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Rotkopfschafe als Landschaftspfleger

Rotkopfschafe

Biodiversitätsprojekt zur Erhaltung der stark bedrohten Rotkopfschafe - Beweidung in freier Landschaft im städtischen Umfeld

Die Rotkopfschafe oder „Rouge du Roussillon“ sind eine seltene, aber robuste Schafrasse, die ursprünglich aus Frankreich stammt. Die letzten Tiere dieser Rasse konnten dort vor einigen Jahren kurz vor dem Schlachthof gerettet werden und wurden vom Tiergaten Nürnberg aufgenommen. Seitdem wird im Rahmen eines genetischen Erhaltungszuchtprogrammes der Bestand dieser alten Rasse wieder aufgebaut. In ganz Deutschland, gibt es vermutlich nicht mehr als 100 Tiere dieser Rasse. Auch in Frankreich ist nur noch ein kleiner Bestand unter 100 Tieren bekannt.

Mit Hilfe der kleinen Schafherde der Züchterin Heidi Stafflinger sind die Tiere nun auch in der Landschaftspflege aktiv. Die Tiere beweiden im Rednitztal bei Gebersdorf seltene Sandmagerasen und fördern dabei aktiv die Artenvielfalt auf den städtischen Flächen. Der selektive Verbiss der Tiere, der Tritt und die geringen Stoffeinträge tragen zu einem einzigartigen Blütenreichtum auf den Flächen bei.

Die Schafbeweidung ist zudem nicht nur eine sehr ressourcenschonende Art der Grünlandpflege, sie belebt auch das Landschaftsbild inmitten der Stadt.

Das Umweltamt der Stadt Nürnberg unterstützt daher den Fortbestand dieser alten Schaftierrasse und erhält erstklassige Landschaftspfleger mit deren Hilfe aktiv Biodiversität gefördert wird.

Kindergärten und Schulen können im Rahmen eines Umweltbildungsangebotes des Umweltamtes die Lebensweise der Tiere und der Schäfer näher kennlernen. Sie erfahren Interessantes über Artenvielfalt in der Stadt sowie über die Bedeutung der Erhaltung von genetischen Ressourcen.

Highlights aus dem Leben der Rotkopfschafe 2014

Eine kleine Herde von inzwischen 24 Schafen beweidet bei Gebersdorf wertvolle Sandmagerrasen und fördert damit aktiv die Artenvielfalt auf den städtischen Flächen.

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