Die Stadt Nürnberg will für ihre Bürgerinnen und Bürger alle Informationen möglichst leicht verständlich anbieten. Für alle Medien gilt: Eine einfache und leicht zugängliche Sprache und Struktur hilft jeder Zielgruppe. Dies ist besonders bei Leichter Sprache der Fall.
Warum in Leichter Sprache kommunizieren?
Leichte Sprache ist maximal vereinfacht und korrekt. Sie lässt Personen mit eingeschränktem Leseverständnis selbstständig an Informationen teilhaben. Die Stadt Nürnberg informiert dazu auf einer Internetseite in Leichter Sprache:
Die Übersetzungen in Leichte Sprache werden von Fachpersonen (Übersetzungsbüros) erstellt. Diese beachten die sprachlichen Regeln und übersetzen DIN-konform. Wichtig sind neben den sprachlichen Regeln aber auch die Vorgaben zum Layout. Für Gestaltende sind diese verbindlich. Beispielsweise müssen die Zeilenumbrüche und der sogenannte Medio·punkt (Lesehilfe) übernommen werden. Alle wichtigen Informationen finden Sie demnächst in unseren Templates bei den Downloads und als Übersicht weiter unten auf dieser Seite:
Leichte-Sprache-Publikationen müssen (und sollen) nicht gleich aussehen. Die Textart soll erkennbar sein. Die Publikation soll Lust aufs Lesen machen und Neugier wecken. Außerdem muss die Publikation als Angebot in Leichter Sprache gekennzeichnet sein (Label).
DIN A5-Broschüre
DIN A4-Infosheet in s/w zum Selbstausdruck
Ablauf
Gestaltende kommen dann ins Spiel, wenn der Text (mit Abbildungen) final vorliegt. Die zuständige Dienststelle sucht ein Grafikbüro. Nach dem Zuschlag arbeitet das Grafikbüro eng mit der Fachstelle Barrierefreie Kommunikation zusammen. Hier sehen Sie den Ablauf grob zusammengefasst:
Das Grafikbüro informiert sich zu den Standards der Stadt Nürnberg. Dazu dienen die Informationen auf dieser Seite. Gern informiert die Fachstelle Barrierefreie Kommunikation auch in einem Termin (persönlich oder online). Alle wichtigen Vorlagen sind bei den Downloads zu finden:
Das Grafikbüro erstellt den ersten Entwurf und schickt diesen als PDF-Datei an die Fachstelle Barrierefreie Kommunikation. Die Fachstelle und die auftraggebende Dienststelle prüfen den Entwurf. Das Grafikbüro erhält den Entwurf mit Anmerkungen von der Fachstelle Barrierefreie Kommunikation zurück.
Das Grafikbüro erstellt den zweiten Entwurf und schickt diesen als PDF-Datei an die Fachstelle Barrierefreie Kommunikation. Die Fachstelle und die auftraggebende Dienststelle prüfen den Entwurf. Das Grafikbüro erhält den Entwurf mit Anmerkungen von der Fachstelle Barrierefreie Kommunikation zurück.
Oft reichen zwei Entwürfe aus
In der Regel muss das Grafikbüros keinen dritten Entwurf mehr erstellen. Dies ist nur dann nötig, wenn das Grafikbüro die Anmerkungen nicht umgesetzt hat.
Der letzte Entwurf passt? Dann gibt die Fachstelle Barrierefreie Kommunikation diesen Entwurf frei.
Das Grafikbüro erstellt nun auf Grundlage des freigegebenen Entwurfs die Druckdaten für die Druckerei (Druckdaten-PDF) und schickt diese an die auftraggebende Dienststelle (Fachstelle Barrierefreie Kommunikation in Cc nehmen).
Wählen Sie eine ausreichende Schriftgröße und einen ausreichenden Zeilenabstand. Beides ist in den InDesign-Templates in Absatz- und Zeichenformaten festgelegt. Templates gibt es für diese Formate: A3 (Aushang), A4, A5 und A6 (einfache Karte).
Verwenden Sie nur die Auszeichnungen, welche im Text vorgegeben sind (meist nur Fettdruck).
Verwenden Sie keine farbige Schrift. Die CD-Vorgaben für Schriftfarbe und Schrifthintergrund sind optimiert einsetzbar. Mehr Informationen finden Sie hier:
Setzen Sie den Text linksbündig und im Flattersatz.
