Straße der Kinderrechte

Referat für Jugend, Familie, Senioren und Soziales

Personalentwicklung für soziale Berufe

Titelbild Bildungsprogramm 2020, Bild © Harald Hans Vogel / Adobe Stock Foto/A. Bueckert

Wachsende Anforderungen in den sozialen Berufen und steigende Fachkräftebedarfe, insbesondere im Bereich frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung sowie der Altenpflege, stellen die Stadtverwaltung und auch freie Träger vor große Herausforderungen. Das Thema Personalrekrutierung und -bindung bleibt angesichts der stetig wachsenden Nachfrage nach Fachkräften ein Schlüsselthema, das sich unter anderem aufgrund des demografisch bedingten Rückgangs des Erwerbspersonenpotenzials in den nächsten Jahren deutlich verstärken wird.

Auch Veränderungsprozesse, z.B. rechtliche und fachliche Anforderungen oder Anpassungsprozesse in Organisationen, die sich gegenseitig bedingen sowie eine hohe Dynamik im Stellenbestand bedeuten besondere Herausforderungen an die Mitarbeitenden und Führungskräfte.

Personalentwicklung im Referat für Jugend, Familie, Senioren und Soziales ist zum einen an den strategischen Zielen, zum anderen entlang der persönlichen Entwicklungsziele und jeweiligen Lebenssituation der Mitarbeitenden ausgerichtet. Die Konzepte sind eingebettet in die strategische gesamtstädtische Personalentwicklung.

Beispiele aus unserer aktuellen Arbeit

Bedarfserhebung und Planung des Fortbildungsprogramms

Die Fachstelle erhebt gemeinsam mit den beteiligten Dienststellen und Einrichtungen regelmäßig deren Fortbildungsbedarfe. Seit 2014 wird dieser Prozess systematisch durchgeführt und wurde 2024 weiterentwickelt: Langfristige Bedarfe werden verlässlich geplant, gleichzeitig kann schneller auf aktuelle und akute Anforderungen reagiert werden.

Angesichts begrenzter Ressourcen liegt der Schwerpunkt dabei auf verpflichtenden und akut notwendigen Fortbildungsbedarfen.

Was wird langfristig geplant?
Im Basisprogramm werden insbesondere Fortbildungen und Maßnahmen gebündelt, die gesetzlich verpflichtend oder fachlich und konzeptionell notwendig sind und damit zur Sicherung der Qualität beitragen.
Das Basisprogramm wird regelmäßig und gemeinsam mit den beteiligten Bereichen überprüft und weiterentwickelt. So können verpflichtende und für die Qualität der Arbeit zentrale Themen verlässlich über einen längeren Zeitraum geplant werden.

Was passiert bei neuen oder akuten Bedarfen?
Aktuelle und akut fachlich notwendige Bedarfe werden regelmäßig unterjährig digital erhoben. Die gemeldeten Themen werden geprüft, priorisiert und – soweit möglich – zeitnah in die Fortbildungsplanung aufgenommen.
So kann PEF:SB auch auf neue fachliche Anforderungen oder kurzfristig entstandene Bedarfe reagieren, ohne die längerfristige Planung des Basisprogramms aufzugeben.

Die Verbindung aus Basisprogramm und unterjähriger Bedarfserhebung schafft damit einen verlässlichen Rahmen für die Fortbildungsplanung und ermöglicht zugleich eine gezielte Reaktion auf verpflichtende und akute Bedarfe. Je nach Thema und Bedarf entstehen daraus unterschiedliche Angebote, zum Beispiel Fortbildungen, Qualifizierungsreihen, Coaching, E-Learning-Module oder Fachtage.

Fortbildungsangebote finden und anmelden

Das aktuelle Fortbildungsprogramm können Sie online durchsuchen und sich direkt für passende Veranstaltungen anmelden. Das vollständige Programm steht außerdem als PDF zur Verfügung.

Aufbau eines systematischen Nachfolgemanagements

Um auf die Herausforderungen bei der Besetzung von Schlüsselpositionen vorbereitet zu sein, hat die Fachstelle für Personalentwicklung und Fortbildung: Soziale Berufe (PEF:SB) im Referat für Jugend, Familie und Soziales ein systematisches Nachfolgemanagement entwickelt. Der Ansatz wurde u.a. im Jugendamt, mit einem besonderen Fokus auf den Bereich der städtischen Kindertageseinrichtungen, erprobt. Im Mittelpunkt stand die frühzeitige Identifikation von Schlüsselpositionen und deren Anforderungen sowie die Gewinnung und Entwicklung von an Führung interessierten Mitarbeitenden.

Schaubild Nachfolgemanagement, Bild © Dominique Förtsch / Referat für Jugend, Familie und Soziales

Nachfolgekonferenzen

Ein zentrales Element des entwickelten Ansatzes sind Nachfolgekonferenzen. Sie verbinden die vorausschauende Betrachtung von Nachbesetzungsbedarfen mit Fragen der Personalentwicklung und Qualifizierung. Die im Projekt entwickelten Ansätze und Instrumente bieten Anknüpfungspunkte dafür, Mitarbeitende frühzeitig für zukünftige Führungsaufgaben zu interessieren und gezielt bei ihrer Entwicklung zu unterstützen. Die Maßnahmen können dabei an die jeweiligen Anforderungen und Zielgruppen angepasst werden.

Schaubild Nachfolgekonferenzen, Bild © Dominique Förtsch / Referat für Jugend, Familie und Soziales

Fachstelle "Personalentwicklung und Fortbildung: Soziale Berufe (PEF:SB)"

Ansprechpartnerin für Personalentwicklung

Dominique Förtsch

09 11 / 2 31-8 99 74<tel:091123189974>