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Rückblicke und Berichte

Rückblicke und Berichte aus unserer Arbeit

Auf dieser Seite sammeln wir für Sie Rückblicke und Berichte aus unserer Arbeit, die das Format unserer üblichen Seiten sprengen. Sie wollen trotzdem mehr wissen? Dann sind Sie hier richtig!

Juni 2022

Stadtteilfest in der Röthenbacher Hauptstraße

Es war bunt, vielfältig und knallvoll! Vereine, Parteien, Kindergärten, Jugendzentren und Schulen bteiligten sich mit Ständen und farbenfrohne Beiträgen am Bühnenprogramm. Sie lockten so viele Gäste wie schon lange nicht mehr in die Röthenbacher Hauptstraße. Hier einige Impressionen zum durchklicken!

Auf einer rechteckigen Fläche haben sich 5 Mädchen zum Tanz aufgestellt. Viele Zuschauer haben sich drumherum geschart.

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Tanz...

Wie immer gab es zahlreiche Tanzaufführungen vom Philippinischen Kulturverein, vom rumänischen Verein Dacia e.V. und natürlich vom Russisch-Deutschen Kulturzentrum, wie hier im Bild.

Eine Gruppe von Kindern mit Percussion-Instrumenten steht auf einer Bühne. Viele Kinder schauen und hören zu.

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Musik....

Musikalisch wurde das Fest vom Hort des Kinderhauses Nikodemus und von Kindern aus der Helene-von-Forster-Grundschule eröffnet. Die Grundschule war mit einem Chor, der Percussiongruppe, den Cheerleader*innen und einer Schulband am Start. Vielen Dank für diese tollen Beiträge!

Ein Stand mit einem roten Dach und vielen bunten Wimpeln wird von Kindern umringt

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Große Kinderspielfläche auf dem Abenteuerspielplatz

Das Stadtteilfest wird zu großen Teilen von und für Kinder gemacht! So konnten kleine und große Besucher*innen am Stand der Grundschule Einbach Experimente zum Thema Luft durchführen, angeleitet durch Schüler*innen. Auf dem Gelände des Abenteuerplatzes waren viele Einrichtungen aus dem Stadtteil mit besonderen Angeboten vertreten. Highlight war natürlich die Tombola des Abenteuerplatzes.

Viele Menschen reihen sich um Stände mit bunten Schirmen

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Endlich wieder feiern!

Besucht war das Fest so gut wie schon lange nicht mehr - nach zwei Jahren pandemiebedingter Zwangspause ein wunderschönes Ereignis.

Vor einem Sandsteinhaus mit golden glänzender Turmuhr steht eine Bühne, auf der eine Band spielt.

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Folk-Rock zum Abschluss

Den Abschluss machte die Band Wheesh! Vielen Dank an alle Mitwirkenden sowie alle großen und kleinen Helfer*innen aus Eibach, Röthenbach und drumrum, die dieses Fest möglich gemacht haben!

Juni 2022

Kunstprojekt zum Thema Frieden an der Birkenwaldschule

In der erste Juniwoche war Sonja Wolfstädter vom Kulturladen gemeinsam mit dem Künstler Florian Achziger an der Birkenwaldschule zugast. Rund um das Thema „Frieden“ wurde die lange Außenwand der Schulturnhalle mit Silhouetten der Kinder gestaltet. Hierfür wurden zunächst die Schablonen aus Papier erstellt. Danach ging es mit bunten Spraydosen ans Werk. Aus einer tristen grauen Wand wurde ein echter Hingucker. Finanziert wurde das Projekt mit Paula-Maurer-Mitteln ades Amtes für Kultur und Freizeit Nürnberg.

Mai 2022

nebeneinader sind links das Bildeiner leeren Autobahn und rechts eine Kuh auf einer Wiese zu sehen

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Interview mit der Fotografin Susa Schneider

Ein Gesicht, eine Figur oder doch nur ein Haus mit Zaun. Susa Schneider ist Fotografin und macht das sichtbar, was andere nicht sehen. Sie hat ein Auge für Details und möchte mit ihren Fotos den Menschen zeigen was für Besonderheiten sich unmittelbar vor ihnen befinden. Svenja Holy inteviewte die Fürther Fotografin kurz vor der Vernissage derAusstellung "Alles auf Anfang" im Kulturladen Röthenbach.