Jeder Satz beginnt in einer neuen Zeile. Die Zeilenumbrüche im Text müssen so übernommen werden.
Trennen Sie keine Wörter am Zeilenende. Halten Sie sich an die Textvorlage.
Der ganze Absatz passt nicht mehr auf eine Seite? Dann setzen Sie den gesamten Absatz auf eine neue Seite.
Wichtig:
Sie müssen zum Beispiel aus Platzgründen vom zugelieferten Text abweichen? Dann müssen Sie sich mit der Fachstelle Barrierefreie Kommunikation abstimmen.
Verändern Sie nicht die Reihenfolge der Absätze. Der Text wurde vom Übersetzungsbüro sinnvoll strukturiert. Diese Struktur ist bindend.
Die Überschriftenhierarchie wird durch unterschiedliche Schriftgrößen verdeutlicht. Übernehmen Sie diese aus dem Text. Die Überschriftenhierarchie ist gekennzeichnet als header 1, header 2, header 3.
Setzen Sie Überschriften fett.
Nutzen Sie ausreichend Weißraum.
Glossar: Manchmal sind Worterklärungen nötig. Diese können je nach Gestaltung und Format als alphabetisch sortiertes Glossar am Ende, als Einschub im Text, in einem Hinweiskasten oder am Seitenrand umgesetzt werden. Dies wird nach Rücksprache mit der Fachstelle Barrierefreie Kommunikation entschieden.
Wichtig:
Sie müssen vom zugelieferten Text abweichen? Dann müssen Sie sich mit der Fachstelle Barrierefreie Kommunikation abstimmen.
Verändern Sie die Abbildungen nicht. Die Abbildungen sind bereits zielgruppengeprüft. Abbildungen für Leichte Sprache werden nach bestimmten Kriterien ausgewählt (eindeutig, gut erkennbar, kontrastreich).
Bieten Sie die Abbildungen in ausreichender Größe an.
Platzieren Sie keine Schrift auf Abbildungen .
Fügen Sie Abbildungen rechts vom Text ein. Sie müssen einen Bezug zu dem inhaltlich zugeordneten Absatz haben. Manchmal können Abbildungen auch unter dem Absatz oder links daneben eingefügt werden. Piktogramme können auch links vom Text eingefügt werden. Wichtig: einheitlich umsetzen.
Wichtig:
Sie müssen vom zugelieferten Text abweichen? Dann müssen Sie sich mit der Fachstelle Barrierefreie Kommunikation abstimmen.
Einseitiges Produkt: Geben Sie das Impressum in Standardsprache an. Eventuell ist auch eine kleinere Schriftgröße sinnvoll.
Zweiseitiges Produkt: Geben Sie das Impressum in Standardsprache an. Eventuell ist auch eine kleinere Schriftgröße sinnvoll.
Mehrseitiges Produkt: Geben Sie das Impressum in Leichter Sprache an. Sie bekommen den Textbaustein entweder in der Textvorlage oder von der Fachstelle Barrierefreie Kommunikation geliefert.
Auf Verständlichkeit geprüfter Text
Texte, die auf Verständlichkeit geprüft sind, zeichnet die Stadt Nürnberg durch ein eigenes Label aus. Das Label ist verbindlich. In den Templates ist das Label mit Wasserzeichen eingefügt. Die Fachstelle Barrierefreie Kommunikation vergibt das Label erst nach Freigabe.
Texte, die nicht auf Verständlichkeit geprüft sind, zeichnet die Stadt Nürnberg ebenfalls durch ein eigenes Label aus. Auch dieses Label ist verbindlich. In den Templates ist das Label mit Wasserzeichen eingefügt. Die Fachstelle Barrierefreie Kommunikation vergibt das Label erst nach Freigabe.
Mehrseitiges Informationsmaterial wird mit Klammerheftung oder Spiralbindung angeboten. Ansonsten gelten die gleichen Vorgaben wie im standardsprachlichen Bereich:
Papier und Produktion<https://www.nuernberg.de/internet/cdtoolbox/barrierefreiheit.html>
Sie suchen Informationen zu Internetseiten in Leichter Sprache?
Diese sind nicht frei zugänglich. Wenden Sie sich bei Bedarf an die Fachstelle Barrierefreie Kommunikation: