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Umgestaltung Obstmarkt

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Schegk Landschaftsarchitekten BDLA Stadtplaner und Merlin Bartholomäus

Der Obstmarkt soll nach der Umgestaltung ein ganz neuer Platz werden!

Mehr Grün und großzügige Fußgängerbereiche – ein neues Gestaltungskonzept soll den Obstmarkt aufwerten und für mehr Aufenthaltsqualität sorgen.

Da die aktuelle Planung coronabedingt nicht in einer großen öffentlichen Veranstaltung vorgestellt werden konnte, hatten die Bürgerinnen und Bürger im Rahmen einer Digitalen Bürgerinformation Gelegenheit, vom 5. bis 30. Oktober 2020 auf dieser Webseite ihre Meinungen und Kommentare zur Planung abzugeben. Das Ergebnis wird in die weitere, konkrete Planung einfließen.

Der Zeitraum für die digitale Bürgerinformation ist abgelaufen!

Wir bedanken uns für Ihr reges Interesse. Die abgegebene Kommentare und Beiträge zur Umgestaltung des Obstmarktes werden zur Zeit ausgewertet Die Ergebnisse werden auf diesen Seiten veröffentlicht.

Nutzen Sie diese Plattform, um sich auch weiterhin über das Vorhaben zu informieren!



Erläuterung der Planung

Allgemeines

Dem Obstmarkt mit dem Umfeld der Frauenkirche steht eigentlich historisch und von seiner Lage her eine höhere Bedeutung zu als heute erkennbar. Durch die einheitliche neue Gestaltung wird der Platz besser intergiert und die Frauenkirche dabei als wichtiges Bindeglied zwischen Hauptmarkt und Obstmarkt wieder in den Mittelpunkt gestellt.

Die heute überdimensionierte Fahrbahn wird zugunsten von großzügigen Fußgänger-, Aufenthalts- und Außengastronomiebereichen auf ein notwendiges Maß zurückgebaut. Durch Bäume mit Torwirkung und Verschwenkung der Fahrbahn müssen Autofahrer zudem ihre Durchfahrtsgeschwindigkeit reduzieren. Auch das trägt zur neuen Aufenthaltsqualität bei.

Mehr Aufenthaltsqualität durch neue Bäume am Obstmarkt

Durch gut platzierte neue Bäume und Freistellung vorhandener Bäume kann der Obstmarkt künftig wieder als Platz wahrgenommen werden, der Blick wird auf den Chor der Frauenkirche geführt. Baumreihen am Fünferplatz und in der Spitalgasse schaffen qualitätsvolle Aufenthaltsbereiche im Straßenraum.

In die Gestaltung wird auch die Ostseite des Hauptmarktes einbezogen und im Umfeld der Frauenkirche ein großer Baum gepflanzt. Insgesamt sollen künftig am Obstmarkt ca. 36 neue Bäume gepflanzt werden. Voraussetzung für die Realisierung der Baumpflanzungen ist, dass es keine Konflikte mit Leitungen im Boden gibt. Im August/September 2020 wurde deshalb vor Ort anhand von Suchschlitzen untersucht, welche Leitungen verlegt werden müssen.

Parken

In den neuen Plänen finden Sie ausschließlich Behinderten- und Taxistellplätze. Grundstücks- und Feuerwehrzufahrten sowie Anlieferung sind auch weiterhin möglich. Grundlage der Planung ist der Beschluss der Stadt Nürnberg zur Änderung der Parkraumbewirtschaftung in der Altstadt.

Bei den Parkplätzen am Obstmarkt handelt es sich größtenteils um kostenpflichtige Kurzzeitparkplätze, die ersatzlos entfallen könnten, da grundsätzlich in der nahen Umgebung ausreichend Parkplätze (Tiefgarage Hans-Sachs-Platz, Tiefgarage Insel Schütt, Tiefgarage Augustinerhof) zur Verfügung stehen. Darüber hinaus werden in den Wohngebieten östlich des Obstmarktes zahlreiche Parkplätze künftig mit der neuen Mischregelung bewirtschaftet, so dass diese von zahlenden Kurzzeitparkern und von Bewohnerinnen und Bewohnern mit Ausweis genutzt werden können. So entstehen neue Bewohnerparkplätze. Parkplätze mit zeitweisem Haltverbot werden heute nur abends und nachts genutzt und würden künftig entfallen.

