Im Herbst 2023 haben die Baumaßnahmen an der Kongresshalle begonnen. Auf die Schadstoffbeseitigung im Innenhof und Rundbau folgten Arbeiten zum Substanzerhalt und zur grundsätzlichen Nutzbarmachung des Bestandsbaus. Im Dezember 2024 konnte mit den Bauarbeiten am neu zu errichtenden Ergänzungsbau für die Spielstätte des Staatstheater Nürnberg begonnen werden.
Parallel dazu wird der Ausbau des Kongresshallen-Rundbaus für seine künftigen kulturellen Nutzungen vorangetrieben. In den Segmenten 3 bis 8 entstehen Flächen für das Staatstheater Nürnberg, in den Segmenten 1 und 2 sowie 9 und 10 die Ermöglichungsräume für Kunst und Kultur. So entwickeln sich Neubau und historischer Bestand Schritt für Schritt zu einem zusammenhängenden Kulturort.
Infocontainer mit allen Fakten zur Baustelle
Vor dem Zugang zum Innenhof lädt ein Container dazu ein, die beiden aktuellen Bauprojekte vor Ort kennenzulernen (geöffnet täglich von 9 bis 18 Uhr)
Baubeginn im Herbst 2023
Im Herbst 2023 wurde planmäßig mit den Baumaßnahmen in und an der Kongresshalle begonnen - zunächst im Innenhof.
Erste Schritte: Schadstoffsanierung
Als erste Maßnahme wurde der Innenhof gesperrt und von Schadstoffen befreit. Eine neue Besucherterrasse gibt den Blick in den Hof weiterhin frei.
Die bestehende Baustruktur sichern und nutzbar machen
2024 begannen die Maßnahmen zum Substanzerhalt und zur grundsätzlichen Nutzbarmachung des Rundbaus.
Baustart für den neuen Theaterbau
Ein Buzzer für den ersten Bagger: Im Dezember 2024 begannen die Bauarbeiten für den Ergänzungsbau des Staatstheaters Nürnberg.
Rasanter Baufortschritt
Nur ein Jahr später waren die Rohbauarbeiten am neuen Theaterbau im Innenhof nahezu abgeschlossen.
Vorhang auf für die Verbindung zwischen Neubau und Bestand
Im Rahmen der Baujahresfeier wurde die Verbindung zwischen dem Bestandsbau und dem Theaterneubau im Innenhof der Kongresshalle symbolisch vollzogen.
Denkmalschutz und zukunftsfähiges Bauen verbinden
Denkmalschutz trifft Energieeffizienz: Fenster und Türen der Kongresshalle bewahren den historischen Charakter und erfüllen moderne Anforderungen.
Das Ziel fest im Blick: 2028 soll alles fertig sein
Mit dem neuen Theaterbau und den Ermöglichungsräumen entsteht bis 2028 ein Ort für Debatte, Vielfalt und demokratische Auseinandersetzung.
Im Dezember 2024 begannen im Innenhof der Kongresshalle die Bauarbeiten für die Spielstätte des Staatstheaters Nürnberg. Im Beisein von Ministerpräsident Markus Söder, Oberbürgermeister Marcus König, Staatsminister Markus Blume, der damaligen Bürgermeisterin Julia Lehner sowie dem damaligen Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich nahmen die Bagger die Arbeit auf.
08/2026
Vom Arbeitsgerüst zum Rankgerüst
Die letzten Arbeitsgerüste am Bühnentürm werden abgebaut. An ihrer statt werden bereits die Rankgerüste für die künftige Fassadenbegrünung montiert. Die Fassaden- und Dachflächen des Theaterneubaus werden komplett begrünt.
05/2026
Dachflächen der neuen Spielstätte werden geschlossen
Die Dachflächen der neu gebauten Spielstätte des Staatstheaters Nürnberg im Innenhof der Kongresshalle werden nach und nach geschlossen. Damit entsteht ein dichter Rohbau – eine wichtige Voraussetzung für den weiteren Innenausbau.
In den darunterliegenden Bereichen haben die Ausbauarbeiten bereits begonnen. Mit dem Schließen der Dachflächen schreitet der Bau nun auch von oben sichtbar voran.
