Erinnerungskultur im Wandel
Der erinnerungskulturelle Diskurs erfährt aktuell einen grundlegenden Wandel. Einerseits gibt es kaum noch Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die über ihre Erfahrungen während der Diktatur des Nationalsozialismus berichten können. Andererseits setzt sich die Erkenntnis durch, dass es die eine Erinnerungskultur – zumal eine aus ausschließlich deutscher Perspektive – nicht geben kann, sondern die Debatten in globale Perspektiven eingerückt werden müssen. Diese Prozesse fordern zu neuen Formaten der Reflexion, insbesondere über den Umgang mit den Bauwerken des Nationalsozialismus, heraus. Das ist nicht nur im Sinne der historischen Aufklärung von hoher Relevanz, sondern stellt für die Stadt Nürnberg als Ort der nationalsozialistischen Reichsparteitage eine Verpflichtung in der Gegenwart und für das künftige Zusammenleben dar.