Der Obstmarkt mit Fünferplatz und Spitalgasse könnte künftig als verkehrsberuhigter Bereich, verkehrsberuhigter Geschäftsbereich oder Fußgängerzone gewidmet werden. Eine genaue Festlegung soll im weiteren Planungsprozess getroffen werden.


Maßnahmen im Überblick

Lage und Größe des Planungsgebietes

Das Planungsgebiet „Obstmarkt“ erstreckt sich von der Theresienstraße bis zur Spitalgasse über den Fünferplatz und den Obstmarkt. Das Umfeld der Frauenkirche als zentrale Schnittstelle zwischen dem Hauptmarkt und Obstmarkt, sowie die Obstgasse und der Stadtratsparkplatz am Fünferplatz sind in die Planungen mit einbezogen.

Das Planungsgebiet umfasst eine Fläche von ca. 13.500 m²

Die wichtigsten Maßnahmen sind:

  1. Umgestaltung des Obstmarktes zu einem eigenständigen Platz mit großzügigen Fußgänger- und Aufenthaltszonen
  2. Verzicht auf Parkplätze zugunsten von möglichst vielen Bäumen
  3. Rückbau der Fahrgassen auf ein notwendiges Maß für den Verkehr und Reduzierung der Durchfahrtsgeschwindigkeit
  4. Aufwerten des Stadtratsparkplatzes am Fünferplatz zu einer grünen Oase
  5. Aufstellen des Apollobrunnens im historischen Kontext des Rathauses
  6. Einbindung des Kunstprojektes „Obstmarktbunker“
  7. Vorschlag für eine Neuorganisation von Infrastruktureinrichtungen bei Großveranstaltungen zugunsten einer dauerhaften Aufwertung des Umfeldes der Frauenkirche

Teilbereiche der Planung


Fünferplatz (Planungsgebiet Nord)

Das „Eingangstor“ zum Obstmarkt mit neuem Gesicht

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Künftig wird eine Baumallee am Fünferplatz von der Theresienstraße bis zur platzartigen Aufweitung am Obstmarkt den Straßenraum aufwerten. Durch Reduzierung der Fahrbahnbreite und Entfall der heutigen Stellplätze werden beidseitig des Fünferplatzes großzügige Bereiche für Fußgänger geschaffen. So erhält zum einen die historischen Rathausfassade angemessenen Raum, zum anderen gibt es auf der Ostseite Platz für Außengastronomie. Im Wechsel mit den neu gepflanzten Bäumen verbessert sich die Aufenthalts- und Nutzungsqualität des Straßenraumes deutlich.

Die zukünftige Führung der Fahr- und Bustrasse verläuft nicht mehr durchgehend und sie ist mit einer Breite von 6 m bis 6,50 m geplant.

Um ein großzügiges und zusammenhängendes Erscheinungsbild zu erhalten, sind die Straßen- und Gehwegbeläge einheitlich, wie im gesamten Planungsgebiet, aus Granitgroßsteinpflaster. Der geplante Granitbelag ist sehr dauerhaft und damit nachhaltig und mit gesägter und angerauter Oberfläche barrierefrei.

Auf der heute als Stadtratsparkplatz genutzten Fläche am Fünferplatz soll in historischem Umfeld ein kleiner, geschützter Platz in der Altstadt entstehen. Die Gestaltung einer Blühwiese mit Pflanztrögen und Sitzgelegenheiten in Verbindung mit dem Baumbestand und dem dort bestehenden „Fischbrunnen“ verspricht eine hohe Aufenthaltsqualität. Gleichzeitig erhält der aus 23 Fischen bestehende „Fischbrunnen“ von Albert Feist aus dem Jahr 1963 wieder eine ihm angemessene Aufmerksamkeit.

