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Kommunale Armutsbekämpfung

Im Fokus: Altersarmut

Im Juli 2019 legte die Verwaltung dem Sozialausschuss einen Bericht zur Altersarmut vor. "Wir nehmen die vorliegenden Befunde und Entwicklungstrends der Altersarmut in Nürnberg sehr ernst", sagte Sozialreferent Reiner Prölß anlässlich der Veröffentlichung. "Allerdings besteht aktuell kein Anlass zur Panikmache." Zwar spricht aufgrund der demographischen Entwicklung viel dafür, dass die Zahl der Menschen zunehmen wird, die im Alter armutsbedingte Einschränkungen erleben müssen. Und auch die Entwicklung der Daten zur Grundsicherung im Alter zeigt für Nürnberg, dass die Zahl der Leistungsempfangenden im Alter in den letzten Jahren stetig zugenommen hat. Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung und vor allem Jüngerer ist die Armutsbetroffenheit unter Älteren in Nürnberg jedoch deutlich niedriger.

Konkret haben Ende 2018 insgesamt 7.094 Einwohnerinnen und Einwohner im Alter von 65 Jahren und älter Leistungen der Grundsicherung bezogen. Das entspricht einem Anteil von 6,6 Prozent der Altersgruppe.

Ende 2018 haben gut 53.000 Nürnbergerinnen und Nürnberger Mindestsicherungsleistungen bezogen. Der Anteil an der Bevölkerung und auch die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger ist seit einigen Jahren rückläufig und die Arbeitslosigkeit so niedrig wie seit Jahren nicht. Dennoch: Auch in einer Großstadt wie Nürnberg gibt es Armut.

Die Kommune ist die politische Ebene, die den Bürgerinnen und Bürgern am nächsten steht. Sie hat eine besondere Verantwortung, Betroffene zu unterstützen.

Die Kommune

  • informiert umfassend über Leistungsansprüche und Angebote,
  • schafft Teilhabeangebote, die nichts oder wenig kosten,
  • vernetzt Akteure, die mit dem Thema befasst sind,
  • gibt Mittel für Projekte und
  • unterstützt finanziell, um Zugänge zu Angeboten zu ermöglichen.

Unsere Ziele für eine Armutsdebatte:

Versachlichung und Differenzierung

Ursachen und Folgen von Armut sind vielschichtig. Es reicht nicht, die Diskussion an einer oder wenigen Zahlen und nur an der Höhe der Einkommen festzumachen. Gerade weil wir Armut als Problem ernst nehmen und Betroffenen helfen wollen, plädieren wir für eine differenzierte Diskussion.

Hinterfragen von Armutskonzepten und Armutsbildern

Wenn Armut relativ ist und sich Armutsphänomene im Laufe der Zeit auch ändern können, so muss auch der Blick auf Armut (selbst-)kritisch hinterfragt werden.

Lösungen auf der Grundlage von Analysen entwickeln

Um kommunale Handlungsspielräume ausschöpfen zu können, ist eine Unterscheidung von Ursachen und Folgen auf der Basis von Daten nötig.


Prävention und Bekämpfung von Armut ist seit jeher eine Kernaufgabe im Referat für Jugend, Familie und Soziales und seinen Organisationen. Auf diesen Seiten möchten wir Sie über unseren grundsätzlichen Ansatz von Armutsprävention und Armutsbekämpfung sowie über ausgewählte Maßnahmenschwerpunkte informieren.


Referat für Jugend, Familie und Soziales


Thomas Rinklake

Sozialplanung und Monitoring


Telefon: 09 11 / 2 31- 77 216

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