04/2026
Rohbauarbeiten für die neue Spielstätte sind abgeschlossen
Mit der Montage der letzten Stahlträger ist der Rohbau der neuen Spielstätte des Staatstheaters Nürnberg abgeschlossen. Im Bühnenhaus wurden alle sieben Vierendeelträger für den oberen Abschluss des Bühnenturms und die Obermaschinerie an ihrem endgültigen Platz eingebaut. Allein diese sieben Träger bringen zusammen rund 84 Tonnen Stahl auf die Waage.
Weitere Stahlträger schließen die Dachkonstruktion ab. Damit ist ein wichtiger baulicher Meilenstein erreicht und die Voraussetzung für den weiteren Innenausbau geschaffen.
03/2026
Bühnenturm erreicht seine endgültige Höhe
Die Außenwände des Bühnenturms der künftigen Spielstätte des Staatstheaters Nürnberg sind fertiggestellt. Damit hat der Ergänzungsbau im Innenhof der Kongresshalle an dieser Stelle seine endgültige Höhe erreicht. Für den Abschluss des Rohbaus fehlen nun noch die großen Dachträger und die darüberliegende Decke.
01/2026
Durchbruch verbindet Bestand und neue Spielstätte
Ein Jahr nach Beginn der Bauarbeiten ist ein wichtiger Meilenstein erreicht: Der Durchbruch zwischen dem historischen Bestand der Kongresshalle und dem Neubau der künftigen Spielstätte des Staatstheaters Nürnberg ist hergestellt.
Damit wird erstmals der räumliche Zusammenhang zwischen Alt- und Neubau unmittelbar erlebbar. Durch die künftige Eingangs- und Garderobenhalle im Bestand führt der Weg des Publikums später durch diesen neuen Zugang direkt in den Zuschauerraum der Spielstätte.
10/2025
Erste Dachträger werden montiert
Die Dachkonstruktion der neuen Spielstätte des Staatstheaters Nürnberg nimmt Gestalt an. Im Oktober werden die ersten großen Stahlträger mit dem Kran eingehoben und an ihrer vorgesehenen Position montiert.
Mit der Montage der Dachträger beginnt ein weiterer wichtiger Abschnitt im Rohbau des Neubaus im Innenhof der Kongresshalle. Stück für Stück schließt sich damit die Konstruktion nach oben.
09/2025
Erstes Konzert im Theaterneubau
Noch während der Bauarbeiten erklingt erstmals Musik in der neuen Spielstätte: Am 29. September 2025 gibt die Staatsphilharmonie Nürnberg gemeinsam mit Solistinnen und Solisten des Staatstheaters Nürnberg unter der Leitung von Generalmusikdirektor Roland Böer ein erstes Konzert im künftigen Orchesterprobensaal.
An diesem Tag wird der noch im Rohbau befindliche Saal erstmals musikalisch erlebbar. Zugleich kann das Publikum den Neubau im Innenhof der Kongresshalle erstmals vom Torso aus über eine der beiden neu errichteten Verbindungsbrücken betreten.
08/2025
Östliche Saalwand mit erstem Zugang fertiggestellt
Die östliche Außenwand des künftigen Saales ist fertiggestellt – einschließlich des ersten Saalzugangs. Damit erreicht der Rohbau einen Bereich, der später für das Publikum unmittelbar erlebbar sein wird.
Zugleich zeichnet sich der Übergang von der Arkadenebene im historischen Bestand der Kongresshalle zum neuen Ergänzungsbau immer deutlicher ab. Der Zugang zum Saal wird barrierefrei gestaltet: Rollstuhlnutzerinnen und -nutzer können künftig ebenerdig und ohne Rampen oder Treppen vom Vorplatz bis zu ihren Plätzen im Saal gelangen.
04/2025
Erster Baukran nimmt Betrieb auf
Der erste von insgesamt drei Baukränen steht im Innenhof der Kongresshalle und nimmt seinen Betrieb auf. Damit wird die Baustelleneinrichtung für den Ergänzungsbau der neuen Spielstätte des Staatstheaters Nürnberg weithin sichtbar.