Das Parken für die Stadträte entfällt.

Entlang der Wand an der Ostseite des Platzes werden Fahrradstellplätze unter einem transparenten Dach angeordnet.


Obstmarkt (Planungsgebiet Mitte)

Ein Straßenraum wird urbaner Platz in historischem Umfeld

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Künftig soll der Obstmarkt - entsprechend seiner historischen Bedeutung und Lage in der Altstadt - gestaltet werden, um wieder an Identität zu gewinnen, und als urbaner Platz mit Bäumen, Brunnen und Sitzgelegenheiten erlebbar zu sein.

Aufgrund des historischen Kontextes wird im Winkel des Rathausgebäudes auf der Westseite des Platzes der Apollobrunnen einen angemessenen Ort am Obstmarkt finden. Der Brunnen stand ehemals im Innenhof des Pellerhauses und ist derzeit eingelagert.

Ein weiterer Brunnen mit dem besonderen Aspekt als Spielbrunnen soll zur Belebung des Platzes beitragen. Die Planung schlägt vor, dazu den „Stockzahnbrunnen“ aus seiner beengten Lage an der Ecke Spitalgasse zu erlösen und ihn in einen großzügigen, räumlichen Zusammenhang in die Mitte des Obstmarktes zu stellen.

Außerdem bekommt die Platzfläche einen neu gepflanzten Baum in angemessener Größe, der die gastronomische Außenbestuhlungsfläche attraktiver gestalten und in der Nähe des Apollobrunnens Schatten spenden soll, um das Verweilen auch an heißen Sommertagen, angenehm zu machen.

Die bestehende Silber-Linde an der Tucherstraße gegenüber wird durch eine weitläufig umgreifende Bank in ihrer Bedeutung betont. An dieser Stelle befindet sich unterirdisch auch der ehemalige Zugang zum Obstmarktbunker, der als Teil des Kunstprojektes „Sebalder Steppe“ der Künstlerin Anja Schoeller, in die Umgestaltung des Obstmarktes integriert wird.

Der Übergang zur Spitalgasse wird am südlichen Rand der platzartigen Aufweitung mit torartig angeordneten Baumpflanzungen betont. In Verlängerung der Baumallee am Fünferplatz wird auf der Ostseite des Obstmarktes eine Baumreihe entlang der Fahrspur bis zur Spitalgasse fortgeführt.

Wie auch am Fünferplatz soll der Obstmarkt, die Obstgasse und ein Teil der Tucherstraße niveaugleich mit dem einheitlichen Bodenbelag in Granitgroßsteinpflaster umgestaltet werden. Dabei wird die Platzfläche des Obstmarktes mit einem Wechsel der Verlegerichtung im Belag hergestellt und so von den angrenzenden Bereichen hervorgehoben. Neben gestalterischen Aspekten kommen dabei, in diesem durch Infrastruktur und schwere Fahrzeuge bei Großveranstaltungen stark beanspruchten Bereich, auch technische Vorteile in der Standfestigkeit des Belages zum Tragen.

Zur Verbesserung der Aufenthalts- und Nutzungsqualität werden über den gesamten Platzbereich Bankelemente mit variabler Sitz- und Blickrichtung gestellt. Sie sind als mobile, aber nicht tragbare Elemente, auch flexibel zur Steuerung ungewünschter Verkehre einsetzbar. Ebenso können sie bei Großveranstaltungen für notwendige, temporäre Nebeneinrichtungen entfernt werden.

Abstellmöglichkeiten für Fahrräder werden im gesamten Platzbereich an geeigneten Standorten aufgestellt.


Umfeld Frauenkirche

Zentrales Herzstück zwischen Haupt- und Obstmarkt

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Die Aufwertung des Umfeldes der Frauenkirche und die Einbeziehung dieses Bereiches in die Platzfläche des Obstmarktes ist zentraler Bestandteil der Umgestaltung. Bereits im Rahmen des Wettbewerbs haben die durchgeführten Bürgerbeteiligungen gezeigt, dass die Öffentlichkeit eine Verbesserung des Umfeldes, insbesondere der Chorseite der Frauenkirche wünscht, da sie heute als Hinterhof des Hauptmarktes, insbesondere bei Veranstaltungen, empfunden wird.

