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Forum der Kinder- und Jugendarbeit

33. Nürnberger Forum der Kinder- und Jugendarbeit am Mittwoch und Donnerstag, 23./24.09.2026

mit dem Thema: "Attraktive Kinder- und Jugendarbeit zwischen Ansprüchen und Chancen"

Vorträge am Mittwoch 23.09.2026

10:00

Begrüßung

10:10

Eröffnung

Elisabeth Ries, Referentin für Jugend, Familie, Senioren und Soziales

10:30

Wie ticken Jugendliche heute? - Ergebnisse der aktuellen SINUS-Jugendstudie

Die Lebenslagen und Lebensverhältnisse Jugendlicher haben sich in den letzten Jahrzehnten vielfältig auseinanderdifferenziert. Die SINUS-Forschung setzt genau an dieser Vielfalt an und zeigt wie verschieden die Jugendlichen ticken. Was bewegt die heutigen Teenager, insbesondere schwer erreichbare Jugendliche? Wie erleben sie ihren Alltag? Was ist ihnen wichtig im Leben? Wie blicken sie in ihre persönliche und berufliche Zukunft? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigt sich die aktuelle SINUS-Jugendstudie. Die Ergebnisse sind für all diejenigen, die in der Kinder- und Jugendarbeit arbeiten und sich für die Interessen der Jugendlichen engagieren, eine wertvolle Unterstützung, um qualifizierte Arbeit zu leisten. Mit dem Wissen um jugendliche Lebenswelten gelingt es noch besser, die „eigenen“ Zielgruppen zu verstehen und über eine lebensweltgerechte Ansprache emotional zu erreichen. Referentin: Wiebke Jessen, Seminarleitung und Referentin der SINUS:akademie.

11:30

Fachkräftesituation in der OKJA

N.N. Referentin: Prof. Dr. Gunda Voigts, HAW-Hamburg.

12:15

Mittagspause

Praxisbeiträge am Mittwoch 23.09.2026

Die Workshops finden zwei mal statt. Jeweils von 13:00 - 14:15 Uhr und von 14:30 - 15:45 Uhr.

Praxisbeitrag

Referent*in

Gesellschaftliche Stärkung der OKJA - Wie macht man gute Werbung?

N.N.

Mitarbeitenden der Luise - Raum für Jugendkultur

Kinder- und Jugendbeteiligung mit Lego - Einblick und Ausprobieren

Beteiligt & DABEI das Erlanger Beteiligungsprojekt bietet seit 2018 Kinder und Jugendliche die Möglichkeit sich in Erlangen in aktuelle Themen einzubringen. Eine der angewandten Methoden dabei ist Lego. Christian Kohlert, Kommunaler Jugendpfleger der Stadt und u.a. zuständig für das Projekt gibt Einblicke in Projekte, und Anwendungsmöglichkeiten der Methode "Lego". Im zweiten Teil des Angebots können die Teilnehmenden selbst ihrer Kreativität freien Lauf lassen und sich bautechnisch und gestalterisch einbringen.

Christian Kohlert, Stadtjugendring Erlangen

Raum geben statt vorgeben

Wie viel Selbstverwaltung trauen wir jungen Menschen zu? Austausch über Chancen, Voraussetzungen und Erfahrungen aus der Praxis.

Erhard Bollman, Kinder- und Jugendhaus Tetrix

Mental Health & Social Media Eine Empowerment-Methode für die Mädchenarbeit

Social Media prägt die Lebenswelt vieler Mädchen und junger Frauen. Neben Schönheitsidealen, Vergleichsdruck und problematischen Mental-Health-Trends finden sich dort auch Inhalte, die Selbstwert, Solidarität und psychische Gesundheit stärken können. Der Workshop gibt einen kurzen Einblick in aktuelle Social-Media-Inhalte rund um Mental Health, Körperbilder und Empowerment sowie deren Bedeutung für die Mädchenarbeit. Anschließend stellen wir eine neu entwickelte, bislang noch nicht erprobte Methode vor, die Fachkräften einen kreativen und niedrigschwelligen Zugang ermöglichen soll, um mit Mädchen über Social Media, Selbstbild und psychische Gesundheit ins Gespräch zu kommen. Neben der Methodenvorstellung gibt es Raum für Austausch und erste Überlegungen zur praktischen Umsetzung. Ziel ist es, Fachkräften einen einfachen und kreativen Zugang an die Hand zu geben, um Mental Health, Mädchenbilder und Social Media in der Jugendarbeit sensibel, kritisch und stärkend aufzugreifen.

Chantay + Judith, Digital Streetwork

Neu im Programm!

Freuen Sie sich auf unser Diskussionsforum mit anschließendem gemeinsamen Buffet.

16:00

Diskussionsforum: Was braucht es, damit Jugendarbeit attraktiv bleibt?

Sozialreferentin Elisabeth Ries, Prof. Dr. Gunda Voigts, Sozialpädagoge Christopher Ortner und Sozialpädagogin Vera Lenhard diskutieren zentrale Fragen zur Zukunft der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Ausgangspunkt sind Fragen von jungen Menschen sowie von Mitarbeitenden der Offenen Kinder- und Jugendarbeit.

17:00

Abendbuffet

Im Anschluss an das Diskussionsforum laden wir sie herzlich zu einem gemeinsamen Buffet ein. Nutzen Sie die Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zur Vernetzung in entspannter Atmosphäre.