Der Kran erreicht eine Hakenhöhe von 42 Metern und verfügt über einen 60 Meter langen Ausleger. Zwei weitere Baukräne werden folgen und den Bau des neuen Gebäudes im Innenhof unterstützen.
12/2024
Bauarbeiten für die neue Spielstätte beginnen
Im Innenhof der Kongresshalle beginnen früher als geplant die Bauarbeiten für den Ergänzungsbau der neuen Spielstätte des Staatstheaters Nürnberg. Damit startet nach den vorbereitenden Maßnahmen die eigentliche Errichtung des Neubaus.
Die Eröffnung der neuen Spielstätte ist zur Spielzeit 2028/29 geplant. Dann ziehen die Sparten Musiktheater, Ballett und Konzert für die Dauer der Sanierung des Opernhauses am Richard-Wagner-Platz in die Kongresshalle. Die Ermöglichungsräume sollen ebenfalls im Herbst 2028 ihren Betrieb aufnehmen.
Der Neubau ist als unselbständiges Gebäude konzipiert und daher eng mit dem Bestand verknüpft. Er beinhaltet im Wesentlichen die Hauptbühne mit Bühnenturm, die Seiten-, Hinter- und Probebühne, für den Bühnenbetrieb erforderliche Magazine, Garderoben und weitere zwingend bühnennahe Räume sowie einen Orchesterprobensaal, den Orchestergraben und den Zuschauerraum für 800 Personen. Der kompakte Bau bindet an sechs Stellen an die Kongresshalle an, wobei der Zugang zum Neubau durch die Kongresshalle erfolgen wird. Dort werden auch die Garderoben und Foyers, die Pausengastronomie, Treppen und Fahrstühle, aber auch umfassende für den Betrieb des Theaters erforderliche Räume wie beispielsweise Proberäume für das Musik- und Tanztheater, den Chor sowie die Staatsphilharmonie untergebracht sein.
Im Juli 2024 hat der Nürnberger Stadtrat für die Kulturbauvorhaben einen Kostenrahmen in Höhe von 296 Millionen Euro Euro beschlossen. Diese Gesamtkosten umfassen die EU-finanzierte Schadstoffsanierung, die von Bund und Land geförderte grundsätzliche Nutzbarmachung und Substanzsicherung des denkmalgeschützten Gebäudes sowie den Ausbau von vier Segmenten des Kongresshallen-Rundbaus zu Ermöglichungsräumen für Kunst und Kultur. Dazu kommt der im Wesentlichen vom Freistaat Bayern geförderte Ausbau von sechs Segmenten für die Spielstätte des Staatstheaters Nürnberg mit dem neu zu errichtenden Ergänzungsbau im sogenannten Innenhof der Kongresshalle als eigentliche Spielstätte.
Stadt Nürnberg, Planungs- und Baureferat
Projektbaudienststelle Kulturgroßbauprojekte
5.
Auftragnehmer
Georg Reisch GmbH & Co. KG, Bad Saulgau
6.
Architektur
LRO GmbH & Co. KG
Freie Architekten BDA, Stuttgart
7.
Bauphysik und Akustik
Wolfgang Sorge Ingenieurbüro für Bauphysik GmbH & Co. KG, Nürnberg
Bauen im Bestand
Baumaßnahmen im Torso für die neuen Nutzungen
Während im Innenhof der Kongresshalle die neue Spielstätte des Staatstheaters entsteht, wird auch der denkmalgeschützte Rundbau für seine künftigen kulturellen Nutzungen ausgebaut. Von den insgesamt 16 Segmenten werden sechs (die Segmente 3 bis 8) für das Staatstheater Nürnberg ausgebaut. Hier entstehen wesentliche Publikums- und Funktionsbereiche des Theaterbetriebs, darunter Eingangsbereich und Abendkasse, Foyers und Gastronomie sowie Verwaltungs-, Service- und Werkstatträume, Künstlergarderoben, Stimmzimmer und Proberäume.
