Nachhaltiger leben muss weder kompliziert noch perfekt sein. Oft sind es kleine Entscheidungen, die einen Unterschied machen: Dinge länger nutzen, weniger wegwerfen, Wege anders zurücklegen, Natur Raum geben und sich mit anderen zusammentun.
Dein nächster Schritt
Du musst nicht alle 21 Tipps auf einmal umsetzen. Such dir einen aus. Mach ihn heute. Und vielleicht morgen den nächsten. Denn eine lebenswerte Zukunft entsteht nicht durch Perfektion, sondern durch viele Menschen, die anfangen.
Für einen sauberen Haushalt brauchst du meist weniger Reinigungsmittel, als du denkst. Verwende möglichst wenige Produkte, dosiere sparsam und greife zu umweltgeprüften Produkten. Bei vielen Verschmutzungen helfen bereits Wasser, ein Tuch und etwas mechanische Reinigung.
Mach jetzt!
Schau in deinen Putzmittelschrank: Welchen Spezialreiniger könntest du beim nächsten Mal durch ein vorhandenes Produkt ersetzen?
Balkon, Fensterbank, Hinterhof oder Gemeinschaftsgarten: Überall lässt sich ein kleines Stück Natur schaffen. Kräuter, Gemüse und heimische Blühpflanzen machen deinen Alltag grüner und bieten gleichzeitig Nahrung und Lebensraum für Insekten.
Pflanze heute ein heimisches Kraut oder eine bienenfreundliche Pflanze.
3. Gut essen, gut fürs Klima
Eine nachhaltigere Ernährung beginnt nicht mit Verzicht, sondern mit bewussten Entscheidungen: öfter pflanzlich essen, saisonale Lebensmittel wählen, Lebensmittel wertschätzen und möglichst wenig wegwerfen.
Mach jetzt!
Mach bei deiner nächsten Mahlzeit Gemüse zum Hauptdarsteller.
Auch unser digitales Leben braucht Energie und Ressourcen. Noch wichtiger als ein einzelner Klick ist deshalb, Geräte möglichst lange zu nutzen, zu reparieren und nicht vorschnell durch neue zu ersetzen.
Mach jetzt!
Nutze dein Smartphone heute ein Jahr länger – oder prüfe, ob ein langsames oder defektes Gerät repariert werden kann.
Nürnberg-Tipp: Auf Nürnberg teilt findest du Reparaturangebote und weitere Möglichkeiten, Dinge länger zu nutzen.
Zu Fuß, mit dem Fahrrad, Bus und Bahn, Carsharing oder Lastenrad: Wer verschiedene Verkehrsmittel kombiniert, kann viele Wege ohne eigenes Auto zurücklegen.
Mach jetzt!
Überlege bei deinem nächsten Weg: muss ich wirklich das Auto nehmen? Geht es auch zu Fuß, mit dem Rad, mit den Öffentlichen?
6. Schau, was dein Geld macht!
Auch dein Geld hat eine Wirkung. Bei Banken, Sparprodukten und Fonds lohnt es sich deshalb, genauer hinzusehen: Welche Unternehmen werden finanziert? Welche Kriterien gelten tatsächlich? Und wie transparent ist das Angebot?
Mach jetzt!
Prüfe bei deinem nächsten Finanzprodukt nicht nur Rendite und Kosten, sondern auch die Nachhaltigkeitskriterien.
Ein schöner Kindergeburtstag braucht weder Einwegdeko noch Unmengen an Plastikspielzeug. Gemeinsames Kochen, eine Schatzsuche, ein Ausflug oder eine kreative Aktion können mindestens genauso viel Spaß machen.
Mach jetzt!
Plane deine nächste Feier mit möglichst wenig Einwegprodukten.
Nicht nur das Reiseziel zählt, sondern auch der Weg dorthin. Bahn, Bus und Fahrrad können klimafreundliche Alternativen zum Flug oder Auto sein. Wer länger bleibt und bewusster reist, kann zusätzlich Ressourcen sparen.
Mach jetzt!
Prüfe bei deiner nächsten Reise zuerst, ob du dein Ziel mit Bahn oder Bus erreichen kannst.
Heizen, Warmwasser und Strom gehören zu den größten Stellschrauben im Haushalt. Gute Dämmung, effiziente Geräte und bewusstes Heizen bringen oft mehr als ständig das Licht auszuschalten.
Mach jetzt!
Dreh die Heizung ein Grad herunter und prüfe, wo in deiner Wohnung Energie unnötig verloren geht.
Eine lebenswerte Stadt entsteht nicht nur durch Technik und Infrastruktur, sondern durch Menschen, die sich gegenseitig unterstützen. Nachbarschaftshilfe, gemeinsames Gärtnern oder das Teilen von Dingen sparen Ressourcen und stärken gleichzeitig das Miteinander.
Mach jetzt!
Frag deine Nachbarin oder deinen Nachbarn: „Was können wir eigentlich gemeinsam nutzen?“
Nürnberg-Tipp: Auf Nürnberg teilt findest du lokale Sharing- und Gemeinschaftsangebote.