Wissen Sie noch wann Sie zum ersten Mal eine Kamera in den Händen hielten?
An diesen Moment kann ich mich noch gut erinnern, da war ich zirka sieben oder acht Jahre alt. Meine Mutter, die selbst eine fantastische Fotografin war, hat mir die Kamera in die Hand gedrückt. Das war eine schöne alte Voigtländer, bei der man oben reinschauen kann und das Bild verkehrt herum sieht. Die Kamera funktioniert mit einem Rollfilm, der zuvor eingelegt werden muss. Meine ersten Fotos habe ich mit dieser Kamera in Italien geschossen.

Haben Sie einen Unterschied zwischen der früheren und heutigen Fotografie feststellen können?
Ja, leider, denn ich habe noch die analoge Fotografie von Beginn an gelernt. Ich habe zusammen mit dem Fotografen Günter Derleth gearbeitet und Mehrfachbelichtungen durchgeführt. Diese Technik kann heutzutage schnell und einfach mit dem Programm Photoshop umgesetzt werden. Bei der analogen Fotografie dauerte das um einiges länger und zudem war es wichtig konzentriert zu arbeiten und sein Wissen einzubringen. Durch die große Filterauswahl, die es heutzutage gibt, kann jeder ein schönes Foto erhalten, doch der eigentliche Sinn der Fotografie ist weg.

Was begeistert sie heute an der Fotografie?
Ich verwende meine Smartphone-Kamera zum Fotografieren, dadurch kann ich ganz andere Aufnahmen machen. Ich kann Personen oder Personengruppen fotografieren ohne Aufmerksamkeit zu erzeugen. Der Vorteil ist auf jeden Fall, dass das Handy viel unauffälliger ist und man benötigt kein großes Equipment mehr, sowie bei der analogen Fotografie. Ich bearbeite meine Fotos auch nicht nach, wenn die Belichtung nicht stimmt, war es einfach ein Belichtungsfehler des Handys.

Personen, Landschaften oder Gegenstände?
Ich fotografiere das, was ein anderer nicht sieht und dran vorbei läuft. Oft fotografiere ich in Italien und auch dort gibt es schöne Graffitis oder einzigartige Bodenstrukturen. In der Ausstellung im Kulturladen Röthenbach zeige ich einen Auswahl meiner Zebrastreifen, die ganz unterschiedlich sind und das fotografiere ich. Das was alltäglich von uns Menschen benutzt wird, aber keiner genau hinsieht. Beim genaueren Betrachten der Umwelt kommen dann kleine Details wie Blumen oder ähnliches zum Vorschein. Das ist sozusagen meine Gabe. Ich erkenne Kleinigkeiten an denen andere Menschen einfach vorbeigehen würden. In Ancona, einer Stadt in Italien habe ich ein Wohnhaus fotografiert, das mit kleinen rosafarbigen Fliesen geschmückt war und eine morbide Toreinfahrt hatte. Ein paar Wochen später bin ich dann wieder daran vorbeigefahren und das Haus wird jetzt saniert. Gut dass ich es fotografiert habe, denn die Besonderheit ist jetzt erloschen.

Was möchten Sie mit Ihren Fotos bei den Betrachtern erzeugen?
Die Motive die ich fotografiere sind sehr schön, beinhalten jedoch immer eine Kleinigkeit die bei den Betrachtern zum Denken anregen sollen. Ein Foto von mir, zeigt einen Strand mit einem idyllischen Eindruck und ganz unten in der Ecke des Bildes sieht man Müll liegen. Neben dem Bild hängt auch ein Foto, welches thematisch dazu passt. Ziel ist es dass sich die Gegensätze anziehen, ein Yin und Yang sozusagen, und auf die Schönheit unserer Natur aufmerksam machen, die es gilt zu erhalten.

April 2022

Ein Gemälde zeigt einen jungen blonden Mann, der in eine goldene trompete bläst.

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Die Ausstellung von Holger Lehfeld ist noch bis zum 13.05. im Kulturladen Röthenbach zu sehen.