Direkt daran schließen die Ermöglichungsräume für Kunst und Kultur an. In den Sektoren 1 und 2 entsteht das „Präsentationshaus“ mit Ausstellungs- und Veranstaltungsräumen, Galerien und Spielstätten. Die Sektoren 9 und 10 bilden das „Produktionshaus“ mit Ateliers, Werkstätten sowie Band-, Tanz- und weiteren Proberäumen. Insgesamt stehen den Freien Szenen hier künftig mehr als 7.000 Quadratmeter für künstlerische Produktion, Präsentation und Austausch zur Verfügung. Neubau und Rundbau greifen dabei unmittelbar ineinander. Während sich im Ergänzungsbau im Innenhof unter anderem Zuschauerraum, Hauptbühne und Orchestergraben befinden, liegt ein Großteil der für den Theaterbetrieb notwendigen Flächen im historischen Bestand. Verglaste Übergänge verbinden beide Gebäudeteile miteinander und halten die Eingriffe in den denkmalgeschützten Rundbau zugleich so gering wie möglich. Auf dem Weg in den Zuschauersaal und während der Pausen bleibt der Blick auf die Ziegelmauern des Innenhofs frei.
Wie auch beim Ergänzungsbau im Innenhof der Kongresshalle wurde der Ausbau des Kongresshallen-Rundbaus an einen Gesamtauftragnehmer für Planung und Bauausführung vergeben. Mit der Umsetzung wurde die Georg Reisch GmbH & Co. KG, Bad Saulgau, beauftragt. Das Bauunternehmen zeichnet gemeinsam mit dem Architekturbüro LRO GmbH & Co. KG, Stuttgart, bereits als Totalübernehmer für den Ergänzungsbau verantwortlich. Damit setzt sich die Zusammenarbeit nun auch beim Ausbau des historischen Bestands fort.
Rückblick: Das geschah vor dem eigentlichen Baubeginn
Der Innenhof, die Dachflächen und Teile der Innenräume der Kongresshalle waren mit Schadstoffen belastet. Deren Beseitigung war die Voraussetzung für eine künftige Nutzung des Kongresshallen-Rundbaus. Im November 2023 begann die Dekontaminierung im Innenhof. Die verunreinigten Erdmassen auf der ehemaligen Feuerwehrübungsfläche südlich der Zufahrt im sogenannten Innenhof wurden beseitigt und abtransportiert. Der Bodenaustausch der Schwindgassen – so die Bezeichnung für die Flächen zwischen den Betonfundamentplatten – ist ebenfalls abgeschlossen.
Insgesamt wurden knapp 2.000 Kubikmeter mit unterschiedlichen Schadstoffen belastete Erdmassen aus den Schwindgassen und der ehemaligen Feuerwehrübungsfläche ausgehoben und entsorgt. Circa 1.780 Kubikmeter neues Material wurde als Ersatz in die Schwindgassen eingebracht.
Die Dekontaminierung des Innenhofs und des Rundbaus – veranschlagte Kosten rund 9 Millionen Euro – wird mit knapp 6 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.
In der ersten Jahreshälfte 2024 begannen die Maßnahmen zum Substanzerhalt und zur grundsätzlichen Nutzbarmachung des Kongresshallen-Rundbaus. Dazu gehörten die Arbeiten an der Gebäudehülle. Grundsätzlich sollen die Fassaden weitestgehend unverändert erhalten und bauliche Maßnahmen auf das unbedingt Notwendige beschränkt werden.
Konkret ging es im Wesentlichen darum, die Ziegelfassade im Innenhof und die Granitfassade der Außenseite so zu sichern, dass keine losen Teile abbrechen und herunterfallen können. Dazu wurde die Fassade gereinigt, aller Bewuchs samt Wurzeln und Substrat entfernt sowie lose Bestandteile abgenommen. Soweit statisch und zur Reduzierung einer weiteren Schädigung erforderlich, wurden schadhafte Ziegel ersetzt und offene Fugen verschlossen.
Wichtig war auch die Herstellung eines geordneten Wasserablaufs, gerade im Innenhof, wo die nie als Außenwand geplante Fassade seit mehr als 80 Jahren der Witterung ausgesetzt war. Bei allen Maßnahmen sollte die Habitatfunktion der Fassade (insbesondere für Fledermäuse und Gebäudebrüter) umfassend erhalten werden.