Aus dem 7. Brief an Pirckheimer vom 18. August 1506:
"Die Glassachen schicke ich Euch mit dem Boten und die zwei Teppiche will mir Anton Kolb auf das hübscheste, entgegenkommendste und wohlfeilste kaufen helfen. Sobald ich sie habe, will ich sie dem jungen Imhof geben, dass er sie Euch einpacke. Auch will ich nach den Kranichfedern sehen; ich habe noch keine gefunden. Aber Schwanenfedern, mit denen man schreibt, gibt es viele hier; wie wär’s, wenn Ihr einstweilen solche auf die Hüte stecktet? Auch habe ich einen Buchdrucker gefragt, der sagt, er wisse noch nichts von etwas Griechischem, das vor Kurzem erschienen wäre; was er aber erfahre, das will er mich wissen lassen, damit ich es Euch schreiben kann. Lasst mich ferner wissen, was für ein Papier Ihr meint, dass ich kaufen soll; denn ich weiss kein feineres, als das, welches wir daheim gekauft haben.
An Historienbüchern sehe ich nichts Besonderes, was die Italiener machen, und was sonderlich willkommen für Euer Studium wäre; es ist immer ein und dasselbe.
Ihr wisst selbst mehr, als sie malen. (...)
Auch danke ich Euch für alles, was Ihr mir zu Gute tut – wenn Ihr mich nur ungeschoren liesset mit den Ringen!
Gefallen sie Euch nicht, so brecht ihnen den Kopf ab und werft sie in’s Scheißhaus, wie der Peter Weisweber spricht! Was meint Ihr, dass mir an solchem Dreckwerk liege?
Ich bin ein Edelmann in Venedig geworden!"