Interview mit dem Künstler Holger Lehfeld

Die diesjährigen Ausstellungen im Kulturladen Röthenbach laufen alle unter dem Oberthema „Stadt - Land - Mensch“. Die Ausstellung „Es war einmal ... der Mensch“ des Malers Holger Lehfeld orientiert sich danach. Er arbeitet vermehrt mit Öl und stellt in seinen Werken den Menschen in den Fokus. Den Zustand zwischen Lebensfreude und Verzweiflung stellt er bildnerisch in seinen Werken dar. Ein Interview mit dem Künstler soll einen Einblick hinter den Erstellprozess eines Bildes geben. Das Interview führte unsere Praktikantin Svenja Holy

Wie kamen Sie zur Malerei?
Lehfeld: Das ist schon lange her. Ich war ungefähr 20 Jahre alt und habe gemerkt, mich selber bildnerisch ausdrücken zu wollen. Für mich selbst habe ich schon autodidaktisch gemalt und verschiedene Maltechniken ausprobiert. Zur Weiterentwicklung habe ich Volkshochschulkurse belegt und Aktzeichenkurse, damit ich das figürliche Verständnis erwerbe. Mein Interesse für das Malen verstärkte sich und so hat die Kunst immer mehr Platz in meinem Leben eingenommen.

Warum haben Sie sich entschieden mit der Maltechnik Öl zu malen?
Das hat sich bei mir so entwickelt. Anfangs stand für mich die Aquarellmalerei im Vordergrund und später während meines Studiums an der Akademie in Nürnberg habe ich begonnen mit Öl zu malen. Ich hatte Interesse daran, eine neue Technik auszuprobieren und fand es spannend speziell mit dieser Farbe zu malen.

Was inspiriert Sie?
Mich kann Vieles inspirieren, meist entstammt der Grund aus meiner Umgebung oder dem, was mich gerade beeindruckt. Oft ergibt sich das während einer Betrachtung. Beim längeren Ansehen, entdeckt man immer wieder verschiedene Facetten, was einem anfangs gar nicht so wichtig erschien, bekommt immer eine größere Bedeutung.

Haben Sie Vorbilder oder Künstler an denen Sie sich orientieren?
Nicht unbedingt. Natürlich habe ich Lieblingskünstlerinnen und Künstler. Zum Beispiel Paula Modersohn-Becker, Decker und Max Beckmann, das sind so meine Highlights. Früher hatte ich noch andere Künstler aus der Epoche des Expressionismus wie Claude Monet und auch Lovis Corinth, die für mich ganz spannende Persönlichkeiten sind.

Was bedeutet künstlerisch tätig sein für Sie?
Die Freiheit im Ausdruck, das bedeutet Kunst für mich. Freiheit ohne Zensur, das ist für mich das Wesen der Kunst. Keine Einschränkung in der Gestaltung, die Kreation einer eigenen Welt und die Kommunikation mit dem Betrachter.

Holger Lehfeld
1968 geboren in Erlangen
1997 begann er ein Malereistudium an der Akademie der Bildenden Künste
Nürnberg und ASP Krakau. Seitdem widmet er sich vermehrt der Ölmalerei.

März 2022

Ein Gemälde zeigt Kopf und Oberkörper eine Frau mit dunklen Haaren und einem roten Oberteil vor grünem Hintergrund

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Kunstausstellung im Kulturladen Röthenbach wird zum Cover der Kultur&Freizeit

Am 12.03.2022 wurde die Ausstellung von Holger Lehfeld im Kulturladen Röthenbach eröffnet. Unter dem Titel "Es war einmal... der Mensch", stellt der Künstler seine Werke aus. Die Ausstellung kann noch bis zum 13.05.2022 besucht und betrachtet werden.Eine besonders freudige Überraschung, war die Auswahl eines der ausgestellten Kunstwerke für das Programmheft "Kultur&Freizeit".
Das Bild "I am Nature" (oben zu sehen) schmückt mit einem vertrauensvollen Lächeln das Cover der Zeitschrift. Nicht nur dieses Bild, sondern auch vieles Weitere gibt es in der Kultur&Freizeit zu entdecken. Die Angebote der elf Nürnberger Kulturläden° und deren Engagement zu Ökologie und Nachhaltigkeit unter dem Stichwort 11xGRÜN sind dort genauso zu finden, wie bspw. die Angebote des Erfahrungsfeldes zur Entfaltung der Sinne, der Kinderuni und vieler weiterer Einrichtungen.
Sie haben Lust bekommen mal rein zu schnuppern? Die Kultur&Freizeit wird in allen kulturellen und städtischen Einrichtungen ausgelegt. Ebenso gibt es sie in Arztpraxen oder Bücherläden.

