischen Staatsregierung hat in der Kabinettsitzung am 26. April 2022 die Konzeption hierfür beschlossen. Während die reine Wissensvermittlung digital erfolgt, werden in modernen Präsenzveranstaltungen die Inhalte vertieft und Kompetenzen entwickelt.

Stadtrat und Ausschüsse

Auch Stadtrat und Ausschüsse beschäftigen sich mit dem Thema Technische Universität Nürnberg. Hier eine chronologische Übersicht der Sitzungen.


Bilder zum Projekt

Das Uni-Gelände im Modell.

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Das Uni-Gelände: Rund 37 Hektar Fläche sind für die Technische Universität Nürnberg vorgesehen.

Strukturplanung der Technischen Universität Nürnberg aus der Vogelperspektive.

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Strukturplanung für die Technischen Universität Nürnberg aus der Vogelperspektive. Entwurf des Teams Ferdinand Heide (Frankfurt a. M.).


Neues Stadtquartier an der Brunecker Straße

Mehr Details zum neuen Stadtquartier an der Brunecker Straße finden Sie auf unserer Informationsseite zum Thema.


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Stadtentwicklungsprojekte ziehen manchmal große Veränderungen im Stadtbild nach sich und werden in der Öffentlichkeit rege diskutiert. Ausgewählte Projekte stellen wir Ihnen auf unserer Seite „Stadtentwicklung“ in loser Folge vor.


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Aktualisiert am 08.05.2022, 09:30 Uhr

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