Vorträge am Donnerstag 24.09.2026

10:00

Begrüßung

10:15

Alle erreichen? Mediale Lebenswelten und Jugendarbeit

Ob Instagram, TikTok oder YouTube – Jugendliche verbringen einen Großteil ihrer Zeit in digitalen Räumen. Doch wie können Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit diese Kanäle sinnvoll nutzen, um junge Menschen tatsächlich zu erreichen? Der Vortrag beleuchtet aus medienpädagogischer Perspektive, welche Medien heute welche Jugendlichen erreichen, und was das für die Ansprache unterschiedlicher Zielgruppen bedeutet. Referentin: Dr. des. Mina Mittertrainer, JFF- Institut für Medienpädagogik

11:00

Pause

11:15

Jugendarbeit wird inklusiv

Inklusion ist ein Menschenrecht, aber immer noch nicht selbstverständlicher Bestandteil in der Jugendarbeit. Der bayerische Jugendring fordert seit 2015 die inklusive Jugendarbeit. 2021 wurde die Kommission Inklusion durch die Vollversammlung benannt und es wurde das zweite Positionspapier verabschiedet. Daniela Rotella informiert zur aktuellen Entwicklung in der inklusiven Jugendarbeit, schafft einen Überblick über die dynamische aktuelle gesetzliche Grundlage und was es für Angebote beim BJR gibt. Referentin: Daniela Rotella - Referentin für Inklusion beim Bayerischen Jugendring/ Diplom Sozialpädagogin (FH)

12:00

Pause

12:15

Welche Jugendlichen nutzen Angebote der offenen Jugendarbeit (nicht)?

Offene Jugendarbeit ist ein Angebot, das gemäß Selbstverständnis für alle jungen Menschen bereitsteht und nicht sozial selektiv ist. Im Beitrag wird anhand von Daten zur Nutzung von Angeboten der Jugendarbeit deren Integrationskraft im Hinblick auf zwei Schwellen untersucht: 1. Welche Jugendlichen nutzen die Angebote? – (Zugang). 2. Welche Jugendlichen sind über diese Nutzung zeitlich umfangreicher gebunden oder engagiert? – (Einbindung). In der Analyse wird dabei ein Vergleich zwischen den Feldern der offenen und der verbandlichen Jugendarbeit angestellt. Referent: Dr. Andreas Herz, Leitung Kompetenzteam Jugend in AID:A, Deutsches Jugendinstitut München e. V.

Praxisbeiträge am Donnerstag 24.09.2026

Die Workshops finden zwei mal statt. Jeweils von 14:00 - 15:15 Uhr und von 15:30 - 16:45 Uhr.

Workshop

Referent*in

Roblox als Gen-Alpha-Phänomen: Wie gehen wir damit um?

Wenn man Kinder fragt, was sie auf ihren Handys spielen, wird man die meiste Zeit „Roblox“ hören. Doch was genau ist Roblox und was fasziniert Kinder daran und was könnte gefährlich sein? Welche Folgen könnte die USK-Hochstufung auf 16 Jahre für unsere Arbeit bedeuten? Diese und viele andere Fragen klären Michael Posset und Stephanie Rifkin in einem fiktiven Dialog-Duell zusammen mit den Teilnehmenden.“

Stephanie Rifkin, KiJH Red Box & Michael Posset, Jugendmedienschutz

Demokratie, Teilhabe und Inklusion – Praxisbeispiele aus dem Jugendhaus h2o

Im h2o verbringen Jugendliche aus unterschiedlichen kulturellen Hintergründen ihre Zeit – an manchen Tagen sind es mehr als 80 junge Menschen. Zu den Schwerpunkten der Arbeit zählen Jugendkultur, Teilhabe, Demokratie und Inklusion. Der Workshop stellt das Jugendhaus h2o, sowie ausgewählte Projekte vor. Darunter die Film-AG „H2O TV“, die sich mit ihren Produktionen für Demokratie und gegen Ausgrenzung einsetzt, der wöchentliche Diskussionsstammtisch „Diskutier mit Mir“, das Partizipationsprojekt „Nordpass“ sowie die „Inklusionstage im h2o“. Der Workshop ist als offener Austausch angelegt und soll dazu ermutigen, eigene Ideen zu entwickeln und neue Projekte auszuprobieren.

Britta Junk, Jugendhaus h2o Oberhausen des Stadtjugendring Augsburg

Niedrigschwellige medienpädagogische Methoden mit Kindern

Im Workshop werden verschiedenste kleine kreative und spielerische Methoden vorgestellt, gemeinsam ausprobiert und diskutiert. Der Fokus liegt dabei auf der jüngeren Zielgruppe, den unter 14-jährigen. Dabei zappen wir durch verschiedenste Themenfelder, wie z.B. Gaming, Social Media und künstliche Intelligenz und erproben Tools zur kreativen Mediengestaltung. So z.B. spielen wir „Massive Multiplayer Schnick-Schnack-Schnuck“, ergänzt um fiktive In-Game-, wie u.a. in Roblox üblich. Wir probieren einen Kinder KI-Chatbot aus, gestalten ein Bilder-Quiz mit kreativen Fotografien und KI manipulieren Bildern oder produzieren faszinierende kleine Videotricks und „Zaubereien“ mit dem iPad.

Sonja Breitwieser, Medienzentrum Parabol

"What a feeling...." Wie (können Fachkräfte) mit eigenen Emotionen umgehen?

N.N.

Prof. Martin Nugel, EVHN Nürnberg

Naturerfahrung mit Kindern

Studierende TH Nürnberg Georg Simon Ohm