Februar 2022

Turmuhr mit goldenem Ziffernblatt auf blauem Grund

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Die Turmuhr schlägt wieder!

Die Glocke im historischen Uhren- und Glockenturm des Kulturladens Röthenbach läutet seit Mittwoch, 02. Februar 2022, wieder. Auch die Turmuhr zeigt wieder die richtige Zeit an. Das Unternehmen Georg Rauscher Turmuhrenfabrik GmbH aus Regensburg hat den Turm Anfang des Jahres 2022 repariert und mit moderner Technik ausgestattet. Aufgrund eines Defekts hatte man das Schlagwerk im Januar 2021 abgestellt; seit kurz vor Weihnachten 2021 funktionierte auch das Uhrwerk nicht mehr.

Eine denkmalgerechte Sanierung des Kulturladens Röthenbach, Röthenbacher Hauptstraße 74, fand von 2012 bis 2018 in drei größeren Abschnitten statt. Zuerst erneuerte man die Brandschutzanlage und verlegte den Veranstaltungsraum. 2014 wurde das Dach des hinteren Gebäudes saniert, zwei Jahre später das vordere Dach und die Fenster. Dabei wurde der Uhren- und Glockenturm bereits umfangreich saniert. Der Kulturladen Röthenbach ist in einem historischen Gebäude mit langer Geschichte untergebracht. Mit der Eingemeindung 1922 ging das damalige Schulgebäude in den Besitz der Stadt Nürnberg über und war noch jahrelang ein belebtes Schulhaus. Nach weiteren Vergrößerungen wurde das Anwesen ab 1985 nur noch bedingt zum Unterrichten genutzt und zum Kulturladen umfunktioniert. Heute betreibt die Stadt Nürnberg den Kulturladen Röthenbach als Einrichtung des Amts für Kultur und Freizeit.

Im Jahr 1875 beschloss die Ortsgemeinde Röttenbach, heute unter dem Namen Röthenbach bekannt, ein eigenes Schulhaus zu bauen, da in der „Eibacher Schule“ Raumnot herrschte. So entstand 1877 ein Gebäude aus Sandstein mit einem Uhren- und Glockenturm, der aus einer offenen Säulenkonstruktion aus Gusseisen, Uhrwerk, vier Zifferblättern und einer Glocke besteht. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es größere Schulhausumbauten, da die Bevölkerungsrate zu dieser Zeit rasch anstieg und man Räumlichkeiten zum Unterrichten brauchte. Der Turm blieb weiterhin erhalten und konnte pünktlich seiner Aufgabe nachgehen. Laut der Publikation „40 Jahre Bürgerverein Nürnberg-Röthenbach“ wurde die Glocke im Ersten Weltkrieg als Gebets-, Läute-, Leichenaussegnungs-, Hochzeits- und Feuerglocke genutzt und deshalb vor dem Einschmelzen bewahrt.

Wie die Veröffentlichung des Bürgervereins berichtet, stammt die Glocke ursprünglich aus der Bayreuther Gegend und zählt zu den ältesten Glocken im Nürnberger Stadtgebiet. Sie ist mit der Inschrift „Elisabetha Sophia geb. König Princessin in Prevssen vnd Brandenbvrg vermaehlte Markgraevin zv Brandenbvrg Cvlmbach anno 1710“ versehen.