Künftig wird die Frauenkirche zwischen Hauptmarkt und Obstmarkt durch die Einbettung in den einheitlich gestalteten Belag als zentraler Mittelpunkt wiederhergestellt. Die Parkplätze an der Rückseite der Frauenkirche entfallen. Durch die freie und unverstellte Sicht auf den Chor kann dieser nun seine Wirkung entfalten. Sitzgelegenheiten unter dem bestehenden Baum bieten schattigen Aufenthalt.

Auf der Ostseite des Hauptmarktes ist im Umfeld der Frauenkirche ein großer Baum vorgesehen.

Neuordnung von Infrastruktureinrichtungen bei Großveranstaltungen auf dem Hauptmarkt

Im Rahmen der Planungen wurde auch die heute unbefriedigende Situation am Chor der Frauenkirche bei Großveranstaltungen wie dem Christkindlesmarkt betrachtet und Lösungen untersucht. Hier werden derzeit die Container für die Ver- und Entsorgung bei Veranstaltungen abgestellt.

Nun könnte die Chance genutzt werden, technische Infrastrukturen und Abläufe bei Großveranstaltungen für den Platz in Zukunft verträglicher zu gestalten.

Die Planung schlägt eine dezentrale Unterbringung der verschiedenen Infrastruktureinrichtungen im Umfeld des Hauptmarktes vor, damit der Chor der Frauenkirche freigestellt bleibt und die einzelnen Container sich verträglicher in den öffentlichen Raum einfügen. Dafür eignen sich eim Wesentlichen zwei Standorte: Zum einen eine Fläche am Obstmarkt nördlich des Chors der Frauenkirche, zum anderen die Fläche am Fünferplatz, die heute als Stadtratsparkplatz genutzt wird und die künftig zu einem kleinen grünen Platz umgestaltet werden soll. Die Begrünung kann während der Zeit der Großveranstaltungen mit entsprechenden Maßnahmen geschützt werden.

Details werden im weiteren Planungsprozess abgestimmt


Wendeschleife Spitalgasse (Planungsgebiet Süd)

Busendhaltestelle aufwerten und integrieren

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Künftig wird die Busendhaltestelle aus der Wendeschleife heraus in die Spitalgasse verlegt und geradlinig und barrierefrei ausgebaut. Durch den Rückbau der Doppelfahrbahn entsteht so eine großzügige Warte- und Bewegungsfläche für die Busfahrgäste.

Außerdem wird der Wendebereich des Busses einige Meter nach Osten versetzt. So kann der Übergangsbereich zwischen Fußgängerzone und Platzfläche vergrößert und um öffentliche Sitzgelegenheiten ergänzt werden. Gleichzeitig wird die Sicht- und Wegebeziehung zum Hans-Sachs-Platz und weiter zur Insel Schütt verbessert.

Um diese Verbesserungen zu ermöglichen, wird der Bestandsbaum in der Wendeschleife (Gleditschie) der neuen Lage des Wendehammers angepasst und in die Flucht der geplanten Baumreihe westlich des Obstmarktes versetzt oder durch eine adäquate Neupflanzung ersetzt. Ein Jungbaum (Robinie) südlich der Spitalgasse soll aufgrund der neuen Lage des Wendehammers in die bestehende Baumgruppe gegenüber versetzt werden.

Raumbildende Baumpflanzungen beidseitig der Spitalgasse werten den Straßenraum zusätzlich auf und tragen dem Wunsch nach mehr Grün in der Altstadt Rechnung.

Taxi- und Behindertenparkplätze verbleiben weiterhin in der Spitalgasse.

In unmittelbarer Nähe zur Bushaltestelle ist eine Fahrradverleihstation vorgesehen. Im gesamten Planungsbereich sind ca. 140 Fahrradstellplätze an unterschiedlichen Standorten, insbesondere im südlichen Bereich, verteilt.



Fotos aktuell


Planungsprozess


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