Warum eine Bohrmaschine, ein Lastenrad oder ein selten genutztes Gerät selbst besitzen, wenn man es auch teilen oder ausleihen kann? Teilen spart Geld, Platz und Ressourcen.
Mach jetzt!
Leih dir beim nächsten Mal etwas aus, statt es neu zu kaufen.
Nürnberg-Tipp: Nürnberg teilt bündelt inzwischen zahlreiche Sharing-, Leih- und Reparaturangebote in einer digitalen Karte.
Regional ist nicht automatisch klimafreundlicher. Entscheidend sind auch Saison, Anbauweise, Lagerung und Transport. Besonders sinnvoll ist deshalb die Kombination: regional und saisonal.
Mach jetzt!
Kaufe diese Woche ein Lebensmittel, das gerade in unserer Region Saison hat.
Ein nachhaltiges Badezimmer muss nicht voll mit Spezialprodukten stehen. Weniger Produkte, langlebige Verpackungen, Nachfüllsysteme und bewusste Kaufentscheidungen sparen Ressourcen.
Mach jetzt!
Brauche ein Produkt auf, bevor du ein neues kaufst.
Fisch ist nicht gleich Fisch. Art, Fanggebiet, Fangmethode und Bestand spielen eine Rolle. Auch weniger Fisch zu essen kann dazu beitragen, den Druck auf die Meere zu verringern.
Mach jetzt!
Informiere dich vor dem nächsten Fischkauf über Herkunft und Nachhaltigkeit – statt nur auf den Preis zu schauen.
Fairer Handel kann dazu beitragen, die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Produzentinnen und Produzenten zu verbessern. Siegel bieten Orientierung – aber nicht jedes Siegel steht für dasselbe.
Mach jetzt!
Nimm beim nächsten Einkauf ein Produkt mit anerkanntem Fairtrade-Siegel und informiere dich, was das Siegel tatsächlich garantiert.
Nürnberg-Tipp: es gibt Nürnberg-spezifische fair gehandelte Produkte, wie z.B. Kaffee, Schokolade und auch ein Plüschtier, Feldhase Albrecht.
Kaputt bedeutet nicht automatisch wertlos. Reparieren, gebraucht kaufen, weitergeben und upcyceln verlängern die Lebensdauer von Produkten und sparen Ressourcen.
Mach jetzt!
Nimm dir einen kaputten Gegenstand vor und repariere ihn/ lass ihn reparieren, bevor du ihn ersetzt.
Nürnberg-Tipp: Nürnberg teilt macht Reparaturangebote in der Stadt sichtbar. Auch Nürnbergs Weg zur Kreislaufwirtschaft wird weiter ausgebaut.
Nachhaltigkeit muss kein zusätzliches To-do sein. Reparieren, Gärtnern, Radfahren, Kochen, Natur beobachten, Tauschen oder gemeinsames Engagement können sinnvolle und schöne Freizeitaktivitäten sein.
Mach jetzt!
Probier diesen Monat ein Hobby aus, bei dem du etwas reparierst, anbaust, teilst oder draußen aktiv bist. Nürnberg-Tipp: Entdecke lokale Repair-Cafés, Tauschbörsen und Mitmachangebote in Urban Gardening Projekten.
Der beste Müll ist der, der gar nicht erst entsteht. Was trotzdem übrig bleibt, sollte möglichst richtig getrennt und recycelt werden. Besonders wichtig: Elektrogeräte, Batterien und Akkus gehören nicht in den Restmüll.
Mach jetzt!
Suche dir drei Dinge aus deinem Haushalt, die du künftig wiederverwenden, reparieren oder unverpackt kaufen kannst.
Lebensmittelverschwendung kostet Geld, Energie, Wasser und wertvolle Arbeitskraft. Einkaufsplanung, richtige Lagerung, Resteküche und ein genauer Blick auf das Mindesthaltbarkeitsdatum helfen.
Mach jetzt!
Bevor du Lebensmittel wegwirfst, prüfe: Sieht es noch gut aus? Riecht es normal? Schmeckt es noch? Oder kannst du Produkte verschenken, falls du sie nicht nutzt (z.B. Gewürze) oder kurz vor dem Urlaub der Kühlschrank noch halb voll ist?
Nürnberg-Tipp: Foodsharing-Initiativen helfen dabei, überschüssige Lebensmittel zu retten.
Geld, Zeit oder Sachspenden können viel bewirken. Wichtig ist, dass deine Unterstützung dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Informiere dich deshalb über Organisationen und ihre Arbeit.
Mach jetzt!
Überlege, ob du statt eines neuen Gegenstands zu kaufen einen Betrag für ein Projekt spendest, das dir wichtig ist.
Nürnberg-Tipp: Engagiere dich direkt in einem Nürnberger Verein oder einer Initiative.
Artenvielfalt beginnt nicht erst im Naturschutzgebiet. Heimische Pflanzen, wilde Ecken, Bäume, Sträucher, Totholz und möglichst wenig Pestizide schaffen Lebensräume für Tiere und Pflanzen.
Mach jetzt!
Lass eine Ecke deines Gartens oder Balkons bewusst etwas wilder werden.
Nürnberg-Tipp: Engagier dich beim Nürnberger Bündnis für Artenvielfalt.