Januar 2022

In einer Einganshalle stehen ein Weihnachtsbaum aus Altpapier und zwei Schneemänner aus weißen Plastiktüten

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Weihnachten nachhaltig

Auch wenn auf dem Hof noch eine große Tanne in buntem Licht glitzerte, im Haus setzte das Russisch-Deutsche Kulturzentrum in diesem Jahr ganz auf nachhaltigen Weihnachtsschmuck. Bei einer Kunstaktion mit recycelten Materialien entanden ein großer Weihnachtsbaum und mehrere Schneemänner. Für den Weihnachtsbaum wurden alte Reklameblätter kunstvoll miteinander verbunden. Auch bei den Kugeln, die am Baum hängen, wurden gebrauchte Materialien verwendet. Jede Kugel bestand aus einem mit Papier gefüllten Gemüsenetz. Die Schneemänner wurden aus alten weißen Plastitüten gefertigt.

November 2021

Abstraktes Bild in Brauntönen

Interview mit Arife Körblein: Kunst - eine Form der Kommunikation

Ein Fisch, ein Nachtzug oder doch etwas ganz Anderes. Arife Körblein ist Künstlerin und versetzt die Besucherinnen und Besucher ihrer Ausstellungen ins Staunen. Obwohl sie ihre eigene Handschrift als Künstlerin noch nicht gefunden hat, steht sie selbst hinter jedem ihrer Bilder, auch wenn diese komplett unterschiedlich sind. „Das bin trotzdem ich.“

Wie kamen Sie zur Malerei?
Körblein: Ich habe schon immer gemalt, als kleines Kind schon bevor ich in die Schule kam. Ich hatte meine eigenen Buntstifte, habe die abgenutzten Stifte von meinen Geschwistern gesammelt und bekam dann noch meinen persönlichen Zeichenblock. Zuhause hatte ich meine eigene Nische in der Küche, dort legte ich mich auf den Boden und malte. Das war so meine Beschäftigung über den Tag, bis ins Grundschulalter. In der weiterführenden Schule weckte ich die Aufmerksamkeit meiner Kunstlehrer, die bei mir eine künstlerische Begabung sahen.

Was inspiriert Sie?
Körblein: Im Jugendalter habe ich sehr viele Portraits, mit Kohle, Bleistift oder Aquarellfarben gemalt. Ich war damals ein großer Rock und Heavy Metal Fan und dementsprechend entstanden viele Portraits von meinen Lieblingssängern. Während meines Studiums habe ich mich vermehrt für die abstrakte Kunst interessiert. Zuvor hatte ich noch keine Berührung damit und wusste auch nicht, wie ich das selbst umsetzen kann. Im Berufsleben als Chirurgin fehlte mir leider die Zeit, mich weiterhin mit der Kunst zu beschäftigen. Erst als ich 2015 meinen Sohn bekam und in Elternzeit war, fand ich wieder Zeit und Muße dafür. Dann ging es ganz rasch. Wie per Knopfdruck habe ich viele große abstrakte Bilder gemalt, viel experimentiert und mich an zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern orientiert. Seitdem ist für mich die abstrakte Malerei nicht mehr wegzudenken. Auch nach Wiederaufnahme meines Jobs in Teilzeit kann ich nun weitermachen und fühle mich durch die Arbeit sogar sehr inspiriert. Ich bin sozusagen angekommen.

Warum verwenden Sie die Maltechnik Acryl?
Körblein: Auf Acryl bin ich umgestiegen, da viele zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler auch mit Acryl malen und ich das ausprobieren wollte. Ich male aber nicht nur mit Acryl, sondern auch mit Wandfarbe und wende dabei verschiedene Mischtechniken an. Um meinen Bildern mehr Ausdruck zu verleihen, verwende ich die Materialien Bauschaum, Gips, Folie und Papier. In dem Bild „Nautilus“ habe ich Bohnen miteingearbeitet. Während des Entstehungsprozesses eines Bildes stehe ich mit dem Bild in Korrespondenz. Das Bild „spricht“ zu mir, sagt wo es hingeht, ich folge beziehungsweise antworte, indem ich entsprechende Farben und Formen wähle, es ist eine Komposition und Kommunikation mit dem Gemälde.

Gibt es eine Maltechnik, die Sie überhaupt nicht leiden können?
Körblein: Mit Ölfarben zu malen ist ein No-Go für mich, schon alleine aus Zeitgründen und dem Mangel an Wissen. Nicht leiden können, wäre die falsche Bezeichnung. Öl ist toll aber schwierig zu handlen und sehr zeitaufwendig. Ein Bild besteht aus mehreren Schichten, damit es eine Tiefe bekommt. Da ich sehr ungeduldig bin und Öl sehr lange braucht bis es trocknet, wäre das nichts für mich. Acryl kommt dem einigermaßen nahe, trocknet schneller und ist einfacher in der Anwendung.

