Fragen an die Oberbürgermeister-Kandidierenden 2026
Wir fragen, Oberbürgermeister-Kandidierende antworten!
Wie wollen die Bewerberinnen und Bewerber bei der Oberbürgermeisterwahl 2026 die städtische Integrationspolitik der kommenden sechs Jahre gestalten? Wir als Integrationsrat der Stadt Nürnberg haben nachgefragt – direkt und konkret. Den Auftakt macht die Frage, welche Beteiligungsformate Menschen mit Zuwanderungsgeschichte stärken und besser in politische Entscheidungen einbinden sollen. Wer tiefer einsteigen möchte: Beim Weiterlesen finden sich viele weitere spannende Fragen sowie die ausführlichen Antworten aller Kandidierenden als Download.
"Welche Beteiligungsformate wollen Sie implementieren, um Menschen mit Zuwanderungsgeschichte
aktiv in politische Entscheidungsprozesse einzubinden und ihre Stimme zu stärken?"
Marcus König zur politischen Teilhabe und Mitbestimmung
Wir alle sind Nürnberg – und wir gestalten unsere Stadt am besten gemeinsam, so meine feste Überzeugung! Als Oberbürgermeister ist mir der Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern ein großes Herzensanliegen. Es gibt in Nürnberg eine Fülle an Beteiligungsformaten mit dem Ziel, alle Menschen in kommunalpolitische Entscheidungsprozesse einzubinden Z.B. die „klassischen“ Bürgerversammlungen, die mobilen OB-Touren, der digitale Bürgerdialog, die „Lass uns reden“-Dialogformate in den Stadtteilen . Diese entwickle ich stetig weiter, damit sie zeitgemäß und offen für alle bleiben.
Dr. Nasser Ahmed zur politischen Teilhabe und Mitbestimmung
Bereits vor Jahren haben wir uns Gedanken über die Erhöhung der Beteiligung von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte z.B. an den Bürgerversammlungen gemacht. Doch dieses Bemühen ist sicher noch nicht am Ziel. Wir sehen aber auch die positiven Effekte der Kulturprojekte, die partizipativ aufgebaut sind, wie z.B. von KommVor-Zone, die gerade die dicht besiedelten Stadtteile mit einem hohen Anteil von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte im Fokus hat.
Britta Walthelm zur politischen Teilhabe und Mitbestimmung
• Bürger:innenräte, Stadtteilforen oder digitale Beteiligungsplattformen,
• gezielte Outreach-Aktionen, um Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu mobilisieren und einzubinden,
• Ehrenamt und zivilgesellschaftliches Engagement tragen unsere Stadt, schaffen Identität, öffnen Welten und bieten Heimat. Viel zu oft übernehmen Ehrenamtliche staatliche Pflichtaufgaben. Deshalb fördern wir Vereine unkompliziert, bieten Räume und Infrastruktur für Sitzungen und Feiern und setzen uns für kostenlose Beratung zu Vereinsrecht und Fördermittelakquise ein
Titus Schüller zur politischen Teilhabe und Mitbestimmung
Die Linke will Beteiligung niedrigschwellig, verbindlich und sichtbar machen:
• Beteiligungsformate in Stadtteilen und Quartieren, die frühzeitig in Entscheidungen eingebunden werden
• transparente Informationen über Vorhaben und Entscheidungswege – verständlich und mehrsprachig
• Stärkung des Integrationsrates und seiner Beteiligungsrechte
• Perspektivisch: kommunales Wahlrecht für alle Menschen, die hier ihren Lebensmittelpunkt haben
Thomas Estrada zur politischen Teilhabe und Mitbestimmung
Mein Ziel ist eine gezielte, neutrale Werbung für Demokratie. Ich sehe es als Aufgabe der Stadt, offizielle Plakate mit QR-Codes einzusetzen, die neutral über Wahlrechte und Abläufe informieren – und zwar dort, wo die Menschen sind, nicht nur im Rathaus. Die Stadt muss ein sichtbares Interesse an hoher Beteiligung an Wahlen und Entscheidungsprozessen zeigen. Gleichzeitig bin ich der Meinung, dass die „Materialschlachten“ der Parteien durch Plakate, Großflächen, klarer reguliert gehören. Sie sorgen oft für Unübersichtlichkeit, statt neutral aufzuklären.