Gibt es Künstlerinnen und Künstler die Sie faszinieren?
Körblein: Ja, Jackson Pollock, Gerhard Richter und besonders Herrmann Nitsch. Die überdimensionalen Schüttbilder von Nitsch finde ich faszinierend. Diese Form des Aktionismus würde ich selbst gerne ausprobieren.

Was ist Ihre Lieblingsfarbe?
Körblein: Erdige Farben, damit identifiziere ich mich. Aber es gibt auch die andere Seite, Töne die lieblich und blumig wirken gefallen mir. In manchen Fällen nutze ich sehr gerne Rot, eine sehr mächtige, starke Farbe. Diese Farben sich ebenfalls in meinen Bildern wiederzufinden.

Wann wissen Sie, dass ein Gemälde fertig ist?
Körblein: Wann weiß ich das? Das weiß ich sehr oft gar nicht. Es kommt vor, dass ein Bild unvollkommen erst mal ruhen muss, weil ich noch nicht ganz zufrieden bin. Ich arbeite dann nach einer Woche, einem Monat oder einem Jahr daran weiter, wenn der richtige Moment eben gekommen ist. Andere Werke sind dagegen recht schnell fertig. Diese Bilder sind dann perfekt, da wäre jeder weitere Strich zu viel. Ein Beispiel hierfür wäre das Bild „Metamorphose“, mit dem Fisch. Es ist nach einer sehr arbeitsreichen OP-Nacht entstanden. Ich hatte noch so viel Energie und die musste ich auf die Leinwand bringen. Diese Momente gibt es auch. Auf dieses Werk bin ich besonders stolz. Das sehr dominante Bild „Wächter“ habe ich erst nach einem Jahr vollständig abgeschlossen. Es gehört ebenfalls zu meinen Lieblingen. Diese zwei Bilder haben wirklich gegensätzliche Entstehungsweisen.
INTERVIEW: SVENJA HOLY

Oktober 2021

Vier Frauen und drei Männer in herbstlicher Kleidung vor dem Kulturladen

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Ein Team von Siemens-Healthineers unterstütze am 21.10.2021 einen Tag lang bei der Verschönerung des Gartens rund um den Kulturladen.

Siemens AG und Siemens Healthineers unterstützen Kulturladen mit Pflanzaktion

Regentropfen und starke Windböen zogen am Donnerstag, den 21. Oktober über Nürnberg und brachten die Pflanzaktion im Kulturladen Röthenbach kurzzeitig zum Wackeln. Die Aktion war ein Volunteering-Projekt der Siemens AG, wobei die Angestellten für einen Tag ihren gewohnten Arbeitsplatz verließen um sich ehrenamtlich zu engagieren.
Der Einsatz des Teams von Siemens Healthineers wurde geleitet und arrangiert von Sabrina Haarmann. „Insgesamt zwei bis drei Mal im Jahr findet so eine Aktion statt“, sagte sie. An diesem Morgen begleiteten sie fünf Kolleg*innen von Siememens Healthineers und die Landschaftsarchitektin Katrin Friedrich. Alle Helfer waren gerüstet mit festem Schuhwerk, Fließjacken und Gartenhandschuhen um dem schlechten Wetter zu trotzen.
Nach einer Begrüßung durch Kulturladenleitung Birgit Kretz räumten die Volunteers frische Erde, Werkzeug und Verpackungsmaterial aus dem Auto. Nach der Verteilung der Aufgaben starteten die Freiwilligen. Sie rechten das Laub zusammen, setzten neue Pflanzen in die Erde ein, säten die Wiese neu an und reinigten Pflanzenkübel. Bei Fragen stand Katrin Friedrich helfend zur Seite.
Mit Tatendrang und Engagement haben die Freiweilligen den Garten und das Umfeld des Kulturladens Röthenbach verschönert. Zudem gab es eine großzügige Spende der Siemens AG. Vielen Dank für das große Engagement aller Beteilligten und bis zum nächsten Mal!

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